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| 154 | Polygonal | 06.04.26 | ||
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Vorschautext: vergangene Traumbilder in unmöglichen Städten bizarre Geschichten auf unzugänglichen Felsen können nicht existieren scheinen es nicht zu wissen gemeißelt wie von Riesen in schwindelerregender Höhe und tief im Tal unter Tempel-Kolossen aus Stein härter als Stahl geschnitten wie weiche Erde ... |
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| 153 | Lorca | 30.03.26 | ||
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Vorschautext: Donna Alba ist kreidebleich: vor ihrem Haus über dem Abgrund thront Federico im Federkleid wie ein Engel, nur nicht gefallen, eher schwebend und singend über tosende Rosen und Blut, verzehrende Glut und Tod und den Mond. Oh der Mond in deinem Mund, ... |
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| 152 | Form und Farbe | 28.03.26 | ||
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Vorschautext: Der Morgen in Rotgold bricht durch offene Fenster ein. Wolkenwellen spiegeln vollkommen Kirschblüte unten in Form und Farbe. © Lena Engelbrecht |
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| 151 | Osireion | 21.03.26 | ||
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Vorschautext: Nur in Vollmondnächten zur Tagundnachtgleichen erhallen Sonnenhymnen aus dem Osireions Inneren. Hunderte Sonnenbarken steigen über Abídos - dem Hügel des Hüters am Nil - und gleiten langsam zum Ozean. © Lena Engelbrecht |
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| 150 | Sonnenzeit | 15.03.26 | ||
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Vorschautext: Im Reich der Rieseneichen atmet Erde wieder frei. Windrosen-Rhythmen tragen Meereswellen zu den Dünen in dem grünen Land der tiefen Wälder und Bernsteingeschichten. Der aufgetaute Fluss unter den moosbemalten Fichten verwandelt Eis in Wasser zwischen rotgestreiften Felsenwänden. Lichtblaue Blume ist geweckt vom Ruf der Sonnenzeit. ... |
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| 149 | Holi-Farben | 06.03.26 | ||
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Vorschautext: In Gärten schwellen Pfauenschreie auf und Blütenblätter lauschen ihrem Öffnen am Holi Fest zu Ehren Kamas. Aus dem Sari-Stoff des Lakshmi Sutra entwebt die Sonne grenzenlose Farben am ersten Vollmondtag im Frühjahr. © Lena Engelbrecht |
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| 148 | Anders | 28.02.26 | ||
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Vorschautext: Meine bekannte Krähe macht heute Pause. Sonst legt sie die Walnüsse immer direkt auf die Strasse, auf den Asphalt, und wartet von oben auf das Auto das Nüsse für sie im Vorbeifahren knackt. Heute ist sie aber anders. Abwechslung? © Lena Engelbrecht |
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| 147 | Bänder des Walzers | 24.01.26 | ||
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Vorschautext: auf "Take This Waltz" von Leonard Cohen Diese Wendeltreppe aus Schmiedeeisen führt zur Dachterrasse. Aus goldbeleuchteten Fenstern alter Paläste schallt über Kupferkuppeln: "...nimm diesen Walzer...". Sommertanz auf dem Dach. Mitten im eingeschneiten Liebreiz der Stadt warme Wange, ... |
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| 146 | Dem Praxiteles | 17.01.26 | ||
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Vorschautext: Im Marmortal begegnen sich Erinnerungen, wandern der Vergangenheit entlang, sehen Skulpturen in den Küstenfelsen unter der orangen Sonne strahlen, Seewellen und die Welten nacheinander fallen und entstehen, Pinien und Zypressen in der Weite. © Lena Engelbrecht |
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| 145 | Ukiyo-e | 06.01.26 | ||
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Vorschautext: In der nächtlichen Grafik, in gefächerten Kiefernbaum-Nadeln hat sich der Vollmond verfangen und flirrt vergoldet durch Wolkenschaum als ginge der Vorhang auf im vergessenen Traum. © Lena Engelbrecht |
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| 144 | Farbe des Granatapfels | 03.01.26 | ||
