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| 923 | Ja, es ist Sommer (neu überarbeitet) | |||
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Vorschautext: Ja, es ist Sommer, und obwohl es in mir weint, tut die Sonne so im Leuchten begehren, als ob nix wäre und scheint. Der blaue Himmel, er knotet sich fest, um meinen Fuß. Ich stoße dagegen zum Abschiedsgruß. ... |
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| 922 | Haiku > Senryu > Das Lied | |||
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Vorschautext: Aus der Brust erwacht das gesungene Gedicht schwingt höher als Licht © Marcel Strömer (Magdeburg, den 30.11.2015) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 921 | Das Schicksal | |||
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Vorschautext: Gebundenes Kapitel, wenn es sich auszahlt, da jeden Tag du dich erweiterst und erneuerst, darum werden wir nicht müde, auch wenn die Zeit kommt wo alles wieder zerfällt - deine stillsegnende Hand inbrünstig zu küssen - um nicht zu entkommen. © Marcel Strömer (Magdeburg, den 10.01.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 920 | Böser Wille | |||
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Vorschautext: Reißt die Stacheln aus goldenem Blut wenn er steigt! Zielt mit Feueraugen ins Schattenhaus, selbstbestimmt dabei! Schenkt nie bevor der Baum nicht reift, den Atem, dem Blätterreich! ... |
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| 919 | Spruch | Der Teufel | |||
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Vorschautext: >> Der Teufel klopft immer dreimal an die Tür bevor er endgültig geht << © Marcel Strömer (Magdeburg, den 14.01.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 918 | Entstehung des Glaubens | |||
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Vorschautext: Aus der gesetzten Zahl der du bist Blüten auf Narben gestreut Noch verschlossene Samenkapseln erwachen im mütterlichen Traum Von Vater zu Vater keimend gießen Trost und Zuspruch überkreuzter Name der Freude ... |
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| 917 | Das ungeschriebene Gesetz | |||
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Vorschautext: Nicht jeder, der in der ersten Reihe steht, findet sein Ziel. Mit den Ellbogen auf Schwächere gestützt, den Verlockungen des Lebens greifbar nahe, begegnet der blinde Eiferer der Illusion, die im schallenden Gelächter der Schadenfreude sich ihrer Anwesenheit nicht entziehen kann. So mancher Mensch aber tut Gutes und erntet trotzdem Häme! © Marcel Strömer (Magdeburg, den 17.02.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 916 | Sterbenszeit ist Lebenszeit | |||
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Vorschautext: Sehet ihr nicht, an geheimsten Orten der Welt, so viele Statuen und Standbilder herrliche Wunderzeichen leuchtend, so viele Kirchen und heilige Mauern, und geweihten Saum? Erkennet ihr nicht, die Weichenstellung und Impulse auf Generationen hinaus so viele geistreiche Menschen deren Schriften missachtet werden, ... |
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| 915 | Das Date | |||
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Vorschautext: Von der Terrasse aus, auf der malerischen Anhöhe hatte man einen atemberaubenden Blick ins Tal. Ich wollte nicht mehr als einen Kaffee mit ihr trinken, sie besser kennenlernen und träumte von genussreichen Stunden. Mit der Kanne aus echtem Porzellan und dem seltenen Blaublütenmuster goss sie mir liebevoll den frischgebrühten Kaffee über die Anzugshose. Siedend heiß grub sich die fast noch kochende Flüssigkeit durch den dünnen Stoff und ätzte mir schmerzhaft ins Fleisch, verbrannte mir die Haut. Ich schickte ihr einen bitteren Blick, der einen Stein aufgelöst hätte. Sie legte ihre kalte Hand auf meine Wunde, entschuldigte sich höflich dafür, dass sie solche Umstände mache, reichte mir gütig eine Hand voll Eiswürfel und einen Wischlappen. Erklärte mir ernst, gleich wäre Feierabend und sie müsse sich nun leider auch noch um die anderen Gäste kümmern. © Marcel Strömer (Magdeburg, den 17.12.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 914 | Maß der Zeit | |||
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Vorschautext: Zwischen Sonne, Mond und Sterne Dach über Erde Himmel gezogen erwachen Lichtjahre zum Leben Ewig durch die Zeiten wandernd getragen auf den Farben der Demut gewebte Appretur von Raum Durch Sternenwirbel geworfen zu geschmolzenem Bündel neuen Lichts wissend das Macht keine Weisheit ist ... |
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| 913 | Finde dich | |||
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Vorschautext: Körper der Erde forme uns zum Augenblick deines Sehens so dass die Folgen deines Tuns Gestalt wird des Verstehens Drum suche in uns diesen Ton welcher sich im Gleichklang bindet denn unzufrieden fliegt davon der zu sich selbst nie findet ... |
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| 912 | Frühlingshoffnung | |||
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Vorschautext: Es wird schon wieder kälter und kein Frühling ist in Sicht noch ohne Leben sind die Wälder und sterben doch der Tode nicht Ach flieht nicht aller Zauber Embleme grüner Ewigkeit bald treten eure Schritte lauter was felsenfest wird lichtverstreut ... |
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| 911 | Überlebe | |||
