Profil von Michael Jörchel

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Anzahl Gedichte: 617
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Titel
237 Es tut mir leid 07.02.13
Vorschautext:
Du hast dich aufgegeben.
Meine Bemühungen,
dich über Wasser zu halten,
wurden immer schwerer.
Das Gewicht deiner Resignation
und deiner Untätigkeit
zogen mich mit in die Tiefe.

Um nicht im Sog
deiner Selbstaufgabe
mit hinuntergerissen zu werden,
zu ertrinken,
...
236 Eile mit Weile 05.02.13
Vorschautext:
Da vorn ist der Bus,
ich kann ihn sehen,
ich renne gleich los,
Freundin will gehen.

Renn über die Straße,
doch die Ampel ist rot,
will ihn nicht verpassen,
trotz Atemnot.

Zum Gehsteig ein Sprint,
ich stürze fast hin.
...
235 Meine Furcht 05.02.13
Vorschautext:
Ich fürchte meine Einsamkeit,
zwischen vielen Menschen.
Ich fürchte die Leere
in mir zu spüren.

Ich fürchte mich
um Etwas zu kämpfen.
Ich fürchte mich
nichts mehr zu fühlen.

Ich fürchte, mich zu verlieren
um Jedem zu gefallen.
...
234 Masken 05.02.13
Vorschautext:
Meine Maske,
Schicht für Schicht aufgetragen.
Für jede Situation
ein passendes Gesicht.

Um nicht aufzufallen,
um etwas darzustellen.
Immer bestrebt so zu sein
wie mich Andere sehen wollen.

Meine Maske,
veränderbar wie Knetmasse.
...
233 Kunst 31.01.13
Vorschautext:
Du hast Bilder an der Wand,
von Künstlern, gänzlich unbekannt.
An meinen Wänden findet statt
nur was Rang und Namen hat.

Deine Bücher im Regal,
ohne Tiefe, ganz banal.
In meinem Regal kannst du sehen,
Bücher, die als Bestseller durchgehen.

Was hörst du denn für Musik?
Die hat doch nur schlechte Kritik.
...
232 Treuer Hund 31.01.13
Vorschautext:
Schau der Hund, ist er nicht lieb?
Er wedelt mit dem Schwanz.
Wenn man ihm etwas Leckeres gibt
dann dreht er sich, im Tanz.

Er holt das Stöckchen, fängt den Ball,
egal wie hoch, wie weit.
Er tut alles, überall.
Alles was seinen Herrn erfreut.

Oh, wie stolz ist doch der Hund
wenn das Herrchen mit ihm spielt.
...
231 Besonderes 26.01.13
Vorschautext:
Der Wunsch,
für den Menschen
den man liebt
anders zu sein,
etwas Besonderes,
ist immer da.

Wir hoffen,
dass der Andere
das Besondere sieht,
sich die Mühe macht
Es zu suchen
...
230 Unsere lieben Mitmenschen 25.01.13
Vorschautext:
Ob privat, Büro, Betrieben,
fällt es oft nicht allzu schwer.
Tun wir, was wir alle lieben,
wir ziehen über Andere her.

Oftmals trifft es solche Leute,
die, scheinbar, besser sind als wir.
Wir machen sie zu unserer Beute,
verteidigen unser Revier.

Mit dem Leben unzufrieden,
fühlen wir uns als Mittelmaß.
...
229 Böse Gedanken 24.01.13
Vorschautext:
Sind Menschen böse,
weil es Waffen gibt?
Oder gibt es Waffen
weil sie böse sind?

Wissen die Bösen,
dass sie böse sind?
Oder halten die Bösen
die Anderen für böse?

Ich sah in das Gesicht
meines Feindes
...
228 Zitate und Gedanken: 5 22.01.13
Vorschautext:
Lernerfolg

Der Mensch lernt nur aus Dingen
die ihm, hinterher, wehtun.
Aber oftmals ist dieses Wissen
auch nicht von Dauer.

