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| 990 | Tempo der Zeit | |||
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Vorschautext: Geschwind, geschwind, so wie der Wind, dreht sich der Zeiger meiner Uhr, beim Hinsehen werde ich fast blind, läuft voran - bleibt stur. Minuten eilen schnell vorbei, kann nichts dagegen machen, mir ist`s zwar nicht so einerlei, soll ich nun weinen oder lachen? Alles geht mir viel zu schnell, Tag und Nacht vergeh`n im Flug, ... |
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| 989 | Innehalten | |||
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Vorschautext: Täglich stets der gleiche Trott, das Einerlei vernebelt unseren Sinn, dahin die Jahre eil`n so flott, andere ernten schon den Gewinn. Drum heißt`s von Zeit zu Zeit mal innehalten, sich selbst mal hinterfragen, soll man was ändern - bleibt`s beim Alten, oder doch mal Neues wagen? Überwinde einfach Schranken, sie versperren nur das Ziel, ... |
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| 988 | Die Geister kommen | |||
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Vorschautext: Die Turmuhr schlägt zur Mitternacht, die Geisterstunde, sie beginnt, Gespenster nehmen übermacht, das Blut in Adern mir gerinnt. In den Ecken hör` ich`s Raunen, hinter Türen leises Wispern, überall das stete Maulen und ein eigenart Geknister. Mondenschein fällt hell ins Zimmer, an den Wänden Schatten tanzen, ... |
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| 987 | Baum am Abend | |||
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Vorschautext: In den lauen Abendstunden, wiegt einsam sich ein Baum, mit der Erde fest verbunden, in dem abendlichen Raum. Seine Äste sind wie Flügel, strecken sich dem Himmel zu, ständ` er doch auf einem Hügel, würd` singen Lieder dann zur Abendruh`. Durch die Zweige geht ein Raunen, Wind, der jetzt schon kühler wird, ... |
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| 986 | Schwatzen, schwatzen, schwatzen.................... | |||
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Vorschautext: Die Schwalben sind zurückgekehrt an ihren heimisch` Herd, jetzt wird erst einmal renoviert, und dabei lautstark tiriliert. Am Nachbarhaus wird auch gebaut, man hin und wieder Hälmchen klaut, ein Schwätzchen zur Begrüßung, kann die Arbeit nur versüßen. Frau Schwalbe schwatzt den ganzen Tag, der Nachbarin ihr Leid sie klagt, ... |
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| 985 | W i n t e r t a g | |||
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Vorschautext: Ich weiß gar nicht wie es geschah, auf einmal war der Winter da, brachte Kälte, Eis und Schnee, dem letzten Grün tut es sehr weh. Er hält uns fest in seinen Armen, es ist zum Heulen und Erbarmen, Wiesen, Wald und Hecken, stecken unter weißen Decken. Auch der See hat eine Haut, jeder hofft, dass es bald taut, ... |
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| 984 | Bedrohungsvoll | |||
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Vorschautext: Der See hat seine Tücken, nur hin und wieder ein paar Lücken, wo Wellen ziehen ihre Bahnen, läßt dunkles Wasser nur erahnen, die Tiefe ist bedrohungsvoll, wie Melodien in Dur und Moll. Der Wassergeist am Waldesrand, sehnt sich nach tiefem Wasserstand, vom Grund her steigen Perlen auf...., indes der Mond nimmt seinen Lauf, ein Käuzchen in den Bäumen schreit, ... |
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| 983 | Vergebliches Warten | |||
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Vorschautext: Gefühlte Stunden wart` ich schon, am Gartentor so ganz allein, Dunkelheit ist nun der Lohn, du wolltest längst schon bei mir sein. Lass meine Blicke schweifen, in den Bäumen raunt der Wind, Angst beginnt in mir zu reifen, ach, bitte, komm` doch bald geschwind. Dann lass uns Zärtlichkeiten tauschen, niemand da, der uns je stört, ... |
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| 982 | Wer wird an mich denken..... | |||
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Vorschautext: Wer wird an mich denken, wenn ich nicht mehr bin: Nachbar`s Katze, die so manches Schälchen Milch genascht hat, die Vögel, die ich im Winter gefüttert habe, die Blumen in meinem Garten, ... |
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| 981 | Apfel - Pflaumen - Liebe | |||
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Vorschautext: Wie jedes Jahr zur Erntezeit, gibt es Früchte weit und breit, an Zweigen hängen sie gepaart, ein jeder ist in sie vernarrt. So liebt ein Apfel eine Pflaume, doch diese hängt am anderen Baume, ihn durchfährt ein starker Schmerz, die Liebste hat ein steinern Herz. Wie steht das Apfelherz in Flammen, man pflückt beide jetzt zusammen, ... |
