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Anzahl Gedichte: 1.682
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Gedichte gelesen: 159.539 mal
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Titel
1682 Die Welt verstanden? 19.07.19
Vorschautext:
Die Welt verstanden?

Wer könnte schon sagen,
er wäre in der Welt zuhause,
hätte ihre Höhen und Abgründe
alle gesehen und ergründet,
wenn er die meist aufbereitete
Wirklichkeit nur als Firnis kennt
und die dahinterstehenden
Bedeutungen nicht wirklich
verinnerlicht hat?

...
1681 Die/Der Andere 19.07.19
Vorschautext:
Die/Der Andere

Auch in den besten Paarbeziehungen
liebt eine/einer immer mehr, als die/der Andere.

Mit den Jahren aber spürt die/der Andere,
dass sie/er dem Glück hinterherläuft.
Und sie/er wird so langsam erkennen,
dass viele gutgemeinten Energien
nicht wirklich seligmachend sind.

Da Lust und Liebe auf Dauer
...
1680 Wegwarten 18.07.19
Vorschautext:
Wegwarten

Zu Tausenden am Straßenrand
Stehen Wegwarten, hell und blau,
Reichen uns des Herbstes Hand
Und mildern so das Alltagsgrau.

Zu früh im Jahr, im Sonnenschein
Stehen sie, um auf uns zu warten.
So sind wir nicht mehr ganz allein,
Wo sie auf die Straße beharrten.

...
1679 Tumore wachsen wieder 18.07.19
Vorschautext:
Tumore wachsen wieder

Da habe ich inständig gehofft,
Dass endlich sie mir Ruhe geben,
Von Chemikalien bestofft
Verlängerten mein schönes Leben.

Doch wieder wachsen die Tumore –
Und ja, wen interessiert das schon?
Sie breiten aus sich mit Furore
Als strahlaktiver Erdenlohn.

...
1678 Schwarze Johannisbeeren 17.07.19
Vorschautext:
Schwarze Johannisbeeren

Gemischt mit Joghurt und mit Sahne
Schmecken uns die Johannisbeeren:
Verfeinert mit reifer Banane –
So müsste man den Kosmos mehren!

Reich an den vielen Vitaminen,
Flavanoiden und Aroma,
Gepflückt im Sonnenflug der Bienen,
Weckt das sogar Opa und Oma!

...
1677 Im Dialog 17.07.19
Vorschautext:
Im Dialog

Hat je ein suchend' Herz
Das Wohlsinnen verlassen
Und nur im lauten Scherz
Erfunden Straßen, Gassen,
Um Günste dort zu animieren
Und Edles aufbauend zu führen?

Die Gunst der Stunde braucht ja Freude,
Mit der auch Frohsinn aktiv wird,
Denn nur im Strome vieler Leute,
...
1676 Seelenbestände 16.07.19
Vorschautext:
Seelenbestände

Dem Kranich gleich schwebt über allen Landen
Die hohe Seele und erfasst die Erde,
Niemals allein, wo Freunde sind vorhanden,
Im Aufwind, denn der trägt das Werde.

Der Zaunkönig flieht quirlig hin und her,
Denn er fühlt sich bedroht, bleibt wachsam.
Als kleine Seele hat er es ja schwer
Zu retten sich, auf jeder Lauer, furchtsam.

...
1675 Sei meine Magd und ich Dein Knecht 16.07.19
Vorschautext:
Sei meine Magd und ich Dein Knecht

Immer wollte ich sie freien,
Fuhr durchs ganze Bayernland,
Und vom Winter bis zum Maien
Sann darauf nur mein Verstand.

So anders und so gegensätzlich
Kamen wir doch aus gleichem Stall.
So wurde sie mir unersetzlich,
Denn ohne sie ward alles Qual.

...
1674 Was macht Freundschaft nicht? 15.07.19
Vorschautext:
Was macht Freundschaft nicht?

Freundschaft will nichts von Dir wissen,
Was Du freiwillig nicht wirst geben,
Horcht nicht aus mit Judasküssen,
Will nach Deinem Besten streben.

Freundschaft neidet nicht Erfolge,
Redet Leistungen nicht nieder:
Nähe bleibt ein Wert und Folge,
Dass man freundlich trifft sich wieder.

...
1673 Haben wir es nötig? 15.07.19
Vorschautext:
Haben wir es nötig?

Hätten Menschen Kunst im Leib,
Würde Neid nicht separieren,
Instrument zum Zeitvertreib
Ging nicht vorurteilshausieren,
Sähen stets den Edelmann,
Der über seinen Schatten springt,
Weil er Menschen lieben kann
Und nicht um Ansehen ringt.

