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| 763 | Geburtstagsgedicht | einfach war es nicht | |||
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Vorschautext: Jede unsre Zeit vergeht dass Wachstum kommt dein Leben aber steht vom Glück gesonnt immer wuchs so Tag für Tag im Schlaf erträumt keinem Schicksalsschlag den Platz geräumt hast mit deinem Sonnenlicht das Leid verjagt ... |
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| 762 | Wenn ich gehe | |||
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Vorschautext: Ich will in deinen Armen sterben, mein sinkend Blick dir in die Seele weben, wie Blätter die am Baum verfärben, die letzte Kraft aus ihrem Leben geben. Ich will ein waches Auge schenken, täuscht doch der Schlaf seit Ewigkeiten, so soll es dich zum Leben lenken, dir Herz und Abschied keinen Schmerz bereiten. Du bist noch hier und sollst dich wenden zur Liebe, zur Freude, die sich vereinen, ... |
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| 761 | Glaubenskrieg | |||
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Vorschautext: Die Letzten werden die Ersten sein. Im Sturmlauf der Gewehre, der steigenden Anzahl der geschleuderten Gebete verwandelt sich der verklagte Nachthimmel zur Kraterlandschaft einer erwachten Wüstenschlucht, so führt Glaubenseifer das geschundene Herzblut noch leichter direkt ins ausgetretene Mienenfeld der Bittersee. Qualvoll hausen die graumelierten Götter am oberen Ende der wendigen Jakobsstufen, stöhnend und ächzend, springen sie trotz Triumphgeheul, das die Mondpriesterin erhebt, auf eigene Entscheidung in die verwegene Todeswelle, in die Sturzflut, ins Unheil der reißenden Feuersee. Zu groß die Tempel, zu schwer das Tragende, die Liebeslast fest ans Gängelband gefesselt, werfen sie die vertrockneten Abendsterne achtlos auf den kilometerhohen Aschenhaufen der besiegten Seelenfänger. Nun aber ziehen Heilige, die einstigen Hoffnungsträger, blass-schimmernd, wie Millionen untergehende Sonnen mit brüchigem Augenlicht, durch und durch verwirrt, getäuscht dem Traum aus Verrat und dunkler Vorahnung, am bitteren Segen- und Heilsversprechen gedemütigt, irregeführt und geschunden durch irdische Zwänge und Verhaftungen, jetzt kreisen sie um das einsam-verlassene Wolkenfeld der gepriesenen Sehnsüchte auf den versprochenen Garten Eden. Sie kriechen lautlos, aber fordernd wie hungrige Würmer statt Wölfe, vorbei am Schlagen und Klopfen der himmlischen Mutterbrust, die endgültig verweigernd verkündet und schwört, dass sie sich niemals wieder mehr die Muttermilch aus ihrer Brust und Lenden saugen ließe. Das Ziel vor Augen ausgestanzt – die Unglücksseligen fallen ins Uferlose, wie tanzende Motten ins quellende Licht, ihre gepriesenen Namen und die Namen ihrer heiligen Städte stürzen mit. Sie atmen nie wieder, auch nicht wenn wieder die Nacht beginnt, die am Morgen gewöhnlich mit Hoffnungsschrei und unter Jubel Lebendiges gebiert. © Marcel Strömer (Magdeburg, den 03.09.2016) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden |
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| 760 | Feindberührung | |||
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Vorschautext: Die Tragik des Lebens, nichts zurücknehmen zu können, begangene Fehler nicht besser entschuldigt oder besser verziehen, nichts unternommen zu haben der Wiederherstellung des Glücks. Aus den kühnen Gedanken entsteht auch Betrübliches, das zuvor der Wagnis und dem Gewinn ausgesetzt wurde, unterläuft der Zensur. Wie sie die Städte belagern, die Landsmänner verlassen Haus und Hof, sie ziehen in die Städte, mit ihnen kommt Hunger, Pest und Hohn. Da thront sie, die „Hochkultur der Elite“, wie „Ritter vom Geiste“, betört von der Kunst der Verstellung und das zur Schaustellen einer vagen, prinzipiellen Würde, angezogen von Neugier und dem Ergebnis des Annäherns an Feind und Frieden, das Erreichen eines gesteckten Zieles, in vorgegebener Wunschvorstellung. ... |
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| 759 | Ein Stück Paradies | |||
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Vorschautext: Ich habe die Bilder abgehängt das Kapitel beendet das Buch zugeschlagen versuche nun zu vergessen Etwas was sehr schön war was mich berührt hat wieder unberührbar zu machen Ich wundere mich wie sich Geschichte verändert unverhofft und fast zufällig ... |
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| 758 | Böser Wolf | |||
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Vorschautext: Wau Wau mit wedelndem Schwanz und geknickten Pfoten Wackelpo und Ausfallschritt mit gefärbten Neon-Strähnchen im Haar Fan einer Hüpfburg für tanzende Wölfe Besitzer einer verstellbaren Führerleine und eines chicen Auto-Sicherheitsgeschirrs einer Dressurhalsung Marke Freestyle stolzer Träger einer flotten Thermosteppjacke immer dabei hast du zwei schwarze Packtaschen darin enthalten eine Schallzahnbürste ... |
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| 757 | Musik | |||
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Vorschautext: Musik – herzsprunggeführter Ton, der Freude ein Ohr, Aufregung begreift Sinn in tanzerlöster Vollendung; © Marcel Strömer (Magdeburg, den 04.11.2016 Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 756 | Unkultur | |||
