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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Auf der Streuobstwiese Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Heute weht eine frische Brise
über Schuberts Streuobstwiese,
Oh, wie weit sie sich erstreckt,
und gleich mein Interesse weckt.

Am alten Stamm, so knorrig grau,
hängen die Äpfel im Morgentau.
Der Birnenbaum, welch ein Pracht,
hat so viel Obst hervorgebracht.

Karin möchte mir noch etwas zeigen,
und pflückt Pflaumen von den Zweigen.
...
Das ist doch kein Verbrechen Ewald Patz
Vorschautext:
Die Lulu weint bei Ewald ,
ich finde es nicht toll-
ich werde nymphomanisch,
trinke ich Alkohol.
Der Ewald tröstet Lulu:,,
Das ist doch kein Verbrechen,
das können wir in Ruhe
mit einem Glas Wein besprechen!“
Erinnerungen meiner Großmutter Käti Micka
Vorschautext:
*****
Erinnerungen meiner Großmutter

Wo sind nur
die vielen Jahre geblieben
Ganz einfach
Die Zeit hat sie vertrieben
Erinnerungen
schleichen durch das Herz
Man spürt sehr oft Freude
Doch
auch immer wieder
...
Frischer Pflaumekuchen Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Wie herrlich es heute duftet,
man riechts im ganzen Haus.
Ich nehme meinen Kuchen,
aus dem Backofen heraus.

Oben drauf sind Streusel,
nach Omas Geheimrezept.
Ich habe es heute Morgen,
noch rechtzeitig entdeckt.

Für meinen Pflaumenkuchen,
habe ich Walnüsse gehackt.
...
Wie gewonnen - so zerronnen Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Ein Netz aus Worten, fein gewebt,
doch Gift ist das, was darin lebt.
Die Wahrheit wird zum Zerrbild bloß,
der Hochmut macht die Lüge groß.

Wer Falschheit sät in seiner Spur,
will kränken und verletzen nur.
Er lenkt den Blick, er führt in Not,
sein Wort bricht er wie trocken Brot.

Doch Masken fallen, Stück für Stück,
kein Trug bringt wirklich wahres Glück.
...
Ein starkes Ich Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Der Sturm mag heulen, wild und laut,
der Wind an deinen Mauern zerren,
doch wer auf seine Stärke vertraut,
den können keine Ängste sperren.

Es bricht das Holz, das starr und alt,
es reißt das Seil unter der Last,
doch deine Seele sucht sich Halt,
in dem, was du im Herzen hast.

Du bist wie Schilf im tiefen Moor,
das sich im harten Winde biegt,
...
Dankbarkeitssinnen Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Dankbarkeitssinnen

Einmal am Tag, zumeist in der Abendzeit
Erinnere ich mich an meinen Tagesverlauf
Und hole doch nur hervor, was ich gut fand.
Das ist oft nicht leicht, denn mächtig, bereit
Drängen sich auch unschöne Gedanken auf,
Die alles andere sind als freundlich entspannt.

Als glückliches Menschenkind bin ich in der Lage,
Das Negative abzulegen und in den Müll zu werfen,
Weil meine besonnte Seele mir stets dazu verhilft.
...
Zu jung Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Zu jung

Wer bereits als Kind nur im Unglück kramt,
Der gelangt nur sehr schwer ins Gute Leben,
Weil sich das Dunkle in seine Seele gerammt,
Das macht gemütstot, hemmt eigenes Streben.

Zu jung gestorben sind auch all jene Geister,
Die annehmen, es gäbe automatischen Frühling,
Die sich selber nur sehen als allerbesten Meister
Und meinen, es genüge der goldene Fingerring.

...
Der Widerspruch Nico Fender
Vorschautext:
Ich wünsche dir alles Liebe.
Und doch fühle ich kleinen Neid,
über all das, was du hast und ich nicht kriege,
all diese schlechten Gefühle tun mir so leid.

Doch ich trachte, sehne und begehre,
von dem ich glaube, es sei für mich nicht zu erreichen.
Und komme mit diesem Verhalten mir selber in die Quere,
wenn Teufels Kräfte ins Herze mein sich schleichen.

Doch die Freundschaft schluckt den Frust herunter,
die Hülle halte ich unbefleckt.
...
verlieren Farbensucher
Vorschautext:
wie leise
verlieren ist

und wie laut
es hallt
Choreografie Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Wir übten das Vorübergehen,
bis es wie Zufall aussah.

Die Schultern
im richtigen Winkel,
der Blick
eine Sekunde zu früh
zur Seite.

