Profil von Andreas Hanschke

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Anzahl Gedichte: 141
Anzahl Kommentare: 27
Gedichte gelesen: 60.162 mal
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Titel
101 Sehnsuchtsvoll 26.11.18
Vorschautext:
Was ist ein Traum, der Traum nur bleibt,
ist Sehnsucht er, die nie vergeht?
Voll Wehmut, eisigkalter Hauch,
des Nachts durch meine Seele weht.
Oh kehr zurück, verlass mich nicht,
zerreiß mich, quäl mich, doch bleib hier.
Nichts schlimm'res ist, wenn nebelgleich,
im Morgen geht, das Bild von dir.
Ich schleppe mich durch Tag und Zeit,
ein Rauschen, trüb, nur Illusion,
das Tagwerk geht, das Leben hat,
für mich nicht mehr, als Spott und Hohn.
...
100 Deutsche Bahn 22.10.18
Vorschautext:
Ich fahre mit der Deutschen Bahn,
weil ich nicht gerne pünktlich bin
und bei der Frage nach dem Grund,
vom Schaffner ist ein Anschiss drin.
Die Uhrzeit  und das Wetter ist,
genauso wie das Schicksal Schuld,
man weist von sich, der Grund zu sein,
was lehrt uns das? Erstmal Geduld.
Wenn doch mal alles super läuft,
dann hör ich die Gewerkschaft schon,
der Ruf unproduktiv zu sein,
getarnt als Streik, nach noch mehr Lohn.
...
99 Saufroh 17.10.18
Vorschautext:
Wenn wieder ich geboren werd,
dann wohne ich in einem Zoo,
leg das lästige Menschsein ab,
leb primitiv, jedoch Saufroh.
Ich liege auf der faulen Haut,
kann rumschrein, schamfrei kopuliern,
das Fressen liefert man frei Haus,
im Winter muss ich auch nicht friern.
Ein Gitter trennt das Schauobjekt,
doch wo ist draussen, wo ist drin,
es kommt doch auf die Aussicht an
und darin Mensch, liegt dann der Sinn.
...
98 Aus dem nichts 15.10.18
Vorschautext:
Wenn einfach die Zeit  still steht,
deine Welt sich unrund dreht,
alles in Zeitlupe läuft
und dein Schmerz sich endlos häuft.
Wenn du nur noch funktionierst,
die Realität verlierst,
wenn dein Glaube nicht mehr reicht,
einer tiefen Leere weicht.
War das Wichtigste gesagt,
liebes Wort, statt angeklagt?
Hinterfrage nicht die Schuld,
gib nicht auf, habe Geduld.
...
97 Epidemie 08.10.18
Vorschautext:
Dem Tode nah, das Hirn es schrumpft,
der Lebenswille auch versumpft,
in Trübsal, Wehmut, Selbstmitleid,
der Organe Uneinigkeit.
Die Arme hängen Zentner schwer,
wie Blei am Strick im toten Meer,
der Augentränenwasserfall,
ein Schlag im Hirn wie Donnerhall.
Die Nase läuft, der Rücken schmerzt,
so fühlt sich an, wenn ausgemerzt,
durch eine Weltepidemie,
kein Schwein, nicht Rind, noch Federvieh.
...
96 Monika und Eberhard 20.09.18
Vorschautext:
Monika ist eine Frau,
wenn man's weiß, sieht man's genau,
Eberhard, dass ist ihr Mann,
wenn man das so sagen kann.

Jürgen haben sie genannt,
weil das passt, die Moni fand,
ihre Tochter, vor 'nem Jahr,
weil sie wie der Vater war.

Glatze, zahnlos, Runzelhaut,
Eberhard sich nicht getraut,
...
95 Was sagt der Hai 19.09.18
Vorschautext:
Auf einer kleinen Insel,
da saß ein dicker Mann,
und weil es ziemlich heiß war,
hat er kaum etwas an.
Es wächst auch nur ein Bäumchen,
was ihm kaum Schatten bringt
und draußen vor der Insel,
ein Hai diese umringt.
Er jammert aus Verzweiflung
und gräbt sich in den Sand,
ja 3 Mal dürft ihr raten,
was er beim buddeln fand.
...
94 Wofür? 14.09.18
Vorschautext:
Unser Denken wirkt verschwommen,
lauten Stimmen folgt man blind,
treiben auf dem Fluss der Zukunft,
woher wir gekommen sind.
Anders als die meisten Wesen,
brauchen wir für unser Sein,
uns're ganze Macht der Technik,
ohne die, wir gingen ein.
Was wär, wenn der Sinn des Lebens,
Nachsichtigkeit die sich lohnt
und der Mensch als Schöpfungsabfall,
nicht mehr auf dem Throne thront.
...
93 Es war einmal.... 07.09.18
Vorschautext:
Es war einmal ne Königsbraut,
aus einem Reich auf dieser Welt,
Sie war sehr böse, gierig, laut,
die krampfhaft an ihr'm Thron festhält.
Dann kam ein armer Bauernsohn,
mit nicht mehr an, als Hemd und Hut,
Der dacht bei sich, wen stört's den schon,
wenn man der Königsbraut was tut.
Gesagt, getan, das Bäuerlein,
mit seiner Sense in der Hand ,
stieg heimlich Nachts ins Schlosse ein,
im Dunkeln jedoch nicht erkannt,
...
92 Erinnern 05.09.18
Vorschautext:
Tief in meinem Herzen,
da fehlt ein kleines Stück,
ist voraus gegangen
und kommt nicht mehr zurück.
Dringt in mein Bewusstsein,
gefangen hier im Sein,
umgibt mich das Leben
und lässt mich doch allein.

