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| Titel | Autor | |||
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| Der Duft der Geborgenheit | Peter Leitheim | |||
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Vorschautext: |
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| Der Herbstwind tanzt | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Der Herbstwind streift durchs welke Laub Und wirbelt Blätter auf wie Staub. Er fährt durch Zweige, kühl und sacht Und weckt den Wald aus seiner Nacht. Die Blätter tanzen durch die Luft, der Wind trägt fort den Sommerduft. Er lässt die letzten Eicheln fallen Und weckt ein fernes Blätterhallen. Er streicht durchs Gras, er rauscht im Hain, trägt Nebelschleier übers Land hinein. ... |
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| Die Boten desWinters | Peter Leitheim | |||
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Vorschautext: |
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| Das Echo des Glücks | Birgit Klingebeil | |||
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Vorschautext: Ein stilles Glück und Lachen zieht leise durch den Raum, die Bilder an den Wänden erwachen wie im Traum. Sie sprechen von den Tagen, die voller Leben waren, von unbeschwerten Stunden in all den vielen Jahren. Ich hör' das frohe Lachen, das durch die Zimmer schallt ... |
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| Sehnsucht zu einer Manie werdend | Monika Kinzel | |||
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Vorschautext: In meinem Herzen macht sich mit der Zeit Sehnsucht breit. Langsam bin ich eigentlich zu allem bereit. Nur bereit mich mal bei meinem Ex-Mann zu melden bin ich nicht.. In diesem Punkt bin ich immer noch ein kleiner Wicht. Gut, dazu hatte ich ihn sehr verletzt. Eigentlich hatte ich absolut dazu kein Recht. Mein dummes Herz machte immer wieder Kapriolen. Am liebsten würde ich mich selber versohlen. Ich hatte eigentlich keinen Grund ihn zu verlassen. Eigentlich müsste er mich verständlicher Weise hassen. ... |
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| Vergebung mahnt! | Bernd Tunn | |||
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Vorschautext: Hartes denken. Wohl ein Recht. Betrachtungsweisen im Gefecht. Vergebung mahnt. Nicht so gut. Denn ganz tief glimmt die Wut. Gern gepflegt. Schutzschild gar. Hie wird wohl die Tragik wahr. ... |
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| Positiver und negativer Stolz | jogdragoon | |||
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Vorschautext: Maxim Gorki hat mal sinngemäß geschrieben: „Klar, ein Hund wird als Hund geboren, ein Schwein als Schwein, ein Elefant als Elefant, Doch Du … Du bist als Mensch geboren! P.S. „Mensch“ – das klingt stolz.“ * Ich weiss nicht, ob er bedachte: Wenn ich aus der Wörter Garten den Begriff „Stolz“ betrachte, ... |
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| Die Wege unter dem Nebel | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: [b]Die Wege unter dem Nebel[/b] (Ein Gedicht von den stillen Tagen) Der Morgen steht schon vor dem Haus, doch ich komm nur langsam mit. Ein grauer Himmel schaut hinaus, der Tag beginnt mit schwerem Schritt. Der Kaffee dampft auf meinem Tisch, daneben liegt ein offnes Buch. Der erste Schluck bleibt bitterfrisch, im Raum hängt noch der Schlafgeruch. ... |