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Vorschautext: Schlage eine Brücke über Kopf und den Verstand zurück in deine Schritte führt der Weg ins Heimatland Trage offen Wünsche mit der Hoffnung Hand in Hand spür das Herz zur Mitte wandle dich wie Stein zu Sand Falle in die Flügel die zur Freiheit hinbewegt über alle Hügel ... |
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| 910 | Reich gegen Arm (Das 5-Sekunden-Gedicht) | |||
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Vorschautext: dir Leben folge ich ins Niemandsland ich nehme was ich eben kriegen kann ein Stück mehr als der arme, kleine Mann keine Zeit hat er endlich ausgetanzt treib ich ihn an meinem Abgrund entlang ... |
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| 909 | Nicht Lichtgeburt | |||
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Vorschautext: Nicht Lichtgeburt, in Blut geboren erblickt er säugend seine Welten mit erstem sanftem Schlagen drängen Fragen, wohl geliebtes Werk zu gelten Schmerzgebadet, der mütterlichen Wehen den kindlich Augenschlag weit und offen mit Hand und Fuß den Traum besehend zwischen nichts und allergrößtem Hoffen Die Wege führen aus der Brust, der Stillen des Herzens Klang und sanfter Milde wächst unbeugsam, trägt glühend Willen des Vaters, der Mutter Gezeichnetes zum Bilde ... |
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| 908 | Ein anderer Sommer | |||
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Vorschautext: Was achtlos geworfen auf Schutt und Asche klagte nicht lange, kletterte unverzagt auf schulterlose Wand Jetzt schlagen genau dort Sämlinge, wild entschlossen Wurzeln zu Blüten verknoten Flucht und Rückkehr zum Netz Mit den Augen der Kinder die Palisaden überwinden ... |
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| 907 | Wer? | |||
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Vorschautext: Wer segnet die da hungern Wer steiget in die Flut Wer ist der Pfeil der ins Herz gedrungen und berührt schuldiges Blut Wer ist Anfang und Ende Wer ist heller als Licht Wer führt dich mit liebevollen Händen zum jüngsten Gericht Wer lehrt uns den Frieden Wer besiegt die Finsternis ... |
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| 906 | Die Freude | |||
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Vorschautext: Alle Erdenmenschen müssen sterben, ist´s ein böser Fluch oder nicht? Ja, ein Segen wär`s, wenn einzig Freude bliebe, die da steiget aus dem Weltgetümmel, aus dem Herzen schmerzfrei dort geboren, dehnt sich hoch und höher, weitet s´Seelenlicht, irrt selbstversucht durch tiefe Täler, findet ihren Platz, trifft Herz, winkt Glück zum Stern, zum Himmel. Ja, ein Segen wär`s! * Das Gedicht zu Ehren von Johann Baptist Joseph Maximilian Reger (* 19. März 1873 in Brand/Oberpfalz; † 11. Mai 1916 in Leipzig). Er war ein deutscher Komponist, Organist, Pianist und Dirigent Das Gedicht entstand am Mittwoch den 11. Mai 2016, während eines Konzerts der Konzert-Serie "Orgelpunkt 2016 " - Konzert im Magdeburger Dom zu Ehren von Max Regers 100. Todestag. Es spielte Barry Jordan die Orgel im Magdeburger Dom. ... |
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| 905 | Wenn die Liebe nicht wär | |||
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Vorschautext: Kinder flüchten zur Hungerstube, zur Trage, ihre Last, die hohlen Koffer durchs ungestillte Meer Es kommen die bitteren Tage der schwindenden Kräfte, zur ewigen Bruders Klage Ach, wenn der Krieg nicht wär! Kleine Seelen in Angstkäfige gezimmert, ziehen gar Heimweh gescholten ... |
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| 904 | Aus der Entfernung | |||
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Vorschautext: Ich wünschte, ich könnte mit dir fliehen, strecke mich mit Macht der zukünftigen Aussicht entgegen, ungeachtet dem drohenden Stillstand meines bewussten Fühlens, der einer unerwarteten Rücksichtslosigkeit meiner ungebremsten Sehnsucht geschuldet ist, die dich über Nacht zu entvölkern droht, um erneut alles denkbar Schöne und Erträumte zurückzulassen. Mit meiner schwellenden Ungeduld ist es, als hätte ein Ende ohne zu fragen den Anfang bereits gewusst, die zu beklagende Zeit zur neuen Formel erhoben. Mit Übermut säge ich an den viel zu engen Gitterstäben der Vernunft, klopfe aufmüpfig und begierig den zerfallenen Staub alter Tage auf, der wirbelt und verwischt die Spur jedweder Herkunft, als gäbe es den Triumpf der Verbissenheit. Ich wittere die Chance, noch einmal mit deinen Augen sehen zu können. Wie du den Blick geheftet hattest, in den bescheidenen Nächten, die armseligen Schattenwesen geformt, die aus Furcht geboren werden. Wie du sie in Liebe gezeugt, aus einer anderen Welt hervor zum Leben erhoben hattest, um sie später in der taumelnden Früh wieder zu verwerfen, im scheuen Licht der schleichenden Morgendämmerung. In den fallenden Schatten konnte ich keine Schatten mehr sehen. Keine Umrisse, weder an Wänden noch an Türen, die beweisend an sie gedenken sollten. Nicht einmal meine Erinnerung kann abschätzen in welcher Entfernung sie jemals zueinander standen. So bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dieser schmerzhaften Erkenntnis erneut zu entziehen, weiterhin nach den gelöschten Lichtern auszuharren und zu hungern, die einzig aus den vergänglichen Tagen entspringen, die Zeugnis sind und stille Traumbilder abbilden, scheinbar mühelos aus der undurchsichtigen Dunkelheit der finsteren Nächte transformiert, zu Quellen der ungebremsten Freude geboren werden können. © Marcel Strömer (Magdeburg, den 07.07.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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