Profil von Farbensucher

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Gedichte gelesen: 663.192 mal
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Titel
500 windgesang
Vorschautext:
der wind heult laut auf 
in engen dunklen räumen gefangen 
wo gestern noch liebeslieder klangen

in lodernden flammen
feuerzungen sich gierig verschlangen
und umschlungen die liebe besangen

ihre heiseren schwüre
sich in glühenden funken versprühten
ergraut in kalter asche verglühten

...
499 Entwachsen
Vorschautext:
Kinderschuhen längst entwachsen,
gehst du aufrecht wie ein Mann.
Meinst, du wärst doch schon erwachsen,
da ich zu dir aufschau‘n kann.

Wenn es eng wird und beschwerlich,
schlüpfst du in die Schuhe rein,
gehst gebückt und schaust recht kläglich,
und du fühlst dich wieder klein.

Wirst erst traurig und dann wütend
auf die Welt, das Leben, mich,
...
498 Moral wie Öl
Vorschautext:
Moral wie Öl
ins Feuer gießen, lässt
auch Flammen explodieren
497 ich will nach Regen riechen
Vorschautext:
ich will nach
Regen riechen und
Erde und fallende Blüten
die Regentropfen spüren das
Zischen auf Haut mein Verglühen
ich will im Regen tanzen barfuß in
Regenpfützen stampfen im Takt
der Trommeln mich drehn bis
lau die Winde um mich
wehn will ich nach
Regen riechen
496 ein Zuhause
Vorschautext:
in sich hinein leben
aus sich heraus leben
bei sich ein und aus gehen
sich selber ein Zuhause geben
495 das Ungeheuer
Vorschautext:
das Ungeheuer lauert
und du weißt nie
ob es dich packt
und dich überdauert

die tödlichen Krallen
bringen dich zum Fallen

du fällst; tausende Male
fällst du und fällst
und stirbst in dir
im Dunkel der Tage
494 Zellgedächtnis
Vorschautext:
Unvergesslich
Gespeichert ist Erinnerung
Im Zellgedächtnis
493 Im Traum
Vorschautext:
Es weiß im Traum
Mein Ich
Woher es kommt
Wohin es geht
Als wäre es
Nie fort gewesen

Ein ewig
Augenblick
Wie Ahnung, die
In Traum sich weht
Sie wird vom Ich
...
492 wir haben die zukunft der kinder verspielt
Vorschautext:
wir haben die zukunft der kinder verspielt
und waren doch nie spieler
wir haben viele schreckliche kriege geführt
und waren doch nie krieger

wir haben unsere zukunft auf sand gebaut
wie in sandkastenspielen
wir haben zu lange nur zu- und weggeschaut
und ließen uns betrügen

von allem, was im leben so unwichtig ist
gefüllt sind manche taschen
...
491 Irrtum, Umweg hat dich geprägt
Vorschautext:
Es überstürzen sich Ereignisse,
und deine Welt steht auf dem Kopf;
du denkst an all' deine Versäumnisse -
das Schicksal an die Türe klopft.

Was du tun konntest, hast du doch getan -
zu jeder Zeit, was möglich war!
Verspätet wirft's dich aus der Bahn,
was du versäumt im Jugendwahn.

Was du erkennst im Lauf der Zeit:
Irrtum, Umweg hat dich geprägt -
...
490 Das kleine Glück
Vorschautext:
Das Glück reist mit in dem Gepäck,  
das man auf seinen Schultern trägt;
treff ich es nicht auf meinen Wegen,
weiß ich, ich muss das Glück jetzt hegen,

das mir im Leben widerfuhr;
ich pack es aus auf weiter Flur
und lass es los und lass es frei,
damit es weiter mir gedeih –

Ich finde viele kleine Sachen,
die heute noch mich glücklich machen:
...
489 entgrenzt
Vorschautext:
Wenn Sonne
Wolkenberge bricht,
leuchten mittig gold‘ne
Grenzen - dazwischen tiefes,
blaues Licht; spielend Wind
belebt in Tänzen tausende
Formen und Farben, die
nie gleich, nie lange
halten; begrenzt
und dauernd
neu

...
488 lass mir nur
Vorschautext:
lass mir
nur eine Faser
deines Herzens
an der ich
zu dir schwinge
in deiner
Einsamkeit
die dich zerbricht

damit ich
zu dir finde
487 weg von dir
Vorschautext:
weg von dir
halte ich meinen
Schmerz

damit er
deinen nicht
berührt

und noch
mehr bluten lässt
aus dir

...
486 mein Blick bleibt bei dir
Vorschautext:
nur ein Blick
in das Dunkel des
höllischen Abgrunds
deiner gespaltenen Seele
und verschlingende Wirbel
deines Ausgeliefertseins
entreißen mich meiner
Augen meiner Sicht
ins unentrinnbar
Zerrissene
in dir

...
485 Erinnerung
Vorschautext:
Manchmal gleitet sie wie gold‘ner
Zauber unerwartet in den Tag,
aus der Zeit vergangener
Träume, die mir still
auf dem Herzen lag.

Wie lebendig
werden Bilder, die
ich längst vergessen
glaubt‘. Farben mischen
sich mit Tönen – nichts
davon ist verstaubt.
...
484 Sternflocken
Vorschautext:
sie fallen still
man hört ihr Fallen nicht
während sie Zauberkleider weben
und zart und sacht
in uns die Stille legen
aus der die Hoffnung keimt
und Sterneblütensegen
483 Liebe
Vorschautext:
Halten in den Worten dich
ganz nah von fern
wenn die Sterne fallen
482 verlorener Lebensraum
Vorschautext:
Nomaden der Luft
Vogelschwarm ohne Heimat
Kahl sind die Felder

Noch trügt sie die Herbstwärme
Das Leben wird ungewiss
481 Flutlicht des Morgens
Vorschautext:
Mit Flutlicht schwemmt der Morgen heute
sein Gold auf alles Schwarz und Grau der Nacht;
er flutet sich bis in die Träume,
die sonnig sind und hell, als sie erwacht.

Er spiegelt warm sich an den Fenstern
und tastet jeden kleinsten Winkel aus;
vergoldet sich dunkle Gespenster -
sie ziehen lachend, frei, aus jedem Haus.

Er malt Sonnenbilder an die Wände
und hebt sie leuchtend von den Schatten ab.
...