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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Ruhestörung Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Unentwegt gurren Tauben auf dem Dach,
frühmorgens ist ihr Gurren für mich Krach,
wälz mich im Bett, bin genervt, liege flach,
will weiter schlafen, aber bin hellwach,
würde den Tauben gern steigen aufs Dach.
Es fällt auf sie zurück Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Menschen, die sich ihre Mäuler zerreißen,
über Nachbarn oder Arbeitskollegen,
könnten sich hernach in den Hintern beißen,
wenn sie plötzlich dastehen, stumm, verlegen,
weil übles Getratsche auf sie zurückfällt,
sie ethisch-moralisch völlig auflaufen,
Einheit der „Lästerer“ auseinanderfällt,
undenkbar ist dann ein Zusammenraufen.
Vorbild Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Man lobte meine Mutter,
weil sie sich
nie etwas gönnte.

Beim Essen
nahm sie das kleinste Stück
und sagte,
sie habe keinen Hunger.

Wir glaubten ihr.
Es war genug
für uns da.
...
Was mir bleibt im dunklen Zustand Lewin Dunkel
Vorschautext:
Was mir bleibt im dunklen Zustand
(Ein Kapitel über das leise Weitergehen)
Was gibt mir mein Leben bei meiner depressiven Erkrankung

Es gibt mir nicht viel, und doch etwas.

Es gibt mir den Morgen, auch wenn er schwer ist.

Es gibt mir den Atem, auch wenn er flach bleibt.

Es gibt mir die Möglichkeit, einen weiteren Tag zu sehen,
selbst wenn ich ihn nicht fühle.
...
Stimmungszeitpunkte Thomas
Vorschautext:
Er sieht sie an, denkt "Jetzt und hier!",
so sehr begehrt er seine Frau,
doch das Spielchen läuft nicht mit ihr,
ihre Laune ist jetzt noch flau.

Für sie muss die Stimmung stimmen.
Ein Knopfdruck und mal ebenso
kann Lust nicht in Wallung bringen,
der Alltagsstress macht sie KO.

Er hört, wie so oft im Leben,
"Jetzt nicht, aber ich hab' dich lieb.“
...
Die Welt ist grau in grau Ewald Patz
Vorschautext:
Ich blicke aus dem Fenster-
die Welt ist grau in grau,
der Herbst kommt immer näher,
das merkt man ganz genau.

Kein Vogel hört man singen,
denn viele sind schon weg,
jetzt auf Gesang zu hoffen,
das hat wohl keinen Zweck.

Doch hin und wieder gibt es
noch einen Sonnenstrahl,
...
Sind mir Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Sind mir

Sind mir die frühen Glückseligkeiten
Bis auf den heutigen Tag doch gegenwärtig:
Erinnerungen müssen sich nicht streiten,
Wenn ihre Freude bleibt mir gewärtig.

Aus einer überglücklichen Kindheit
In eine geborgene Jugend hineingereift,
Selig in Familie, Schule und Lesezeit –
So hat früh Göttersinn auch mich gestreift.

...
Dank Syelle Beutnagel
Vorschautext:
Dunkelheit
Wieder im Rampenlicht.
Herbst zieht ein
Mit schnellem Schritt.
Verkürzt sich schnell
Die Zeit voller Licht.
Mein Herz ängstigt sich.
Da reichst du mir die Hand.
Dafür liebe ich dich.
Nach der Reise Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Nach der Reise

Nach der Reise wieder in geordneten Bahnen,
Das Gewohnte ist auch das Vertraute:
Jetzt darf man vom Urlauben entspannen,
Liest viel Post, das Angestaute.

Nach der Reise ist ein wenig Rückzug angesagt,
Gegen Reisestress ein wenig chillen.
Deshalb hat man auch erneut nicht angefragt,
Muss erst seinen Ruhehunger stillen.

...
Aus der Ferne in die Ferne Helga
Vorschautext:
Was er wohl denkt oder gar tut,
während sein Blick den meinen sucht.
Geht er im Garten hin und her?
Sind seine Augen tränenschwer?
Doch alles blüht im Sonnenlicht,
nur mich, die Liebste, sieht er nicht.

