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| Im Stadtpark | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Zwei Damen sitzen auf einer Bank, die eine mollig, die andere schlank, und ruhen sich ein wenig aus. Mit Gejohle und Geschrei, ziehen zwei Jugendliche vorbei und holen `ne Zigarette raus. Während man zu ihnen rüber schaut, ziehen beide, ganz vertraut, an einem klitzekleinen Stängel. Die Ältere sagt, „die müssen sparen und teilen sich die Tabakwaren.“ Die andere mutmaßt: „Die rauchen Gras ... |
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| Wohnungsnot | Gudrun Nagel-Wiemer | |||
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Vorschautext: Das ist wirklich schon ein Jammer, sie wohnt in einer kleiner Kammer, weil sie in dieser großen Stadt, nichts bezahlbares gefunden hat. Müde steht sie an der Bahn, möchte gleich zur Uni fahr´n, da spricht sie ein junger Mann, plötzlich von der Seite an. "Ich habe dich schon oft gesehen, du musst hier zur Uni zu gehen, ... |
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| Fiasko im Bett | Robert Späth | |||
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Vorschautext: Ich lieg im Bett und schaue stur, auf meine Fitness-Armband-Uhr. Die Uhr sagt: „Lauf! Beweg dich, nun!“ Mein Körper aber bleibt dagegen immun.. Die linke Socke liegt im Eck, deren Motivation ist völlig weg. Ich müsste putzen, bügeln, saugen, doch halte ich geschlossen meine Augen. „Du musst noch Steuern machen!“ Das ist echt nicht zum lachen. ... |
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| Zwei Seelen, ein Schicksal im Alter | Lisa Nicolis | |||
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Vorschautext: Zwei Seelen, ein Schicksal Der Wind hat nur leicht noch im Ahorn geblättert und trägt dann das Rauschen zum Fenster herein. Im Hof, ganz allein, sitzt du still auf der Bank, wie von allen vergessen. Der Weißdorn in diesem Jahr ist verblüht, die Blüten schwirr'n wirr durch die Luft, setzen müde sich dir nun ins eisgraue Haar. Im Hof ringsherum -Fliederduft. Früher, als alles noch anders war, hatten wir zwei kein gleiches Geschick. Jetzt sitzt, immerzu ohne Sang und Klang, im Zimmer bei mir, das Elend bereit, wie bei dir auf der hellblauen Bank. Und ein Pfingstfest ist überall heut. Doch ich träume dahin, wie ein bockiges Kind, von dem Leben, das einst mich voll Stimmen erftreut' , während dir heut der Wind dein Erinnern, ganz lind, in die Streublumenwiese streut. Lisa Nicolis |
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| Blumen aus Lärm | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Zuerst ist da nur das Warten, eine Stille mit angehaltenem Puls. Dann schießt Licht hoch in Stößen. Kurze Architekturen aus Hitze schneller als ein Gedanke. Blumen aus Lärm, ... |
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| Der verlorene Vogel | Max Vödisch | |||
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Vorschautext: Ein Vogel aus Glas erhebt sich in grenzenlosem Nass. Er sucht ein Nest aus Licht und Ruh, doch jeder Zweig zerfällt im Nu. Ein Kompass ohne Norden verirrt sich in verlornen Worten. Er kreist um einen bleichen Traum und löst sich auf im leeren Raum. Ein Garten ohne Tor verspricht dir Frieden – ... |
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| Himmlischer Beistand | Ingrid Baumgart-Fütterer | |||
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Vorschautext: Du bist ein Engel, der mir beisteht während mein Leben langsam vergeht, der meine Ängste kennt, sie versteht, innere Wahrheiten nicht verdreht, der in Freud und Leid stets zu mir steht im Herzen anlegt ein Blumenbett, wo die Rose der Liebe aufgeht. Die Liebe zwischen uns nie vergeht, seit Anbeginn des Lebens besteht. |
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| Der Anwalt. | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: Der Anwalt ist ein Spiegel der Rechtwißenschaft. |
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| WUNDER SIND WAHRE WIRKLICHKEIT | Gritt Scheida | |||
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Vorschautext: Wir haben gelernt dem Verstand zu vertrauen weil er laut . Lausche dem Geist in dir, der uns geschenkt. |
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| Beikraut | Meteor | |||
