Profil von Marcel Strömer

Typ: Autor
Registriert seit dem: 30.10.2014
Geburtsdatum: * 02.07.1969 (56 Jahre)

Kontakt Daten


E-Mail-Adresse:
gototop2002@yahoo.com

Homepage:
https://www.youtube.com/@marcelstroemerdj/videos

Statistiken


Anzahl Gedichte: 1.783
Anzahl Kommentare: 126
Gedichte gelesen: 1.329.949 mal
Sortieren nach:
Titel
923 Ja, es ist Sommer (neu überarbeitet)
Vorschautext:
Ja, es ist Sommer,
und obwohl es in mir weint,
tut die Sonne so
im Leuchten begehren,
als ob nix wäre und scheint.

Der blaue Himmel,
er knotet sich fest,
um meinen Fuß.
Ich stoße dagegen
zum Abschiedsgruß.

...
922 Haiku > Senryu > Das Lied
Vorschautext:
Aus der Brust erwacht
das gesungene Gedicht
schwingt höher als Licht




© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 30.11.2015)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
921 Das Schicksal
Vorschautext:
Gebundenes Kapitel, wenn es sich auszahlt, da jeden Tag du dich erweiterst und erneuerst, darum werden wir nicht müde, auch wenn die Zeit kommt wo alles wieder zerfällt - deine stillsegnende Hand inbrünstig zu küssen - um nicht zu entkommen.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 10.01.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
920 Böser Wille
Vorschautext:
Reißt die Stacheln
aus goldenem Blut
wenn er steigt!
Zielt mit Feueraugen
ins Schattenhaus,
selbstbestimmt dabei!

Schenkt nie
bevor der Baum
nicht reift,
den Atem, dem
Blätterreich!
...
919 Spruch | Der Teufel
Vorschautext:
>> Der Teufel klopft immer dreimal an die Tür bevor er endgültig geht <<



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 14.01.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
918 Entstehung des Glaubens
Vorschautext:
Aus der gesetzten Zahl
der du bist
Blüten auf Narben gestreut

Noch verschlossene Samenkapseln
erwachen
im mütterlichen Traum

Von Vater zu Vater
keimend
gießen Trost und Zuspruch
überkreuzter Name der Freude
...
917 Das ungeschriebene Gesetz
Vorschautext:
Nicht jeder, der in der ersten Reihe steht, findet sein Ziel. Mit den Ellbogen auf Schwächere gestützt, den Verlockungen des Lebens greifbar nahe, begegnet der blinde Eiferer der Illusion, die im schallenden Gelächter der Schadenfreude sich ihrer Anwesenheit nicht entziehen kann. So mancher Mensch aber tut Gutes und erntet trotzdem Häme!



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 17.02.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
916 Sterbenszeit ist Lebenszeit
Vorschautext:
Sehet ihr nicht,
an geheimsten Orten der Welt,
so viele Statuen und Standbilder
herrliche Wunderzeichen leuchtend,
so viele Kirchen und heilige Mauern,
und geweihten Saum?

Erkennet ihr nicht,
die Weichenstellung und Impulse
auf Generationen hinaus
so viele geistreiche Menschen
deren Schriften missachtet werden,
...
915 Das Date
Vorschautext:
Von der Terrasse aus, auf der malerischen Anhöhe hatte man einen atemberaubenden Blick ins Tal. Ich wollte nicht mehr als einen Kaffee mit ihr trinken, sie besser kennenlernen und träumte von genussreichen Stunden. Mit der Kanne aus echtem Porzellan und dem seltenen Blaublütenmuster goss sie mir liebevoll den frischgebrühten Kaffee über die Anzugshose. Siedend heiß grub sich die fast noch kochende Flüssigkeit durch den dünnen Stoff und ätzte mir schmerzhaft ins Fleisch, verbrannte mir die Haut. Ich schickte ihr einen bitteren Blick, der einen Stein aufgelöst hätte. Sie legte ihre kalte Hand auf meine Wunde, entschuldigte sich höflich dafür, dass sie solche Umstände mache, reichte mir gütig eine Hand voll Eiswürfel und einen Wischlappen. Erklärte mir ernst, gleich wäre Feierabend und sie müsse sich nun leider auch noch um die anderen Gäste kümmern.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 17.12.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
914 Maß der Zeit
Vorschautext:
Zwischen Sonne, Mond und Sterne
Dach über Erde Himmel gezogen
erwachen Lichtjahre zum Leben

Ewig durch die Zeiten wandernd
getragen auf den Farben der Demut
gewebte Appretur von Raum

Durch Sternenwirbel geworfen
zu geschmolzenem Bündel neuen Lichts
wissend das Macht keine Weisheit ist

...
913 Finde dich
Vorschautext:
Körper der Erde forme uns
zum Augenblick deines Sehens
so dass die Folgen deines Tuns
Gestalt wird des Verstehens

Drum suche in uns diesen Ton
welcher sich im Gleichklang bindet
denn unzufrieden fliegt davon
der zu sich selbst nie findet



...
912 Frühlingshoffnung
Vorschautext:
Es wird schon wieder kälter
und kein Frühling ist in Sicht
noch ohne Leben sind die Wälder
und sterben doch der Tode nicht

Ach flieht nicht aller Zauber
Embleme grüner Ewigkeit
bald treten eure Schritte lauter
was felsenfest wird lichtverstreut



...
911 Überlebe
Vorschautext:
Schlage eine Brücke
über Kopf und den Verstand
zurück in deine Schritte
führt der Weg ins Heimatland
Trage offen Wünsche
mit der Hoffnung Hand in Hand
spür das Herz zur Mitte
wandle dich wie Stein zu Sand

Falle in die Flügel
die zur Freiheit hinbewegt
über alle Hügel
...
910 Reich gegen Arm (Das 5-Sekunden-Gedicht)
Vorschautext:
dir Leben
folge ich ins Niemandsland
ich nehme
was ich eben kriegen kann
ein Stück mehr
als der arme, kleine Mann
keine Zeit
hat er endlich ausgetanzt
treib ich ihn
an meinem Abgrund entlang


...
909 Nicht Lichtgeburt
Vorschautext:
Nicht Lichtgeburt, in Blut geboren
erblickt er säugend seine Welten
mit erstem sanftem Schlagen drängen
Fragen, wohl geliebtes Werk zu gelten
Schmerzgebadet, der mütterlichen Wehen
den kindlich Augenschlag weit und offen
mit Hand und Fuß den Traum besehend
zwischen nichts und allergrößtem Hoffen
Die Wege führen aus der Brust, der Stillen
des Herzens Klang und sanfter Milde
wächst unbeugsam, trägt glühend Willen
des Vaters, der Mutter Gezeichnetes zum Bilde
...
908 Ein anderer Sommer
Vorschautext:
Was achtlos geworfen
auf Schutt und Asche
klagte nicht lange,
kletterte unverzagt
auf schulterlose Wand
Jetzt schlagen genau dort
Sämlinge, wild entschlossen
Wurzeln zu Blüten
verknoten Flucht
und Rückkehr zum Netz
Mit den Augen der Kinder
die Palisaden überwinden
...
907 Wer?
Vorschautext:
Wer segnet die da hungern
Wer steiget in die Flut
Wer ist der Pfeil der ins Herz gedrungen
und berührt schuldiges Blut

Wer ist Anfang und Ende
Wer ist heller als Licht
Wer führt dich mit liebevollen Händen
zum jüngsten Gericht

Wer lehrt uns den Frieden
Wer besiegt die Finsternis
...
906 Die Freude
Vorschautext:
Alle Erdenmenschen müssen sterben, ist´s ein böser Fluch oder nicht?
Ja, ein Segen wär`s, wenn einzig Freude bliebe, die da steiget aus dem Weltgetümmel,
aus dem Herzen schmerzfrei dort geboren, dehnt sich hoch und höher, weitet s´Seelenlicht,
irrt selbstversucht durch tiefe Täler, findet ihren Platz, trifft Herz, winkt Glück zum Stern, zum Himmel. Ja, ein Segen wär`s!


* Das Gedicht zu Ehren von Johann Baptist Joseph Maximilian Reger (* 19. März 1873 in Brand/Oberpfalz; † 11. Mai 1916 in Leipzig). Er war ein deutscher Komponist, Organist, Pianist und Dirigent

Das Gedicht entstand am Mittwoch den 11. Mai 2016, während eines Konzerts der Konzert-Serie "Orgelpunkt 2016 " - Konzert im Magdeburger Dom zu Ehren von Max Regers 100. Todestag. Es spielte Barry Jordan die Orgel im Magdeburger Dom.



...
905 Wenn die Liebe nicht wär
Vorschautext:
Kinder flüchten
zur Hungerstube, zur Trage,
ihre Last, die hohlen Koffer
durchs ungestillte Meer
Es kommen die bitteren Tage
der schwindenden Kräfte,
zur ewigen Bruders Klage
Ach, wenn der Krieg nicht wär!

Kleine Seelen
in Angstkäfige gezimmert,
ziehen gar Heimweh gescholten
...
904 Aus der Entfernung
Vorschautext:
Ich wünschte, ich könnte mit dir fliehen, strecke mich mit Macht der zukünftigen Aussicht entgegen, ungeachtet dem drohenden Stillstand meines bewussten Fühlens, der einer unerwarteten Rücksichtslosigkeit meiner ungebremsten Sehnsucht geschuldet ist, die dich über Nacht zu entvölkern droht, um erneut alles denkbar Schöne und Erträumte zurückzulassen. Mit meiner schwellenden Ungeduld ist es, als hätte ein Ende ohne zu fragen den Anfang bereits gewusst, die zu beklagende Zeit zur neuen Formel erhoben. Mit Übermut säge ich an den viel zu engen Gitterstäben der Vernunft, klopfe aufmüpfig und begierig den zerfallenen Staub alter Tage auf, der wirbelt und verwischt die Spur jedweder Herkunft, als gäbe es den Triumpf der Verbissenheit. Ich wittere die Chance, noch einmal mit deinen Augen sehen zu können. Wie du den Blick geheftet hattest, in den bescheidenen Nächten, die armseligen Schattenwesen geformt, die aus Furcht geboren werden. Wie du sie in Liebe gezeugt, aus einer anderen Welt hervor zum Leben erhoben hattest, um sie später in der taumelnden Früh wieder zu verwerfen, im scheuen Licht der schleichenden Morgendämmerung. In den fallenden Schatten konnte ich keine Schatten mehr sehen. Keine Umrisse, weder an Wänden noch an Türen, die beweisend an sie gedenken sollten. Nicht einmal meine Erinnerung kann abschätzen in welcher Entfernung sie jemals zueinander standen. So bleibt mir nichts anderes übrig, als mich dieser schmerzhaften Erkenntnis erneut zu entziehen, weiterhin nach den gelöschten Lichtern auszuharren und zu hungern, die einzig aus den vergänglichen Tagen entspringen, die Zeugnis sind und stille Traumbilder abbilden, scheinbar mühelos aus der undurchsichtigen Dunkelheit der finsteren Nächte transformiert, zu Quellen der ungebremsten Freude geboren werden können.



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 07.07.2016)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden