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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Bitte an den Nikolaus Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Oh, du heiliger, starker Nikolaus,
lass Leuchten dein helles Licht,
fördere so eine bessere Klarsicht.
Nimm uns bitte jeglichen Graus.

Warum mit dem Kopf durch die Wand?
Ohne klares und gutes Denken,
können wir unser Leben nicht lenken.
Drum gib uns Allen mehr Verstand.

Mach mal Nägel mit goldene Köpfe,
lass verschwinden jeglichen Unsinn.
...
Verlorenes Band Max Vödisch
Vorschautext:
Wenn ich dich sehe, weint mein Herz,
in meinen Augen wohnt der Schmerz.
Für dich scheint hell die Sonne heut,
während mein Herz den Schatten scheut.

Du stehst auf Gipfeln dieser Welt,
umgeben von Ruhm, von Macht und Geld.
Ich ging durch Täler, kalt und schwer,
der Rucksack leicht, die Seele leer.

Denkst du noch an die Jugendzeit,
als uns kein Verlust entzweit?
...
Zu dritt Isaew Magomed
Vorschautext:
Eins treffen zu dritt:Optimist,Realist und Pessimist ...und rennen Sie weg.
Der Duft der Küche Peter Leitheim
Vorschautext:
Schau dir all die lieben menschen an ALDO Kraas
Vorschautext:
Schau dir all die lieben Menschen an
Sie knien nieder zum Beten
Zu unserem Vater
Der uns sehr liebt
Schau dir all die lieben Menschen an
Die zur Kommunion gegangen sind
Weil unser Vater
Sie zu seinem Tisch eingeladen hat
Und eine Mahlzeit mit seinem
Volk teilt
Schau dir die lieben Menschen an
Die die Uhr um eine Stunde zurückstellen
...
Der Duft der Geborgenheit Peter Leitheim
Vorschautext:
Der Herbstwind tanzt Claudia Behrndt
Vorschautext:
Der Herbstwind streift durchs welke Laub
Und wirbelt Blätter auf wie Staub.
Er fährt durch Zweige, kühl und sacht
Und weckt den Wald aus seiner Nacht.

Die Blätter tanzen durch die Luft,
der Wind trägt fort den Sommerduft.
Er lässt die letzten Eicheln fallen
Und weckt ein fernes Blätterhallen.

Er streicht durchs Gras, er rauscht im Hain,
trägt Nebelschleier übers Land hinein.
...
Was schenke ich nur Tante Inge? Thomas Fricke
Vorschautext:
Was schenke ich nur Tante Inge
In diesem Jahr zum Weihnachtsfeste?
Die Tante meist ist guter Dinge,
Nur ihr Verstand war nie der beste,
Weshalb aus Verwirrung oder Spaß
Zu Ostern sie die Katze aß.

Ich wollte ihr so gerne schenken
Zu Weihnachten ein Katzenklo,
Das hätte nunmehr kein Niveau.
So muss was Neues ich ausdenken
Mir jetzt für meine Tante Inge.
...
Die Boten desWinters Peter Leitheim
Vorschautext:
Das Echo des Glücks Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Ein stilles Glück und Lachen
zieht leise durch den Raum,
die Bilder an den Wänden
erwachen wie im Traum.

Sie sprechen von den Tagen,
die voller Leben waren,
von unbeschwerten Stunden
in all den vielen Jahren.

Ich hör' das frohe Lachen,
das durch die Zimmer schallt
...
Sehnsucht zu einer Manie werdend Monika Kinzel
Vorschautext:
In meinem Herzen macht sich mit der Zeit Sehnsucht breit.
Langsam bin ich eigentlich zu allem bereit.
Nur bereit mich mal bei meinem Ex-Mann zu melden bin ich nicht..
In diesem Punkt bin ich immer noch ein kleiner Wicht.

