Profil von Michael Jörchel

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Titel
220 Selbstgespräch 15.01.13
Vorschautext:
Endlich Urlaub, wurde ja auch Zeit. Ständig habe ich ihn verschieben müssen und jetzt erst hat es geklappt. War aber auch ok, ich habe ja keine Familie auf die ich Rücksicht nehmen muss.

Jetzt ist es aber soweit, ab nach Hause und abschalten. Verreisen muss nicht sein, meine Wohnung ist ja nun auch keine Scheune. Zu Hause ist es doch auch schön, einfach mal so rumhängen.

Vielleicht gehen dann auch endlich die Kopfschmerzen weg. Die sind bestimmt vom Stress der letzten Wochen. Wenn ich zu Hause bin, dann lege ich mich mal für ein Stündchen hin. Dann bin ich fit für den Urlaub, fit fürs Nichts tun.

Endlich zu Hause, endlich Urlaub. Was lange währt wird endlich gut. Aber nicht diese Kopfschmerzen, der Druck ist schrecklich. Also, ab ins Bett und ins Reich der Träume.

Oje, das Telefon klingelt, bin jetzt nicht in der Stimmung zum Reden .Die werden schon noch einmal anrufen, wenn es wichtig ist. Sie werden denken, ich wäre irgendwo unterwegs. Irgendwie fühle ich mich auch sehr schlapp, ich kann und möchte mich auch nicht mehr bewegen. Naja, zwei Wochen habe ich jetzt Zeit um etwas Energie zu tanken.
So, Augen zu und dann bin ich mal kurz weg.

Was so ein Stündchen Schlaf so alles ausmachen kann. Die Kopfschmerzen sind wie weggeblasen.
...
219 Ehre 15.01.13
Vorschautext:
Ein Mann sitzt in der U-Bahn einer großen Stadt. Er hat sich auf eine längere Fahrt vorbereitet und ein Buch hervorgeholt. Andere Fahrgäste starrten teilnahmslos in die Luft, lasen in der Zeitung oder beschäftigten sich mit ihren elektronischen Kommunikationsgeräten.

Er hatte noch nicht all zu lang gesessen als zwei, scheinbar angetrunkene, junge Herren den Waggon betraten und sich, lautstark, bemerkbar machten. Sie begannen herum zu pöbeln und fingen mit einigen Leuten einen Streit an, die dann aber an der nächsten Station den Waggon wechselten. Nach einer Weile fiel ihr Blick auf den Mann der, ungerührt der Situation, in seinem Buch las und ihnen keine Beachtung schenkte.

Einer der beiden streitsüchtigen Herren ging auf diesen Mann zu, riss ihm das Buch aus der Hand und warf es durch das Abteil. Die anderen Fahrgäste hofften, da der Mann sehr kräftig wirkte, dass den Beiden endlich einmal jemand Einhalt gebot. Aber der Mann nahm sich sein Buch, setzte sich wieder hin und las weiter.

Die Beiden, die mit so einer Reaktion nicht gerechnet hatten wirkten sehr überrascht. Sie hatten gehofft, dass dieser Mann sie angreifen würde um ihnen so einen Grund zu einer Schlägerei zu geben. Aber er setzte sich einfach hin, las weiter und würdigte sie keines Blickes. Sie fingen an ihn zu beleidigen, beschimpften ihn und sagten unschöne Dinge über seine Familie. Der Mann sah nur einmal kurz auf, verzog mitleidsvoll sein Gesicht und las weiter.

Letztendlich gaben die Beiden auf und stiegen aus, nicht aber ohne sowohl noch einmal einen Schwall an Häme und Beleidigungen loszulassen als auch in die Richtung des Mannes zu spucken.

Als sie endlich draußen waren wurde der Mann von seinem Sitznachbarn, der sich während der ganzen Zeit hinter einer großen Zeitung versteckt hat, gefragt, warum er sich nicht gewehrt hat, ob er zu feige sei und keine Ehre im Leib hat, dass man so mit ihm umspringen konnte.

