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Profil von Farbensucher

Typ: Autor
Registriert seit dem: 10.04.2021
Alter: 68 Jahre

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Ich schreibe gerne Fünfminutengedichte.


Worte sind Flügel


Worte
die Unsagbares
umkreisen
sind Flügel, die flattern
im Nest

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Anzahl Gedichte: 1.169
Anzahl Kommentare: 693
Gedichte gelesen: 685.741 mal
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Titel
209 Sicherheit
Vorschautext:
Sicherheit ist das wackelige
Konstrukt unserer Unsicherheit.

(Aphorismus)
208 Herbstnebellast
Vorschautext:
Herbstnebellast.
Ohne Lufthauch die Natur.
Auch die Innenräume.
207 Raum für alles
Vorschautext:
Wo Unsicherheit
Angst nährt, da wächst
auch Mut; wo Zweifel das
Denken nährt, da hat auch
Hoffnung Raum; wo
Hoffnung auf Mut
trifft, gedeiht
Zukunft.
206 der kürzeste Weg
Vorschautext:
Der kürzeste Weg
von einem zu anderen
ist das Umarmen.
205 Herbstkranz des Seins
Vorschautext:
Ring
der Verbundenheit
Im Werden vergehn, Sterben
und Ewigkeit erkennen, verstehn
Gewundene Jahre - ein Herbstkranz
des Seins, im Haus auf dem
Grabe - ein Kreislauf
vereint
204 das Schwere wie das Leichte
Vorschautext:
Wie schwer
die Blumenköpfe hängen
in nasser Nebellast!

Als wär ich
eine Blume, halten leichte
Gedanken Rast,

die unentwegt
sonst schwirren wie Falter
im Laternenlicht -

...
203 Ein Pfützenschritt * Klimachutz und Klimakrise
Vorschautext:
das nasse Grau regnet sich ein
in eine Zeit gesenkter Blicke;
die Straßen eng, die Menschen klein
im Spiegelbild der Asphaltpfütze;

die großen Worte, neongrell -
ein Farbenblitz; verwässert ist ihr Sinn;
was gestern lockte, bunt und hell,
rinnt grau im Regen, kalt, dahin;

was gestern lockte, bunt und hell,
verliert im Pfützenschritt an Tiefe -
...
202 schmerzaufgeweicht
Vorschautext:
wie steinig
der Weg auch sein mag
zu den Worten
die dich und deine Gefühle
nicht finden -

in schmerzaufgeweichte
Gedanken
fallen Worte wie Steine
aus dir
die den Schmerz lindern

...
201 Zerrbild der Wirklichkeit
Vorschautext:
Sich gemeinsam erinnern,
verbindet oder trennt:

Für den Einen leuchten die Sterne am
Himmel, der Andere in Löcher des
Vergessens fällt.

Verlust, Verrat, Liebe - gefestigt wird,
was war; neu aufgelegt, Gefühle -
Erinnerung wird wahr.

(Sie Jedem ist und bleibt
...
200 Herbstmilch und Honig
Vorschautext:
Novembersonne
Herbstmilch und Honig, Sommer
in grauen Tagen
199 die braunen Blätter der Vergangenheit
Vorschautext:
die braunen Blätter der Vergangenheit
gezündet
im Rauch der Zeit
zieh'n schwelend noch
durch hirnverbrannte Köpfe

nie gab's
und gibt's ein Ende
machthungrig gefüllter brauner Kröpfe
198 Herbst im Zeitgeist
Vorschautext:
Als würde der Herbst
sich fügen dem Zeitgeist - nichts
ist, wie es mal war.
197 die letzte Unschuld
Vorschautext:
entehrt durch des Krieges Plage
wird Rache feigste Form
der Niederlage

ohne Moral und Stärke, Mut
zeigt sich an Wehrlosen
der Rache Brut

alles, was man begehrte
im letzten Kampf
wird zu verbrannter Erde

...
196 innere Nähe
Vorschautext:
innere Nähe
versteht, dass man nicht alles
verstehen muss

jeder Baum schützt den andern
und deine Katze tröstet dich
195 ich bin die Andere
Vorschautext:
ich bin die Andere
und doch noch die
die ich schon immer war

was alles in mir ist
sich nur verwandelte
und es bleibt das

was wahr
194 Vollmondsehnsucht
Vorschautext:
hell kreist
das Vollmondlicht
um die Trümmer des Lebens

still wird
im Vorhof des Mondes
Hass und Schuld zerrissener Seelen

ins Schweigen
leuchtet die Sehnsucht
nach Liebe, die uns allen bleibt
193 und weiße Leere rieselt sacht
Vorschautext:
in Unschuld flüchtet sich das Jahr
friert ein die Wunden menschgemacht
und weiße Leere rieselt sacht

als gäbe es nicht die Gefahr
von Krieg und Tod in eis'ger Nacht
der uns den Frieden nicht gebracht

vor Blut die Söhne nicht bewahrt
und kein Gestirn am Himmel wacht
auch nicht in stiller heil'ger Nacht

...
192 noch liegt der Himmel nicht in Scherben
Vorschautext:
noch liegt der Himmel nicht in Scherben
es sickert Morgenrot durch seine Risse
nichts lässt sich dauerhaft verbergen
schon flutet Ahnung aus der Drohkulisse

Schattendunkles aus dem warmen Rot
und Hoffnung wird im Flehen zum Gebet
für müde Seelen, die in bittrer Not
um Zeichen bitten, die noch nicht zu spät

sich fest ins Blut der Herzen winden
sich ranken um verdorrte Zuversicht
...
191 in flüchtige Stunden
Vorschautext:
gelacht, geweint, erzählt
in flüchtige Stunden
die Wände kurz belebt
mit Schatten von Wunden

im Kerzenschein bewegt
mich lichtscheu verbunden
und Freiräume beseelt
und neu mich erfunden
190 Sie wohnen Tür an Tür mit mir
Vorschautext:
Ich lerne neu mich wieder kennen -
sie wohnen Tür an Tür mit mir,
weil ihre Häuser brennen, brennen!
Der Krieg tobt weiter - sie sind hier.

Wir sprechen nicht dieselbe Sprache -
doch kennen wir Verlust und Tod
und das Gefühl, dass keiner wache
über ein Leben, das in Not.

Trotz Kriegsgebiet in unsren Herzen
befrieden wir Schmerz und Verlust -
...