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| Titel | Autor | |||
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| Schweigen | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Wir sagen einander wenig. Manches, weil es nicht mehr nötig ist. Manches, weil wir es nicht mehr finden. Das Schweigen hat sich eingerichtet, fragt nicht nach Erlaubnis. Es bleibt, weil wir es dulden. Sätze liegen wie unbenutztes Besteck in der Schublade der Jahre. Wir verstehen, miteinander zu schweigen und übersehen dabei, ... |
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| Grönlands Himmel (Komponist: Paul Dessau) | Olaf Zeidler | |||
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Vorschautext: Die Sonne schüttet Glitzersterne über weiß verschneite Dächer aus. Doch nun rollen schon in weiter Ferne erste Bomber bis zur Startbahn raus. Die Heimat ist da wo jeder lang lebt. Der Freiheit kommt aber nur nah, wer auch nach Frieden strebt... Warum soll jemand verkaufen sein Land für frisch gedrucktes Geld? ... |
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| Elfchen | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Aufblühen Sonne lacht Seele denkt bunt Düfte belebend anregend frisch Frühlingserwachen |
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| Es musste raus | Lisa Nicolis | |||
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Vorschautext: *** Heut geht's mir gar nicht gut. Es hapert wieder da und dort. Mir fehlt's an Kraft, mir fehlt's an Mut. Auch wenn es dich gar nicht bewegt. Ich sag's nur so. Ich pust es raus, damit es drin nicht Wurzeln schlägt. ... |
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| Wortlos | Lisa Nicolis | |||
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Vorschautext: *** Meine Welt ist so weit, doch sie reicht dir nur bis an die Grenzen meiner Wortfindung. Darüber hinaus kann nur ich sie ertasten. Folgen kannst du mir nicht, denn hin zu ihren Höhen, und meist Tiefen, bist du blind ... |
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| Versteh' einer die Frauen | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Versteh einer die Frauen… Als ich in die Küche kam Und auf das dortige Radio zusteuerte, Rief mir die Liebste laut zu: „Lass‘ ja das Radio aus!“ Als ich später die Küche betrat, Kamen wunderbare Melodien von dort, Hörte ich die Liebste gar mitsingen! Versteh‘ einer die Frauen… ... |
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| Ein Wunder ist's | Hans Hartmut Dr. Karg | |||
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Vorschautext: Ein Wunder ist‘s Ein Wunder ist’s, Nach fünfundzwanzig Jahren Und einer schweren Krebserkrankung Immer noch als geheilte Frau Geburtstag feiern zu können. ©Hans Hartmut Karg 2026 * |
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| Katze Minka will einen Vogel fangen | Doris Grevesmühl | |||
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Vorschautext: Als früh die Tür stand auf, lief Minka schnell hinaus in den Garten, wo Vögel auf Futter warten. Dort hing am Ast ein Futterhaus, sie setzte sich davor und schaute rauf, sah sich das Geflatter an, überlegte, wie sie da kommt ran, hat sich dicht herangeschlichen, um einen Vogel zu erwischen, ... |
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| Lebewesen und ihr Lebensraum | Doris Grevesmühl | |||
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Vorschautext: Die meisten Lebewesen Beine haben, die sie durchs Leben tragen, andere wiederum, wie zum Beispiel ein Wurm, der keine Beine hat, bewegt sich auf andere Art, kommt kriechend nur voran, lebt dort, wo man ihn schlecht finden kann. Vögel sogar Flügel haben, die sie auf und nieder schlagen, ... |
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| Asphalt und Freiheit | Max Vödisch | |||
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Vorschautext: Der Motor grollt in der kühlen Nacht, ein dunkler Puls aus Eisen und Benzin. Wir tragen das ferne Leuchten sacht und spüren die Sehnsucht, die Wege ziehn. Kein Gestern hält uns mit stummer Hand, die Reifen trinken das graue Band. Wir lassen den Staub und den müden Rand zurück in dem schlafenden Land. Der Wind schreibt Lieder auf unser Gesicht, aus Freiheit, Salz und dem Duft von Gefahr. ... |
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| Schattenzeit | Meteor | |||