Gut, dazu hatte ich ihn sehr verletzt.
Eigentlich hatte ich absolut dazu kein Recht.
Mein dummes Herz machte immer wieder Kapriolen.
Am liebsten würde ich mich selber versohlen.

Ich hatte eigentlich keinen Grund ihn zu verlassen.
Eigentlich müsste er mich verständlicher Weise hassen.
...
Vergebung mahnt! Bernd Tunn
Vorschautext:
Hartes denken.
Wohl ein Recht.
Betrachtungsweisen im Gefecht.

Vergebung mahnt.
Nicht so gut.
Denn ganz tief glimmt die Wut.

Gern gepflegt.
Schutzschild gar.
Hie wird wohl die Tragik wahr.

...
Positiver und negativer Stolz jogdragoon
Vorschautext:
Maxim Gorki hat mal sinngemäß geschrieben:
„Klar, ein Hund wird als Hund geboren,
ein Schwein als Schwein,
ein Elefant als Elefant,
Doch Du … Du bist als Mensch geboren!
P.S. „Mensch“ – das klingt stolz.“

*

Ich weiss nicht, ob er bedachte:
Wenn ich aus der Wörter Garten
den Begriff „Stolz“ betrachte,
...
Die Wege unter dem Nebel Lewin Dunkel
Vorschautext:
[b]Die Wege unter dem Nebel[/b]
(Ein Gedicht von den stillen Tagen)

Der Morgen steht schon vor dem Haus,
doch ich komm nur langsam mit.
Ein grauer Himmel schaut hinaus,
der Tag beginnt mit schwerem Schritt.

Der Kaffee dampft auf meinem Tisch,
daneben liegt ein offnes Buch.
Der erste Schluck bleibt bitterfrisch,
im Raum hängt noch der Schlafgeruch.
...
Die letzte Spur Lewin Dunkel
Vorschautext:
Die letzte Spur
(Was bleibt, wenn alles weiterzieht)

Es gibt Orte, die langsam verschwinden. Nicht mit einem einzigen Augenblick, sondern Jahr für Jahr, beinahe unbemerkt. Ein Weg wird schmaler, ein Zaun fällt um, ein Graben füllt sich mit Gras. Schließlich bleibt nur noch eine Spur.

Eine solche Spur führte durch die Felder. Sie war kaum sichtbar und doch noch vorhanden. Wer sie suchte, konnte ihr folgen. Wer sie übersah, hielt sie für einen gewöhnlichen Streifen zwischen den Wiesen.

Der Wind strich über das Land, als hätte er die Aufgabe übernommen, die letzten Erinnerungen zu bewahren. Die Bäume standen dort wie seit Jahrzehnten, doch selbst sie wirkten älter geworden. Ihre Schatten reichten weiter als früher.

Ich ging die verbliebene Spur entlang und dachte an die Menschen, die einst hier unterwegs gewesen sein mochten. An ihre Wege, ihre Arbeit, ihre Hoffnungen. Von all dem war kaum etwas geblieben. Und doch schien nichts vollständig verloren.

Vielleicht hinterlassen Orte etwas von sich selbst. Nicht in Steinen oder Schildern, sondern in der stillen Gegenwart dessen, was einmal war. Wer aufmerksam genug ist, kann es noch spüren.
...
Am Ende des Pfades Lewin Dunkel
Vorschautext:
Am Ende des Pfades
(Vom Verschwinden der Wege)

Der Pfad führte durch Felder und Wiesen, vorbei an Gräben und einzelnen Baumgruppen. Lange schien er ein klares Ziel zu besitzen. Doch je weiter man ihm folgte, desto unsicherer wurde seine Richtung.

Das Gras wuchs höher. Büsche traten näher an den Weg heran. Die Fahrspuren verloren ihre Deutlichkeit, bis nur noch eine schmale Ahnung ihres Verlaufs übrig blieb. Der Pfad schien langsam in die Landschaft zurückzusinken.

