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| Titel | Autor | |||
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| Gute Aussichten | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Ich habe das Schlimmste immer mitgedacht. Es sollte mich nicht unvorbereitet treffen. Für jede Freude hielt ich einen Einwand bereit. Wenn jemand blieb, übte ich Abschied. ... |
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| Etikette | Ewald Patz | |||
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Vorschautext: Die feine Etikette schreibt vor, was sich gehört, jedoch auf diese Regeln legt Paul gar keinen Wert. Gesäßöffnung als Hauptwort Der Name ist Paul fremd, weil er den Ausdruck:Arschloch! alleine dafür kennt. Paul ist und bleibt ein Flegel- er ist halt , wie er ist ... |
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| Ich liebe den Herbst | Käti Micka | |||
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Vorschautext: ***** Ich liebe den Herbst Regnerisch schleicht sich der Sommer aus dem Garten Was will er uns damit verraten Seine Zeit ist abgelaufen Er braucht nun Ruhe zum Verschnaufen Der Herbst hat freie Bahn Sicher hat er schon einen Plan ... |
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| Autobiografie | Moira Ashly | |||
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Vorschautext: Früher noch, in jungen Jahren, sah man mich mit langen Haaren. Schlank und rank mit Elan und Biss. Kurz und gut: ’ne ECHTE Miss. Alles schien so leicht und frei. Doch die Zeit, sie eilt vorbei. Heute, weil die Zähne wackeln, sieht man mich zum Doktor dackeln. Die Figur hat auch gelitten, und es wird nicht mehr geschritten. Nein, ich geh jetzt mit Gefühl, ... |
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| Im Lebensschatten | Birgit Klingebeil | |||
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Vorschautext: Ein stilles Schweigen zieht ins Land, zerbrechlich wird das lose Band. Die Furcht greift leise nach dem Sinn: Wo will ich sein? Wo bin ich hin? Ist denn mein Name längst verweht, weil man plötzlich ganz alleine steht? Die Freunde schweigen, fern und still, als ob man nicht mehr kommen will. Ich steh' am Rand und schau' nur zu, kein ladend Wort bringt Herzensruh'. ... |
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| Zögerndes Glück | Birgit Klingebeil | |||
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Vorschautext: "Verzeih!", sagt er, und "Ich liebe dich." Das hat sie ersehnt - stets inniglich. Auch geträumt davon so manches Jahr, und gehofft darauf, der Traum wird wahr. Mit warmen Blicken schaut er sie an, zieht sie wieder wie einst in den Bann. Doch kann es wirklich so einfach gehen, sich einander noch mal zu verstehen? Dem Glück erneut die Hände reichen? Vergangenes aus dem Herzen streichen? ... |
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| Lied vom postmortalen Dichter | Reinhold Welter | |||
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Vorschautext: Letztlich hat alles keinen Sinn. ...Keine Erkenntnis, kein Gewinn... Mit den Worten fängt es an. Nieder mit dem Größenwahn. Schreibt sie lieber alle klein odernahtlosineinander, ohne Punkt und ohne Komma. Jegliche vorgegebene Form ist das Reiten auf einer Norm. Und wer das nun alles glaubt, hat sich schon von vornherein jede Art von Komposition ... |
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| GEBET EINES ERWACHSENEN | Gritt Scheida | |||
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Vorschautext: Laß mich nicht zu hart sein, sonst verletze ich. Laß mich nicht zu weich sein , sonst werde ich zerschmettert. Laß mich nicht zu scharf sein, sonst verursache ich Wunden. Laß mich Menschen lieben auch dann, wenn sie es am wenigsten verdienen,sie brauchen es. Laß mich nicht erschrecken, wenn ich erkenne wie ich bin. |
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| Wohlbemützt | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Wohlbemützt Wohlbemützt und sinnesleicht Tritt der Rentner in den Laden, Wo er nicht zur Seite weicht Jener Frau, die eingeladen. „Was möchtest Du denn mit mir essen, Ein Croissant? Die Butterbreze?“ Er, abwesend, am Handy gewesen, Gefangen von Bildern im Netze. ... |
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| Schreib' nicht so viel! | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Schreib‘ nicht so viel! Schreib‘ nicht so viel! Nicht ein jeder wird Dich beachten, Selbst wenn es Dein hehres Ziel, Nach Niveauerhöhung zu trachten. Das ist zwar Deinem Drang geschuldet, Vielleicht eines Dichters Naturell, Weil Plattes, Plumpes er nicht duldet, Denn sein Geist ist klar und hell. ... |