Begegne jeden Tag,
als wärst du nur kurz fort,
Du gingst auf 'ne Reise,
...
91 Ich jammer nicht, ich schwitze 25.07.18
Vorschautext:
Die Hitze ist unangenehm,
der Schattenplatz läßt grüßen,
doch ich steh auf der Arbeit rum
und Schweiß rinnt zu den Füßen.
Vom Haaransatz die Soße läuft,
über den Rücken, bis zum Po,
die Kimme runter und im Schuh,
der Körpersaft steht sowieso.
Man überlegt, philosophiert,
was abkühlt bei der Knufferei,
ja selbst beim ausatmen da läuft,
der Schweiß am Mundwinkel vorbei.
...
90 So ist das Leben 24.07.18
Vorschautext:
Das Leben ist, wie solls auch sein,
nicht nur jammern, stöhnen, schrein,
es ist auch und das ist wichtig,
mit den Tür'n knalln und zwar richtig.
Sei's aus Wut, aus Zorn, aus Frust,
oder weil man dazu Lust,
wenn verbal Unfähigkeiten,
zu solch Unfug uns verleiten.
Denn mal ehrlich, eine Tür,
kann nun wirklich nichts dafür,
einzig bleibt ihr dumpfer Klang,
Menschenverstands Untergang.
...
89 Hauptsache Cool 20.07.18
Vorschautext:
Klopft der Stress mal wieder an,
ganz egal, ob Chef er heißt,
ob er finanzieller Art,
oder Schmerz dich zwickt und beißt.
Kinder streiten, Partner schmollt,
Auto springt wieder nicht an,
ein Brief sagt, du bist enterbt,
Kacke an den Schuhen dran.
Selbst beim einkaufen da parkt,
zum dreitausendachten Mal,
valiumträge Rentnerschaft,
Einkaufswagen vertikal.
...
88 Büromanie 12.07.18
Vorschautext:
Ich sitz still hier im Büro,
mach nicht viel, das ist halt so,
weil ich durch die Arbeitsweise,
nah am Unfallabgrund kreise.
Ja, mich hat doch neulich mitten
in den Finger 'n Blatt geschnitten
und der Reißwolf , diese Ratte,
schredderte mir die Krawatte.
Selbst vorm Bleistift ist mir bange,
denn er sticht oft in die Wange,
vorzugsweise wie gemein,
wenn ich schlafe kurz mal ein.
...
87 Gemüse ist gesund, oder wie ein Furz mein Leben rettete 06.07.18
Vorschautext:
Wenn ich durch den Wald spaziere,
bleibe stehts ich  sekundär,
ich häng wirklich an mei'm Dasein,
denn primär lebt hier der Bär.
Leider hatt'  ich gestern Abend,
Rosenkohl und Sauerkraut
und das ist mir jetzt recht peinlich,
weil's den stärksten Bärn umhaut.
Trotzdem bin ich aufgewachet,
hinter einem Knochenberg,
alles riecht nach altem Bären,
hier unten im Erzbergwerk.
...
86 Mimi und Kort 03.07.18
Vorschautext:
Mimi hing kopfüber rum,
zappelnd im Aquarium,
ihre Beine komisch krum.
Wer brachte die Mimi um?
Wars der Freund, oder wars dann,
doch vielleicht der Ehemann?
Meist ist auch der Gärtner dran,
wenn ein Mord passiert sein kann.
Der Inspector Kommissar,
recherchierte wie es war,
als er fand ein graues Haar,
zack, da war's ihm sonnenklar.
...
85 Perfekt 03.07.18
Vorschautext:
Ein zerrissenes Hemd,
eine Tasse mit Sprung,
ein zerlesenes Buch,
eine Erinnerung.
Ein Feld schief abgemäht,
ein Auto was verbeult,
ein verrostetes Rad,
Fotos auf den' man heult.
Ein unsicherer Gang,
etwas Übergewicht,
ein paar Falten, na und,
ist das schlimm, eher nicht.
...
84 Wie ich es sehe 28.06.18
Vorschautext:
So wie ich es sehe,
da kommt einmal die Zeit
und der mit der Sense,
sagt mir es ist soweit.
Ständig diese Panik,
davor dass irgendwann,
an meiner Lebenstür,
Gefatter Tod klopft an.
Leider hab vergessen,
ich dass da noch mehr ist,
Leben doch bedeutet,
dass man es nicht vergisst.
...
83 Der Balken 20.06.18
Vorschautext:
Ich sitz auf meinem Liegestuhl,
das Meer rauscht sanft, die Sonne lacht,
da ist das alte Holzgestell,
doch glatt mit mir zusamm'gekracht.
Wie ich so lieg im heißen Sand,
guck ganz verdutzt und irritiert,
da schaut ein Holzwurm zu mir hoch
und sagt zu mir, "Hast du's kapiert?"
"Wir beide wollen diesen Stuhl,
drum Mensch, leg dich nicht mit mir an,
weil ich den Birkenstockschuh dir,
auch ratzefatz zerkleinern kann."
...
82 Das Ende sind wir 13.06.18
Vorschautext:
Wir sind Krieg wegen denen, die sind wie wir,
nur weil wir uns einbilden anders zu sein,
glaubt anderen Lügnern, sie kleiden sich bunt
und manche die hüllen in Schweigen sich ein.
Wir leben im Fortschritt, so wird uns gelehrt,
Stillstand heißt Rückschritt, der Starke gewinnt,
die Angst vorm verlieren wird uns injiziert,
stehts Furchtlos durch Adern der Lüge uns rinnt.
Unzählige Arten des Lebens vergehn
und chancenlos geben dem Aussterben preis,
wir stehn über allem, was man töten kann
und schaffen uns ab, mit unendlichem Fleiß.  Oberflächlichkeit, dem folgen wir gerne,
...
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