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Registriert seit dem: 10.04.2021

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Ich schreibe gerne Fünfminutengedichte.


Worte sind Flügel


Worte
die Unsagbares
umkreisen
sind Flügel, die flattern
im Nest

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Anzahl Gedichte: 1.193
Anzahl Kommentare: 692
Gedichte gelesen: 742.770 mal
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Titel
553 Könnte ich doch, doch kann ich nicht!
Vorschautext:
Könnt' ich Erkenntnisse doch leben,
die tief im schatt'gen Herzen nisten,
spürt' ich die Zuversicht sich regen
im Tun des lange schon Vermissten.

Könnt' ich doch nur für mich entscheiden,
würd' ich auch andre Wege gehen,
nicht immer bei Gewohntem bleiben
und auf den gleichen Plätzen stehen.

Könnte ich doch, doch kann ich nicht!
Mit Seelenseilen fest verbunden,
...
552 das Nest in mir
Vorschautext:
in mir die Lerche,
die mich morgens schwingt
in hohe Lüfte,
wenn bleiern noch
die Nacht sich trunken
an die Füße kettet -

ich bin bewohnt,
wie die Natur,
von Harmonie
und Gegensätzen
aller irdisch' Kräfte -
...
551 ein Kinderspiel?
Vorschautext:
Sinn - los scheint das Spiel,
das Spiel nur mit den Sinnen.
Wie glücklich sie sind!

Wir schauen auf sie herab
und auf den Schlüssel zur Welt.
550 windgesang
Vorschautext:
der wind heult laut auf 
in engen dunklen räumen gefangen 
wo gestern noch liebeslieder klangen

in lodernden flammen
feuerzungen sich gierig verschlangen
und umschlungen die liebe besangen

ihre heiseren schwüre
sich in glühenden funken versprühten
ergraut in kalter asche verglühten

...
549 Entwachsen
Vorschautext:
Kinderschuhen längst entwachsen,
gehst du aufrecht wie ein Mann.
Meinst, du wärst doch schon erwachsen,
da ich zu dir aufschau‘n kann.

Wenn es eng wird und beschwerlich,
schlüpfst du in die Schuhe rein,
gehst gebückt und schaust recht kläglich,
und du fühlst dich wieder klein.

Wirst erst traurig und dann wütend
auf die Welt, das Leben, mich,
...
548 Moral wie Öl
Vorschautext:
Moral wie Öl
ins Feuer gießen, lässt
auch Flammen explodieren
547 ich will nach Regen riechen
Vorschautext:
ich will nach
Regen riechen und
Erde und fallende Blüten
die Regentropfen spüren das
Zischen auf Haut mein Verglühen
ich will im Regen tanzen barfuß in
Regenpfützen stampfen im Takt
der Trommeln mich drehn bis
lau die Winde um mich
wehn will ich nach
Regen riechen
546 ein Zuhause
Vorschautext:
in sich hinein leben
aus sich heraus leben
bei sich ein und aus gehen
sich selber ein Zuhause geben
545 das Ungeheuer
Vorschautext:
das Ungeheuer lauert
und du weißt nie
ob es dich packt
und dich überdauert

die tödlichen Krallen
bringen dich zum Fallen

du fällst; tausende Male
fällst du und fällst
und stirbst in dir
im Dunkel der Tage
544 Zellgedächtnis
Vorschautext:
Unvergesslich
Gespeichert ist Erinnerung
Im Zellgedächtnis
543 Im Traum
Vorschautext:
Es weiß im Traum
Mein Ich
Woher es kommt
Wohin es geht
Als wäre es
Nie fort gewesen

Ein ewig
Augenblick
Wie Ahnung, die
In Traum sich weht
Sie wird vom Ich
...
542 wir haben die zukunft der kinder verspielt
Vorschautext:
wir haben die zukunft der kinder verspielt
und waren doch nie spieler
wir haben viele schreckliche kriege geführt
und waren doch nie krieger

wir haben unsere zukunft auf sand gebaut
wie in sandkastenspielen
wir haben zu lange nur zu- und weggeschaut
und ließen uns betrügen

von allem, was im leben so unwichtig ist
gefüllt sind manche taschen
...
541 Irrtum, Umweg hat dich geprägt
Vorschautext:
Es überstürzen sich Ereignisse,
und deine Welt steht auf dem Kopf;
du denkst an all' deine Versäumnisse -
das Schicksal an die Türe klopft.

Was du tun konntest, hast du doch getan -
zu jeder Zeit, was möglich war!
Verspätet wirft's dich aus der Bahn,
was du versäumt im Jugendwahn.

Was du erkennst im Lauf der Zeit:
Irrtum, Umweg hat dich geprägt -
...
540 erträglich
Vorschautext:
Das unüberschaubere Leben
für sich erklären zu wollen
verschleißt die Worte

nur wenige
bleiben erträglich

und doch erklären sie nichts
539 der Puffer
Vorschautext:
Das Leben rückt ab von dir
du spürst immer mehr
den Puffer von Raum und Zeit
um dich
der dich anders auf das Leben
blicken lässt, als könne er
das Unabänderliche
ändern

nur der Augenblick bleibt
was er war

...
538 Das kleine Glück
Vorschautext:
Das Glück reist mit in dem Gepäck,  
das man auf seinen Schultern trägt;
treff ich es nicht auf meinen Wegen,
weiß ich, ich muss das Glück jetzt hegen,

das mir im Leben widerfuhr;
ich pack es aus auf weiter Flur
und lass es los und lass es frei,
damit es weiter mir gedeih –

Ich finde viele kleine Sachen,
die heute noch mich glücklich machen:
...
537 entgrenzt
Vorschautext:
Wenn Sonne
Wolkenberge bricht,
leuchten mittig gold‘ne
Grenzen - dazwischen tiefes,
blaues Licht; spielend Wind
belebt in Tänzen tausende
Formen und Farben, die
nie gleich, nie lange
halten; begrenzt
und dauernd
neu

...
536 Farbheimat
Vorschautext:
wie ich das liebe
wenn der Herbst mich abholt
in der Jahreszeit
die meine ist
als käm' ich wieder heim
in einen urvertrauten Raum
der sich selbst
vergisst
535 Die Schnarcher
Vorschautext:
Oma, du schnarchst!
Ich schnarche nicht!
Es ist der Opa nebenan!

Erschüttert in Grundfesten,
flattert der Atemzug:
Es ist nichts mehr zu retten -
das wär' fast wie Betrug.

Schon wieder wach' ich auf:
Oma, ich kann nicht schlafen!
Zähl weiter, Kind! Du bist
...
534 Sonnenlächeln
Vorschautext:
Als hätt' die Sonne ihre Farben
in jungen Morgen ausgeleert,
gießt sich ihr Gold weit in die Lüfte -
und bleibt doch unversehrt.

Es ist, als hätt' ein warmer Atem
mit einem Schimmer Zuversicht umarmt,
berührt in mir mein Sonnenlächeln,
das ich vergaß - es ist verarmt.


*für Sissa