Profil von Marcel Strömer

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Registriert seit dem: 30.10.2014
Geburtsdatum: * 02.07.1969 (57 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.824
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Gedichte gelesen: 1.427.140 mal
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Titel
1744 Zweite Heimat
Vorschautext:
wie treu, geliebtes Heimatland, ich suchte dich
verlor und fand, gebaut auf Liebesmüh
wir ließen uns, ich ließ dich, mein Herz im Stich
ich liebte dich, du mich, ging leider viel zu früh
schriebst mir bewährte Gründe auf Seele Stirn
nachts schlug mir fremder Blitz am Himmel dort
traf mich Angst, erschuf mir neue Welt im Gehirn
du gabst mir damals Rat und kluges Wort
mit Kinderaugen durchschritt ich deine Mitte
spürte deine Räume groß in mir zu blühn
verbinde die ersten, jetzt die letzten Schritte
die sich um eine zweite, leise Zeit bemühn
...
1743 Die Macht des Wortes
Vorschautext:
im Kampfe glühten oft mächtige Schwerter
stolze Triebe ungebändigter Wut
welch liebendes Herz träfe nicht noch härter
durchschlagende Lüste durstig zum Blut

wie gern hätte Brust das jubelnde Stechen
was da Liebe leidenschaftlich versprach
könne eiserne Klinge niemals brechen
als mein Herz am tödlichen Wort zerbrach



...
1742 Der Schreiberling
Vorschautext:
Du Augenpaar dem Lichte,
das sich den treuen Worten nährt,
im Blick zurück zur Dichte
das dein geschriebenes Gewicht erfährt.
Du ziehst die gleichen Kreise,
erweckst den Mut vom alten Staub befreit,
den Schatz auf neue Weise,
hebst du die Geschichte deiner Zeit.



© Marcel Strömer
...
1741 Wildrosen
Vorschautext:
wenn wir uns im Kreise drehen
kurze Beine schwindeln sehen
lange Nasen Zungen rollen
Wahres nicht mehr wissen wollen
muss die Hoffnung lange warten
blühend winkt im Lügengarten
wilde Disteln überwachsen
unverblümt Fußwegeachsen
mit Hilfe des Gärtners Harke
befreien wir das wirklich Starke
in dem wir Gut von Böse trennen
Wildrosen beim Namen nennen
...
1740 Sprüche - Mein Schmerz
Vorschautext:
Mein Schmerz, der mich schier verbrennt, mich wie in ein schwarzes Loch versenkt, das dunkle Nichts, manchmal weiss ichs nicht - bin nicht ich!


© Marcel Strömer
[Magdeburg, den 07.03.2019]
1739 Spiel
Vorschautext:
In meinem tiefen stillen Innern lacht
regt eine kindlich Stelle dort
ihr Spiel verlässt mich nie

träumt unterm Sternenhimmel, Glück erwacht
erklingt als Lied zum reifen Wort
spielt Lieblingsmelodie




© Marcel Strömer
...
1738 Kurzes Glück
Vorschautext:
Mit besonders wachen Augen
liebtest du komprimiert
mein feines Lied,
das ich damals aus Liebe weinte
und für dich schrieb.

Das traf zuerst auf taube Ohren,
doch dann schlug dir plötzlich
mein Puls als Beat,
von Herz zum Takt gereimt,
der einen Moment uns blieb.

...
1737 Der Blick in die Zukunft
Vorschautext:
Zwei Silben trennen uns
zwischen ihnen und mir eine Ewigkeit
Wir tauschen Lippengepresstes
anstatt mit Fäusten zu sprechen

Über uns nebelt wissender Flüsterregen
doch wir bemerken ihn nicht
Blutleer und betrübt der rote Faden
der mir entglitt, seine Enden hängen mir am Fuß

Unverwandt starren wir uns an
Auge in Auge, treiben so Furcht auf die Spitze
...
1736 die alten Geister
Vorschautext:
in leisem Flüstern
steht der Wald
erwachen ihm
die alten Geister bald
besingen sacht
ihr Klagelied
bei Mitternacht
sie tanzen sieht

so legen Spuren
sich in Wind
erinnern was
...
1735 Glück im Herzen
Vorschautext:
so wie helles Sternenlicht
selig über Himmel weben
strahlt uns Hoffnungsschimmer nicht
wenn wir nie der Liebe streben
dieses Leuchten gibt viel mehr
kein Lebensmut besser könnte
treiben lichterlos und leer
dessen Herz nicht Glück vergönnte
wenn Glück im Herzen läge
zuwider kluger Weltensicht
nie einsam seiner Wege
nur heller wär das Himmelslicht
...
1734 Die „Gefallene“
Vorschautext:
Wind stieß die „12“ vom Kirchendach
und „5 vor“ war sie noch am hängen,
ihr Herz hielt stand mit Ach und Krach,
dem dumpfen Glockenschlag, den Strengen