Vor mir erhob sich ein kleiner Bestand alter Bäume. Ihre Kronen warfen Schatten auf den Boden, und dahinter begann ein Stück Wald. Dort verlor sich der Weg endgültig.

Ich blieb stehen. Kein Schild markierte das Ende. Kein Tor versperrte den Zugang. Der Pfad hörte einfach auf, als wäre er müde geworden. Die Erde, die Felder und die Bäume übernahmen, was einst sein Verlauf gewesen war.

In diesem Verschwinden lag nichts Trauriges. Nicht jeder Weg muss fortbestehen. Manche erfüllen ihre Aufgabe und gehen dann in der Landschaft auf, aus der sie einst entstanden sind.
...
Der Winterweg Lewin Dunkel
Vorschautext:
Der Winterweg
(Wo der Schnee die Schritte bewahrt)

Der Winter hatte das Land mit einer stillen Hand berührt. Schnee lag auf den Feldern, auf den Gräben und auf den Weiden am Wegesrand. Alles war heller geworden, zugleich aber auch schweigsamer.

Der Weg zog sich als schmale Linie durch die weiße Landschaft. Wo einst Erde und Gras sichtbar gewesen waren, lag nun eine geschlossene Decke aus Schnee. Nur wenige Spuren führten über sie hinweg.

Einzelne Fußabdrücke zeichneten sich deutlich ab. Sie kamen aus der Ferne, kreuzten den Weg und verschwanden wieder zwischen den Feldern. Niemand war zu sehen. Die Schritte gehörten einem Menschen, der längst weitergezogen war, und doch schien seine Anwesenheit noch in der winterlichen Stille zu verweilen.

Die Luft war kalt und klar. Jeder Atemzug stieg als blasser Nebel auf. Selbst der Wind bewegte sich vorsichtig über das offene Land. Es war, als wolle er die Spuren nicht verwischen.

Ich folgte dem Weg durch die verschneite Weite. Das Knirschen des Schnees unter meinen Schuhen war das einzige Geräusch. Die Welt schien kleiner geworden zu sein, reduziert auf Weiß, Grau und die dunklen Linien der Bäume am Horizont.
...
Nach dem Regen Lewin Dunkel
Vorschautext:
Nach dem Regen
(Von Wolken in den Pfützen)

Der Regen war vorüber, doch seine Spuren lagen noch über den Feldern verteilt. Auf dem alten Weg hatten sich Pfützen gesammelt, groß und klein, rund oder langgezogen. In ihnen ruhte der Himmel.

Zwischen den Fahrspuren spiegelten sich Wolken, die langsam über das Land zogen. Das Blau des Himmels lag im Wasser ebenso klar wie über den Feldern. Für einen Augenblick schien die Welt doppelt vorhanden zu sein, einmal über der Erde und einmal auf ihr.

Der Weg war feucht und dunkel geworden. Das Gras am Rand trug schwere Tropfen, die in der Nachmittagssonne schimmerten. Aus den Gräben stieg der Geruch nasser Erde auf. Alles wirkte gereinigt, als hätte der Regen Staub und Unruhe mit sich genommen.

Ich blieb an einer großen Pfütze stehen. Eine Wolke zog durch ihr Spiegelbild, langsam und lautlos. Als ein Windstoß über die Wasserfläche strich, zerfiel das Bild in tausend kleine Wellen. Himmel und Erde lösten sich voneinander und fanden wieder zusammen.

Auf dem weiteren Weg begegnete ich keiner Menschenseele. Nur Lerchen stiegen über den Feldern auf, und ihr Gesang verlor sich in der Weite. Die Pfützen begleiteten mich wie kleine Fenster, in denen die Wolken ihre Reise fortsetzten.
...
Unter den kahlen Weiden Lewin Dunkel
Vorschautext:
Unter den kahlen Weiden
(Wo der Wind die Zweige zählt)

Unter den kahlen Weiden verlief ein schmaler Weg am Rand eines grabenartigen Bachs. Das Wasser war dunkel und träge. Es zog zwischen den Ufern dahin, lautlos und unbeirrt, als hätte es alle Jahreszeiten gesehen und keine von ihnen behalten.

