Profil von Marcel Strömer

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Geburtsdatum: * 02.07.1969 (56 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.783
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Titel
903 Das Schweigen
Vorschautext:
Ich bin der Worte wenig
noch stiller als ein Stein
denn Schweigen ist ein König
und will doch Bettler sein



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 07.07.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden
902 Angst regiert die Welt
Vorschautext:
Wer dem Frieden fremd ist, weiß nicht um den Reichtum der Freude. Wer Ängste schürt auf die eigene Sicherheit bedacht, den Glauben an Ausweglosigkeit und Verschwörung lehrt, verhindert jenes Glück, das versucht aus ganzem Herzen und in aufrichtiger Anteilnahme zu existieren.

Wer gegen Flüchtlinge, Fremde, Migranten und Menschen anderer Hautfarbe hetzt, ist ein Steinwurf von dem Hass entfernt, der wissentlich und erbarmungslos den Samen des Krieges sät.

Wer vom Glauben an die Ausweglosigkeit profitiert, besitzt einen gespaltenen Bezug zu Herzensbildung und Menschlichkeit. Der ist ohne echte Lebensfreude und wird folglich auch keinen inneren Frieden lehren. Wie auch die Mächtigen dieser Welt, die vom Krieg leben.

Denkt mal darüber nach!



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 11.07.2016)
...
901 Nicht ganz dicht
Vorschautext:
In der Verdichtung
quirlt manches nicht blickdicht
unnützer Tinnef
verziert und entrückt
Dichten ist Handwerk
ist Schreiben mit Nachsicht
und tiefes Sinnen
durch Klarheit verzückt

Was zum Reim genügt
sei`s in metrischer Form
der Poet erfindet
...
900 „Kinder der Sonne“
Vorschautext:
Soll da etwa ein entfernter Klanggedanke sein, dem es gelingt Lärm und Geschrei erfolgreich zu stören, der es wagt und wenn auch nur für einen gefühlten Moment kurzen Wimpernschlags, die Gruppe selbsternannter Ordnungshüter namens „Kinder der Sonne“ vom sonst so geübten Wortspiel abzuhalten? Schau, in ihren Augen flackert unauslöschlich das wütende Höllenfeuer glücklosen Lebens! Sind sie nicht die Auserwählten, die unnachahmlich diszipliniert wie von einer inneren Stimme zum aktiven Handeln angeführt und haben sie nicht nächtelang ihren verdienten Schlaf geopfert für den nationalen Geist einer trotzigen Forderung aus Idealismus und Spätromantik? Von gestern nacht, treu bis heute in den frühen Mittag schlüssige Konzepte verfasst und mitreissende Reden gefolgt, insbesondere die Interpretation von Befunden und Spurensicherung alter Zeiten und anschliessend konkretes Auswahlverfahren betreibend? All die freundlichen Helfer und leidenschaftlichen Henker einbestellt und sie fürsorglich betraut mit quasi traumatisierten Erfahrungswerten teils postfaktischer Argumentationsweise um die damit verbundenen, schier unlösbaren Aufgaben erfolgreich zu verteilen. Klammheimliche Freude, kann den redlichen Stolz nur erheben, mit ihren blässlichen Gesichtern im Nebelhauch herrschsüchtiger Natur, patroullierend ziehen sie durch Straßen und Netze, in selbstgestalteten, polizeiähnlichen Uniformen, mit der überzeugten Sichtweise handelnd, da sie gewissenhaft und beinah bedingungslos die Treue zum Vaterland beschwören und beweisen müssen, erledigen sie Auftrag um Auftrag. Nationaldemokratische Politik begründet im Geistreich eines immerwährenden Hang zu Idealismus gefolgt von einfachem Pragmatismus, so führt der gemeinsame Weg wieder ins Reich der Träume, die der Reinhaltung eigener vier Wände, das Sammeln von Güter in die leeren Schürzen der Mütter und Ehefrauen, Bau- und Bastelmaterial in die überall verwahrlosten Kindergrippen an den Stadtrandgebieten, romantische Liebesbriefe in die Altersheime zu den vergreist Vergessenen, ein ordentlicher Schub an Selbstbefriedendes ins eigene Fleisch, der Mut zur Erinnerung ans Selbstgezeugte, hoffnungsvoll die überaus trefflichen Aufmunterungsoffenbarungen der Ruf zum wehrhaften Heer der Freiwilligen mit all ihren vielen Enttäuschungen: „Wir Kinder der Sonne bekennen uns zur Vielfalt des Lebens und seiner Erscheinungsformen in Natur und Kultur und deshalb zur Anerkennung und Achtung der natürlichen Unterschiedlichkeit der Menschen“! Irre aber wahr, so täuschend echt kann doch unmöglich Lüge sein! Ihre Lebenslust ist zur Reise geworden, ihr Mut durchdringend wie Sonnenstrahlen durchs Wolkenmeer, ihre Melodien sind geistreiche Wortspiele, fliegen durch Zeit und Raum wie gutfunktionierende Steinschleudern, die jeden Ballast aus dem fahrenden Zug werfen können. Sicherlich machen sie daraus kein sonderlich großes Geheimnis, dass gegebenenfalls auch persönliche Einschränkungen zu ertragen wären, die der Rückkehrpflicht für alles Flüchtige in Heimat- oder Schutzgebiete, eben unter Berücksichtigung des angestrebten Gemeinschaftszieles, das der Errettung des eigenen Blutes, dem Volk zum Wohle, die der nationalen Identität, das das gesellschaftliche Zusammenlebens immerzu bestärkend geschuldet und dessen Logik jederzeit bewusst ist, wäre also anstandslos für jeden Heimatlosen dann entsprechend in Kauf zu nehmen. Schließlich müsste in einer globalisierten Zeit ein jeder sein Opfer bringen! „Wir sind wir“, „Wir sind das Volk“ und „Widerstand ist Bürgerpflicht“. Völlig logisch also! Gilt also nicht das erste Gebot eines Staates, sein eigenes Volk, dessen Gemeinwesen von sogenanntem Schadhaften zu bewahren? Ein mehr als aufmerksames Publikum aus Fahnen und Plakaten, wöchentlich strecken Kampfesmutige zwar verbittert aber mit tanztrunkenen Zungen, die rettenden Wegweiser in vorbeiwehende Winde, in die Sonnenstrahlen der Abendsonnen. Diese begleiten scheinbar lächelnd und bereitwillig den Widerstand – bis zu ihrem eigenen Untergang. So verschließen sie hoffentlich bald wieder ihre offenen Grenzen, mauern sich liebevoll ein und leben förmlich eingegraben in ihrer Sattheit. Ihre Zungen bleiben dann sicherlich gespalten?


© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 16.12.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
899 Ich liebe dich
Vorschautext:
Ich liebe dich
vom Wind getragen
noch viel höher
breiter, stärker, tiefer
als zuvor,
so spricht mein Herz
mit jedem Flügelschlagen
dies große Wort
das ich an jener Nacht
für immer schwor.

Es bleibt dir treu
...
898 Momentaufnahme
Vorschautext:
Die Mantelzerreißer werden rar,
unter uns fehlt der Mut gegen die Unvernunft der Wegelagerer,
sparsam die Blicksprünge aus Spiegelbild und Wortschwall.
Umtriebig wird getauscht, blankpolierte Häme gegen bittersüßen Hohn.
Windig wie Geister, verdrehte Sätze und Hälse überall,
stumpfe Klingen werden eifrig zu neuer Schärfe wetteifernd gewetzt.
Die durch die Gassen listig spötteln, sie sind eindeutig in der Überzahl.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 01.12.2016
...
897 Der Wind
Vorschautext:
Nach dem Zerwürfnis,
wenn die Blätter fallen,
sammelt der Wind
jenes Lächeln ein,
das trotz Scham und Schuld
die letzten Tabus
gebrochen hatte.

Er wünscht sich sehnlichst,
seine Arme könnten
das aus dem Herzen Gesprochene,
jede einzelne Berührung
...
896 Spruch | die Sichtweise
Vorschautext:
>> Mit den Augen eines Kindes werden Kanonenkugeln wieder zu Schneeflocken <<



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 26.11.2016

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
895 Spruch | Fragen
Vorschautext:
>> Wer niemals sich oder anderen Fragen stellt, der kann selten Antworten schätzen <<



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 25.12.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
894 Du wirst schon sehen..
Vorschautext:
Glanzlose Brocken hinabgeworfen, sei es Schwur
oder nur Beteuerung von geistiger Besitzlosigkeit,
wie die verhärteten Engelszüge, aus der es sämig vormiert, wird sein deformierender Sternschattenabriss,
Anspruch gegen Forderung, der in sich selbst verwirkt.
In tollkühner Vermessenheit und in Selbstbetrug
hechelt der geistig abwesende Lichtschlauchsauger
die Silben der Enterbten rückwärts und rühmt sich eines Besseren. Gleich einer Hinrichtungsmaschine setzt er die tückische Note. Wie ein arbeitssuchender und blutlechzender Henkersknecht, der hämisch die bittersüße und gleisende Funkenwut begreift und kopiert,die eine grandiose Strategie verfolgt, einer schlagenden Fackelträger-Bewegung, die eines Untergangskommandos, das mit Zick-Zack-Muster auf die Hautpartien seiner gequälten Feinde das Todeszeichen erkenntlich die Nummern tätowiert.
Der trübsinnige und scheinheilige Tausch gegen jeden Lusttropfen der Vernunft. Eine Methode, die gern mit ausgestreckten Führerhänden zwar wissbegierig,
aber dennoch haltlos nach Höherem greift - koste es was es wolle.
Doch vergeblich!
Auch der hoffnungslose Narr, der sich den freien Sinnen ständig vergegenwärtigt,das Sieb mit rostigen Rändern ins Fleisch des Geistes Namenloser getaucht,
grausam und unbarmherzig einen solchen Schmerz produziert, dass noch Jahre nach der Verwundung, die klagenden Schreie aus dem Erdreich sirenenhaft dringen.
...
893 Ein Segen
Vorschautext:
Gesegnet das Wasser,
das jahrhundertelang
aus Urquellen gezogen,
in ständiger Wiederkehr -
die Dankbarkeit in uns,
unsere Erinnerungen
in stille Freude verwandelt.

