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| 553 | Könnte ich doch, doch kann ich nicht! | |||
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Vorschautext: Könnt' ich Erkenntnisse doch leben, die tief im schatt'gen Herzen nisten, spürt' ich die Zuversicht sich regen im Tun des lange schon Vermissten. Könnt' ich doch nur für mich entscheiden, würd' ich auch andre Wege gehen, nicht immer bei Gewohntem bleiben und auf den gleichen Plätzen stehen. Könnte ich doch, doch kann ich nicht! Mit Seelenseilen fest verbunden, ... |
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| 552 | das Nest in mir | |||
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Vorschautext: in mir die Lerche, die mich morgens schwingt in hohe Lüfte, wenn bleiern noch die Nacht sich trunken an die Füße kettet - ich bin bewohnt, wie die Natur, von Harmonie und Gegensätzen aller irdisch' Kräfte - ... |
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| 551 | ein Kinderspiel? | |||
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Vorschautext: Sinn - los scheint das Spiel, das Spiel nur mit den Sinnen. Wie glücklich sie sind! Wir schauen auf sie herab und auf den Schlüssel zur Welt. |
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| 550 | windgesang | |||
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Vorschautext: der wind heult laut auf in engen dunklen räumen gefangen wo gestern noch liebeslieder klangen in lodernden flammen feuerzungen sich gierig verschlangen und umschlungen die liebe besangen ihre heiseren schwüre sich in glühenden funken versprühten ergraut in kalter asche verglühten ... |
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| 549 | Entwachsen | |||
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Vorschautext: Kinderschuhen längst entwachsen, gehst du aufrecht wie ein Mann. Meinst, du wärst doch schon erwachsen, da ich zu dir aufschau‘n kann. Wenn es eng wird und beschwerlich, schlüpfst du in die Schuhe rein, gehst gebückt und schaust recht kläglich, und du fühlst dich wieder klein. Wirst erst traurig und dann wütend auf die Welt, das Leben, mich, ... |
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| 548 | Moral wie Öl | |||
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Vorschautext: Moral wie Öl ins Feuer gießen, lässt auch Flammen explodieren |
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| 547 | ich will nach Regen riechen | |||
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Vorschautext: ich will nach Regen riechen und Erde und fallende Blüten die Regentropfen spüren das Zischen auf Haut mein Verglühen ich will im Regen tanzen barfuß in Regenpfützen stampfen im Takt der Trommeln mich drehn bis lau die Winde um mich wehn will ich nach Regen riechen |
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| 546 | ein Zuhause | |||
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Vorschautext: in sich hinein leben aus sich heraus leben bei sich ein und aus gehen sich selber ein Zuhause geben |
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| 545 | das Ungeheuer | |||
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Vorschautext: das Ungeheuer lauert und du weißt nie ob es dich packt und dich überdauert die tödlichen Krallen bringen dich zum Fallen du fällst; tausende Male fällst du und fällst und stirbst in dir im Dunkel der Tage |
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| 544 | Zellgedächtnis | |||
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Vorschautext: Unvergesslich Gespeichert ist Erinnerung Im Zellgedächtnis |
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| 543 | Im Traum | |||
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Vorschautext: Es weiß im Traum Mein Ich Woher es kommt Wohin es geht Als wäre es Nie fort gewesen Ein ewig Augenblick Wie Ahnung, die In Traum sich weht Sie wird vom Ich ... |
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| 542 | wir haben die zukunft der kinder verspielt | |||
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Vorschautext: wir haben die zukunft der kinder verspielt und waren doch nie spieler wir haben viele schreckliche kriege geführt und waren doch nie krieger wir haben unsere zukunft auf sand gebaut wie in sandkastenspielen wir haben zu lange nur zu- und weggeschaut und ließen uns betrügen von allem, was im leben so unwichtig ist gefüllt sind manche taschen ... |
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| 541 | Irrtum, Umweg hat dich geprägt | |||
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Vorschautext: Es überstürzen sich Ereignisse, und deine Welt steht auf dem Kopf; du denkst an all' deine Versäumnisse - das Schicksal an die Türe klopft. Was du tun konntest, hast du doch getan - zu jeder Zeit, was möglich war! Verspätet wirft's dich aus der Bahn, was du versäumt im Jugendwahn. Was du erkennst im Lauf der Zeit: Irrtum, Umweg hat dich geprägt - ... |
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| 540 | erträglich | |||
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Vorschautext: Das unüberschaubere Leben für sich erklären zu wollen verschleißt die Worte nur wenige bleiben erträglich und doch erklären sie nichts |
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| 539 | der Puffer | |||
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Vorschautext: Das Leben rückt ab von dir du spürst immer mehr den Puffer von Raum und Zeit um dich der dich anders auf das Leben blicken lässt, als könne er das Unabänderliche ändern nur der Augenblick bleibt was er war ... |
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| 538 | Das kleine Glück | |||
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Vorschautext: Das Glück reist mit in dem Gepäck, das man auf seinen Schultern trägt; treff ich es nicht auf meinen Wegen, weiß ich, ich muss das Glück jetzt hegen, das mir im Leben widerfuhr; ich pack es aus auf weiter Flur und lass es los und lass es frei, damit es weiter mir gedeih – Ich finde viele kleine Sachen, die heute noch mich glücklich machen: ... |
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| 537 | entgrenzt | |||
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Vorschautext: Wenn Sonne Wolkenberge bricht, leuchten mittig gold‘ne Grenzen - dazwischen tiefes, blaues Licht; spielend Wind belebt in Tänzen tausende Formen und Farben, die nie gleich, nie lange halten; begrenzt und dauernd neu ... |
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| 536 | Farbheimat | |||
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Vorschautext: wie ich das liebe wenn der Herbst mich abholt in der Jahreszeit die meine ist als käm' ich wieder heim in einen urvertrauten Raum der sich selbst vergisst |
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| 535 | Die Schnarcher | |||
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Vorschautext: Oma, du schnarchst! Ich schnarche nicht! Es ist der Opa nebenan! Erschüttert in Grundfesten, flattert der Atemzug: Es ist nichts mehr zu retten - das wär' fast wie Betrug. Schon wieder wach' ich auf: Oma, ich kann nicht schlafen! Zähl weiter, Kind! Du bist ... |
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| 534 | Sonnenlächeln | |||
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Vorschautext: Als hätt' die Sonne ihre Farben in jungen Morgen ausgeleert, gießt sich ihr Gold weit in die Lüfte - und bleibt doch unversehrt. Es ist, als hätt' ein warmer Atem mit einem Schimmer Zuversicht umarmt, berührt in mir mein Sonnenlächeln, das ich vergaß - es ist verarmt. *für Sissa |
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