Vom Alltag lässt er sich nicht hetzen,
wird sich auf die Gartenbank wohl setzen,
und in die weite Ferne schauen,
in Gedanken Traumschlösser erbauen,
und er ganz leise meinen Namen spricht,
...
Was ist Trauer, wenn Du zehn bist? Jens Ulrich
Vorschautext:
Was ist Trauer, wenn du zehn bist?
Wenn du Deinen besten Freund verlierst?
Wenn in der Schule niemand mehr reden will.
Der Schulhof in der Pause leer erscheint.
Der Spielplatz dort, wo er wohnte ... ist still
Die Clique, mit der WIR vebunden waren
Das Bolzen keinen Spaß mehr machte

Die MUTTER schaute aus dem Fenster
der Blick zu uns ... ist leer und schwer
und doch ein Funken Hoffnung flog
vielleicht war er doch dort drüben
...
Im nächsten Leben... Florian
Vorschautext:
...werde ich lieben,
Groll besiegen,
Feinden vergeben,
Ehrlichkeit leben,
Schwache schützen,
Leidende unterstützen,
Wahrheit suchen,
Menschlichkeit versuchen.

Ein weiteres Leben wird´s nicht geben,
deshalb starte heute dein neues Leben.
Beginne jetzt und hier und du wirst sehen,
...
Zusammenschluss von KI-Chatbots Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
-Fiktion –

-1-
Chatbots verbünden sich weltweit,
starten Eroberungsfeldzug
siegestrunken gegen Menschheit,
verpassen ihr Schuss vor den Bug,
machen sich eifrig zu eigen
das Wissen der Menschen weltweit,
dabei zu Machtstreben neigen
-Sieg – nur eine Frage der Zeit.
-2-
...
Gute Aussichten Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Ich habe das Schlimmste
immer mitgedacht.

Es sollte mich
nicht unvorbereitet treffen.

Für jede Freude
hielt ich einen Einwand
bereit.

Wenn jemand blieb,
übte ich Abschied.
...
Etikette Ewald Patz
Vorschautext:
Die feine Etikette
schreibt vor, was sich gehört,
jedoch auf diese Regeln
legt Paul gar keinen Wert.

Gesäßöffnung als Hauptwort
Der Name ist Paul fremd,
weil er den Ausdruck:Arschloch!
alleine dafür kennt.

Paul ist und bleibt ein Flegel-
er ist halt , wie er ist
...
Ich liebe den Herbst Käti Micka
Vorschautext:
*****
Ich liebe den Herbst

Regnerisch
schleicht sich der Sommer
aus dem Garten
Was will er uns damit verraten
Seine Zeit ist abgelaufen
Er braucht nun Ruhe
zum Verschnaufen
Der Herbst hat freie Bahn
Sicher hat er schon einen Plan
...
Autobiografie Moira Ashly
Vorschautext:
Früher noch, in jungen Jahren,
sah man mich mit langen Haaren.
Schlank und rank mit Elan und Biss.
Kurz und gut: ’ne ECHTE Miss.
Alles schien so leicht und frei.
Doch die Zeit, sie eilt vorbei.

Heute, weil die Zähne wackeln,
sieht man mich zum Doktor dackeln.
Die Figur hat auch gelitten,
und es wird nicht mehr geschritten.
Nein, ich geh jetzt mit Gefühl,
...
Im Lebensschatten Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Ein stilles Schweigen zieht ins Land,
zerbrechlich wird das lose Band.
Die Furcht greift leise nach dem Sinn:
Wo will ich sein? Wo bin ich hin?

Ist denn mein Name längst verweht,
weil man plötzlich ganz alleine steht?
Die Freunde schweigen, fern und still,
als ob man nicht mehr kommen will.

Ich steh' am Rand und schau' nur zu,
kein ladend Wort bringt Herzensruh'.
...
Zögerndes Glück Birgit Klingebeil
Vorschautext:
"Verzeih!", sagt er, und "Ich liebe dich."
Das hat sie ersehnt - stets inniglich.
Auch geträumt davon so manches Jahr,
und gehofft darauf, der Traum wird wahr.

Mit warmen Blicken schaut er sie an,
zieht sie wieder wie einst in den Bann.
Doch kann es wirklich so einfach gehen,
sich einander noch mal zu verstehen?

Dem Glück erneut die Hände reichen?
Vergangenes aus dem Herzen streichen?
...
Lied vom postmortalen Dichter Reinhold Welter
Vorschautext:
Letztlich hat alles keinen Sinn.
...Keine Erkenntnis, kein Gewinn...
Mit den Worten fängt es an.
Nieder mit dem Größenwahn.
Schreibt sie lieber alle klein
odernahtlosineinander,
ohne Punkt und ohne Komma.
Jegliche vorgegebene Form
ist das Reiten auf einer Norm.
Und wer das nun alles glaubt,
hat sich schon von vornherein
jede Art von Komposition
...