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Vorschautext: Deine Silhouette lässt Schatten seufzen. Deine Pirouetten erregen das Dunkel. Deine Kontur will sich mit meiner kreuzen. Zwei erigierte Seelen im Zwielicht funkeln. Lüsterne Schemen verlangen Wagnis. Düsteres Begehren im Finstern. Vergehen sich im lasziven Schattenriss. Im geteilten Abyss leidendes Zittern. Im Schattenwurf vollzogene Lustrituale, Schummerlicht erzeugt sakrale Fraktale. ... |
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| In der Spätphase des Winters | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Sobald die ersten Blüten von Krokus und Schneeglöckchen sprießen, schmilzt mit dem Schnee auch unser Herz. Wir spüren Freude, Kraft und Wohlbefinden, denn an die Tür klopft leis' der März. |
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| Deal or no deal | Meteor | |||
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Vorschautext: Die Mächtigsten dieser Welt machen was ihnen gefällt. Bei ihrem Spiel um Macht und Geld, ist es um Frieden schlecht bestellt. Menschenleben sind für sie abstrakt, Spielfiguren, nicht mehr als Besitz. Statt Mitleid für Trauernde am Grab, machen sie einen respektlosen Witz. Wie einst Monarchen im Mittelalter, betrachten sie Ihr Volk als Leibeigene. ... |
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| Schule der Verführung | Meteor | |||
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Vorschautext: Früher so als junger Novize, - unerfahren, voller Übermut - vertraute ich auf meine Hitze, wollte ungestüm zu heißem Blut. Doch mein Erfolg war bescheiden, musste erst lernen und kapieren, Verführung beginnt vorm Entkleiden, soll ihr Körper wie gewollt reagieren. Es gilt, sie im Geiste zu verlocken, die Auserwählte spürbar zu begehren. ... |
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| Iran 1 | Angelika Zädow | |||
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Vorschautext: Verzweiflung und Sehnsucht treibt mutige Hoffnung auf Straßen und Plätze Iran |
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| Was der Abschied übrig lässt | Chandrika Wolkenstein | |||
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Vorschautext: Da ist noch kalter Kaffee in der Tasse. Dein Brot liegt auch noch angebissen da. Wie ich die Stelle, wo wir enden, hasse, wird mir in solchen Augenblicken klar. Im Bad wohnen noch Relikte deiner Nähe. Die Zahnbürste wird vergeblich auf dich warten. Wenn ich dein Bleiben künftig auch verschmähe, such' ich nach stillem Zeugnis ,all' den zarten Überbleibseln unserer Gewesenheit; mehr ist leider nicht geblieben. Ich erinnere viel Kummer und Leid im bunten Leben, das wir liebten. ... |
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| Was | Schornsteinfeger | |||
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Vorschautext: Ist das~ das ich in der Hand halte Hätt‘ ich sie gewaschen Geist und Herz zum Gebet falte Und übrig bleiben schwarze Taschen Wer ist das: der Kreide in mein Spiegel malt War‘n wir die , die ihr ward? Was bleibt von den Scherben Mit der wir Liebe nach oben ritzten Was ist das? Du vergehst! Ich sterbe Wie soll ich reden, mit dir, wenn ich ... |
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| Lebensgepäck | Helga | |||
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Vorschautext: Dein Leben ist eine lange Reise mal Schritte, mal stürmische Kreise, an deiner Seite rollt stilles Gewicht, kein Koffer ist wirklich leer an sich, manche bleiben verschlossen am Rand, Vergangenes fordert nicht ständig die Hand, sie dürfen stehen, dürfen ruhen, es gibt im Jetzt genug zu tun, ... |
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| Danke an alle meine Leser und Leserinnen ! | Jens Gottschall | |||
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Vorschautext: ***** Es war ein Tag vor vielen Jahren, als ich das Schreiben hab für mich entdeckt. Mit einem einzigen Gedicht fing alles an, dann war das Interesse schnell geweckt. So lief das in der ersten Zeit, bis sich Corona machte breit. Die Zeit stand still, es ging nichts mehr, die Lust war fort, der Kopf so leer. ... |
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| Eis aus Worten | Claudia Behrndt | |||
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Vorschautext: Im Norden knirscht das alte Recht, im Frost wird Macht erneut gerecht. Ein Anspruch fällt wie kalter Stein, ins Schweigen aus dem Polarmeer hinein. Verbündete flüstern Schutz und Pflicht, doch ändern sanfte Pläne nichts. Die Arktis hört, was keiner sagt, wenn Stärke leise Grenzen fragt. So steht die Welt im weißen Raum, zwischen Drohungen, Angst und Traum. ... |
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