Profil von Marcel Strömer

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Registriert seit dem: 30.10.2014
Geburtsdatum: * 02.07.1969 (56 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.810
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Titel
950 dennoch 08.07.16
Vorschautext:
Obwohl du gerne mit deiner Farbe
die Wichtigkeiten unterstreichst,
deine Prioritäten setzt -
ordnungsliebend und prinzipientreu,
die Wertigkeiten bestimmst
und große Unterschiede
zwischen den Menschen machst,
so haben wir dennoch denselben Ursprung,
denselben Schöpfer!



...
949 Das Schweigen 07.07.16
Vorschautext:
Ich bin der Worte wenig
noch stiller als ein Stein
denn Schweigen ist ein König
und will doch Bettler sein



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 07.07.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden
948 Die Vollendung 07.07.16
Vorschautext:
Ein leichter Schleier
fällt dir weise übers Haar,
bezeugt dir
sicher,
dass auch deine Zeit mal endet,
bewegtes Herz -
ein Stück in jedem Jahr,
du bist kein Blatt,
das sich im Wind nur wendet!

Die Richtung weist
dir jene Lebenszeit,
...
947 Aus der Entfernung 07.07.16
Vorschautext:
Ich wünschte, ich könnte mit dir fliehen, strecke mich mit Macht der zukünftigen Aussicht entgegen, ungeachtet dem drohenden Stillstand meines bewussten Fühlens, der einer unerwarteten Rücksichtslosigkeit meiner ungebremsten Sehnsucht geschuldet ist, die dich über Nacht zu entvölkern droht, um erneut alles denkbar Schöne und Erträumte zurückzulassen. Mit meiner schwellenden Ungeduld ist es, als hätte ein Ende ohne zu fragen den Anfang bereits gewusst, die zu beklagende Zeit zur neuen Formel erhoben. Mit Übermut säge ich an den viel zu engen Gitterstäben der Vernunft, klopfe aufmüpfig und begierig den zerfallenen Staub alter Tage auf, der wirbelt und verwischt die Spur jedweder Herkunft, als gäbe es den Triumpf der Verbissenheit. Ich wittere die Chance, noch einmal mit deinen Augen sehen zu können. Wie du den Blick geheftet hattest, in den bescheidenen Nächten, die armseligen Schattenwesen geformt, die aus Furcht geboren werden. Wie du sie in Liebe gezeugt, aus einer anderen Welt hervor zum Leben erhoben hattest, um sie später in der taumelnden Früh wieder zu verwerfen, im scheuen Licht der schleichenden Morgendämmerung. In den fallenden Schatten konnte ich keine Schatten mehr sehen. Keine Umrisse, weder an Wänden noch an Türen, die beweisend an sie gedenken sollten. Nicht einmal meine Erinnerung kann abschätzen in welcher Entfernung sie jemals zueinander standen. So bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dieser schmerzhaften Erkenntnis erneut zu entziehen, weiterhin nach den gelöschten Lichtern auszuharren und zu hungern, die einzig aus den vergänglichen Tagen entspringen, die Zeugnis sind und stille Traumbilder abbilden, scheinbar mühelos aus der undurchsichtigen Dunkelheit der finsteren Nächte transformiert, zu Quellen der ungebremsten Freude geboren werden können.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 07.07.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden
946 „Menschsein“ 06.07.16
Vorschautext:
der Frieden schweigt
die Flügel ruhn
doch was uns bleibt
wenn wir nichts tun?

im Trost vielleicht
ein Lied dazu
das uns erweicht
ist das genug?

nein sicher nicht!
es braucht den Schritt
...
945 Wunderbäume 06.07.16
Vorschautext:
Seht, wie grün bricht`s aus den Zweigen,
vertreibt den Fluch der alten Zeit,
die Sonne wärmt und stört das Schweigen,
dass fast kein Schmerz mehr lange bleibt

Seht, die jungen Knospen schlagen,
die kalten Nächte sind am fliehn,
den Traum nun himmelwärts getragen,
der einst schon längst versunken schien

So schließt den Bund im Blütenschleier,
schwört euch Brüder auf die Freiheit ein,
...
944 Traut euch! 05.07.16
Vorschautext:
Wohin die Wege führen,
wohin das Herz euch trägt,
wir enden in den Spuren,
im Schicksal das uns schlägt.

Bevor wir uns verlieren,
im Wort, im Traum zur Nacht,
die Wut lasst nicht erfrieren,
sonst bleibt nur Angst, die lacht!