...
218 Für wen ich schreibe 09.01.13
Vorschautext:
So ist‘s nun mal auf dieser Welt,
wir schreiben für die, denen es gefällt.
Selbst wenn wir nur die Einzigen sind,
Hauptsache, dass es uns etwas bringt.
Manchen Menschen bringt es was,
sie lieben, trauern, bangen,
haben Spaß.

Anderen gefällt‘s nicht so,
trampeln darauf herum und ab ins Klo.
Sie sezieren, kritisieren und korrigieren
ohne sich für den Inhalt zu interessieren.
...
217 Zitate und Gedanken: 4 09.01.13
Vorschautext:
Leben fließt

Das leben fließt immer weiter
und wir können nichts festhalten.
Nur die Erinnerung
an den
Augenblick genießen.

© Michael Jörchel

...

...
216 Unser Garten 09.01.13
Vorschautext:
Wir sollten uns viel mehr um unseren Lebensgarten bemühen,
ihn beachten, anstatt hindurch zu hetzen, starr nach vorne blickend.

Wir sollten nicht wild in ihm herum trampeln,
sondern jedes Leben, darin, zu schätzen wissen.

Wir sollten die Schönheiten unseres Gartens genießen
und ihn nicht mit des Nachbars Garten vergleichen.

Wir sollten die Steine beiseite räumen, die uns behindern,
damit die Pflanzen gedeihen und blühen können.

...
215 Selbstwert 08.01.13
Vorschautext:
Unseren Selbstwert
messen wir an der Kraft des ausgestreckten Armes,
mit dem wir uns unsere Angreifer vom Leib halten,
während sie versuchen
uns mit Tiefschlägen in die Knie zu zwingen.



© Michael Jörchel
214 Leben ist eine Klassenarbeit 04.01.13
Vorschautext:
Das Leben ist eine Klassenarbeit.
Wenn wir vorbereitet sind,
motiviert und mit Freude,
im richtigen Raum
das Ziel im Auge haben
dann können wir, entspannt,
jede Aufgabe bewältigen.

Andererseits springen wir,
planlos, hin und her.
Von Aufgabe zu Aufgabe
vergeuden wir unsere Zeit.
...
213 Ein Leben im Kreis 04.01.13
Vorschautext:
Wie ein Kind, im Kreis seiner Spielzeugeisenbahn,
sitzt du in deinem Leben.

Siehst zu,
wie sich das Leben um dich herum dreht.
Du fürchtest dich aufzustehen
um deine Weichen zu stellen,
Signale zu betätigen.

Siehst zu,
wie Andere, beliebig, deine Weichen stellen,
deine Signale betätigen,
...
212 Herz 03.01.13
Vorschautext:
Das Herz,
ein wichtiges
aber kompliziertes Organ.

Es soll immer gezeigt
aber auch stets geschützt werden,
damit es nicht verletzt wird.

Es soll weich bleiben
aber auch hart und kräftig werden,
damit es uns beschützt.

...
211 Relativ 03.01.13
Vorschautext:
Wenn ich ein Papierhütchen aus einer Tageszeitung falte
dann ist es ein Papierhütchen aus einer Tageszeitung.
Wenn aber ein bekannter Modemacher
ein Papierhütchen aus der gleichen Tageszeitung faltet
dann ist das voll im Trend und unbezahlbar.


© Michael Jörchel
210 Belohnung 03.01.13
Vorschautext:
Wir tun Dinge
die wir nicht mögen,
die uns zermürben,
unzufrieden machen
und krank.

Wir verdienen Geld
um Dinge zu kaufen
die wir nicht benötigen,
um uns zu belohnen.

Belohnen dafür,
...
209 Werbung 03.01.13
Vorschautext:
Die Werbung sagt uns,
dass wir nur glücklich sein dürfen
wenn wir dieses
oder jenes Produkt besitzen.

Ohne dieses Produkt
können wir nicht glücklich sein.
Ohne dieses Produkt
gehören wir nicht dazu.