Die Weiden standen dicht beieinander. Ihre Äste waren längst kahl geworden und zeichneten feine Linien gegen den blassen Himmel. Wenn der Wind kam, bewegten sie sich langsam und schienen miteinander zu sprechen. Ihre Stimmen bestanden aus nichts als einem leisen Rascheln, das über das Wasser glitt und im offenen Land verlorenging.

Der Weg war schmal und unauffällig. Zwischen feuchter Erde und trockenem Gras führte er am Bach entlang. Niemand schien ihn zu benutzen. Keine frischen Spuren waren zu sehen, keine Schritte, keine Reifenabdrücke. Nur die Natur begleitete seinen Verlauf.

Ich ging langsam unter den Weiden hindurch. Das Licht des Nachmittags fiel schräg durch die Zweige und legte helle Muster auf den Boden. Manchmal spiegelten sich die Äste im Wasser, als stünde unter der Erde eine zweite, stille Welt.

Je weiter ich ging, desto mehr schien sich die Zeit zu verlangsamen. Das Fließen des Wassers, das Schwanken der Zweige und das Schweigen der Landschaft gehörten einem Rhythmus an, der älter war als jede Erinnerung. Als ich schließlich stehen blieb, hatte ich das Gefühl, dass dieser Ort nichts von den Menschen erwartete. Er genügte sich selbst, unter den kahlen Weiden und dem offenen Himmel.
Wo einst Wagen fuhren Lewin Dunkel
Vorschautext:
Wo einst Wagen fuhren
(Von den Spuren vergangener Tage)

Der Weg zog sich zwischen den Feldern hindurch, ruhig und unscheinbar. Wer heute hier vorbeikam, sah kaum mehr als zwei flache Spuren im Gras und einen schmalen Streifen Erde dazwischen. Doch lange bevor die Stille dieses Land erreichte, waren hier Wagen unterwegs gewesen. Schwer beladen hatten sie das Dorf mit den Feldern verbunden, Sommer für Sommer, Herbst für Herbst.

Die Räder hatten sich tief in den Boden gedrückt. Pferde hatten ihre Hufe in den Staub gesetzt, und die Menschen waren neben den Wagen gegangen, begleitet vom Knarren des Holzes und dem langsamen Takt ihrer Arbeit. Der Weg war damals kein Ort der Einsamkeit gewesen. Er gehörte zum Alltag, zu den Mühen und Hoffnungen derer, die von diesem Land lebten.

Nun standen die Felder still im Licht des Nachmittags. Der Wind strich über die Stoppeln der abgeernteten Äcker und bewegte die trockenen Halme am Wegrand. Nichts erinnerte auf den ersten Blick an die Menschen von damals. Und doch schien die Landschaft ihre Gegenwart nicht ganz vergessen zu haben.

Manche Wege bewahren mehr als ihre Richtung. Sie tragen die Last vergangener Schritte, vergangener Stimmen und vergangener Jahre. Zwar verweht der Wind die Spuren, und der Regen glättet die Erde, doch etwas bleibt zurück. Nicht sichtbar, nicht greifbar, aber vorhanden wie ein Echo, das lange nach dem letzten Klang in der Luft verweilt.

Ich blieb stehen und blickte über die weiten Felder. Die Sonne senkte sich langsam dem Horizont entgegen. Für einen Augenblick war es leicht, sich die alten Wagen vorzustellen, die aus der Ferne auftauchten und gemächlich näher kamen. Männer und Frauen, die ihre Arbeit verrichteten, ohne zu ahnen, dass eines Tages kaum noch jemand ihren Weg kennen würde.
...