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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Ein Körchen voller Birnen Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
An der Landstraße nach Lesse,
steht ein großer Birnenbaum.
Die Äste hängen voller Früchte.
Die Birnen sind ein Traum.

Ich setze mich aufs Fahrrad
und schaue mir gleich mal an,
ob ein paar Früchte reif sind,
die man schon ernten kann.

Im Gras liegen einige Birnen,
verfault und angefressen.
...
Acht Stunden Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Zum ersten Mal
blieb die Nacht
ohne Auftrag.

Kein Husten zog
an den Nerven.
Kein Hilferuf musste
aus dem Schlaf
gehoben werden.

Der Körper fiel
in acht dunkle Stunden,
...
Tobsuchtsanfall Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
- Fiktion –

-1-
Er explodiert, ihm schwillt der Kamm,
es bricht emotionaler Damm
die Brüllstimme sich überschlägt,
Zorn sich auf Partner überträgt,
-2-
Sein Gesicht läuft puterrot an,
er nicht mehr an sich halten kann
Augen quellen aus den Höhlen,
man hört verächtliches Stöhnen,
...
Schon den Rasen gemäht? Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Schon den Rasen gemäht?

Schon den Rasen gemäht, Zwiebeln geschnitten,
Ein wenig auf der Sprache herumgeritten?
Dann müssen wir den Schnitt noch wegfahren
Dürfen an der Belohnung nicht sparen.

Deshalb muss nun ein Cappuccino sein,
Denn die Gewohnheit rockt unser Dasein
Und stärkt deshalb auch die gute Haltung
Für eine schöne Gartengestaltung.

...
Sind wir nicht immer schon Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Sind wir nicht immer schon

Sind wir nicht immer schon damit angetreten,
Nach einem freundlichen Gegenüber zu fahnden,
Indem wir das Vertraute und Bekannte herunterbeten
Und eben nicht immerzu jeden Fauxpas ahnden?

In den menschlichen Genen lebt die Gesellung,
Die will ich mir auch von niemandem nehmen lassen.
Ich brauche überhaupt keinen Kamm in Schwellung,
Sanft will im Gespräch ich mein Gegenüber erfassen.

...
Zur Leichtfertigkeit sind sie bereit Käti Micka
Vorschautext:
*****
Zur Leichtfertigkeit sind sie bereit

Nehmt doch
bitte
Vernunft an
Oder
nehmt doch
bitte
einen gut gemeinten Rat an
Ihr seid auf dem verkehrten Weg
Denkt nach
...
Meere aus Augenblicken Robert Späth
Vorschautext:
Zwischen dem ersten Atemzug
und dem letzten Schweigen
liegt ein Meer aus Augenblicken,
still glitzernd,
wenn niemand hinsieht.

Wir gehen durch Tage,
die sich selbst vergessen,
tragen Sonnenuntergänge
wie kleine Wunden
unter der Haut.

...
Poesie Klaus Lutz
Vorschautext:
Die Vollkommenheit eines Apfels.
Die Perfektion eines Kreises. Der
Schwur einer Zahnbürste. Die
Macht von einer Karotte. Das
Geheimnis der Weinkeller. Der
Schwindel einer Praline. Das
Gefühl beim Blick aus dem Fenster.
Die Schuhe die fliegen können. Der
Bär auf dem Baum. Der Clown der im
Boxring kämpft. Da beginnt die
Poesie.

...
M O R G E N L I E D Gritt Scheida
Vorschautext:
"Kein Schwein ruft mich an,
keine Sau interessiert sich für mich",
sing unter der Dusche und denke an dich.
Doch plötzlich klingelt mein Telefon laut,
triefend naß noch Haar und Haut,
renn`ich zu ihm und rutsche aus.
Herr Raab - was ist denn los in meinem Haus ?
Diese Morgenmelodie,
sing ich wahrlich nie mehr - nie !
Jemand erreichte heiter, das Ende seiner Entwicklungsleiter jogdragoon
Vorschautext:
Wer über das Ende seiner Entwicklungsleiter steigt,
dem sich eine Plattform zeigt.
Müde lächelnd wird ihm dann klar,
dass das nicht das Ende war.
Denn die Reise ins Licht geht heiter,
auf einer weiteren Leiter weiter.
*
Jemand schaute tief in sich
und erkannte sein innerstes Ich.
Er sah Vater, Mutter und das Kind,
die durch: “Ich liebe mich !”
drei zu eins verbunden sind:
...
Atmen Isaew Magomed
Vorschautext:
Warten Sie nicht auf den Gluck ,
Sie, bitte atmen mit dem Gluck
Frieden für die Welt (Song) Horst Bulla
Vorschautext:
[Strophe 1]
Wir brauchen keine Kriegsminister,
keine Generäle, keine Armeen.
Keine Milliarden für Aufrüstungswahn,
für Rüstungskonzerne, Kriegspropaganda,
für Hetze, die Feindbilder gießt wie Beton.

Wir brauchen keine Politik der Einmischung,
kein Hineingreifen in fremde Kriege,
keine Hände, die Konflikte schüren,
die nicht die unseren sind.

