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Profil von Farbensucher

Typ: Autor
Registriert seit dem: 10.04.2021
Alter: 68 Jahre

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Ich schreibe gerne Fünfminutengedichte.


Worte sind Flügel


Worte
die Unsagbares
umkreisen
sind Flügel, die flattern
im Nest

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Anzahl Gedichte: 1.169
Anzahl Kommentare: 693
Gedichte gelesen: 685.721 mal
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Titel
369 Wie Lebensringe eines Baumes
Vorschautext:
Ein jedes Jahr hat mir
ums Herz Saiten gespannt,
und wenn der Wind mich
trägt Erinnerung entlang,
fangen sie an zu schwingen.

Nicht mehr erklingen,
wie Lücken, so stumm,
die gerissenen Saiten,
die vom Wind bewegt,
tonlos an Narben reiben.

...
368 Was uns trennt und was uns spaltet
Vorschautext:
Was uns trennt
und was uns spaltet -
Ist es Meinung,
ist es Haltung?

Habe mit dir
noch nie geredet-
Was dich bewegt,
frag' ich verspätet.
367 Das Geheimnis der Schneeflocken
Vorschautext:
Eiskristalle in den Flocken
speichern weißes Sonnenlicht.
Liegen glatt wie kleine Spiegel,
wenn das Licht sich glitzernd bricht.

Staub und Asche, Wassertröpfchen
schwebend ihnen Leben gab.
Staub und Asche fällt zur Erde -
Trost auf seelenloses Grab.

Wolkenwürfel in sich fangen
jeden Ton und jeden Schall.
...
366 Anonymität
Vorschautext:
Online-Hasstiraden
Charakter trägt ein Gesicht
und einen Namen
365 Heiterkeit
Vorschautext:
nicht lange hält der Schnee die Welt
umschlungen
schon tropfen Bäume sich die Nässe
aus den Lungen
und weiten dünn verästelt ihre
Spitzen
in glatte Spiegel schneegetauter
Pfützen

ein bunter Gummistiefel jagt
die Bilder
in tausend Schnipsel und taucht
...
364 Lass uns Wir sein!
Vorschautext:
Es durstet mich, mich zu verschwenden
an Leichtigkeit
und an nichts, gar nichts zu denken,
was noch beschwert.
Ich will mit meinen Träumen fliegen,
wenn auch nur jetzt,
gelöst, mich nur in Schwindel wiegen.

Morgen holt mich die Schwerkraft ein
und macht mich klein.
Komm! Jetzt trinken wir ein Gläschen Wein
und werden leicht.
...
363 Kindheitsweihnacht
Vorschautext:
Warten bis Mitternacht
Meterhoch türmt sich die weiße Pracht
Die Kälte knirscht unter den Füßen

Über uns nur Sterne
Stumme Gestalten in der Ferne
In der Luft hängt der Duft von Süßem

Kein Flüstern, kein Raunen
Wir Kinder nur ehrfürchtig staunen
Und ins Stille und Dunkle fließen

...
362 Obdachlos
Vorschautext:
Der stillen Nacht ist’s angst und bange -
In fremden Straßen sitzt ein Kind, allein.
Auch manch ein Greis‘ sitzt in der Kälte
und trinkt sich tot mit einer Flasche Wein.

Still wird’s, wenn drinnen Kerzen brennen -
doch draußen nur der Schein des Flackerns wärmt.
Und einsam zieht durch stille Gassen,
ein Jesuskind, verängstigt und verhärmt.

Und während Gram mich schauernd überfällt,
hab‘ ich es warm und eine Hand, die hält.
...
361 Eisfalten
Vorschautext:
Der Wind wirft Falten
in den Spiegel des Waldsees
Das Eis fängt sie auf

*Haiku
360 Katzenträume
Vorschautext:
Ein Wollknäuel strickt
sich Träume aus Vogelgezwitscher
in Hecken
359 in die Zukunft
Vorschautext:
Vor uns der Abgrund
im aufgetürmten Schneebrett.
Wir müssen weiter.
358 Die Kunst der Berieselung
Vorschautext:
Schneeberieselung
Besinnlichkeit schneit sich in uns
Aus laut wird leis
357 In allem findet sich die andre Seite
Vorschautext:
In erdige Farben dringt grau der Nebel
und löst sie farblos in sich auf.
Wie eine Wand setzt er die Nebelschwaden
und baut um mich sein graues Haus.

Er kann nicht lange mich gefangen halten,
und ist er noch so schwer und nass.
Aus seinen Armen, die nur Nebelwallen,
lauf ich durch ihn und er wird matt.

Dahinter gleißend ihn der Lebensstern
in lichte Nebelstreifen silbrig löst.
...
356 Fensterblick
Vorschautext:
Tag für Tag diesen Fensterblick -
vom Leben ein sehr kleines Stück,
an dem ich neue Bilder pflück.

Tag für Tag ändert sich das Licht,
es fällt auf alles und in mich,
und Tage ändern damit sich,

und auch die Farben und ihr Klang,
und auch mein innerer Gesang,
und Zeit schiebt darin sich entlang.

...
355 Weihnachtssehnsucht
Vorschautext:
Verlorener Sinn -
doch bleibt in uns die Sehnsucht
nach verlorenen,

versunk'nen Himmeln.
Großzügigkeit im Herzen
bringt uns die Stille -

Weg aus dem Innern,
der das zusammenführt, was
zusammen gehört.
354 Und leise gehst du, meine Mignou
Vorschautext:
Du liegst vor mir
und suchst Geborgenheit.
Dazwischen träumst du
von der alten Zeit -

ich dir, du mir
Geborgenheit da gabst.
Und jetzt nur ich, du nicht,
darüber klagst,

dass du bald gehen musst,
und das für immer -
...
353 Regenbogenbrücke
Vorschautext:
Lange habe ich
mit dir
an der Brücke gewartet

Mit meiner Hand
auf deinem
gequälten Leib

sah deine Seele
den Regenbogen
und ging

...
352 endlos Hoffnung
Vorschautext:
Hoffnung kat keine
Herkunft, Grenzen, Worte
Sie weilt in Herzen
351 Entwöhnt
Vorschautext:
Ein Abschied
der nie enden wird
dem Beisammensein
entwöhnt

Danach Masken
Abstand, Ausgangssperren
und Zweifel an der
Richtung

Ausgegrenzt
aus dem alltäglichen
...
350 Ohne Konturen
Vorschautext:
Wir haben
die Tiefe der Meere
und die Höhe der Berge
die Unendlichkeit des Universums
und die unbegrenzte Freiheit der Lüfte
in uns und in unseren Gedanken
und doch leben und bleiben
wir ohne Konturen