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| Die letzte Spur | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Die letzte Spur (Was bleibt, wenn alles weiterzieht) Es gibt Orte, die langsam verschwinden. Nicht mit einem einzigen Augenblick, sondern Jahr für Jahr, beinahe unbemerkt. Ein Weg wird schmaler, ein Zaun fällt um, ein Graben füllt sich mit Gras. Schließlich bleibt nur noch eine Spur. Eine solche Spur führte durch die Felder. Sie war kaum sichtbar und doch noch vorhanden. Wer sie suchte, konnte ihr folgen. Wer sie übersah, hielt sie für einen gewöhnlichen Streifen zwischen den Wiesen. Der Wind strich über das Land, als hätte er die Aufgabe übernommen, die letzten Erinnerungen zu bewahren. Die Bäume standen dort wie seit Jahrzehnten, doch selbst sie wirkten älter geworden. Ihre Schatten reichten weiter als früher. Ich ging die verbliebene Spur entlang und dachte an die Menschen, die einst hier unterwegs gewesen sein mochten. An ihre Wege, ihre Arbeit, ihre Hoffnungen. Von all dem war kaum etwas geblieben. Und doch schien nichts vollständig verloren. Vielleicht hinterlassen Orte etwas von sich selbst. Nicht in Steinen oder Schildern, sondern in der stillen Gegenwart dessen, was einmal war. Wer aufmerksam genug ist, kann es noch spüren. ... |
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| Am Ende des Pfades | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Am Ende des Pfades (Vom Verschwinden der Wege) Der Pfad führte durch Felder und Wiesen, vorbei an Gräben und einzelnen Baumgruppen. Lange schien er ein klares Ziel zu besitzen. Doch je weiter man ihm folgte, desto unsicherer wurde seine Richtung. Das Gras wuchs höher. Büsche traten näher an den Weg heran. Die Fahrspuren verloren ihre Deutlichkeit, bis nur noch eine schmale Ahnung ihres Verlaufs übrig blieb. Der Pfad schien langsam in die Landschaft zurückzusinken. Vor mir erhob sich ein kleiner Bestand alter Bäume. Ihre Kronen warfen Schatten auf den Boden, und dahinter begann ein Stück Wald. Dort verlor sich der Weg endgültig. Ich blieb stehen. Kein Schild markierte das Ende. Kein Tor versperrte den Zugang. Der Pfad hörte einfach auf, als wäre er müde geworden. Die Erde, die Felder und die Bäume übernahmen, was einst sein Verlauf gewesen war. In diesem Verschwinden lag nichts Trauriges. Nicht jeder Weg muss fortbestehen. Manche erfüllen ihre Aufgabe und gehen dann in der Landschaft auf, aus der sie einst entstanden sind. ... |
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| Der Winterweg | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Der Winterweg (Wo der Schnee die Schritte bewahrt) Der Winter hatte das Land mit einer stillen Hand berührt. Schnee lag auf den Feldern, auf den Gräben und auf den Weiden am Wegesrand. Alles war heller geworden, zugleich aber auch schweigsamer. Der Weg zog sich als schmale Linie durch die weiße Landschaft. Wo einst Erde und Gras sichtbar gewesen waren, lag nun eine geschlossene Decke aus Schnee. Nur wenige Spuren führten über sie hinweg. Einzelne Fußabdrücke zeichneten sich deutlich ab. Sie kamen aus der Ferne, kreuzten den Weg und verschwanden wieder zwischen den Feldern. Niemand war zu sehen. Die Schritte gehörten einem Menschen, der längst weitergezogen war, und doch schien seine Anwesenheit noch in der winterlichen Stille zu verweilen. Die Luft war kalt und klar. Jeder Atemzug stieg als blasser Nebel auf. Selbst der Wind bewegte sich vorsichtig über das offene Land. Es war, als wolle er die Spuren nicht verwischen. Ich folgte dem Weg durch die verschneite Weite. Das Knirschen des Schnees unter meinen Schuhen war das einzige Geräusch. Die Welt schien kleiner geworden zu sein, reduziert auf Weiß, Grau und die dunklen Linien der Bäume am Horizont. ... |
