Profil von Michael Jörchel

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Anzahl Gedichte: 620
Anzahl Kommentare: 165
Gedichte gelesen: 769.278 mal
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Titel
260 Stimmen 18.03.13
Vorschautext:
Je älter ich werde umso leiser wird es
um mich herum.

Stimmen verschwinden aus meinem Leben.
Sie verschwimmen im Meer der Zeit.

Sie entfernen sich, langsam,
wie Nebelschwaden,
in die Ewigkeit meines Herzens
um dort für immer,
als Erinnerung, zu verweilen.

...
259 Zitate und Gedanken: 8 17.03.13
Vorschautext:
Der Weg ist das Ziel

Viele Menschen erreichen niemals ihr Ziel
und bereuen, am Ende, nicht den Weg genossen zu haben.
Stattdessen haben sie nur, starr nach vorne blickend, das Ziel gesucht.

© Michael Jörchel



Sieger oder Verlierer

...
258 Eigenwert 06.03.13
Vorschautext:
Solange wir unseren Wert kennen
und ihn achten
können wir es uns auch,
manchmal, leisten
uns unter unserem Wert
zu verkaufen.

Denn wer sich nicht auch einmal
unter seinem Wert verkauft
um auf sich aufmerksam zu machen,
um sich anzubieten,
sollte damit rechnen,
...
257 Denken und sein 06.03.13
Vorschautext:
Ich denke, also bin ich.

Wenn ich also nicht denke,
bin ich dann nicht?

Wenn ich aber nicht denke,
denke ich dann nur,
dass ich nicht denke?

Bin ich dann trotzdem
wenn ich denke,
dass ich nicht denke?
...
256 Ratgeber 04.03.13
Vorschautext:
Wenn ich so durch die Läden lauf,
sehe ich Ratgeber zu Hauf.
Wie man wahre Freunde findet,
seinen Partner an sich bindet.

Bücher gegen zu viel Stress,
wie man ganz schnell Pfunde lässt.
Wie erziehe ich Kind und Hund,
wann ernähre ich mich gesund.

Dies Buch schenkt dir dein Seelenheil,
mit diesem wirst du glücklich weil
...
255 Steine 04.03.13
Vorschautext:
Steine auf dem Weg des Lebens.
Übrig geblieben aus der Vergangenheit.
Sie bestehen nicht selten aus
Altlasten,
die uns begleiten,
die wir vor uns herschieben.

Ereignisse,
die wir nicht zu Ende gelebt haben.

Ballast,
den wir uns, von Anderen, aufbürden ließen.
...
254 Ausgelagert 03.03.13
Vorschautext:
Früher
war des Menschen Hirn
wie ein Lexikon.
Das ganze Wissen,
das er zum Überleben benötigte
war in seinem Kopf gespeichert.

Heute
wissen wir mehr
als wir benötigen.
Wir verarbeiten
eine Informationsflut.
...
253 Mein Schaukelpferd II 03.03.13
Vorschautext:
Ich hatt‘ als Kind ein Schaukelpferd,
es war mein bestes Stück.
Hab es geliebt und heiß begehrt,
ich ritt, mit ihm, ins Kinderglück.

Ich wurde älter, wurde groß
und merkte ziemlich schnell,
ich kam vom Schaukelpferd nicht los
ich reite auf der Stell‘.

Einmal vor, einmal zurück,
meist fiel es mir sehr schwer,
...
252 Kokosnuss 01.03.13
Vorschautext:
Ich hab zu Haus ne Kokosnuss,
sie liegt auf meinem Schrank.
Haarig, braun und riesengroß
sie macht mich noch ganz krank.

Ich möchte diese Kokosnuss
mir gerne einverleiben,
doch frag ich mich, was mach ich bloß
um diese zu zerteilen.

Ich nahm jetzt so manche Sache
aus dem Werkzeugschrank heraus
...
251 Mein Schaukelpferd 27.02.13
Vorschautext:
Es war mir früher sehr viel Wert
mein viel geliebtes Schaukelpferd.
Ich ritt in meiner Phantasie
durch Wüsten, Steppen und Prärie.
Wir konnten manchen Feind erlangen
und ihn mit dem Lasso fangen.
Gelegentlich da spielten wir
nicht nur Cowboy sondern Musketier.
Wir ärgerten so manches Mal
diesen bösen Kardinal.
Dann kam die Zeit, ich wurde groß.
Hab mich getrennt, von meinem Ross.
...
250 Zuschauer 27.02.13
Vorschautext:
Die Menschen sind schon sonderbar
wie es die Geschichte zeigte.
Sie führen Kriege, schauderbar,
und schaden vielen Leuten.

Sie töten, meucheln und verletzen.
Im Krieg, zu Haus und im Büro.
Dem wird sich niemand widersetzen
denn heutzutage ist es so.

Sie Lesen, wie die Menschen Leiden,
sehen deren große Not.
...
249 Zitate und Gedanken: 7 26.02.13
Vorschautext:
Dolchstoß

Die schmerzhaftesten Narben
befinden sich
auf der Rückseite der Seele.
Weil sie hinten
ihre Freunde vermutet hat.

