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Anzahl Gedichte: 979
Anzahl Kommentare: 249
Gedichte gelesen: 158.389 mal
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Titel
979 Tempo der Zeit
Vorschautext:
Geschwind, geschwind, so wie der Wind,
dreht sich der Zeiger meiner Uhr,
beim Hinsehen werde ich fast blind,
läuft voran - bleibt stur.

Minuten eilen schnell vorbei,
kann nichts dagegen machen,
mir ist`s zwar nicht so einerlei,
soll ich nun weinen oder lachen?

Alles geht mir viel zu schnell,
Tag und Nacht vergeh`n im Flug,
...
978 Innehalten
Vorschautext:
Täglich stets der gleiche Trott,
das Einerlei vernebelt unseren Sinn,
dahin die Jahre eil`n so flott,
andere ernten schon den Gewinn.

Drum heißt`s von Zeit zu Zeit mal innehalten,
sich selbst mal hinterfragen,
soll man was ändern - bleibt`s beim Alten,
oder doch mal Neues wagen?

Überwinde einfach Schranken,
sie versperren nur das Ziel,
...
977 Die Geister kommen
Vorschautext:
Die Turmuhr schlägt zur Mitternacht,
die Geisterstunde, sie beginnt,
Gespenster nehmen übermacht,
das Blut in Adern mir gerinnt.

In den Ecken hör` ich`s Raunen,
hinter Türen leises Wispern,
überall das stete Maulen
und ein eigenart Geknister.

Mondenschein fällt hell ins Zimmer,
an den Wänden Schatten tanzen,
...
976 Baum am Abend
Vorschautext:
In den lauen Abendstunden,
wiegt einsam sich ein Baum,
mit der Erde fest verbunden,
in dem abendlichen Raum.

Seine Äste sind wie Flügel,
strecken sich dem Himmel zu,
ständ` er doch auf einem Hügel,
würd` singen Lieder dann zur Abendruh`.

Durch die Zweige geht ein Raunen,
Wind, der jetzt schon kühler wird,
...
975 Schwatzen, schwatzen, schwatzen....................
Vorschautext:
Die Schwalben sind zurückgekehrt
an ihren heimisch` Herd,
jetzt wird erst einmal renoviert,
und dabei lautstark tiriliert.

Am Nachbarhaus wird auch gebaut,
man hin und wieder Hälmchen klaut,
ein Schwätzchen zur Begrüßung,
kann die Arbeit nur versüßen.

Frau Schwalbe schwatzt den ganzen Tag,
der Nachbarin ihr Leid sie klagt,
...
974 W i n t e r t a g
Vorschautext:
Ich weiß gar nicht wie es geschah,
auf einmal war der Winter da,
brachte Kälte, Eis und Schnee,
dem letzten Grün tut es sehr weh.

Er hält uns fest in seinen Armen,
es ist zum Heulen und Erbarmen,
Wiesen, Wald und Hecken,
stecken unter weißen Decken.

Auch der See hat eine Haut,
jeder hofft, dass es bald taut,
...
973 Bedrohungsvoll
Vorschautext:
Der See hat seine Tücken,
nur hin und wieder ein paar Lücken,
wo Wellen ziehen ihre Bahnen,
läßt dunkles Wasser nur erahnen,
die Tiefe ist bedrohungsvoll,
wie Melodien in Dur und Moll.

Der Wassergeist am Waldesrand,
sehnt sich nach tiefem Wasserstand,
vom Grund her steigen Perlen auf....,
indes der Mond nimmt seinen Lauf,
ein Käuzchen in den Bäumen schreit,
...
972 Vergebliches Warten
Vorschautext:
Gefühlte Stunden wart` ich schon,
am Gartentor so ganz allein,
Dunkelheit ist nun der Lohn,
du wolltest längst schon bei mir sein.

Lass meine Blicke schweifen,
in den Bäumen raunt der Wind,
Angst beginnt in mir zu reifen,
ach, bitte, komm` doch bald geschwind.

Dann lass uns Zärtlichkeiten tauschen,
niemand da, der uns je stört,
...
971 Wer wird an mich denken.....
Vorschautext:
Wer wird an mich denken,
wenn ich nicht mehr bin:

Nachbar`s Katze,
die so manches Schälchen
Milch genascht hat,

die Vögel,
die ich im Winter gefüttert habe,

die Blumen in meinem Garten,

...
970 Apfel - Pflaumen - Liebe
Vorschautext:
Wie jedes Jahr zur Erntezeit,
gibt es Früchte weit und breit,
an Zweigen hängen sie gepaart,
ein jeder ist in sie vernarrt.