...
Ein Leben zwischen zwei Systemen (Song) Horst Bulla
Vorschautext:
[Strophe 1]
Er war ein Junge in der DDR,
wuchs auf in grauen Straßen.
Ein Leben zwischen Pflicht und Arbeit,
keine Wahl, nur stilles Tragen.
Die Jahre gingen, Mauern fielen,
die Welt versprach ein neues Licht.
Doch hinter glänzenden Parolen
wartete nur ein neues Gesicht.

[Refrain]
Ein Leben lang geschuftet,
...
Ein Armengrab (Song) Horst Bulla
Vorschautext:
[Strophe 1]
Ein Armengrab im stillen Wind,
kein Staat, der von ihm Abschied nimmt.
Gedient hat er ein Leben lang,
erst in der Lehre, dann Soldat –
als Arbeiter und Steuerzahler
für seinen ehrenvollen Vater Staat.

[Refrain]
Die Demokratie, sie lebe hoch!
Erst Armutsrente für sein Dienen,
Soldat sein für den Staat,
...
Die Wahrheit auf der kalten Bank (Song) Horst Bulla
Vorschautext:
[Strophe 1]
Der alte Mann mit dem weißen Haar
sitzt auf der kalten Parkbank,
die Hände alt, kaputt von schwerer Arbeit,
von einem Leben ohne Dank.
Er denkt zurück an seine Eltern,
an die Vorfahren, die vor ihm waren.
Alle schufteten bei Wind und Wetter,
schwere, schmutzige Arbeiten – über Generationen, Jahr für Jahr.

[Zwischengesang]
Cold bench… cold life… cold truth.
...
Aufenthaltsort Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Die Frau wohnt nachts
in einem Bus.

Alle siebenundvierzig Minuten
kommt ihre Wohnung
am selben Bahnhof vorbei.

Sie kennt jede Kurve,
die Ampel mit dem langen Rot,
das Geräusch der Türen
vor dem Öffnen.

...
Z u v e r s i c h t Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Traurigkeit – sie drückt mich nieder;
ich hoff', bald scheint die Sonne wieder.
Doch noch fließen Tränen ab und an,
die ich zurück nicht halten kann.

Schatten legen sich aufs Herz,
und jeder Atemzug bringt Schmerz.
Die Stille hüllt mich lastend ein;
ich fühl' mich einsam und allein.

Graue Wolken zieh'n vorbei,
doch irgendwann da bin ich wieder frei.
...
In der Stille geborgen Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Oma sollte ich bald wieder werden,
wie sehr hab' ich mich darüber gefreut.
Doch gibt's Unvorhersehbares auf Erden,
wenn das Schicksal seine Schatten streut.

Ein kleiner Stern berührte kurz das Leben,
bevor er leise in die Stille entschwand.
Was wir so gern an Liebe wollten geben,
hielt er nur für einen Moment in der Hand.

Nun blick’ ich nachts auf zum Himmelszelt
und suche dich in jedem hellen Licht.
...
Ausflug Esmir Bilali
Vorschautext:
Der Tag, an dem wir zusammen waren. Wir wollten einen Ausflug machen, so wie immer. Einen besonderen Morgen, Taschen gepackt, alles echt und real. Autos gelassen, mit dem Zug losgegangen, ohne über irgendetwas nachzudenken, einfach nur fort.

Dieses warme und besondere Gefühl, zu wissen, dass du neben mir sitzt und deinen Kopf auf meine Schulter legst. Etwas, was sich nicht jeder leisten kann und was Geld nicht kaufen kann.

Stunden sind vergangen. Wir standen am Bahnhof, die Züge gingen nicht. Wir warteten bis abends. Aber wir beide waren einfach nun mal crazy und ließen uns keine Zeit für Ruhe.

Dann ging es los. Am Hotel angekommen, schon am Anfang diese Zickereien und Streitigkeiten, die sich sogar nach Frieden anfühlten. Für uns war Ruhe ein fremdes Wort. Vielleicht haben wir das aus unserer Kindheit, ich weiß es nicht.

Nun, dieser Tag war der Grund, warum du jetzt nicht mehr in meinem Leben bist. Und vielleicht, egal was das Schicksal versucht zu machen, sind wir seit Jahren fremd, trotz der ab und zu geführten Telefonate und wiederkehrenden Hoffnungen.

Aber wieder hat das Schicksal uns irgendwo anders hingebracht. Ohne uns einfach mal in die Augen zu schauen, sind wir immer weiter und weiter voneinander entfernt.

...
Nachbarn sind oft sonderbar Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Nachbarn sind oft sonderbar,
man kommt nicht mit allen klar.
Der eine laut, der andere leise,
jeder tickt auf seine Weise.

Der eine ist fleißig, hilfsbereit,
und opfert jedem seine Zeit,
der andere möchte seine Ruh´,
und schaut gern bei der Arbeit zu.

Wie viele über andere lachen
und selbst nicht alles richtig machen.
...