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Vorschautext: Unkraut zurecht Beikraut, weil es nur bei sich schaut, sieht sich nicht verkehrt, sich ihr Dasein so erklärt: Hier bin ich also wachs' ich! Befolge, was mir mitgegeben. Moral und Ethik kenn ich nicht, mein Auftrag heißt zu leben... |
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| Das Einwegglas | Max Vödisch | |||
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Vorschautext: Bist du im Regal ein stiller Gast, ein Etikett, das niemand liest, ein Farbton, der nicht in Ordnung passt, obwohl du leuchtest, wenn man’s sieht. Nein – du bist ein Einwegglas, so klar, so fein, so leicht zu brechen, gefüllt mit Hoffnung, schwer von Maß, geleert von Händen, die nicht sprechen. Und achtlos wirft man dich hinaus, wenn man den Durst an dir gestillt; ... |
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| Es grünt so grün ... | Meteor | |||
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Vorschautext: Wer ein Detail entdeckt, was dem Kritiker ein Defekt, für einen selbst ist's perfekt, sieht Einzigartigkeit versteckt. Der Plan aller Naturkreation lässt die Ergebnisse offen, zielt auf stetige Neudekoration, will auf bunte Vielfalt hoffen. So mutiert und rekombiniert alles angepasst ans Umfeld, ... |
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| Wenige Worte genügen | Doris Grevesmühl | |||
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Vorschautext: Dem Mecklenburger wird nachgesagt, dass er mit Worten spart. Viele Worte braucht er auch nicht, denn wenn er spricht, kann er mit wenigen Worten sagen, wofür andere brauchen Tiraden. |
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| Die Menschen. | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: Einem ,daß zu Bõse sein das Gewißen stört,anderem das Fehlen von Reißzahnen. Одному ,чтобы быть злым мешает совесть,другому отсутствие клыков. |
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| Hotelgäste verprellt! | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Hotelgäste verprellt! Nachweislich war das Hotel nicht ausgebucht, Dennoch bekamen die Gäste einen Raum, An dem lautstark der Verkehr vorbeibrandete. Lange hatten die Gäste nach Gutem gesucht, Ihre besuchte Stadt war ihr Urlaubstraum, So dass man mit dem Flug gern hier landete. Doch das heiße Zimmer mit dem Straßenverkehr Hätte für sie nicht wirklich sein müssen. Deshalb baten sie auch um einen Zimmertausch. ... |
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| Staffelauf | Isaew Magomed | |||
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Vorschautext: Es gibt nur einen Start ,und keinen Finish. |
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| Die Reiterin | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Die Reiterin Auf staubiger Straße geht der Lauf Des Pferdes, Leder glänzt in frühem Licht, Hebt der Reiterin Blick hoch hinauf, Zeigt ihr ebenes, ein schönes Gesicht. Sie reitet am Lärm der Welt vorbei, Hält locker die Zügel, führt klar, Denn sie ist jung und fühlt sich frei, Im Frühlicht glänzt braunes Haar. ... |
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| Irgendwann | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Irgendwann Irgendwann werden die Blätter knapp, Wie die Blätter im Herbst am Baum. Das bringt den suchenden Dichter auf Trab, Denn ohne Papier lebt er kaum. Also sucht und wühlt er dort gern, Wo ein Haufen alter Schreiben herumliegen. Und schon leuchtet ihm wieder ein Stern: Zum Schreiben kann er jetzt fliegen! ... |
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| Bettschatz | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Bettschatz Manchmal geht die Fantasie Mit Sinnlichkeit durch die Decke, Wird vielleicht sogar zur Manie, Wenn das Unerreichbare uns necke. Dabei liegt das Gute nah, Bettschatz nannte man das früher, Als man noch auf Nähe sah, Man kein Internetbemüher. ... |
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| Der kleinste Nenner | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Der kleinste Nenner Bei den Vielen ist das Wagnis ausgeblieben, Man möchte jetzt gar nichts mehr riskieren. Manche haben sich selbst schon abgeschrieben Und lassen sich von niemandem mehr führen. Enttäuschungen mindern die Bereitschaft Sich aufzumachen und zu öffnen hin zur Welt. Dabei ist es offensichtlich, dass die Lebenskraft Sich immer mehr gegen Null hat eingestellt. ... |
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