Das Leben hing an dieser Uhr,
sie thronte über alle Zahlen,
als ihr das Zifferblatt in Rücken fuhr
verlor sie über Nacht ihr Strahlen

Die 11 Erbosten aber standen still,
es traf sie hart zur vollen Stunde
...
1733 Sonnwendfeuer
Vorschautext:
Unsre Feuer werden brennen
bis zur tiefen Mitternacht
lässt die Flamme das erkennen
was bei Tageslicht entfacht

Einst wir sehnten uns nach Frieden
dieser Wunsch zum Kämpfen trieb
unser Volk war nicht zufrieden
was zum Leben übrig blieb

Also suchten wir mit Eifer
mutig stolz das Vaterland
...
1732 Der Schlaf
Vorschautext:
Der Tag zählt in Stunden
die Nacht liebt die Ruh
Wer einen Schatz gefunden
schließt seine Augen
glückseliger zu



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 18.11.2015)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1731 Frohe Weihnachten
Vorschautext:
Es kitscht und quillt in meinen Ohren
verkleistert und verklebt mir Poren
es reibt mir leidvoll Lebensgeister
der Mensch ist doch im Lügen Meister
und Flüstertüten singen eilig
uns Gottes Silberblick ist heilig
Blicksilber glänzt in Kaufhaustaschen
genervte Schuld in Euro waschen
wie Glanz und Kerzen uns beglücken
romantisch dieser Flucht entrücken
gleich Wörter himmelslieb verrauschen
des Herzens Nebelwatte bauschen
...
1730 Die neuen Muster
Vorschautext:
Der Wahlschatten webt Stimmen ins Land
kreuzt über Treppen und Hinterhöfe
der über altes Beton wächst und erwacht
Ausgeruhte Bäume schlagen aus mitten im März
die alte Eiche stemmt sich trotz wunder Rinde
am Nacken geriebenes Braun

In der Luft funkelnde List und Schadenfreude
Hinter vorgehaltener Hand der Schwur
„Kameraden, wir sind wie Tag und Nacht“
Eingeschlossen unter ihren Zungen liegt das Salz
der Schweiß der aus den dunklen Wolken fiel
...
1729 Haiku > Senryu > Schönster Tag
Vorschautext:
Ja-Wort verweigernd,
Rückseite der Verpackung
heimlich gelesen!



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 11.11.2015)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!
1728 Im Mondenschein
Vorschautext:
Es scheint, als blicke der Mond in jene Seelen,
die fernab weltlichen Vergehens, sich im Sinken wähnen,
deren Spiegelbild vom selben Stern erzählen,
die mutig ihrer Dunkelheit, die sich zum Lichte sehnen.

Scheint, als könnte nur ein göttliches Verstehen
verloren geglaubtes Wunder in Rettung wiederfinden,
wie Planeten, die sich um die Sonne drehen,
unsichtbare Kräfte, doch niemand kann die Liebe binden.

Wie eine Mutter bedingungslos zum Kinde -
wird zurückgeliebt, doch zieht`s Kind fortan die eigenen Kreise,
...
1727 Computerliebe
Vorschautext:
Es ist nicht einfach eine Maschine
nicht einfach Wechselstrom im Herz das schlägt
das Gehäuse verlötet an Platine
Mensch aus Kunststoff, Werk das gern Sensoren trägt
Softwarehirn vermittelt dem Getriebe
programmiert auf Leben, kann Modul verstehn
setzt Motor auf „Go Computerliebe“
mailt Mensch aus Fleisch und Blut - "Aufwiedersehn"



© Marcel Strömer
...
1726 Tongeboren & Elektrisch
Vorschautext:
Wir tanzen auf der Klinge
Vertreiben Widerstand und Wort
Sprich, Plattenadel in die Rille
Klang, erhebe dich von dort

Schon wieder sind wir Sterne
Verstrahlt, im Neonlicht geborn
Wir träumen - Aus der Ferne
Rauscht Eden uns ins Techno-Ohr



...
1725 Freiheitsgedanke
Vorschautext:
Es blüht der Mensch auf, der mit festem Blick
der dem Geist vertraut, aus der die große Freiheit spricht
schnell spürt sein Herz, den grünen Trieb zum Glück
der die Grenze zwischen Sonnenlicht und Nacht zerbricht



© Marcel Strömer
(Magdeburg, den 18.11.2015)

Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden!