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| 970 | Ganz am Ende | 06.08.16 | ||
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Vorschautext: Ich saß bei dir ganz nah zur Nacht „Ob sich das Schicksal wendet“? So sprachen wir noch unbedacht am Ort wo alles endet. An Kopf, an Fuß, an Händen schlug die tödlich schwere Wunde, der erste Kuss ein langer Zug der allerletzten Stunde. ... |
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| 969 | Geheimnisträger | 05.08.16 | ||
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Vorschautext: Flieh als weise Spur, du Zeichen ernster Stirn, Geistesfunke prüfe des Menschen Tun und Wesen, führ Sinn geradewegs zum rechten Ziele hin, Geheimnislast als Wort im Mund, die aber ungelesen! ... |
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| 968 | Wirklich frei? | 05.08.16 | ||
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Vorschautext: Ich setze mich in den geschlossenen Kreis der eifernden Freiheitskämpfer, ihnen ist der Frieden gewiss, sie sind Menschenrechtler und Aktivisten. Ich schließe die Augen, male mir aus, es gäbe für uns eine Tür, die für immer offen bliebe. Auch die wohlbesonnenen Mittel ihrer selbstbewussten Abgrenzungsversuche vom vermeintlichen Bösen, dem Ungerechten und diese mit unverwandtem Blicke durchführen zu können, sollte längerfristig erneut zu sozialen Ausgrenzungen Anderer führen, was soviel bedeutet wie Isolation und Einsamkeit. Ich denke mir noch, wie schön das Leben eigentlich sein müsste, ohne das Hässliche und Gemeine. Gleichsam bin ich mir dessen bewusst, dass jedwedes Geheimnis und das wohl süßeste Glück in Gefangenschaft jedenfalls bitter schmeckt. © Marcel Strömer (Magdeburg, den 05.08.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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| 967 | Die Blume | 05.08.16 | ||
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Vorschautext: Mit durstigen Blicken zum inneren Glück geneigt, vom Halm, über Hals, zum Kopf direkt ins Herz geführt. In der von Morgentau behängten Luft wittert sie den Mut, der ihr bleibt. Und was aus den Himmeln jagt, das aus Sternen sinnlich rauscht, jedoch ist sie taub und wortlos, diese Blume, die mit geschlossenen Augen und seidenen Lippen und Lidern tiefe Sehnsucht saugt. ... |
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| 966 | Liebespech | 31.07.16 | ||
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Vorschautext: In deinen grünen Adern floss mein Schweiß, darin wollte ich alle Spuren verwischen! Noch bevor jenes Wort mir die Lippen öffnete, noch bevor mir hingebungsvoller Atem den Kuss zum Raub, noch bevor mir die Schlange schlafend um Arme und Nacken hing, noch bevor die Risse ins warme Blut getaucht, sah ich ins Spiegelbild der Sternenflüsterin, wie müde und abgespannt, wie mit Falten besorgt im Gesicht, da war kein Leuchten mehr in ihren Augen - der tiefe Fall der roten Blumen. Im Schatten von Wunsch und Selbstbetrug lag unser Versprechen gefangen in Tränen, das bis zum Rand der Abgründe glitt, bis zum Ort wo alle Sonnen versinken, hinter den Horizont, der Anfang vom Ende. Wir wollten nicht voneinander lassen! Wörter, wie von Nabelschnur um den Hals gedreht, sinnlos wie junge Bäume mit Maschendraht umwickelt, viel zu hastig, viel zu schnell und dann viel zu spät - doch mein Herz konnten sie nicht entblößen! © Marcel Strömer (Magdeburg, den 31.07.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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| 965 | Die Schreiberei | 26.07.16 | ||
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Vorschautext: >> Wahrlich, es ist mir Anliegen und zweifelsohne unbedingte Pflicht zu Schreiben, obgleich die Kür darin besteht, mit heldenmütiger Begeisterung und aus freien Stücken dies tun. << © Marcel Strömer (Magdeburg, den 26.07.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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| 964 | Was gut ist | 19.07.16 | ||
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Vorschautext: Was gut ist, flüstern Stern und Mond zur Nacht, die dunkle Welt in neuem Licht erhebend, als Werk, das unberührtes offen macht, liebevoll umfangend, zu ordnen sich bestrebend. Wie hält sich milder Glanz an Stein und Blatt, ganz dicht am Stamm und bis zur höchsten Krone? Wie wird ein Bettler noch ein König satt, wenn nicht dies Sanfte haftend innewohne? So muss versinken, der am Ende steigt, wie jedes Leid beim Aufbruch seiner Wunden, ... |
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| 963 | Lass nicht zu! | 18.07.16 | ||
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Vorschautext: Lass nicht zu, dass sie dein gütig Herz mit grober Wut zu ihren Göttern schleifen, dass sie nie dich deines Muts beraubt in blinder Rachsucht von diesem Erdball treiben, dass sie dir weder Stolz noch Ehre ... |
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| 962 | Die Sehnsucht der Engel | 18.07.16 | ||
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Vorschautext: Im silbernen Sternenflimmern, inmitten der Freiheitsgedanken aller Träume, furchtlos, anmutig und lieblich, in den Vorhallen der seligen Ewigkeit, jubeln sie den unzähligen Göttern das himmlische Halleluja zu; Wahrhaftig, ihr durchglühendes Funkeln in Auge und Wort, mit göttlichem Blut in den Wangen und in überschwenglicher Freude, den gnadenvollen Triumph heimwärts tragend, verzehrt in unaussprechlicher Sehnsucht nach ewiger und endloser Fülle. Getrieben zum verborgenen Ort von Güldenstern und Glanzschleier, fügen sie mit namenloser Gewalt jedes gebrochene Herz zusammen. Beflissen in der hohen Kunst des Liebens, in den Flammen göttlicher Sonnenräder, die dann zwischen den Wolken hervortreten, wenn allmächtiger Schall und Donner übers Herzgebirge, von sieben Posaunen geführt, ins All schweifen wird; ... |
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| 961 | Flieh nur! | 16.07.16 | ||
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Vorschautext: Ach armer Gallenvogel der sich ständig selber quält, du harmloses Gefieder, das sich gerne höher stellt, und feige unterm Nachbarbaum, die viel zu frühen Früchte stiehlt! Sieh dein hohler Schattenraub, der nicht auf echten Hunger zielt! Dein dürres Aschenherz verbrennt, verätzt im Flug der Niedertracht! Flieh nur kleines Schreckgespenst zurück in deine Höllennacht! ... |
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| 960 | Liebes-Aus | 15.07.16 | ||
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Vorschautext: Hochsommerglück, mein Gnadenschein gar schicksalsvoll betrunken, erst war`n wir groß jetzt wieder klein, tief in der Spiegelsee liegt unser Lichtergruß jetzt liebestot versunken; Und wartet nicht vorm letzten Schritt am Abgrund aller Dinge, so tief gefühlt - ... |
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| 959 | Nicht ganz dicht | 11.07.16 | ||
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Vorschautext: In der Verdichtung quirlt manches nicht blickdicht unnützer Tinnef verziert und entrückt Dichten ist Handwerk ist Schreiben mit Nachsicht und tiefes Sinnen durch Klarheit verzückt Was zum Reim genügt sei`s in metrischer Form der Poet erfindet ... |
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| 958 | Angst regiert die Welt | 11.07.16 | ||
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Vorschautext: Wer dem Frieden fremd ist, weiß nicht um den Reichtum der Freude. Wer Ängste schürt auf die eigene Sicherheit bedacht, den Glauben an Ausweglosigkeit und Verschwörung lehrt, verhindert jenes Glück, das versucht aus ganzem Herzen und in aufrichtiger Anteilnahme zu existieren. Wer gegen Flüchtlinge, Fremde, Migranten und Menschen anderer Hautfarbe hetzt, ist ein Steinwurf von dem Hass entfernt, der wissentlich und erbarmungslos den Samen des Krieges sät. Wer vom Glauben an die Ausweglosigkeit profitiert, besitzt einen gespaltenen Bezug zu Herzensbildung und Menschlichkeit. Der ist ohne echte Lebensfreude und wird folglich auch keinen inneren Frieden lehren. Wie auch die Mächtigen dieser Welt, die vom Krieg leben. Denkt mal darüber nach! © Marcel Strömer (Magdeburg, den 11.07.2016) ... |
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| 957 | Im Ursprung | 10.07.16 | ||