So bleibt Kunst wohl außen vor,
...
1672 Nach dem Trubel 14.07.19
Vorschautext:
Nach dem Trubel

Nach Tagen weltgierigen Trubels
Endlich wieder mit eigenem Willen
Fern des nervstörenden Jubels
Lange und ausgiebig chillen.

Da merkt man erst, was brach gelegen,
Wie sehr im wirklich prallen Leben
Der Mensch dürstet nach sanften Wegen,
Die endlich wieder Ruhe geben.

...
1671 Die gleichen Frisuren 14.07.19
Vorschautext:
Die gleichen Frisuren

Zur Feier kommt die kleine Frau
Und weiß vorher schon ganz genau,
Dass sie den Hund mitbringen will,
Zu Hause hat er kein Asyl.

Als nun zur Tür sie kommt herein
Und steht dabei in grellem Schein,
Sieht mancher sie verwundert an,
Obgleich – sie hat ja nichts getan...

...
1670 Windhauch 13.07.19
Vorschautext:
Windhauch

Schwüle hockt' in Flur und Bäumen,
Büsche hielten an den Wuchs,
Mussten sich zur Dürre beugen,
Blätter ringelte der Buchs.

Flimmern überschwamm die Flur,
Sonne zeigte ganze Macht,
Nichts bewegte die Natur,
Sommerwetter, Tag und Nacht!

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1669 Minderwertigkeitskomplex? 13.07.19
Vorschautext:
Minderwertigkeitskomplex?

Man kann sich Minderwertigkeit einreden,
Selbst wenn man allgemein schon anerkannt,
Nachwirken doch aus Kindheiten die Fehden,
Denen man immer wieder zugewandt.

Ein Leben lang musste sie streiten,
Konnt' ohne Findbilder nicht sein,
Musste Intrigen, Lügen stets verbreiten,
Fernab von jedem Sonnenschein.

...
1668 Rückkehr aus der Großstadt 12.07.19
Vorschautext:
Rückkehr aus der Großstadt

Es ist schön, dass sie wieder da ist,
Die vertrockneten Blumen gießt,
Denn wir kennen unsere Frist,
Mit der unser Dasein noch fließt.

Kurz weilte sie in der Großstadt
Bei Lärm, Staub, Gestank, Abgasen,
Fuhr mit U-Bahnen, dem Fahrrad –
Und musste das Leben dort hassen!

...
1667 Die doppelte Frau 12.07.19
Vorschautext:
Die doppelte Frau

Je älter er wurde, der Mann,
Desto stärker wuchs gerade in ihm
Der Wunsch nach dem, was er kann,
Nämlich trinken, das war ihm nie schlimm...

Doch so fühlte er mächtig sich reifen,
Weil er Sie viel näher spürte,
Konnte an schönste Stellen greifen,
Ohne dass sie Regie dabei führte.

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1666 Menschwerdung 11.07.19
Vorschautext:
Menschwerdung

Mitunter sind es nahe Reisen,
Die unsere Seelen reich bewegen,
Lassen Gespräche in uns reifen,
Werden wird so nicht aufgegeben.

Die Fremdumgebung löst die Zunge –
Man ist und bleibt ja anonym!
So löst das Alte ab das Junge,
Die Welt wird bunt und synonym

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1665 Wie wäre es 11.07.19
Vorschautext:
Wie wäre es

Wenn ein Jahr weltweit niemand mehr
Die Weltmeere befischen würde!
Erholen könnte sich das Meer
Von ihrer Überfischungsbürge!

Wie wäre es, wenn wir die Güter,
Die bei uns weggschmissen werden,
Dem Fischer gäben, dem Wildhüter –
Für Angelfische und Viehherden?

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1664 Edle Einfalt - stille Größe 10.07.19
Vorschautext:
Edle Einfalt – stille Größe

Der Mensch sucht stets nach Harmonie,
Die Dichtkunst bietet da so Reiches,
Denn rettend bleibt doch das Genie,
Erschließt uns dauerhaft auch Weiches.

Wenn hässlicher die Welt sich zeigt,
Sehnen wir uns nach jenen Quellen,
Wo Nymphe sich zum Satyr neigt
Und Schönheiten die Welt erhellen.

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1663 Zum Sehnsuchtsland 10.07.19
Vorschautext:
Zum Sehnsuchtsland

Ein Land will Wohlstand garantieren,
Weil Menschen fleißig, arbeitsam,
Niemals mehr Kriege wollen führen,
Dort feiert man, ist nicht einsam.

Das mag die Sehnsüchte befeuern,
Den Wunsch, dass man das auch gern hätte,
Weil Smartphonebilder doch beteuern:
Geh' hin, dort ist die Wohlstandsstätte!

...
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