| Titel | ||||
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| 155 | Fireflies | |||
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Vorschautext: Ich gehe, und niemand kann wissen weshalb. Zu Gerüchen von Bergrhododendron und Sommergewittern am Wegrand. Ich wandere, niemand kann wissen wohin. Dort leuchten smaragdene Käfer durch wilde Minze am Wasser. Ich bin, und niemand kann wissen ... |
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| 154 | Nocturne | |||
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Vorschautext: Ich habe ein Gedicht kennengelernt, so lebensreich und leicht zugleich und voller Spuren. Traumtrunken sinken seine Lieder wie Abendmeere ins Mondlicht. Es blättert meine Finger, plätschert leise, setzt sich auf meine Schulter, schaut mir in die Augen und lächelt mich durch Tränen an. © Lena Engelbrecht |
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| 153 | Winterberg | |||
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Vorschautext: Noch vor dem ersten Schnee, Bäume flüstern geduldig am Zaun. Oben im Atlas der Nacht lachen unendliche Glocken aus frostigem Glas. Mondsplitter-Kameen umranken Brokate der Stämme. Kristalle zerstrahlen leise auf dem Cordsamt der Erde. Ein Lichtlied bedeckt alles langsam. © Lena Engelbrecht |
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| 152 | Madrugada | |||
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Vorschautext: In Delphinium-Farben ergeht sich Mitternacht. Magnolie verstreut dem Boden Blatt um Blatt violette Achate. Schritt um Schritt entfernt sich das Tagesraunen. Hingehauchtes Wispern blinkender Lichter breitet sich über Dächern Stern um Stern. ... |
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| 151 | Dem Praxiteles | |||
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Vorschautext: Im Marmortal begegnen sich Erinnerungen, wandern der Vergangenheit entlang, sehen Skulpturen in den Küstenfelsen unter der orangen Sonne strahlen, Seewellen und die Welten nacheinander fallen und entstehen, Pinien und Zypressen in der Weite. © Lena Engelbrecht |
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| 150 | In Lübars | |||
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Vorschautext: Auf einer Bank in Lübars saß ein nicht mehr so junger Mann (obwohl... wer weiß). Er schien mit etwas unzufrieden zu sein im Sonnenschein, schaute nachdenklich zum Himmel und dann, auf einmal in seinen Augen... Ich dachte nur erstaunt: was für ein schöner Mensch ist das. ... |
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| 149 | Mit Ocker und Siena | |||
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Vorschautext: Mit Ocker und Siena würde ich dich malen, mäanderartig fällt dein Schatten auf die runden Steine. Als weiche Silhouette an dem weißen Ufer in Ravenna, ein wenig Königsblau scheint hell durch Umbra. © Lena Engelbrecht |
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| 148 | Dea Dia - Inari | |||
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Vorschautext: Schneeweiße kleine Inari-Kami vermittelt blitzschnell zwischen Göttern, im steinernen Inseltempel zaubert für alle Wesen aus dem blauen Fuchsfeuer Segen. © Lena Engelbrecht |
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| 147 | Bodhisattva | |||
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Vorschautext: Om. Schaue uns bitte an, Avalokiteshvara, verstecke uns im unsichtbaren Schilf bei Gefahren. Manipadme. Schenke uns bitte Licht Deiner Seesterne auf unserer Reise, Himmelszelte bei der Rast. Hum. Lass mit tausend Armen Deinen unendlichen Blumenregen auf uns niedersteigen bei Freude. ... |
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| 146 | Salto impossibile | |||
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Vorschautext: ...und manchmal kommt aus der Metaebene ein Ruf der Sanduhr-Trommel. Dann erblühen Kastanienbäume im September auf dem Hügel und erstaunte Kolibris irisieren über dem Schwanensee unter den Linden. Eifach so, als ob es nicht unmöglich wäre und schon immer so war. Und mein Mikrokosmos bäumt sich, ... |
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| 145 | Čiurlionis | |||