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Vorschautext: Hoch steigt ihr Töne in die Himmel hinein, bereit um dort oben, im Wenigen die Fülle zu finden, um stillende Mutter der Sanftmut zu sein, sollt ihr freien Sinn und Klang der Ewigkeit, versüßt, zur Melodie verbinden! ... |
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| 956 | Glaubt ihm nicht! | 10.07.16 | ||
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Vorschautext: Der wirre Geist, der die Winde verflucht, der das Kostbare entstellt, keine Höhe sucht, der den dunklen Mächten assistiert, vergrämt und verbittert Fixsterne versengt, gegen das Gebot der Menschlichkeit verstößt, der als Überbringer fungiert, nicht aus sich selbst und nicht dem Wohlergehen, gefolgt der Spur der Tücke, wertzerklüftend er liebt den Verrat, morbide und wund, niederträchtig setzt er seine übel gesinnten Zeichen, Spiegelbilder der eigenen Verwirrung; Ihr Rechtschaffenen, ... |
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| 955 | Bleib! | 10.07.16 | ||
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Vorschautext: Wissend bestehe, bescheiden und bleib! Rastlos, des unruhigen Geistes, der schreit, nackt zwischen Wahn und Wirklichkeit, sein Leib begehrt er das Schöne in dir und dein Kleid; © Marcel Strömer (Magdeburg, den 10.07.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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| 954 | Mein Lied | 10.07.16 | ||
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Vorschautext: Mein Lied ist hier zu Ende meine Saiten, die mich zwingen, waren Finger friedlich ruhen sie jetzt im Schoß, wo mir das all Schöne zum ersten Mal erklang; Fielen meine Melodien durch so manches Ohr, edel, strahlend schwebend - wie der Morgentau, liegen Glanz und Gold in jenen Quellen, die der schwere Puls dem Leben anvertraut; Edel, strahlend, schwebend - legt wer fündig wird sein Herz auf jedes unberührte Land, auch auf die hohen Berge der Mühen und Plagen, wo alles Trübsal beginnt. ... |
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| 953 | Die Kraft der Liebe | 09.07.16 | ||
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Vorschautext: Die Kraft des Lebens - wer`s vernimmt, der weiß wie unbeirrt, aus treuem Schlagen, unter nackter Brust, das wirkungsvoll den Takt bestimmt, doch unerschrocken und bewusst, wohl mühelos - von Mund zu Mund getragen; Denn jener Strom fließt dicht zur Mitte hin, ... |
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| 952 | Im Alltag des Helden unserer Zeit | 08.07.16 | ||
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Vorschautext: Der Held unserer Zeit, sein Holz ist morsch, der durch jedes Feuer barfuß geht, so arglos ist seine Gier nach dem Schein, noch erkennt er was Glück, noch Qual! Bricht er ein Herz oder ein Genick, so lässt er´s nicht sein! Mit blutiger Klinge reibt er sich stumpf, am falschen Adel, am tauben Gestein. Mühelos sein Gefallen an Triumpf und Sieg, Gassenhauer ins Heim; Sein Steinleib geschmückt, bedeckt nacktes Leid, denn Angst unterrichtet keine Freude! ... |
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| 951 | Am Morgen | 08.07.16 | ||
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Vorschautext: Seid achtsam und folgsam, dem sakrosankten Licht der fallenden Kometen gleich, kniet nieder ihr Narren, wenn die Morgenröte euer Gesicht mit dem heißblütigen Glanz die außerirdischen Schätze wieder bezeugt, dessen gewaltige Leuchtkraft jeden Smaragd, Rubin oder Saphir noch immer spielend übertrifft. Schimmernd, wie goldener Schnee, schwingt sich der Geist in göttlicher Befreiung ins All, schreitet die weißgewaschene Sonne Stufe um Stufe, von Erde zum Himmel, stößt alle Fenster und Türen auf, als gäbe es für sie kein Versinken. Blitze, die aus Millionen Augen perlender Tautropfen facettiert, die immer grünende Kraft ringsum im Blick, sehnsuchtstrunken - durchs Herz schauend, bekränzendes, höchstes Glück – klingende Sinfonie, wie das Amen der Freiheit. Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele. Anmut und Würde - die Schönheit der Natur ist nicht mit Gold aufzuwiegen. Die Rückkehr ins Paradies - sie dürfte kein bisschen anders sein! © Marcel Strömer (Magdeburg, den 08.07.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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