© Michael Jörchel



...
248 Unebenheiten des Lebens 23.02.13
Vorschautext:
Im Puzzle des Lebens
werden immer einige Teile fehlen,
Andere werden nicht passen,
wurden und werden aber,
trotzdem mit Gewalt,
hineingedrückt.

So entsteht ein Bild,
dass nicht den Erwartungen
Anderer entspricht.
Ein Bild mit Lücken,
mit vielen Ecken und Knicken.
...
247 Malen nach Zahlen 23.02.13
Vorschautext:
Manchmal sehe ich das Leben
als eine Zeichenvorlage.

Ein Bild des Lebens,
dessen Linien
in groben Zügen
vorgegeben wurden.

Aber es liegt an uns
ob wir es, vorlagengetreu,
ausmalen
oder ob wir
...
246 Furcht 22.02.13
Vorschautext:
Die Furcht,
oftmals ist sie berechtigt,
als ein Schutz vor Fehlern.
Dann stellt sich die Furcht vor uns
um Gefahren abzuwehren.

Dann gibt es Zeiten,
da stellt sich die Furcht vor uns,
ist uns im Weg,
hindert uns
unser Leben zu leben.

...
245 Übereilt 19.02.13
Vorschautext:
Wir sollten vor einer Handlung nachdenken.
Auch wenn es schwer fällt.
Wie schnell wird etwas
mit Worten
oder mit Taten zerstört.

Ein übereiltes Wort,
eine übereilte Handlung
und was lange Zeit gewachsen ist
zerbricht sehr schnell
in viele tausend Scherben.

...
244 Schatten der Vergangenheit 19.02.13
Vorschautext:
Schatten der Vergangenheit
folgen mir auf Schritt und Tritt.
Für heute und für alle Zeit
nehme ich sie mit.

Die Schatten der Vergangenheit
werden immer an mir kleben.
Sie sind ein Teil von meiner Zeit.
Ein Teil von meinem Leben.

Die Schatten sind ein Teil von mir,
sie geben meinem Leben Sinn,
...
243 Die Unangepassten 19.02.13
Vorschautext:
Die „Unangepassten„
sind mit sich selbst zufrieden,
kämpfen gegen die Anfeindungen
der „Angepassten“.

Die „Angepassten“,
unzufrieden mit sich selbst.
Aus Angst aufzufallen
verurteilen sie
die „Anderen“.

Die „Anderen“,
...
242 Zum Geburtstag 16.02.13
Vorschautext:
Auf dem Kalender, oh wie schön
da steht es groß geschrieben,
man kann deinen Namen sehen.
Heut können wir dir gratulieren.

Doch Gesundheit, Glück und Geld,
allzeit recht viel Spaß
und was dir sonst noch so gefällt,
wünsch ich dir auch -
wenn du nicht Geburtstag hast.

Doch lass ihn mich zum Anlass nehmen,
...
241 Doppeltes Pech 15.02.13
Vorschautext:
Ein Mann, der alle anderen für das Unglück seines Lebens verantwortlich machte ging, in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, durch die Vororte der Großstadt, in der er lebte, um sich einmal an den Menschen zu rächen die es, seiner Ansicht nach, auf seinem Rücken zu Wohlstand gebracht hatten. Er zerstörte die Fensterscheiben an den Häusern und sprühte derbe Worte an die Mauern und Zäune der einzelnen Grundstücke. Er trat gegen die Rückspiegel der parkenden Autos und riss die Scheibenwischer heraus. Ein Mann, der ihn daran hindern wollte, wurde so brutal zusammen geschlagen, dass er leblos vor seinem Grundstück liegen blieb.

Auf dem Weg der Zerstörung machte er auch vor einer Telefonzelle nicht halt. Er riss den Hörer ab und trat so stark gegen das Telefon, dass es mit einem riesigen Scheppern durch die Scheibe der Telefonzelle krachte. Durch den Schwung seiner Tritte fiel der Mann hinterher und verletzte sich schwer an den Glasscherben, die sich sowohl in sein Gesicht als auch in den Körper schnitten.
Er verlor dadurch viel Blut und wollte sofort einen Rettungswagen anrufen. Allerdings hatte er die einzige Telefonzelle dieser Gegend zerstört und Mobiltelefone waren zu der Zeit noch nicht so verbreitet. Letztendlich gelang es ihm, sich in einen Vorgarten zu schleppen, in dem er dann auch gefunden wurde.

Im Krankenhaus wurde ihm gesagt, dass sein Auge, das von einer Glasscherbe zerstört wurde, nicht mehr gerettet werden konnte weil der Unfall einerseits zu spät gemeldet wurde und weil andererseits zu viel Zeit vergangen sei bis sie einen Spezialisten aus einem anderen Krankenhaus herbeiholen konnten, da der hiesige Augenspezialist , vor seiner Haustür, von einem Unbekannten niedergeschlagen wurde.

© Michael Jörchel
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