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| Nach dem Regen | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Nach dem Regen (Von Wolken in den Pfützen) Der Regen war vorüber, doch seine Spuren lagen noch über den Feldern verteilt. Auf dem alten Weg hatten sich Pfützen gesammelt, groß und klein, rund oder langgezogen. In ihnen ruhte der Himmel. Zwischen den Fahrspuren spiegelten sich Wolken, die langsam über das Land zogen. Das Blau des Himmels lag im Wasser ebenso klar wie über den Feldern. Für einen Augenblick schien die Welt doppelt vorhanden zu sein, einmal über der Erde und einmal auf ihr. Der Weg war feucht und dunkel geworden. Das Gras am Rand trug schwere Tropfen, die in der Nachmittagssonne schimmerten. Aus den Gräben stieg der Geruch nasser Erde auf. Alles wirkte gereinigt, als hätte der Regen Staub und Unruhe mit sich genommen. Ich blieb an einer großen Pfütze stehen. Eine Wolke zog durch ihr Spiegelbild, langsam und lautlos. Als ein Windstoß über die Wasserfläche strich, zerfiel das Bild in tausend kleine Wellen. Himmel und Erde lösten sich voneinander und fanden wieder zusammen. Auf dem weiteren Weg begegnete ich keiner Menschenseele. Nur Lerchen stiegen über den Feldern auf, und ihr Gesang verlor sich in der Weite. Die Pfützen begleiteten mich wie kleine Fenster, in denen die Wolken ihre Reise fortsetzten. ... |
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| Unter den kahlen Weiden | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Unter den kahlen Weiden (Wo der Wind die Zweige zählt) Unter den kahlen Weiden verlief ein schmaler Weg am Rand eines grabenartigen Bachs. Das Wasser war dunkel und träge. Es zog zwischen den Ufern dahin, lautlos und unbeirrt, als hätte es alle Jahreszeiten gesehen und keine von ihnen behalten. Die Weiden standen dicht beieinander. Ihre Äste waren längst kahl geworden und zeichneten feine Linien gegen den blassen Himmel. Wenn der Wind kam, bewegten sie sich langsam und schienen miteinander zu sprechen. Ihre Stimmen bestanden aus nichts als einem leisen Rascheln, das über das Wasser glitt und im offenen Land verlorenging. Der Weg war schmal und unauffällig. Zwischen feuchter Erde und trockenem Gras führte er am Bach entlang. Niemand schien ihn zu benutzen. Keine frischen Spuren waren zu sehen, keine Schritte, keine Reifenabdrücke. Nur die Natur begleitete seinen Verlauf. Ich ging langsam unter den Weiden hindurch. Das Licht des Nachmittags fiel schräg durch die Zweige und legte helle Muster auf den Boden. Manchmal spiegelten sich die Äste im Wasser, als stünde unter der Erde eine zweite, stille Welt. Je weiter ich ging, desto mehr schien sich die Zeit zu verlangsamen. Das Fließen des Wassers, das Schwanken der Zweige und das Schweigen der Landschaft gehörten einem Rhythmus an, der älter war als jede Erinnerung. Als ich schließlich stehen blieb, hatte ich das Gefühl, dass dieser Ort nichts von den Menschen erwartete. Er genügte sich selbst, unter den kahlen Weiden und dem offenen Himmel. |
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| Wo einst Wagen fuhren | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Wo einst Wagen fuhren (Von den Spuren vergangener Tage) Der Weg zog sich zwischen den Feldern hindurch, ruhig und unscheinbar. Wer heute hier vorbeikam, sah kaum mehr als zwei flache Spuren im Gras und einen schmalen Streifen Erde dazwischen. Doch lange bevor die Stille dieses Land erreichte, waren hier Wagen unterwegs gewesen. Schwer beladen hatten sie das Dorf mit den Feldern verbunden, Sommer für Sommer, Herbst für Herbst. Die Räder hatten sich tief in den Boden gedrückt. Pferde hatten ihre Hufe in den Staub gesetzt, und die Menschen waren neben den Wagen gegangen, begleitet vom Knarren des Holzes und dem langsamen Takt ihrer Arbeit. Der Weg war damals kein Ort der Einsamkeit gewesen. Er gehörte zum Alltag, zu den Mühen und Hoffnungen derer, die von diesem Land lebten. Nun standen die Felder still im Licht des Nachmittags. Der Wind strich über