Wie schön der beseelte Hof,
selbst der von außen
bedrängte, wenn ihm Demut
innewohnt.
...
892 Ein Gedanke
Vorschautext:
Die Welt möchte heute missverstanden bleiben,
sie will den ultimativen Gen-Defekt
sind - bis wir dann alles auf die Spitze treiben -
alle noch am Leben?
Am Leben ja, aber irgendwie auch ganz weit weg!



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 03.02.2017)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
891 still
Vorschautext:
Alles textet, postet, irrt und will!
Ich aber lese zwischen Zeilen
und bleib still!



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 03.02.2017)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
890 Schwarzweiß
Vorschautext:
Er lass das Buch noch bis Ende
Der schwarze Erlkönig rutschte ihm vom Schoss
In seiner Einsamkeit hielt er den Atem an
Alles drehte sich für Stunden
nur noch um diese kleine Eiszeit,
die sich bis tief in sein Brunnenherz
zu vergraben schien

Dort sprudelte fremdes Blut aus klaffender Wunde
Die Wörter aus halbschattigen Buchstaben
fanden Platz genau an dieser Stelle
Offenkundig wurden deshalb einige Seiten des Buches
...
889 Zu kurz
Vorschautext:
Zu kurz
das Spiel mit dem Leben
das ewige Gerangel um Gerechtigkeit
im Ungleichgewicht das allen schadet
Groß ist die Diskrepanz
zwischen Wunsch und Wirklichkeit

Gleich und gleich
Kuss und Kuss
gesellt sich gern

Ob du Verlierer bleibst oder gewinnst
...
888 Im Sonnenwind
Vorschautext:
Einer wird kommen, aus den jahrhundert alten Wolken,
der das lähmende Schweigen der Gestirne beendet
und unumwundet die zeitgebundene Feuertaufe besteht.
Sein Tanz im Sonnenwind wird der liebesdurstigen Welt
ihren sehnsüchtig herbeigesehnten Frieden vor Augen stellen.


© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 02.03.2017)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
887 Seine Worte
Vorschautext:
Er sprach:
"Zwischen all dem Lärm der Zeit, hört den Sternenschrei
Zwischen all der Stille, spürt das Atmen der Erde
Trinkt nicht aus dem Becher des Fluchs und eßt auch nicht was einen Schatten wirft
Sammelt euch nicht vergängliche Schätze
Beraubt nicht Tag oder Nacht
Erniedrigt nicht diejenigen, die gerne mit jemandem ihr Brot oder Bett teilen
Verachtet weder die Betrübten noch ihre Fürbitten
Schwenkt nicht weiße Fahnen im Namen des Zerwürfnis des Seins
Werdet Kinder der Gegensonne
Bewegt eure tiefste Empfindungen wie Wellen: Nachsicht, Mitgefühl, Teilnahme, Sinn, Widerhall und Anklang"

...
886 Der Tod ist nicht mehr verschwiegen
Vorschautext:
Es war noch sehr früh am Morgen,
an jenem schwarzen Sonntag,
als ungehemmt die große Geldflut kam,
es wunderte mich nicht so sehr,
daß jetzt auch bei mir die letzten Dämme brachen.
Es hieß: "Jetzt ist sie endlich da!"
Die große Blase - erwacht aus dem Koma,
die Entfesselung der Geldwirtschaft.
Ich saß gerade zum Sterbefasten im Glasgarten,
hatte meinen letzten Freiheitsspielraum verloren.
Das globale Casino dagegen pulsierte unentwegt,
die Umverteilungsmaschinen unter Dauerstreß.
...
885 Spruch | Die Sonne
Vorschautext:
Die Sonne hat die Sprengkraft Millionen von Atombomben


© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 15.03.2017)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
884 Die Unsterblichkeit
Vorschautext:
Die Unsterblichkeit
liegt wohl im tiefsten Grunde unten
wo sie am Ende des Meeres demutsvoll verweilt

Weise, wie sie schweigt
Salz an ihren Brüsten liegend
das unseres Herzens Wunde für immer verheilt

Ein Tränensee der bleibt
wenn in jenen letzten Stunden
die noch so starke Wehmut im Wellenfluch enteilt

...