Herzlich Willkommen auf der Gedichte-Oase.de

Die Gedichte-Oase ist eine Community für Menschen mit einer Leidenschaft für Gedichte, Poesie und literarischer Kunst. Du liest oder schreibst gern Gedichte? Dann bist Du hier genau richtig.
Bücherstapel Hier findest Du 100.637 Gedichte von 2.616 Autoren und 4.602 Bildgedichte zu verschiedenen Themen und vieles mehr. Unsere Autoren erweitern diese Sammlung täglich mit neuen wundervollen Werken. Die Gedichte-Oase unterstützt und inspiriert Sie dabei mit hilfreichen Funktionen schon von der Formulierung bis hin zur Veröffentlichung Ihrer Gedichte. Auch für eine einfache Kommunikation untereinander ist gesorgt. Und das alles kostenlos!

Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Kreislauf Schornsteinfeger
Vorschautext:
Immer
Wenn es
Droht still zu
Werden beginnt der Krieg
Erneut.
Schatten Schornsteinfeger
Vorschautext:
Ich klopf‘ an..
Gräser am ermatten
Lebe in meiner Schattenwelt
Und Sternschnuppen fallen.

Wie ein Blitz durch Gedanken
Meer am Meer.. und Rosenranken
Heilung.. ich glaube fest daran
Geduldig sein.. dann wann?

Gekettet an eine Seele
Die irgendwie auch in mir schlägt
...
Das Erbe kann warten.. [Teil 11] Marcel Strömer
Vorschautext:
Frau Scherz steht am Fenster und blickt hinaus. Mitte Februar, der Schnee liegt wie ein weißer Teppich über der Landschaft und glitzert im Licht, als wolle er sagen: „So schön kann Kälte sein.“ Tatsächlich pfeift ein eisiger Wind durch die Gassen und trifft ihr Gesicht mit der Diskretion eines schlechten Journalisten. „Fast schlimmer als Lügen“, denkt sie, „ist eine Kälte, die gleichzeitig beleidigt und frieren lässt.“ Schneeschieben? Nein danke. Dafür gibt es den Hausmeister und seine Spezialmaschine mit Rollen, Borsten und Benzin, die den Schnee beiseite räumt, als hätte er das persönlich verschuldet. Sie lehnt sich zurück, Tee in der Hand, und lässt den Blick zur Flimmerkiste wandern.

Dort läuft Olympia in Italien. Die Winterspiele finden gerade zwischen dem sechsten und dem zweiundzwanzigsten Februar in Mailand, Cortina d’Ampezzo und weiteren Orten im Norden des Landes statt. Fast zwei‑tausendneunhundert Sportlerinnen und Sportler aus rund zweiundneunzig Nationen haben sich eingefunden, um in über hundert Wettbewerben Medaillen zu erringen. Skifahren auf steilen Hängen, Snowboarden über schneebedeckte Rampen, Eiskunstlauf mit funkelnden Kostümen und Biathlon, wo man hofft, dass Präzision nicht nur bei Schießen und Zeitmessung zählt, sondern auch beim Spaghetti‑Essen danach.

Frau Scherz nimmt das Ganze mit einer Mischung aus Bewunderung und schelmischem Spott wahr. Es ist ein riesiges Theater, ein globales Fest der menschlichen Leistung, aber auch ein buntes Spektakel aus Kameras, jubelnden Zuschauern und Sprechern, die sich überschlagen, um jeden Schwung, jeden Sprung und jede Sekunde mit Superlativen zu versehen. „Regen aus Gold“, murmelt sie lächelnd, „und drunter stolpert die Seele.“ Sie weiß, wie viel Training, Technik und eiserner Wille hinter jeder Medaille steckt, aber sie beobachtet auch die Schattenseiten: den Druck, der auf Leistung lastet, die vermarktete Emotionalität, die manchmal mehr Inszenierung als Gefühl ist, und die ungeheure Aufmerksamkeit, die aus einem Wettkampf ein globales Event macht.

Zwischendurch schweifen ihre Gedanken ab in die Erinnerung an die Kindheit, an jene leuchtenden Bilder, die hängen bleiben, während die peinlichen oder langweiligen längst im Nebel der Vergessenheit verschwunden sind. „So brauch ich schon keine Alzheimer“, kichert sie in sich hinein, lachend über sich selbst und über das Leben. Vereinsamung ist ein Wort, das sie kennt, nicht als Angst, sondern als Bestandsaufnahme dessen, wie Menschen sich oft in ihre eigenen Gedanken zurückziehen, wenn die Welt zu laut, zu hektisch oder zu missgünstig wirkt. Und auch darüber denkt sie mit einem scharfen Hauch Ironie nach: über den allgegenwärtigen Neid, der wie ein unsichtbarer Schatten mitspielt, stets unterschwellig, nie offen, immer bereit, eine Freude zu trüben.