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Vorschautext: Er nannte es „Rettung der Sonneninseln“. Mit wenigen aber einpeitschenden Worten, ihrer euphorisierenden Wirkung, erinnerte er mich an den Triumpf des Verlierens. Auf seinem Bierdeckel standen die vielen Todesurteile. © Marcel Strömer (Magdeburg, den 04.01.2017) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 755 | Haiku > Senryu | Düstere Zukunft | |||
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Vorschautext: Wie dunkle Seite des Mondes - erdabgewandt, lebt Lichtmensch zerstreut © Marcel Strömer (Magdeburg, den 11.09.2015) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung, sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 754 | Guten Morgen-Gedicht | |||
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Vorschautext: Ich habe die Nacht durchgemacht Ich habe im Leben viel durchgemacht Nun warte ich auf die Sonne Nun warte ich auf Dich Du gehst mit mir den neuen Weg Du gehst mir nicht aus dem Sinn © Marcel Strömer (Magdeburg, 26.03.2014) ... |
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| 753 | Mein Sonnenlicht | |||
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Vorschautext: Bei Gott bin ich geborgen Kind und friedlich still vertrau ich auf ein Morgen horch- was er mir sagen will Bekehre mich zum Frieden zur Liebe in die Welt hab mich dafür entschieden die er zusammenhält Im Danken da liegt Segen der Seele tiefer Sinn ... |
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| 752 | Das Meer | |||
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Vorschautext: Wo das Meer seine Reiter schickt Welle um Welle ringt es Atem ab Schiebt Wassermassen aus tiefstem Grund mich wuchtiger Kraft schießt auf feste Bank Wilder Schaum voll Wut entbrannt ringt ab und jagt die Angst ... |
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| 751 | Papier lebt weiter | |||
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Vorschautext: Verzweiflung lässt schreiben ablenken vom Schmerz von Schwäche vom Zerbrechen lässt aufschieben einige Momente länger leben noch etwas Luft nochmals Mensch sein Flucht in Buchstaben ... |
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| 750 | Versetzte Lebenslage | |||
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Vorschautext: Oh du Vergänglichkeit Wie hast du mich erschreckt Noch eben träumte ich Nun hab ich mich versteckt Versteckt erstarrt und atemlos So dränge ich mich weg Entkommen kann ich nicht Du hast mich schon entdeckt Du ziehst an meinen Haaren Und schnürst an meinem Hals ... |
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| 749 | Spruch | Antworten | |||
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Vorschautext: >> Manchmal darf man nicht die Leute fragen – tausend Antworten und alle falsch << © Marcel Strömer (Magdeburg, 11.05.2005) Alle Rechte vorbehalten, besonders das Recht auf Vervielfältigung und Verbreitung,sowie Übersetzung. Kein Teil des Textes darf ohne schriftliche Genehmigung des Autors reproduziert oder verarbeitet werden! |
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| 748 | Kein Ziel | |||
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Vorschautext: Diese Welt ist voller Lüge Und Kälte Und sie ist stumm Und schweigt als Zeuge Niemand gibt mehr Als er nimmt Und darum ist es still Um die geworden Die Hungern Nach Liebe, Nahrung und Gerechtigkeit. Die Kälte regt sich eisig ... |
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| 747 | Perlen der Nacht | |||
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Vorschautext: Träume - Perlen der Nacht wandern zum geheimen Ort, fließender Farbenpracht. Welt der feinen Sinne leuchten hoffnungsschimmernd Firmamente ab Symbole treffen Mystik, Reflexionen der Gedanken altgedienter Tage, knüpfen Muster ... |
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| 746 | Die große Liebe | |||
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Vorschautext: küsst schöne Lippen glaubt an den Himmel wacht über Engel schenkt allem Leben liebt nur mit Herz ... |
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| 745 | einst waren wir alle Brüder | |||
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Vorschautext: sie werden uns wie hungriges Wild vertreiben wir wollen aber hier in der Heimat bleiben müssen wir in finsterer Dunkelheit fliehen und unter den schweren Regenwolken ziehen da hilft auch kein Jammer, keine Klage, kein Schrei denn Schatten des Himmels fliegen schneller herbei die Erde zu Füssen, sind Felder der Ahnen durch Reihen zogen Fuhrwerke ihre Bahnen so sprossen Gerste, Roggen und Weizenkleie stürzten Vögel vom Himmel, durchs Wolkenfreie lebten Generationen unter einem Dach ... |
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| 744 | Klimawandel | |||
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Vorschautext: der Meeresspiegel steigt und mit ihm die Wut auf eine unwirkliche Welt während Menschenherz gefriert schmelzen die Gletscher entschwinden mächtiger Gebirgszüge Technologie erzeugt trockenes Land Tiere verlieren Lebensraum Leid trifft wieder einmal die Ärmsten der Armen ... |
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