| Titel | ||||
|---|---|---|---|---|
| 209 | Sicherheit | |||
|
Vorschautext: Sicherheit ist das wackelige Konstrukt unserer Unsicherheit. (Aphorismus) |
||||
| 208 | Herbstnebellast | |||
|
Vorschautext: Herbstnebellast. Ohne Lufthauch die Natur. Auch die Innenräume. |
||||
| 207 | Raum für alles | |||
|
Vorschautext: Wo Unsicherheit Angst nährt, da wächst auch Mut; wo Zweifel das Denken nährt, da hat auch Hoffnung Raum; wo Hoffnung auf Mut trifft, gedeiht Zukunft. |
||||
| 206 | der kürzeste Weg | |||
|
Vorschautext: Der kürzeste Weg von einem zu anderen ist das Umarmen. |
||||
| 205 | Herbstkranz des Seins | |||
|
Vorschautext: Ring der Verbundenheit Im Werden vergehn, Sterben und Ewigkeit erkennen, verstehn Gewundene Jahre - ein Herbstkranz des Seins, im Haus auf dem Grabe - ein Kreislauf vereint |
||||
| 204 | das Schwere wie das Leichte | |||
|
Vorschautext: Wie schwer die Blumenköpfe hängen in nasser Nebellast! Als wär ich eine Blume, halten leichte Gedanken Rast, die unentwegt sonst schwirren wie Falter im Laternenlicht - ... |
||||
| 203 | Ein Pfützenschritt * Klimachutz und Klimakrise | |||
|
Vorschautext: das nasse Grau regnet sich ein in eine Zeit gesenkter Blicke; die Straßen eng, die Menschen klein im Spiegelbild der Asphaltpfütze; die großen Worte, neongrell - ein Farbenblitz; verwässert ist ihr Sinn; was gestern lockte, bunt und hell, rinnt grau im Regen, kalt, dahin; was gestern lockte, bunt und hell, verliert im Pfützenschritt an Tiefe - ... |
||||
| 202 | schmerzaufgeweicht | |||
|
Vorschautext: wie steinig der Weg auch sein mag zu den Worten die dich und deine Gefühle nicht finden - in schmerzaufgeweichte Gedanken fallen Worte wie Steine aus dir die den Schmerz lindern ... |
||||
| 201 | Zerrbild der Wirklichkeit | |||
|
Vorschautext: Sich gemeinsam erinnern, verbindet oder trennt: Für den Einen leuchten die Sterne am Himmel, der Andere in Löcher des Vergessens fällt. Verlust, Verrat, Liebe - gefestigt wird, was war; neu aufgelegt, Gefühle - Erinnerung wird wahr. (Sie Jedem ist und bleibt ... |
||||
| 200 | Herbstmilch und Honig | |||
|
Vorschautext: Novembersonne Herbstmilch und Honig, Sommer in grauen Tagen |
||||
| 199 | die braunen Blätter der Vergangenheit | |||
|
Vorschautext: die braunen Blätter der Vergangenheit gezündet im Rauch der Zeit zieh'n schwelend noch durch hirnverbrannte Köpfe nie gab's und gibt's ein Ende machthungrig gefüllter brauner Kröpfe |
||||
| 198 | Herbst im Zeitgeist | |||
|
Vorschautext: Als würde der Herbst sich fügen dem Zeitgeist - nichts ist, wie es mal war. |
||||
| 197 | die letzte Unschuld | |||
|
Vorschautext: entehrt durch des Krieges Plage wird Rache feigste Form der Niederlage ohne Moral und Stärke, Mut zeigt sich an Wehrlosen der Rache Brut alles, was man begehrte im letzten Kampf wird zu verbrannter Erde ... |
||||
| 196 | innere Nähe | |||
|
Vorschautext: innere Nähe versteht, dass man nicht alles verstehen muss jeder Baum schützt den andern und deine Katze tröstet dich |
||||
| 195 | ich bin die Andere | |||
|
Vorschautext: ich bin die Andere und doch noch die die ich schon immer war was alles in mir ist sich nur verwandelte und es bleibt das was wahr |
||||
| 194 | Vollmondsehnsucht | |||
|
Vorschautext: hell kreist das Vollmondlicht um die Trümmer des Lebens still wird im Vorhof des Mondes Hass und Schuld zerrissener Seelen ins Schweigen leuchtet die Sehnsucht nach Liebe, die uns allen bleibt |
||||
| 193 | und weiße Leere rieselt sacht | |||
|
Vorschautext: in Unschuld flüchtet sich das Jahr friert ein die Wunden menschgemacht und weiße Leere rieselt sacht als gäbe es nicht die Gefahr von Krieg und Tod in eis'ger Nacht der uns den Frieden nicht gebracht vor Blut die Söhne nicht bewahrt und kein Gestirn am Himmel wacht auch nicht in stiller heil'ger Nacht ... |
||||
| 192 | noch liegt der Himmel nicht in Scherben | |||
|
Vorschautext: noch liegt der Himmel nicht in Scherben es sickert Morgenrot durch seine Risse nichts lässt sich dauerhaft verbergen schon flutet Ahnung aus der Drohkulisse Schattendunkles aus dem warmen Rot und Hoffnung wird im Flehen zum Gebet für müde Seelen, die in bittrer Not um Zeichen bitten, die noch nicht zu spät sich fest ins Blut der Herzen winden sich ranken um verdorrte Zuversicht ... |
||||
| 191 | in flüchtige Stunden | |||
|
Vorschautext: gelacht, geweint, erzählt in flüchtige Stunden die Wände kurz belebt mit Schatten von Wunden im Kerzenschein bewegt mich lichtscheu verbunden und Freiräume beseelt und neu mich erfunden |
||||
| 190 | Sie wohnen Tür an Tür mit mir | |||
|
Vorschautext: Ich lerne neu mich wieder kennen - sie wohnen Tür an Tür mit mir, weil ihre Häuser brennen, brennen! Der Krieg tobt weiter - sie sind hier. Wir sprechen nicht dieselbe Sprache - doch kennen wir Verlust und Tod und das Gefühl, dass keiner wache über ein Leben, das in Not. Trotz Kriegsgebiet in unsren Herzen befrieden wir Schmerz und Verlust - ... |
||||