die Stoppeln der abgeernteten Äcker und bewegte die trockenen Halme am Wegrand. Nichts erinnerte auf den ersten Blick an die Menschen von damals. Und doch schien die Landschaft ihre Gegenwart nicht ganz vergessen zu haben. Manche Wege bewahren mehr als ihre Richtung. Sie tragen die Last vergangener Schritte, vergangener Stimmen und vergangener Jahre. Zwar verweht der Wind die Spuren, und der Regen glättet die Erde, doch etwas bleibt zurück. Nicht sichtbar, nicht greifbar, aber vorhanden wie ein Echo, das lange nach dem letzten Klang in der Luft verweilt. Ich blieb stehen und blickte über die weiten Felder. Die Sonne senkte sich langsam dem Horizont entgegen. Für einen Augenblick war es leicht, sich die alten Wagen vorzustellen, die aus der Ferne auftauchten und gemächlich näher kamen. Männer und Frauen, die ihre Arbeit verrichteten, ohne zu ahnen, dass eines Tages kaum noch jemand ihren Weg kennen würde. ... |
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| Der Weg im Abendnebel | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Der Weg im Abendnebel (Wo die Welt im Grau verschwindet) Der Weg begann noch deutlich zwischen den Feldern. Die Fahrspuren zeichneten helle Linien in die dunkle Erde, und die kahlen Weiden am Rand standen reglos im sinkenden Licht des Abends. Doch weiter hinten lag bereits der Nebel. Er wartete in den Senken und breitete sich langsam über die Landschaft aus. Mit jedem Schritt wurde die Ferne kleiner. Die Baumreihen am Horizont verloren ihre Schärfe, die Wiesen wurden zu blassen Flächen, und selbst die Krähen am Himmel erschienen nur noch als dunkle Punkte im Grau. Der Weg führte weiter, doch sein Ziel war nicht mehr zu erkennen. Der Nebel kam lautlos. Er verhüllte nichts plötzlich, sondern nahm die Welt Stück für Stück an sich. Erst verschwanden die Farben, dann die Formen, zuletzt die Entfernungen. Was nahe war, blieb sichtbar. Alles andere löste sich in Schweigen auf. Ich ging weiter und hörte nur das Rascheln des trockenen Grases. Das Dorf lag längst hinter mir. Kein Licht war mehr zu sehen, kein Geräusch drang über die Felder. Der Weg schien durch einen Raum zu führen, der weder ganz zur Erde noch ganz zum Himmel gehörte. Manchmal tauchte aus dem Nebel eine Weide auf, ein Zaunpfahl oder ein einzelner Strauch. Für einen Augenblick standen sie klar vor mir, dann wurden auch sie wieder vom Grau verschluckt. Es war, als würde die Landschaft atmen, als würde sie erscheinen und verschwinden nach einem eigenen, langsamen Rhythmus. ... |
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| Hinter dem Bahndamm | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Hinter dem Bahndamm (Vom Schweigen der alten Gleise) Hinter dem Bahndamm begann ein schmaler Pfad, der auf keiner Karte verzeichnet war. Zwischen Disteln, Holunderbüschen und verwittertem Gras verlief er parallel zu den alten Gleisen, als begleite er sie auf ihrem langen Weg durch die Zeit. Wer hier entlangging, hörte keine Züge mehr. Nur der Wind strich über den Schotter und fuhr mit leiser Hand durch das trockene Schilf. Die Schienen lagen noch immer dort, rostig und dunkel, von Jahren des Wartens gezeichnet. An manchen Stellen hatten Moose die Schwellen erobert. Zwischen den Steinen wuchsen Gräser, als wollten sie die letzten Spuren des Verkehrs bedecken. Die Strecke schien vergessen, doch sie trug noch den Ausdruck einer Aufgabe, die sie einst erfüllt hatte. Der Pfad führte an ihr entlang, Schritt für Schritt. Hinter dem Bahndamm verschwand das Dorf. Die Häuser, die Gärten und Stimmen blieben zurück. Vor mir lagen nur die stillen Gleise und das weite Land. Krähen saßen auf den alten Signalmasten, deren Farben verblichen waren. Sie wirkten wie Wächter