Denn hinter fremden Türen
wohnt hoffnungsvoll und still,
...
943 Ein kleiner Brief (Teil 1) 05.07.16
Vorschautext:
Seit Wochen habe ich auf ein Lebenszeichen von dir gewartet, aber vergebens. Am Anfang drehten sich meine Gedanken wie ein Globus um seine eigene Achse, wirbelten mir sämtliche Buchstaben durcheinander. Ich erinnere mich an die schöne Zeit mit dir, eine Zeit die man nicht vergisst und an Bildausschnitte, die an einer Kette aneinandergereiht, für mich zum Film mit Endlosschleife wurde. Ich zappe mich immer und immer wieder durch die Kanäle der Erinnerungen, obwohl sich diese Rückblicke aus meinen Gedächtnis langsam entfernen - sich täglich ein Stückchen mehr verdunkeln, bleibt nichts wie es war, bleibt immer weniger für mich klar sichtbar. Dennoch zeichnen sich immer noch die deutlichen Umrisse unseres gemeinsamen Seelenrausches in meiner nächtlichen Traumkammer ab. Ich verspüre noch einmal deine Flüsterworte im Ohr, das sanft Gehauchte, das Zärtliche zwischen den Fingern, die kräftigen Pulsschläge unseres seligen Luftschnappens. Wir, die dem Licht aus Herzgefühl sehnsuchtsvoll folgten, das jenem speziellen Sonnenstrahl gleicht, das mit seinem feurigen Himmelspfeil die durstigen Wanderdünen der menschlichen Seele akribisch durchsuchend durchstreift, um in fester Absicht ein sicheres Plätzchen zu finden, zuversichtlich die Samen aus Liebe, Glaube und Hoffnung für lange Zeit behutsam in die warme Wüstenhaut zu legen. Es schien so, als wäre es für eine Ewigkeit, so sicher, vergleichbar mit der Unerschütterlichkeit der innigen Zuwendung einer liebenden Mutter, zu ihrem einzigen Kinde, die dein und mein Herz zu einem Schwur verband, dem Brüchigen zu trotzen. Ich erinnere mich noch genau, an die Augenaufschläge, die mit bunten Regenbogenfarben gefüllt - mutig trugen wir ein Stück Himmel in den Armen zur Aussichtsplattform, Berührungen bis hin zur Flügelverschmelzung, hin zur Flucht erregter Zitterströme gezeugter Wellen, ähnlich der schäumenden und wilden Brandung eines tosenden Meeres. Dazwischen, die so vertraute Zweisamkeit unserer Lippengespräche, in freier Kopfbahn. Zuletzt auf hingebungsvollen Knien, die Sternenhälften geformt zu Nackengeschmiegtem, wussten wir die Konturen der Wangen nachzeichnend, dass Küsse bis sie an allen Fingerkuppen haften, die fordernde Glut im Herzen erwecken können, die schneller und hungriger als jede Flamme erwacht, versucht mit einer so umfassend lieblichen Herzenswärme, befähigt die vielen Enden der Welt zusammenzuhalten.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 05.07.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden




...
942 Kurzer Reim | Glückwunsch 07.06.16
Vorschautext:
Gefangen sind wir Menschen alle
nur wer Träume lebt ist wirklich frei
Ich wünsche dir
dein Leben wird in jedem Falle
ein Fest das nie zu Ende sei



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 07.06.2016)

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941 Triff den Ton 03.06.16
Vorschautext:
Triff den Ton
vertrau ihm blind
er fühlt den Schmerz
der Flügel
die gebrochen sind
Wo er ist
wird Klang zu Sinn
denn sein Geschenk
sind Lieder
eines Neubeginns


...
940 Seid göttlich 02.06.16
Vorschautext:
Sie sahen sich
in der schimärischen Glitzerwelt
zwischen Stahl und Gitterstäbe,
schlugen Flügel gegen Flügel,
im Überschwang ungebremste Glückseligkeit,
hundert irrlichtende Punkte,
zu Kaskaden von Funken verschmolzen,
Sterne und Kometen im Jubelschrei;
Doch sehr schnell wurde ihnen bewusst,
es wird der Tag kommen,
wer liebt und nicht widerstrebt,
wird die unerwünschten Nächte bezahlen müssen;
...
939 Ein Fluch 01.06.16
Vorschautext:
Hinter hoher Mauer
klagt manch stiller Schrei,
legt in tiefer Trauer
Wunden wieder frei
Wind und Wort sind rauher,
schwerer noch wie Blei
Herz aus Stein - nur grauer,
bricht bei Nacht entzwei