© Michael Jörchel

...

Frühjahrsputz
...
227 Berge versetzen 20.01.13
Vorschautext:
Ich wollte, ganz schnell, mein Leben aufräumen.
So holte ich den ganzen Seelenmüll
und all den Ballast,
der sich im Laufe der Zeit angesammelt hat,
aus allen Bereichen hervor.

Dabei bildete sich ein großer Berg von Problemen,
die sich dabei noch miteinander
verknotet haben.
Erstarrt von der Masse
und der Unübersichtlichkeit meiner Sorgen
die mir, auf diese Weise,
...
226 Stärke 18.01.13
Vorschautext:
Stark ist auch der Mensch,
der seine Schwächen sehen kann,
sie zulässt,
darüber redet und versucht
Schwächen als Teil des Lebens anzuerkennen.

Der aber auch merkt,
dass er Stärken besitzt
und lernt, diese Stärken zu nutzen
damit die Schwächen nicht sein Leben bestimmen.

Denn jeder Mensch hat etwas worin er stark ist.
...
225 Ewige Jagd 18.01.13
Vorschautext:
Wir sind immer auf der Jagd
wir suchen Dinge
die uns glücklich machen sollen
aber sobald wir diese Dinge,
oder auch Menschen,
für uns „erbeutet“ haben,
machen sie uns auf einmal nicht mehr glücklich
und wir fangen an nach neuer „Beute“ ausschau zu halten.
Etwas, dass uns glücklich machen soll.



...
224 Eltern am Spielfeldrand 18.01.13
Vorschautext:
(oder: Spaß im Verein)

Mach eine Grätsche in das Bein,
lass den Gegner niemals türmen,
und hau die Kugel einmal rein.
Du musst immer nur nach vorne stürmen.

Den steckst du locker in die Tasche,
höre auf herum zu klagen.
Los, geh ran, du dumme Flasche.
Musst du immerzu versagen?

...
223 Langsam kommt man schnell voran 16.01.13
Vorschautext:
Ich blicke auf und kann es sehen,
das grüne Männchen, ich kann gehen.
Noch zwanzig Schritte oder Zehn,
ich möchte ja nicht ewig stehen.

Ich laufe los, mit schnellem Schritt,
beeile mich, die Zeit läuft mit.
Doch als ich an den Bordstein komm,
dreht mein Fuß sich, plötzlich, um.

Es machte knirsch, vielleicht auch knack,
dann fiel ich um, so wie ein Sack.
...
222 Ballast 16.01.13
Vorschautext:
Aus Angst vor Veränderungen,
vor einer Zukunft in Ungewissheit,
klammerst du dich am Boden fest.

Um auf dem Boden zu bleiben
umgibst du dich mit immer mehr Ballast.
Ballast, der dich nicht einmal mehr
nur am Boden hält,
sondern in die Tiefe zieht.

Doch nur wenn du etwas
von deinem Ballast abwirfst
...
221 Mein Haus 16.01.13
Vorschautext:
Mein Haus ist etwas in Unordnung geraten.
Zwischen den Gefühlen für die Menschen,
die mich verlassen und enttäuscht haben,
dem Undank falscher Freunde,
den Kränkungen der Menschen,
die mich beherrschen, benutzen wollen
und dem Verlangen
es allen recht zu machen,
habe ich mich irgendwie verloren.

Risse von Demütigungen
werden an den Seelenvorhängen genäht.
...
220 Selbstgespräch 15.01.13
Vorschautext:
Endlich Urlaub, wurde ja auch Zeit. Ständig habe ich ihn verschieben müssen und jetzt erst hat es geklappt. War aber auch ok, ich habe ja keine Familie auf die ich Rücksicht nehmen muss.

Jetzt ist es aber soweit, ab nach Hause und abschalten. Verreisen muss nicht sein, meine Wohnung ist ja nun auch keine Scheune. Zu Hause ist es doch auch schön, einfach mal so rumhängen.

Vielleicht gehen dann auch endlich die Kopfschmerzen weg. Die sind bestimmt vom Stress der letzten Wochen. Wenn ich zu Hause bin, dann lege ich mich mal für ein Stündchen hin. Dann bin ich fit für den Urlaub, fit fürs Nichts tun.

Endlich zu Hause, endlich Urlaub. Was lange währt wird endlich gut. Aber nicht diese Kopfschmerzen, der Druck ist schrecklich. Also, ab ins Bett und ins Reich der Träume.

Oje, das Telefon klingelt, bin jetzt nicht in der Stimmung zum Reden .Die werden schon noch einmal anrufen, wenn es wichtig ist. Sie werden denken, ich wäre irgendwo unterwegs. Irgendwie fühle ich mich auch sehr schlapp, ich kann und möchte mich auch nicht mehr bewegen. Naja, zwei Wochen habe ich jetzt Zeit um etwas Energie zu tanken.
So, Augen zu und dann bin ich mal kurz weg.

Was so ein Stündchen Schlaf so alles ausmachen kann. Die Kopfschmerzen sind wie weggeblasen.
...
219 Ehre 15.01.13
Vorschautext:
Ein Mann sitzt in der U-Bahn einer großen Stadt. Er hat sich auf eine längere Fahrt vorbereitet und ein Buch hervorgeholt. Andere Fahrgäste starrten teilnahmslos in die Luft, lasen in der Zeitung oder beschäftigten sich mit ihren elektronischen Kommunikationsgeräten.

Er hatte noch nicht all zu lang gesessen als zwei, scheinbar angetrunkene, junge Herren den Waggon betraten und sich, lautstark, bemerkbar machten. Sie begannen herum zu pöbeln und fingen mit einigen Leuten einen Streit an, die dann aber an der nächsten Station den Waggon wechselten. Nach einer Weile fiel ihr Blick auf den Mann der, ungerührt der Situation, in seinem Buch las und ihnen keine Beachtung schenkte.

Einer der beiden streitsüchtigen Herren ging auf diesen Mann zu, riss ihm das Buch aus der Hand und warf es durch das Abteil. Die anderen Fahrgäste hofften, da der Mann sehr kräftig wirkte, dass den Beiden endlich einmal jemand Einhalt gebot. Aber der Mann nahm sich sein Buch, setzte sich wieder hin und las weiter.

Die Beiden, die mit so einer Reaktion nicht gerechnet hatten wirkten sehr überrascht. Sie hatten gehofft, dass dieser Mann sie angreifen würde um ihnen so einen Grund zu einer Schlägerei zu geben. Aber er setzte sich einfach hin, las weiter und würdigte sie keines Blickes. Sie fingen an ihn zu beleidigen, beschimpften ihn und sagten unschöne Dinge über seine Familie. Der Mann sah nur einmal kurz auf, verzog mitleidsvoll sein Gesicht und las weiter.

Letztendlich gaben die Beiden auf und stiegen aus, nicht aber ohne sowohl noch einmal einen Schwall an Häme und Beleidigungen loszulassen als auch in die Richtung des Mannes zu spucken.

Als sie endlich draußen waren wurde der Mann von seinem Sitznachbarn, der sich während der ganzen Zeit hinter einer großen Zeitung versteckt hat, gefragt, warum er sich nicht gewehrt hat, ob er zu feige sei und keine Ehre im Leib hat, dass man so mit ihm umspringen konnte.

...
218 Für wen ich schreibe 09.01.13
Vorschautext:
So ist‘s nun mal auf dieser Welt,
wir schreiben für die, denen es gefällt.
Selbst wenn wir nur die Einzigen sind,
Hauptsache, dass es uns etwas bringt.
Manchen Menschen bringt es was,
sie lieben, trauern, bangen,
haben Spaß.

Anderen gefällt‘s nicht so,
trampeln darauf herum und ab ins Klo.
Sie sezieren, kritisieren und korrigieren
ohne sich für den Inhalt zu interessieren.
...
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