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Registriert seit dem: 10.04.2021

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Ich schreibe gerne Fünfminutengedichte.


Worte sind Flügel


Worte
die Unsagbares
umkreisen
sind Flügel, die flattern
im Nest

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Anzahl Gedichte: 1.220
Anzahl Kommentare: 692
Gedichte gelesen: 781.102 mal
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Titel
600 Nichts ist verloren, was man spürt *Sternenkinder
Vorschautext:
Ich habe auch ein Sternenkind -

es war 'mein' Regenbogen
in vielen Lebensjahren;
ich wuchs mit ihm und ging
auf leuchtend Himmelspfaden.

Verloren gingen beide mir -
unwiderbringlich vergraben.

Doch manchmal ahn' ich seine Kraft
in einem Stern, der jäh verglüht;
...
599 Ein Traum wirft uns auf uns selber zurück
Vorschautext:
Die Nacht ist ein stetig wandernder Traum,
leichtfüßig über die Sternenstille;
rastlose Gedanken sammelt er auf,
klärt und lichtet die geballte Fülle.

Und wenn der Morgen sich dazwischen schiebt,
hängt oft ein Stern noch in verblasster Nacht -
im Tag wie ein klarer Gedanke liegt:
Nur das wird anders, was man anders macht.

Ein Traum wirft uns auf uns selber zurück -
kein andrer kann unsre Träume leben.
...
598 Spurensuche
Vorschautext:
nach Jahrzehnten
Gesichter und Namen
Geschichten
wie ein Stück Heimat
vertraut gegangener Wege

weiß-schwarzes
Bruchstück
zufälliger Erinnerung
verlorene Spuren
beheimaten das Leben
597 Freunde
Vorschautext:
die Zeit
in der man sich
nicht sah, nicht sprach
legt sich in einem Flügelschlag
und es umarmt das sich
Vertrautsein - sogar
im Schweigen
spricht das
Herz
596 Innere Wärme
Vorschautext:
Winterkälte taut
an beleuchteten Fenstern
Innere Wärme

gegen die Kälte der Welt
löst auf so manche Grenze
595 Das Licht der Welt: Wer zündet's an?
Vorschautext:
Wenn zwei Sterne sich begegnen,
leuchtet das weite Himmelszelt.
So war es einst wohl gewesen:
Jesus wurde das Licht der Welt.

Das Licht der Welt,

das jährlich in der Krippe liegt
schon seit tausenden von Jahren.
Für ihn erklingt das Weihnachtslied,
wenn schwer wir an den "Gaben" tragen -

...
594 Ausklang
Vorschautext:
Lassen wir dieses Jahr
zum Ausklang bringen,
mit allen noch
unerledigten Dingen -
Nichts gibt's, was sich
grundlegend ändern würde.
Behalten wir
unsre und andrer Würde,
egal, was uns das Neue Jahr
neu bringen mag -
Es lebt gut, wer lebt
für einen 'guten' Tag.
593 bewegte Zeiten
Vorschautext:
bricht vieles auf,
bricht vieles ein - neues drängt
sich, will einfach sein. wolkenverhängt
seelenfenster - der frühling spürt die
gespenster. und du stehst
da - so mittendrin

dein weg. wo hin?
592 vergänglicher Augenblick
Vorschautext:
das Herz im Glück
will fliegen
und will alles
berühren
was noch grau
in Trauer steht
wie ein Windhauch
der weht
aus dem Augenblick
den Tod
in ein fernes
Morgenrot
591 Zaubernester
Vorschautext:
noch trägt naßkalt der Morgen
die Erinnerung ans Grau von gestern,
als unerwartet in den Tag
die Sonne steigt aus Zaubernestern;

und aus nachtdunklen Tiefen
steigt schwungvoll wieder in mir Freude,
die aus den Sorgenfalten löst
ein Lächeln, und aus Schatten Träume.
590 sich lösen
Vorschautext:
Sich lösen aus der
Fülle der Bequemlichkeit -
wieder hungrig sein

nach dem kühlen Morgentau
und barfuß laufen im Gras
589 sage nie
Vorschautext:
sage nie
ich kenn dich
bevor
du den Abgrund
der Seele nicht kennst

sage nie
ich lieb dich
zu dem
der dir täglich
nur sein Lächeln schenkt

...
588 Herbstlicht
Vorschautext:
Der Blick, erwartungsvoll,
schwingt sich in weite Ferne:
entfärbt und blendend weiß
steigt herbstlich Sonnenwärme,
während im kühlen Blau
verblasst das Licht der Sterne.

Der Sog der Sonne öffnet
magisch Fenster, Türen;
wer kann, verlässt sein Haus
und will Herbstwärme spüren.
Bald schon wird Nebel uns
...
587 Zu nah'
Vorschautext:
Zu nah' am Tod
mitten im Leben, wird
fremd der Blick, auf was ich
nahm bisher als 'so gegeben'.
So lächerlich, so sinnlos, scheint
mir all das Streben, nach dem
vergänglich' hohlen Glück -
verlor'ner Augenblick.
586 Mein Atemwald
Vorschautext:
Mein Atemwald
trägt den Verlust der Leichtigkeit,
mit der ich saß mit dir
geschützt in Baumeskronen
unterm Blätterdach der Fantasie,
die in uns Grenzen brach
und du im Scheitern noch
als bunter Vogel saßt,
auf kahlem Ast
dich träumtes in ein buntes Blatt,
das fliegt.

...
585 Wetter-Phänomene
Vorschautext:
Die Sonnenstunden mehren sich,
und über uns wird tief das Blau;
die Flüsse, die entleeren sich,
um uns die Winde stürmen rau.

Der Regen stürzt in Fluten sich
auf dichte Erde wie Beton -
ihr Leben tief nach innen wich;
wir kollabieren im Ozon.

Doch ist der Sommer bald vorbei
und schnelle Lösung ist in Sicht:
...
584 schattenmund
Vorschautext:
zwischen
unseren lippen
rinnen worte nebliger
bedeutungslosigkeit wie aus
grauen linien ausgeleerter münder
blutleere lippen schmecken erschauernd
die kalte asche in deinem kuss als
wäre ich schon tot und nur ein
schattenmund denke ich
und spüre im mund
den fliehenden
punkt
...
583 Krisen
Vorschautext:
die Finsternis in Krisen
unterbelichtet
im flackernden Kerzenschein
lässt uns
Sterne zünden
582 Urgewalt
Vorschautext:
allmächtig bricht ein
Gottes Urgewalt Groll
sein Zorn rollt donnernd und grauenvoll

zerreißt den Himmel
und all seine Meere
stürzen sich aus des Himmels Schwere

peitscht aus die Erde
den gekrümmten Rücken
lässt im Schlamm das Leben ersticken

...
581 Sommerverglühen
Vorschautext:
Wildwuchs des Sommers
in letzten Atemzügen;
summendes Laben
an knallgoldgelben Blüten;

schweißgeschmückt duftet Haut
nach Blütenverblühen
und Sehnsucht nach
weiteren Sommerverglühen;

nach Lust auf Leben
und nach Grenzüberschreiten,
...