einer vergangenen Zeit. Manchmal glaubte ich, etwas zu hören. Kein Geräusch der Gegenwart, sondern eine Erinnerung, die aus dem Eisen selbst aufstieg. Das ferne Rollen von Rädern, das kurze Pfeifen einer Lokomotive, das Klirren der Schienen in kalten Morgenstunden. Doch sobald ich stehen blieb, war da nur wieder die Stille. Der Himmel zog sich langsam mit Wolken zu. Über den Feldern lag das matte Licht des Nachmittags. Die Gleise führten in die Ferne, bis sie hinter einer Baumreihe verschwanden. Niemand wusste, wohin die letzten Fahrten gegangen waren. Niemand schien darauf zu warten, dass ein Zug zurückkehrte. ... |
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| Am alten Feldweg | Lewin Dunkel | |||
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Vorschautext: Am alten Feldweg (Von Wegen, die niemand mehr sucht) Über den abgeernteten Feldern lag das blaue Licht des Abends. Der Himmel war weit geworden, und der Wind strich durch die kahlen Weiden am Rand des Weges. Zwischen den Fahrspuren stand das letzte Gras des Jahres. Niemand schien hier vorbeizukommen. Nur die Krähen kannten noch die Richtung des alten Feldwegs. Ich blieb stehen und blickte hinüber zu den fernen Baumreihen, die im Dunst verschwammen. Der Weg führte dorthin, wie er es immer getan hatte, und doch wirkte er verlassen. Die Erde trug noch die Spuren vergangener Jahreszeiten, verwehte Abdrücke von Rädern und Schritten, die längst niemandem mehr gehörten. Eine Stille lag über den Feldern, die nicht leer war. Sie bewahrte Stimmen, Lachen, Gespräche und Arbeitstage, die vergangen waren. Der Weg hatte sie aufgenommen und nie ganz verloren. Vielleicht war das der Grund, weshalb er trotz seiner Einsamkeit nicht verlassen wirkte. Etwas blieb zurück, auch wenn niemand mehr davon sprach. Langsam sank die Sonne hinter den Horizont. Der Nebel begann aus den Senken aufzusteigen und legte sich über die Erde wie ein dünner Schleier. Die Farben wurden blasser, die Konturen weicher. Nur der Weg blieb sichtbar, ein heller Streifen zwischen den dunkler werdenden Feldern. Ich ging ein Stück weiter. Mit jedem Schritt wurde das Dorf hinter mir kleiner, bis nichts mehr zu hören war als der Wind und das ferne Rufen einer Krähe. Vor mir lag der Weg, still und unbeachtet, als warte er auf jemanden, der sich noch an ihn erinnerte. ... |
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| Herbststrand | Meteor | |||
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Vorschautext: Die Gischt vom Herbst wellt an Land, zu zweit umspült sie uns im Sand. Der Strand gehört uns ganz allein, dazu die Spätlese vom Sommerschein. Dein Atem gehaucht tief von innen, während die Stunden uns verrinnen. Das Meer spült wild an uns vorbei, die Welt bricht weg, wir sind ganz frei. Aus ruhiger Ebbe reißt uns die Flut, entfachen im Dünengras Funkenglut, ... |
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| Bewusst gelebt und nach dem Guten gestrebt | Käti Micka | |||
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Vorschautext: ***** Bewusst gelebt und nach dem Guten gestrebt Ich denke oft über mein Leben nach Hab manches hinterfragt Eigentlich bin ich gut davongekommen Hab mir Für alles Schöne viel Zeit genommen Hab der Natur gelauscht ... |
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| Böse Gedanken | jogdragoon | |||
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Vorschautext: ev il ex il cr o ss ss = Schlange cr = kr = gestört x = cross - Kreuz IL = Name Gottes x = verschobenes v evil - I will - Verstand o = Kreis - Wiederkehr - Zyklus krank - kr-ankh = gestörtes Leben o ss - Utoboros - Verbindung mit sich selbst ... |
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