Glück finden wir nur in Sachwerte.

...
208 Entscheidungswege 30.12.12
Vorschautext:
Die Entscheidungswege des Lebens.
Wir wissen erst hinterher
ob es uns genützt oder geschadet hat
sie zu gehen.
Oftmals sehen wir erst hinter einer düsteren,
scheinbar, unüberwindlichen Landschaft
einen Regenbogen
aber übersehen auch andererseits
auf einer, scheinbar, wunderschönen Blumenwiese
gefährliche Fallen und Hindernisse.
Jedoch ist es wichtig,
einen Weg zu gehen
...
207 Formvorlage 30.12.12
Vorschautext:
Niemand sollte sich in eine Form pressen lassen,
die er nicht ausfüllt.

Eine Form, die an allen Seiten drückt,
Eine Form, die selber nicht beglückt.
Jeder muss nach seinen Interessen leben
und nicht an Formvorgaben kleben.
Nur weil andere Leute sagen:
„So musst du sein, dies musst du tragen.
Sei Jemand, der du gar nicht bist,
weil es gerade Mode ist.“
Willst du, mit dir, zufrieden sein
...
206 Selbstbedienung 30.12.12
Vorschautext:
Du kennst viele Menschen.
Sie mögen dich,
sagen sie.
Sie bedienen sich bei dir
wenn sie Hilfe,
Zuspruch und Zuwendung
benötigen.

Du bist immer griffbereit,
immer für alle da.
Du hast das Wort "Nein"
aus deinem Leben verbannt.
...
205 Alter Baum 28.12.12
Vorschautext:
Ich ging so durch die Straßen,
als ich ihn heute fand.
Einsam und verlassen,
den Weihnachtsbaum am Straßenrand.

Er wurde einst umworben,
begehrt und dekoriert.
Nun liegt er da – verstorben,
was keinen interessiert.

Er war ein Teil von einem Raum,
der Mittelpunkt sogar.
...
204 Jahresende 28.12.12
Vorschautext:
Das Jahr hat sein Soll abgeleistet,
es ist erfüllt.
Die "guten" Vorsätze der Menschen
werden von Jahr zu Jahr weitergeschoben.

Vor sich her geschoben,
unerfüllt.
Bis auch sie ihr Leben abgeleistet haben.
Abgeleistet, aber nicht gelebt.



...
203 Moritat 25.12.12
Vorschautext:
Im Park da spielt ein Kinde,
im hellen Sonnenschein.
Am Himmel blasen Winde,
das Kind ist ganz allein.

Ein Herr mit schwarzen Schuhen
und freundlichem Gesicht
stört des Kindes Ruhe,
Das Kind, das sieht ihn nicht.

Als er es sanft berührte,
um ihm etwas zu sagen,
...
202 Pelz 25.12.12
Vorschautext:
Die Natur, die hat uns angeklagt:
Stoppt sofort die Pelztierjagd!

Ein Pelz für Menschen, die nicht frieren,
wie soll man das jetzt mal kapieren?
Denn Menschen, die hier wirklich frieren,
können ihn nicht finanzieren.

Reiche, die sich sowas kaufen,
können auch mit Anderem laufen.

Deshalb sag ich Allen hier:
...
201 Erinnerungen an ... 25.12.12
Vorschautext:
... Poesiealbumtexte und kleine "Zettel" die durch die Klasse gereicht wurden bevor es SMS und Ähnliches gab.

Die Rosen sind Rot, die Veilchen sind blau,
frisch verliebt, in den Himmel ich schau.
Ich blick in die Wolken, erkenne ein Herz,
vorbei ist er nun, mein Seelenschmerz.
Schmetterlinge tanzen auf Blumen und Bäumen,
wie schön ist es doch, in die Zukunft zu träumen.
Wir gehen spazieren, hinunter zum See,
dort trifft sich der Hase, der Dachs und das Reh.
Wir sitzen im Grase, in des Baumes Schatten,
der schönste Tag ist‘s, den wir jemals hatten.
...
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