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Vorschautext: Wer könnte malen Gerüche von anderen Sternen, wo Schmetterlinge zwitschern auf blauen Korallenbäumen? Wer könnte schreiben Meeresmusik aus Funken der Nacht, die helle Riesen in ihren Händen halten wie wertvolle Träume? Wer könnte sehen die ganze Welt im Augenblick, ... |
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| 144 | Regenmadrigal | |||
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Vorschautext: Hochsommerliche Ähre im Ultramarin, es wurde unbemerkbar Abend. Es wurde ungeahnte Gnade. Wasser-Andante dauerte am Stadtrand, floss unaufhörlich in Staccato über, klang im Spätgras aus. Der unerwartet laute Duft der Dämmerungs-Levkoje durchdrang die Straßen und Gedanken unauslöschlich. ... |
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| 143 | Weit weg | |||
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Vorschautext: Berghänge am Meer, der Nebel wird dichter. Ein weiter Weg, aber runde Laternen sind überall auf grauen lautlosen Ästen - Bergorangen im Spätherbst. © Lena Engelbrecht |
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| 142 | Silbertal-Variationen | |||
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Vorschautext: Es war ein Wort, ein Licht, ein Blick. Ich dachte nur ich sehe einen Traum: es war ein Tag, ein Jahr, ein Leben in dem Silbergarten. Ich kletterte auf Bäume in den Bergen, ich wollte wissen wo ich wirklich bin. Ich war am Anfang. © Lena Engelbrecht |
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| 141 | Magritte | |||
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Vorschautext: Hinter der Mauer - ein Garten mit einer weißen Bank. Hinter der Bank - Apfelbäume, Äpfel sind auf dem Kiesweg, auf der Bank, auf dem Rasen. Hinter den Bäumen - ein Haus mit dem Kamin, über dem hängt ein Bild von dem Garten, dem kleinen Haus, dem Kamin und einem Bild darüber. © Lena Engelbrecht |
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| 140 | Nobless oblige | |||
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Vorschautext: Die Gute Liselotte war wirklich eine flotte. Fleißig an der Oboe, gewandt bei der Gavotte. Mitnichten Trödelliesel - ein Gobelin pro Monat im Lot, mit bunter Schleife, in munterem Galopp. Selbst raufgeschleppt zum Burge, selbst aufgehängt im Turme, das alles ohne Klagen und summend "Greensleeves" ... |
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| 139 | Commedia dell'arte | |||
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Vorschautext: Die Handelsschiffe sind in der Lagune alle eingetroffen, der Kaufmann von Venedig ist erlöst. Der Tod war schon beinahe unvermeidlich, das Leben ist in diesem Akt der Preis der Ehre. Ave Vita. La Serenissima erstrahlt erneut zur kalten Jahreszeit. Galantes Treiben am Kanal im Garn der Mandoline. Wie immer heiter bis bewölkt ... |
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| 138 | In Pastellgold | |||
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Vorschautext: Gott der Verzweifelten der Verlorenen der Verstoßenen der Du bist manchmal weinst Du aufgelöst aus beschlagenen Spiegeln steigst Du vor verregneten Fenstern auf mannigfaltig von Anfang an der Du bist im Beginn und im Ende Dein pastellgoldenes Lächeln gilt im Vergehen und Werden allen. © Lena Engelbrecht |
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| 137 | Fluss aus Seide | |||
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Vorschautext: Jetzt war sie endlich wieder da, ihr weißes Kleid bestickt mit Silber. Sie sprach wie immer wenig, leise, und lächelte so mild und strahlend und lauschte dem Laub wie einem alten Freund. Dann war sie wieder weg wie immer, mit einem Wimpernschlag verschwunden, mit einem Kranichschwarm nach Osten, dem Chaos und dem Chronos zu entkommen, meine Minerva, deren Kleid wie Fluss aus Seide. ... |
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| 136 | Blumenfest | |||
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Vorschautext: Am elften Anthesterion ist alles anders. Ein Seeschiff fährt durch das Land wie durch ein Wunder zum Limnáion. Wo immer nackte Steine waren blüht ein Meer aus wilden Tulpen, Anemonen, Hyazinthen. Bekränzte Diener werden feierlich bedient von ihren Herren in erstaunlicher Verkleidung. Tempel sind verschlossen, nur der eine ist geöffnet von der Basilínna an den Choen. Am Abend wird der junge Wein entfesselt, ... |
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