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| 980 | Eingestehen | |||
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Vorschautext: Wenn dir Böses widerfährt, fragst du gleich nach dem WARUM, Unmut in der Seele gärt, doch die Münder bleiben stumm. Schau` zunächst in dich hinein, suche dort nach Gründen, ehe Worte fließen, die gemein, kram in eigenen Pfründen. Sich selbst was eingestehen, erfordert großen Mut, ... |
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| 979 | Musik des Alltags | |||
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Vorschautext: Der Arbeitstag war lang und schwer, ich such die Ruhe draußen hier, ein heißer Tee steht neben mir, und atme endlich wieder mehr. Nur kurz will ich hier noch verweilen, doch eine Pflicht steht schon bereit, da zieht mich etwas in den Bann, ich kann dem Anblick nicht enteilen. Mein Blick ruht auf den alten Bäumen, zarte Blätter flüstern leis im Wind, ... |
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| 978 | Worte an die Natur | |||
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Vorschautext: Jedes Jahr gewinnt an Alter, bald als Greis du gehst gebückt, bist nicht mehr der bunte Falter, der jede Blume dann beglückt. Jede Falte in deinem Antlitz, ist eine Lebensweisheit mehr, Schalk, der aus den Augen blitzt, liebt man im Leben doch so sehr. Doch du Natur bleibst immer frisch, von Jahr zu Jahr auf`s Neue, ... |
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| 977 | Wer nie......... | |||
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Vorschautext: Wer nie in der Jugend über die Stränge geschlagen, sich immer nur artig und brav hat betragen, nie nach sündigem Verlangen gestrebt, dem nie vor Liebe die Brust hat gebebt, nur das Erlaubte immer getan, gelebt nur nach einem emsigen Plan, der immer von Ergeiz und Pflicht war besessen, ... |
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| 976 | Tagesrückblick | |||
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Vorschautext: Nicht jeder Tag verläuft ganz glatt, am Abend bin ich oft schon matt, schau dann zurück auf manche Stunden, wie sehr ich rang und mich geschunden. Nun gibt Abendsonne sanft Geleit, die stille Nacht steht schon bereit, Erinn`rungen klingen leise nach, doch morgen wartet neu der Tag. Zufrieden geh ich nun zur Ruh`, und klapp das Tagebüchlein zu. |
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| 975 | Ein Gang im Abendlicht | |||
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Vorschautext: Auf langen, breiten Wegen geh ich gemächlich Schritt, und denke still im Herzen, was ist das für ein Segen: Ich bin noch gesund und fit. Zu beiden Seiten stehen geschmückte Gräber – ohne Zahl; die hier einst sind gegangen, sie ruhen still und sehen ein kühles, dunkles Jammertal. ... |
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| 974 | Omas Schürze | |||
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Vorschautext: Oma liebte ihre Schürzen, kariert und grün und blau, ohne sie begann kein Morgen, sonst erschien ihr alles grau. Mal gebunden, mal geknöpft, war sie wie die zweite Haut, in ihr lebte still die Frau, die sich sonst kaum je vertraut. Harte Arbeit, lange Stunden ließen Spuren gut erseh`n, ... |
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| 973 | Sprechstunde im Grünen | |||
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Vorschautext: Plagen mich einmal die Sorgen, drückt mich schwer das Lebensleid, such ich nicht den Arzt von morgen- Wald hat immer offene Zeit. Quält mich Kopfweh, zwickt der Rücken, spielt der Kopf mir einen Streich, brauch ich keine bittren Pillen, Wald wirkt ruhig, sanft und gleich. Zwischen Buchen, Tann` und Eichen wartet schon die Therapie: ... |
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| 972 | Nichts geht verloren | |||
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Vorschautext: An dem reich gedeckten Tische, speist man Fleisch und feine Fische, und es bleibt dabei nicht aus, Krümel fallen von dem Schmaus. Ruhig geht das Mahl dann weiter, unten wartet schon ein Zweiter; denn ein Vogel, klein und flink, holt sich rasch den guten Wink. Was dem einen kaum von Wert, wird vom anderen sehr begehrt; ... |
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| 971 | Welkes Blatt | |||
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Vorschautext: In einem alten Buch entdeckt sie wieder dieses eine Blatt, sie weiß noch, wie sie es gepflückt an einem lauen Sommertag. Sie blättert weiter, hält dann inne, als hätte Zeit sich umgedreht; ein leiser Schmerz zieht durch ihr Herz, weil nichts von damals weiterlebt. |
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