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| Duft der Liebe | Meteor | |||
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Vorschautext: Was wären wir nur ohne die Liebe? Wir waren es schon bevor sie uns fand. Und sind es wieder, wenn die Triebe abgekühlt, weil Anziehung verschwand. Das unsichtbare Band, das uns umgibt, ein Duft, der ohne Worte sagt, wer liebt. Kein Parfüm der Welt reicht da heran, weil nur die eine Nähe berauschen kann. Es ist dein Pheromon, das mich berührt, das meine Sinne tief im Herzen führt. ... |
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| Liebes-Erklärung | Thomas | |||
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Vorschautext: Wie erkläre ich die Liebe, die so unbeschreiblich mutet, die beseelt - auch schmerzt wie Hiebe, die das Herz mit Sehnsucht flutet? Die dich fliegen lässt wie Herbstlaub, tanzend, wirbelnd im warmen Wind, die dich umspielt wie Feenstaub, die dich verzaubert - taub und blind. Wie soll ich bloẞ Worte finden, die die Liebe recht umschreiben? ... |
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| Sinnlos im Echo | Meteor | |||
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Vorschautext: Ein stummer Raum, ein leeres Wort, verlorene Gedanken ziehen fort ... Die alten Wünsche sind verglüht, der Augenblick wirkt stets bemüht... gelebt, geliebt, gelogen ... sich fürs Ideal verbogen, sich oftmals weg gewünscht, durchgebissen, weggebingt ... Die Suche nach dem Sinn zieht sich unendlich hin ... ... |
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| Süße Träume | Frank Dörfl | |||
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Vorschautext: Daraus sind süße Träume gemacht Wer bin ich um nicht zuzustimmen? Ich habe die Welt und die sieben Weltmeere bereist Jeder sucht etwas Einige von ihnen wollen dich benutzen Einige von ihnen möchten von Ihnen verwendet werden Einige von ihnen wollen dich missbrauchen Einige von ihnen wollen missbraucht werden Daraus sind süße Träume gemacht Wer bin ich um nicht zuzustimmen? ... |
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| Zeit und Raum | Frank Dörfl | |||
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Vorschautext: Ich bin schwul, ich bin jüdisch und ein Kommunist dazu Ich bin schwarz und behindert, doch genauso Mensch wie du Ich bin hochintelligent, und doch so doof wie Sauerkraut Ich bin schön, ich bin hässlich, ich bin fett und gut gebaut Es gibt nichts (nichts) Nichts was dich besser macht als mich Denn auch du hast deine Fehler, deine Fehler so wie ich Und die Fehler sind nix falsches, sie gehören zu dir und mir Und wenn du 's nicht auf die Reihe kriegst, kann niemand was dafür Du bist einer von Milliarden und das musst du akzeptieren Du bist einer von Milliarden Ärschen auf der Welt Deine Werte, deine Normen, die Moral und das Gesetz ... |
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| Herbstland | Ingeborg Henrichs | |||
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Vorschautext: Kahle Baumwächter flüstern im weiten Herbstland vom Wandel der Zeit |
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| Blick in den Kleiderschrank | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Wenn ich in den Schrank schaue, wird mir immer angst und bange. Unter all´ den guten Stücken, biegt sich die Kleiderstange. Was mache ich mit den Sachen, den unglaublichen Mengen, die nun schon Jahrzehnte, im Kleiderschrank rumhängen? Was früher noch modern war, ist heute nicht mehr der Hit. ... |
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| Noch’n Gedicht | Moira Ashly | |||
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Vorschautext: Man hat’s nicht leicht auf dieser Welt. Kann man sich doch für teures Geld fast einen jeden Wunsch erfüllen: In Samt und Seide sich verhüllen, behängen gar mit edlen Steinen. Doch es bringt mich fast zum Weinen, wenn ich mein Schränckchen so betracht, was für mein Schuhwerk ist gemacht. Da stehen neben den Geräten, in denen ich mir brech die Gräten, nur noch die staubigen Patinen, ... |
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| Endlosschleifen | Farbensucher | |||
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Vorschautext: wo fangen sie an wo berühren sie wo geht es weiter bevor sie dich ketten? |
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| Verlässlich | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Beim ersten Wort weiß dein Gegenüber schon Bescheid. Der Satz wird dir aus dem Mund genommen, sorgfältig beendet. Du nickst. So viele Jahre haben diese Antwort ... |
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