So liebt ein Apfel eine Pflaume,
doch diese hängt am anderen Baume,
ihn durchfährt ein starker Schmerz,
die Liebste hat ein steinern Herz.

Wie steht das Apfelherz in Flammen,
man pflückt beide jetzt zusammen,
...
969 Eingestehen
Vorschautext:
Wenn dir Böses widerfährt,
fragst du gleich nach dem WARUM,
Unmut in der Seele gärt,
doch die Münder bleiben stumm.

Schau` zunächst in dich hinein,
suche dort nach Gründen,
ehe Worte fließen, die gemein,
kram in eigenen Pfründen.

Sich selbst was eingestehen,
erfordert großen Mut,
...
968 Musik des Alltags
Vorschautext:
Der Arbeitstag war lang und schwer,
ich such die Ruhe draußen hier,
ein heißer Tee steht neben mir,
und atme endlich wieder mehr.

Nur kurz will ich hier noch verweilen,
doch eine Pflicht steht schon bereit,
da zieht mich etwas in den Bann,
ich kann dem Anblick nicht enteilen.

Mein Blick ruht auf den alten Bäumen,
zarte Blätter flüstern leis im Wind,
...
967 Worte an die Natur
Vorschautext:
Jedes Jahr gewinnt an Alter,
bald als Greis du gehst gebückt,
bist nicht mehr der bunte Falter,
der jede Blume dann beglückt.

Jede Falte in deinem Antlitz,
ist eine Lebensweisheit mehr,
Schalk, der aus den Augen blitzt,
liebt man im Leben doch so sehr.

Doch du Natur bleibst immer frisch,
von Jahr zu Jahr auf`s Neue,
...
966 Wer nie.........
Vorschautext:
Wer nie in der Jugend
über die Stränge geschlagen,
sich immer nur artig und
brav hat betragen,
nie nach sündigem
Verlangen gestrebt,
dem nie vor Liebe
die Brust hat gebebt,
nur das Erlaubte immer getan,
gelebt nur nach einem emsigen Plan,
der immer von Ergeiz
und Pflicht war besessen,
...
965 Tagesrückblick
Vorschautext:
Nicht jeder Tag verläuft ganz glatt,
am Abend bin ich oft schon matt,
schau dann zurück auf manche Stunden,
wie sehr ich rang und mich geschunden.

Nun gibt Abendsonne sanft Geleit,
die stille Nacht steht schon bereit,
Erinn`rungen klingen leise nach,
doch morgen wartet neu der Tag.

Zufrieden geh ich nun zur Ruh`,
und klapp das Tagebüchlein zu.
964 Ein Gang im Abendlicht
Vorschautext:
Auf langen, breiten Wegen
geh ich gemächlich Schritt,
und denke still im Herzen,
was ist das für ein Segen:
Ich bin noch gesund und fit.

Zu beiden Seiten stehen
geschmückte Gräber – ohne Zahl;
die hier einst sind gegangen,
sie ruhen still und sehen
ein kühles, dunkles Jammertal.

...
963 Omas Schürze
Vorschautext:
Oma liebte ihre Schürzen,
kariert und grün und blau,
ohne sie begann kein Morgen,
sonst erschien ihr alles grau.

Mal gebunden, mal geknöpft,
war sie wie die zweite Haut,
in ihr lebte still die Frau,
die sich sonst kaum je vertraut.

Harte Arbeit, lange Stunden
ließen Spuren gut erseh`n,
...
962 Unerfülltes
Vorschautext:
Worte, die uns stumm verbinden,

Herzen, die sich niemals finden,

wie ein Aufschrei in der Nacht,

wenn die Sehnsucht still erwacht.


Lippen müssen schließlich schweigen,

vor der Stille sich verneigen,
...
961 Die Sterne bleiben
Vorschautext:
Du hast mich auf Händen getragen,
holtest mir jeden Stern vom Himmel,
machtest mir ein Bett aus Rosen,
zu spät erkannte ich:
das Bett war nicht nur für mich gemacht,

da blickte ich hinter deine Seele
und spürte eine nie dagewesene Kühle,
nun treib ich in einem Meer von Fragen,
weil mir dein Mund soviel versprach,
aber dein Herz hat mich nur ausgelacht.

...
960 Ein stiller Engel
Vorschautext:
Ein Engel,
still und leise
zieht über`n Erdenball,
man sieht ihn nicht,
man hört ihn nicht,
doch ist er überall,
möcht` Frieden bringen
über`s Land,
doch da hat er
`nen schweren Stand.

Dich,
...