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Vorschautext: für Sergei Paradschanow Ein armer Mann war Sayat Nová, webte Teppiche aus warmer Wolle, färbte Wolle mit rotem Granatapfelsaft und bitterer Walnussschale auch wenn er lieber Bücher gelesen hätte. Seine Kamántsche nahm Sayat Nová, reihte seine Wörter auf ihren Saiten, brachte als Opfer für Götter Granatapfelkerne und verließ Avlabári für immer. Sayat Nová erzählte Prinzessinnen, Mönchen und Herrschern seine Geschichten und Märchen in bunten Farben ... |
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| 143 | Knabberzeuge | 21.12.25 | ||
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Vorschautext: Unglaublich, aber da haben neulich Knaben versucht, sich heimlich am Labskaus zu laben. Dem ausgesprochen kühnen Unterfangen folgte das Naschen bunter Zuckerstangen. Die Nahrungspyramide nun erklommen, standen zwei Knaben dort vor Müh' benommen. Der andere sang plötzlich eine Arie und wurde, wie der eine, Vegetarier. Mit dem gesunden Appetit bissen zwei Knaben auf Granit. ... |
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| 142 | Dramatischer Nachtisch | 13.12.25 | ||
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Vorschautext: Gierige kleine Pfötchen strecken sich, krallen sich rein, reißen erbarmungslos zarten Glanz der Hüllenhaut auf, wälzen sich in zerfetzten Resten. Dunkel verschmierte Gesichter strahlen. Winzige scharfe Zähne, wehrloses Waffelfleisch knirscht. Augen blinzeln euphorisch im unbändigen Schokorausch. © Lena Engelbrecht |
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| 141 | Galerie | 06.12.25 | ||
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Vorschautext: Es waren Wände zwischen uns, Nachahmungen, Kopien, Originale, grelle Lampen an der Decke. Wir waren zwischen Wänden. Bilder schauten uns an. Sie hatten Fragen in den Augen, wiesen mit zerstreuten Blicken zu dem Ausgang aus dem Labyrinth. © Lena Engelbrecht |
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| 140 | Chinesischer Garten | 29.11.25 | ||
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Vorschautext: Im silbergrauen Zierrat verlieren sich weich Farben der Herbstkonturen und ihre Spuren. Der Abend - in Nebelsatin gekleidet, in Baum-Wolle gehüllt - begleitet fallende Blätter zur Ruhetränke neben der Lotosbrücke. © Lena Engelbrecht |
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| 139 | Ein Gedicht | 15.11.25 | ||
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Vorschautext: Wie ins Licht getunkt. Ein Punkt bezeichnet die Zusammenkunft von Parallelen die zueinander laufen in Perspektiven. © Lena Engelbrecht |
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| 138 | Keine Gnomen | 08.11.25 | ||
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Vorschautext: Zwei Gnomen schlichen durchs Gelände, dieses Gelände nahm kein Ende. So hat das Ganze seinen Lauf genommen. Es waren aber letztlich Knaben, keine Gnomen. Zur Abwechslung mal unter dem Ahorn spielten zwei Knaben abends Klappenhorn. Das klang wie Katzenjammer auf dem Dach und verursachte Klagen wegen Krach. Zwei Knaben wollten endlich ihre Ruhe haben und auf dem Feld das Klappenhorn vergraben. ... |
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| 137 | Mehrzahl | 01.11.25 | ||
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Vorschautext: Zwei Jugendliche wollten unbedingt ein wenig Trübsal blasen, nur ging das nicht so richtig auf dem Rasen. Im Sonnenschein mit vielen bunten Schmetterlingen ließen sich Minderjährige vom trüben Ding abbringen. Drei Knaben teilten sich ein Klappenhorn im Maisfeld und sahen drum als ziemlich kompliziert die Welt. Wär' auf dem Feld, so wie es sich g'hört, der Dinkel, wäre wohl anders der Betrachtungswinkel. Zwölf Elfen... ja, warum denn nicht... tanzten im Wald im Elfenlicht. ... |
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| 136 | Nicht-Ghasel | 25.10.25 | ||
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Vorschautext: für Noor Inayat Khan Der weise Pir-o-Murschíd hat geweint und dabei tröstend gesagt: "ist schon gut". Der weise Murschíd hat gemeint, er würde die Welt gerne heilen und weiß: es ist unmöglich. Wer bin ich schon um dem weisen Murschíd zu widersprechen. © Lena Engelbrecht |
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| 135 | Oktoberlied | 19.10.25 | ||
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Vorschautext: Krone deines Ahorns ist Blattgold im Aquamarin deiner Bäche im Türkis deines Morgens Göttergold Licht der Lichter Lied der Lieder Seeland. © Lena Engelbrecht |
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