Sie rückt ihr Geld auf dem Tisch ein wenig zur Seite, als ordne sie die Welt in Gedanken neu. Gewinnen, Verlieren, Einsicht, Humor, alles ist Teil eines größeren Spiels, und Frau Scherz liebt Spiele. Sie atmet tief ein und aus, genießt den Wind, die Stille und den ironischen Kontrast zwischen der scheinbar perfekten Olympia‑Inszenierung und dem chaotischen Alltag, der jeden Einzelnen von uns täglich fordert. Ein Sturz, ein missglückter Sprung, ein unerwarteter Erfolg, das olympische Chaos ist wie das echte Leben, nur glitzernder und mit dramatischerem Soundtrack.

Wenn die Nacht kommt, geht Frau Scherz spät ins Bett. Gerade dann, wenn alles schläft und die Straßen leer sind, wird sie ein bisschen romantisch und ein bisschen melancholisch. Carpe diem, ruft sie sich zu, nutze den Tag! Aber nutze auch die Nacht, fügt sie hinzu, stets bereit, einen spitzen, frechen Kommentar auf die Lippen zu setzen. In der Dunkelheit ist sie eine kleine Denkfabrik, in der sie Gedanken sortiert, reflektiert und manchmal auch verspottet, bevor sie sie wieder loslässt. Ohne diese Stunden, denkt sie, würde das Leben an ihr vorbeiziehen wie ein Film, ohne dass sie die Essenz, den Witz und die bitteren Momente wirklich spürt.

...
Meisterstück Marcel Strömer
Vorschautext:
Wenn du die Bühne betrittst, kleines Mädchen,
mit der roten Schleife im Haar – mit aufspringendem Siegel
wie aus der Werkstatt einer gotischen Sonne,
und den Tanzschuhen, die klingen wie ferne Hufe
auf dem Pflaster einer alten Königsstadt,
da neigt sich selbst der Atem der Menge.

Dein Antlitz, erst Grimasse, keck und kühn,
ist vergleichbar mit dem Spiel eines Hofnarren im Saal des Kaisers,
doch hinter der Maske schwefelt und schwärmt dein Ernst,
so alt wie die Psalmen Davids,
so jung wie der erste Morgen im Paradies.
...
Tagesrückblick Helga
Vorschautext:
Nicht jeder Tag verläuft ganz glatt,
am Abend bin ich oft schon matt,
schau dann zurück auf manche Stunden,
wie sehr ich rang und mich geschunden.

Nun gibt Abendsonne sanft Geleit,
die stille Nacht steht schon bereit,
Erinn`rungen klingen leise nach,
doch morgen wartet neu der Tag.

Zufrieden geh ich nun zur Ruh`,
und klapp das Tagebüchlein zu.
Hymne für Gisèle Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Man hat dir angetan, was Sprache sprengt,
was selbst die Nacht kaum tragen kann.
Man(n) hat kein Mitleid dir geschenkt.
Dein Henker war dein eig’ner Mann.

Sie kamen wie zu einem Fest,
im Schutz der Tür, im Schutz der Nacht.
Und jeder wusste, was er tat,
Und hat dennoch mitgemacht.

Doch du hast dich nicht still ergeben.
Du hast das Schweigen nicht bewahrt.
...
Gedicht von einem, der sich auf den Frühling freut Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Die Temperaturen bewegen sich langsam nach oben,
Blumen strecken ihre Köpfchen aus der Erde heraus.
Der Lenz hat längst seine Ankunft verkündet,
Frühlingsboten verraten's... Sie steh'n vor dem Haus.

Helle Sonnenstrahlen setzen alles fantasievoll in Szene,
Vögel springen fröhlich von Ast zu Ast.
Die Aufblühzeit naht, mit Farben und Düften,
Blumenfreuden, so wie du am liebsten sie hast.

...
Der Nebelbote Meteor
Vorschautext:
Zur tiefsten Nacht geh ich im Wald,
der Tagesregen steigt auf als Nebel.
Der Dunst tränkt die Luft dergestalt,
umschlingendes Dickicht knebelt.

Etwas greift aus dem Nichts heraus,
zieht aus mir meine genarrte Seele.
Meine Hülle schlägt am Boden auf,
kein Laut entrinnt mehr ihrer Kehle.