Als der Satz
seinen Einsatz hatte,
vollführten wir
...
Maiabend Josef Albert Stöckl
Vorschautext:
Maiabend

Fliederduft durchdringt
den Abend süß und schwer
Grillenzirpen klingt
aus Wiesen rings umher.

Dämmerlicht geleitet
den Tag zur Nacht hinaus
Abendfriede breitet
sacht seinen Schleier aus.

...
Sommertag (auf der Fraueninsel, Chiemsee) Josef Albert Stöckl
Vorschautext:
Sommertag (auf der Fraueninsel, Chiemsee)

Türkisblaues Wasser grenzt
die kleine Insel ein
und auf den sachten Wellen glänzt
goldener Sonnenschein.

Eine weiße Möwe liegt im Wind
und schwebt im Himmelsblau
schluchzt in der Nähe denn ein Kind?
Doch nur die Möwe ruft: „Au, au“

...
Sternennacht Josef Albert Stöckl
Vorschautext:
Sternennacht


Leises Sehnen, dunk‘les Ahnen
ziehen übern Horizont
hinaus bis zu den Sternenbahnen
wo der Unfassbare wohnt.

Staunend schau ich, nicht erfassend
all die ganze Schöpfungspracht
ehrfürchtig und fast verblassend
spür' ich die unfassbare Macht.
...
Was ich Dir noch sagen wollte Josef Albert Stöckl
Vorschautext:
Was ich Dir noch sagen wollte


Was ich Dir noch sagen wollte
es bleibt ungesagt
was ich Dich noch fragen wollte
es bleibt ungefragt.

Was ich Dir noch zeigen wollte
es bleibt ungesehen
was wir uns noch erträumten
es bleibt nun ungeschehen.
...
Das kupferne Herbstlicht Robert Späth
Vorschautext:
Der Herbst wirft sein kupfernes Haar durch die Gassen und zwingt die großen, müden Alleen in einen letzten, wilden Tanz.
Es ist eine Leichtigkeit, die nach feuchter Erde schmeckt, ein Rauschen von tausend goldenen Flügeln, die sich von den Zweigen lösen, um im Wind zu atmen.
Nichts drückt hier schwer auf die Brust, alles fließt in diesem rot brennenden Licht, das durch die Fensterscheiben bricht und die Zimmer in Bernstein taucht.
Die Vögel ziehen in weiten, schwingenden Bögen über die Dächer, und der Himmel ist von jenem reinen, schmerzhaften Blau, das von Weite erzählt.
Die Welt dreht sich leichter, während sie loslässt, eingehüllt in den Duft von reifem Obst und herbstlichem Rauch, schön und flüchtig wie ein Kuss im Vorübergehen
Dichterkunst Moira Ashly
Vorschautext:
Wenn ich ein Dichter wär,
dann wär es halb so schwer.
Meine Worte flössen ein
in so manchen Dichterreim.

Wenn ich ein Maler wär,
dann wär es halb so schwer,
könnt‘ mit den bunten Dingen
Menschen zum Staunen bringen.

Wenn ich ein Bäcker wär,
dann wär es halb so schwer.
...
Landunter Maria L. Späth
Vorschautext:
Der Mensch macht sich nach Plan
die Erde untertan.
Er rodet die Wälder,
legt trocken das Moor,
füllt die Gräben,
begradigt den Bach.
Der Strom fließt gemach
in gemauerten Kanälen-
schiffbar gemacht.
Der mensch gewinnt neues Land,
baut Deiche und Strand.
Er drängt das Meer
...
FÜR DICH Gritt Scheida
Vorschautext:
AUF DEM HIGHWAY DEINES LEBENS
möge deine Seele zur Solarzelle werden
für Freude , Schönheit , Gesundheit.
AUF DEM HIGJWAY DEINES LEBENS
möge schmerzender Balast
sich zu Diamanten recyclen.
AUF DEM HIGHWAY DEINES LEBENS
möge viel Kraft ,Zuversicht und Licht sein.
AUF DEM HIGHWAY DEINES LEBENS
sage JA zum Leben.
Das Lied Klaus Lutz
Vorschautext:
Heute habe ich ein Lied gehört. Ich habe
aber kein Radio. Keine Musikanlage.
Keinen Computer. Ich habe das Lied
dann gesucht. In der Ecke. Unter dem
Tisch. Auf dem Sofa. Und habe den Ton
verfolgt. In aller Stille. Mit aller Kunst.
Und allem Wissen. Und das Lied kam
aus der Erinnerung. Aus einer
unvergesslichen Zeit mit dir!

Heute habe ich ein Lied gehört. Und es
war Strand. Und Sonne. Und Mond.
...