© Marcel Strömer
...
938 Alles zu seiner Zeit 01.06.16
Vorschautext:
Was ich einmal bin und werde
oder seinerzeit hier jemals war,
jeder Weg gefolgt zur Höhe,
stellt am Ende einen Abstieg dar;
Keine Form bleibt immer ewig
wandelt, ändert stets das Kleid;
Also lebe weiter froh und selig!
Alles braucht auch Platz und seine Zeit!



© Marcel Strömer
...
937 Du wirst wieder glücklich sein 31.05.16
Vorschautext:
Die Sonne steigt mit Macht in ihre Runden,
hält Schattenacht mit Licht zum Tage sanft getragen,
wird größte Not dann glänzend überwunden,
wenn Flammenarme dunkle Stunden überstrahlen.
Durch Liebe kann ein jeder Mensch gesunden,
wortlos erkennt das göttlich Auge alle Qualen,
hat erst das Sonnenlicht zu dir gefunden,
wird ein warmes Herz auch dich mit Glück bemalen!

Ein Gedicht für Kamil Banaś | Wroclaw, Polen)


...
936 Wir 31.05.16
Vorschautext:
den Brief
ins Gefängnis
als Zeichen
ein paar Zeilen

zwischen den Gitterstäben

ein Paar
so herzgeprüft
das sind wir
das leidet

...
935 lichtverbrannt 31.05.16
Vorschautext:
der augenblick, in dem dürftiger glanzstreifen
wie abgeblättert von doppelmond und led-sterne fällt
dem ganzen wald ein schweigendes bekenntnis auferlegt,
zudem, der himmelsstille fesselnder wille nicht fehlt,
der gewöhnlich im begriff zu sein scheint,
jegliches leben der stadt wieder einmal auszugrenzen,
wird sich derjenige wieder bei tagesanbruch aufrichten,
der innerlich sein seelisches gleichgewicht entdeckt,
durch traum und stille tiefe bewusstseinschärfe findet,
ein seltenes licht als innenfutter der seele,
das aus dunklen hintergründen entführt,
die zweite haut des seins zum vorschein bringt,
...
934 im gefängnis 30.05.16
Vorschautext:
überall nur nicht hier,
die kleinen hände gefaltet zur großen,
die barmherzig fast anmutig
in die greise runde winkt,
kniend oder liegend weiterleben,
so der sehnlichste wunsch, ähnlich
einer ins meer geworfenen hoffnung,
die zurücktreibt, eine alte schuld
nicht vergessend, die nie verjährt,
erinnernd, wie das wiederkehrende grün,
das augenscheinlich aus asphalt
und steinböden sprießen könnte,
...
933 Das große Trübsal 30.05.16
Vorschautext:
Die geschwärzte Stunde,
die aus Flimmern und Rauschen,
den Vorhof bis Endpunkt im Kampf weitet,
mit dem Begehren das blutarme Wesen
bleichsüchtig in Düsternis zu tauchen,
knotet die Schuldbücher auf,
um ihre Ansprüche auf Entschädigung
nachdrücklich geltend zu machen,
schüttet die gesetzten Schreiben,
aus dem Buch der 7 Siegel,
pechverklebte Formeln und Tabellen,
stößt Todesfurcht und Lebenslust
...
932 Wohin? 29.05.16
Vorschautext:
Ein Hauch Paradies
auf den Lippen verwelkt,
die Juwelen vom Räuber gestohlen,
das Zerbrochene vom Winde verweht,
den Staub durch die Wunde gebohrt,
wohin Kuss des falschen Versprechens
wirfst du sie jetzt, die Worthülsen,
die treibenden Sehnsuchtsblicke,
die flehenden Gründe der Hungerblumen,
wenn nicht ins verbotene Land?


...
931 Zum Herz, zur Hand 26.05.16
Vorschautext:
Ruft nicht die armen Kinderlein als Waffe,
zum Schutz, zur Wehr
sie sind nicht dienlich Speer,
als Wurf
für eure Seelenspitze,
schiebt nicht das Kinderherz
für`s eigne Wohlbefinden vor euch her,
nehmt sie zur Hand,
führt sie zum Herz,
an eure tiefsten Mitte!


...