Etwas gibt mir just zu verstehen,
ich bin nun auf dem Weg ins Jenseits.
...
Wo Minne Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Wo Minne

Wo Minne sich findet,
Weil sie sich bindet,
Gerne sich hingibt,
Wenn ein Mensch liebt,
Um mit sel‘gen Gedanken
Ganz ohne Schranken
Weiß, dass es Dich gibt,
Der man alles vergibt,
Wo Zärtlichkeit beginnt
Und Zuneigung gelingt.
...
Anmutsschönheit Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Anmutsschönheit

Ihr helles Antlitz, jung und fein
Mit Augen, die mir zugewandt,
Sind wie ein wahrer Sonnenschein,
Zwar recht fern, doch Freudenland.

Das Haar umrahmt blond das Gesicht,
Fällt jugendlich zur Schulter ab,
Verstärkt damit den Glanz im Licht
Und bringt mein Herz mächtig auf Trab.

...
Das liebe Geld Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Omas Geld liegt seit Jahren,
zuhause im Wäscheschrank.
Heute bringt sie ihr Erspartes
nun endlich mal zur Bank.

"Ist mein Geld bei ihnen sicher?",
fragt sie den Mann bewegt.
"Ja, dafür verbürge ich mich,
ihr Geld ist hier gut angelegt.

Wenn unsere Bank pleite ist,
springt die Landes-Zentralbank ein.
...
Auf. Schornsteinfeger
Vorschautext:
Sonne
Wonne
Angst
Gewitter

Schäflein in der großen Stadt
Und die Milchstraße glitzert
Sonne
Frieden

Durch den Wald
Über die Straßen
...
Be strong, be proud! Caeli
Vorschautext:
When fall ends and winter begins
Colored leafs fallen down and the darkness wins
The water is frozen and the sun is at low
The cold stars starts twinkling and moving so slow
Don't let it under your skins ...

© Auris cAeli
Plauderstunde Lisa Nicolis
Vorschautext:
***

Komm zu mir auf einen Plausch
und wir flechten wie im Rausch
unsre Worte ineinander,
roten, blauen, bunten Garn,
gold'ne Silben, still und warm.
Komm, wir sitzen beieinander,

weben unser Plappertuch,
hin bis zu 'nem Wörterbuch.
Und wir quasseln dies und das,
...
Karneval und Stille Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Straßen voller Freude singen,
die Herzen sich im Takt verschlingen.
Konfetti fliegt, die Zeit verrinnt,
bis Aschermittwoch leise hinwind´t.

Dann die Stille, das Ende naht,
die Narren ruhen, die Feier tat.
Der Karneval, er zieht sich fort,
doch im Herzen bleibt der bunte Ort.

Die Fastenzeit, sie zieht heran,
der Rausch der Freude ruht dann.
...
Die Friedenstaube Caeli
Vorschautext:
In Reimen ausgedacht
Erhebe sich die Botschaft sacht
In die Lüfte hoch empor
Wie schon tausendmal zuvor

Ein Ästlein klein
Ergrünt und fein
Der Taube Schnabel hebt
Als sie so durch den Frühling schwebt

Gebraucht fürs Nest
Schnell eingeflochten
...
Tierische Verrücktheiten Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Esel dreht Pirouetten auf dem Eis.
Katze zeigt sich schon wieder naseweis.
Kampfhund spielt sich auf als Schutzpolizist.
Reineke Fuchs denkt sich aus eine List.
Krokodil auf der Zahnprothese kaut.
Schwein wälzt sich im Dreck, ist total versaut.
Maden fressen sich durch Äpfel, Kirschen.
Holzwürmer im Gebälk raspeln, knirschen.
Affe steht Kopf, wackelt mit den Beinen.

Ich habe keine Lust mehr zum Reimen!
Geiger bibbert vor Angst Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
- Fiktion -

Geiger Blut und Wasser schwitzt,
Angst sich in die Haut einritzt
Bogen in der Hand zittert,
Musiker Blackout wittert.

Einsatz naht, sein Atem stockt,
Panik ihm im Nacken hockt
verkrampft sind seine Hände
sein banger Blick spricht Bände.

...
Die Sehnsucht nach dem Frühling Ewald Patz
Vorschautext:
Die Sehnsucht nach dem Frühling
ist bei mir riesengroß,
ich frage mich seit Tagen:
Wann geht es endlich los?

Wann blühen wieder Blumen?
Wann ist die Kälte fort?
Wann ist der Garten wieder
ein blumenreicher Ort?

Ein warmer Wind aus Süden
der müsste dringend her,
...
Gott.. wir haben gekifft Schornsteinfeger
Vorschautext:
Eines sollte immer klar sein
Kein Mensch sollte sein allein
Aber dann frag‘ ich mich: wofür die Liebe
Man erinner‘ sich an Helena
Sie führten Kriege dafür!

Ich bin zu müde viel zu denken
Soll‘ die Kirche und der Staat mich lenken
Misstrauen.. Vertrauen
Abgehauen!

Aber was soll der ganze Terz
...