Profil von Nico Fender

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Registriert seit dem: 20.01.2017
Alter: 27 Jahre

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Vielen Dank an alle Leser und an den Betreibern dieser fantastischen Webseite!!!

Verzweiflung... pure Verzweiflung und unfassbarer Trauer - darum geht's im meinem Gedicht "Betrunken".

Das Gedicht handelt über einen schweren Verlust, den ich 5 Monate bevor ich's schrieb, zu beklagen hatte: Im März 2018 unterlag mein Vater seinen jahrelangen Kampf gegen den Krebs. Über das Loch im Herzen, welches sein Ableben hinterließ, über die innere Zerrissenheit und den Zwang zu Vergessen, damit ich an dieser nicht zerbreche, all das steckt in diesen Text.

Ich arbeite hierbei mit dem Bild eines Mannes, der sich betrinkt, um sein Trauma loszuwerden, um zu übertönen, um zu vergessen. Er versucht seine Trauer mit Wut zu verarbeiten, er reißt alles nieder, was mit der schönen Zeit zusammenhängt, weil es schmerzt, denn er weiß, er wird sie nicht zurückbekommen. Er hofft, er kann sich in die Amnesie trinken. Den Leib vermag er so zumindest zeitweise zu täuschen, nicht aber seine Seele und sein Herz.

Wie immer versuchen die beiden an die Vernunft zu appellieren, doch in diesem Fall treffen ihre warmen Worte im wahrsten Sinne auf eine leere Hülle...

Mein Vater hätte am 18.10. Geburtstag gehabt. Auch in Gedenken und um die Gefühle nicht zu vergessen, schreibe ich die "Wahrheit" dieses Gedichts hier nieder.

...Und? Passt das zu eurer Interpretation?

Viele Grüße Nico Fender

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Anzahl Gedichte: 164
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Titel
164 Es muss anders werden, Nico! 24.10.21
Vorschautext:
Es muss anders werden, Leute,
wenn Körper und Seele weinen.
Den Schlussstrich ziehe ich heute,
denn sonst zieh' ich nimmer einen...

Ade, Energy, Chips und Schokolade.
Ade, einsame Wochenende.
So wie ich mich von euch einlullen habe,
vollzieh ich nun brachial die Wende.

Denn Gesundheit wird den Leib heilen,
und die Seele zur Festung, die sie einst war.
...
163 Reden 13.10.21
Vorschautext:
Reden, ich möchte einfach nur reden,
aufhören zu tun, was dich verletzt.
Will einen Zuhörer, wir müssen nichts bewegen,
brauche nur einen, der die Worte schätzt.
Ich möchte sagen, was tief in mir drin,
es möchte hinaus, was mich quält und stört.
Ich will allen sagen, wie traurig ich bin,
will nur einen Einzigen, der es wirklich hört
und für einen Moment alles sein lässt,
alles Schlechte sowohl, als auch Gute,
Politik, Glaube, Werte, Moral - der ganze Rest,
Ich will deine volle Aufmerksamkeit für eine Minute...
...
162 Immer noch bei mir... 10.10.21
Vorschautext:
...du verfluchter Geist,
der mir Vernunft einzuflüstern versucht.
Das ist sie nicht, nein, niemals
kann das die Wahrheit sein, nach der ich suche.
Was verstehst du nur von meinen Streben?
Was verstehst du von diesen Biest,
das die Schönheit sucht?
Wirst du mir verraten, was hinter dem Horizont
auf mich wartet,
mir die Lösung sagen, damit ich sie nach da draußen tragen kann?
Doch für wen eigentlich?
Wenn Sie es denn wissen, wozu leben sie noch?
...
161 Mein Pfad...nach nirgendwo 27.09.21
Vorschautext:
Ich laufe etwas hinterher,
doch "etwas" trägt kein Gesicht und Namen.
Das Bild an der Wand verwundert sehr,
hat es doch nur einen Rahmen.

Doch wo Farbe sein sollte, da in der Mitte,
ist ein Weiß aus Gewohnheitsleben.
Ich will etwas neues, etwas anderes, bitte!
Das Sein hat mich wohl aufgegeben...

Drum verrate ich alle Prinzipien und Regeln,
Mache das wahr, was keiner will.
...
160 Freiheit und Pflicht 22.09.21
Vorschautext:
Die Pflicht - das verkleidete Erwarten
Kommt immer mit schlechten Klang einher.
Nun hat die Freiheit schlechte Karten
und manch einer wundert sich sehr.

Denn Freiheit über Pflicht wurd' versprochen.
Die Werte betont, die seit jeher galten.
Nun hat man sich irgendwo zwischen Wort gebrochen und gehalten, hinbegeben,
um sich, Gott bewahre, gar nicht erst festzulegen.

Es scheint fast wie ein perfides Spiel,
es wird taktisch auf eine Mehrheit getippt.
...
159 Nichts 10.09.21
Vorschautext:
Es ist verloren - ungefunden,
was mein Herz hat ausgehüllt.
Da steh ich nun mit diesen Wunden
und frage mich, was es mit Masse wieder füllt.

Die Liebe? Freundschaft? Zusammensein oder Glück?
Doch wäre es so einfach, wäre da nicht dieser Pein.
Was ist's nur, jenes verlorene Stück,
was mir verbietet rein zu sein.

Ich gehe voran, geradeaus,
Dem Erfolg, der Allgemeinheit Streben entgegen,
...
158 Einfühlsam 10.09.21
Vorschautext:
Alle sperren, doch ich verstehe,
weil ich in dir mein Spiegelbild sehe.
Denn jede Meinung ist wohl was wert,
wenn man sie allein mit Ohren ehrt...
...dann kann man auch leichter diskutieren
und vielleicht gar überzeugen,
denn man muss sich nicht immer der Allgemeinheit beugen,
sondern ehrlich sein, frei darüber sprechen,
damit wir nicht an uns zerbrechen.
ich verstehe, war und bin ich selber bös' und gut,
wohnt in mir auch Hass und Wut.
Siehst du, ich bin voller Fehler, so wie du
...
157 Der Stein, der ins Rollen kam 16.08.21
Vorschautext:
Der Berg stürzt auf den Ahnungslosen nieder,
früher war er nur ein Stein.
Sie machen es immer und immer wieder,
können einfach nicht "menschlich" sein.
Die Götter, von uns erdacht - grausam und intolerant,
die Mächtigen - bloß Geldbesoffen.
Alles, was nicht passt, wird niedergebrannt
oder mit Kugeln aus Blei getroffen.
Geraubt werden Tier und Baum,
der Himmel von dichten Rauch bedeckt
und noch immer braucht er neuen Raum,
zerstört, in dem auch Leben steckt.
...
156 Rost 08.08.21
Vorschautext:
Es wird nicht mehr bewegt,
nur über Bewegung geplappert,
nicht mehr gefeilt oder gesägt
und die Maschine klappert.

Feine Nasen haben ausgelaufenen Treibstoff gerochen,
der Motor läuft eh nicht mehr rund,
die Riemen gerissen und Achsen gebrochen,
das Meisterwerk - nicht mehr gesund.

Auf der Ersatzbank geparkt bis zum Lebensende,
zu schlecht für die Bühne, zu gut für die Rente,
...
155 Theater 05.08.21
Vorschautext:
Auf zum nächsten Akt!
Vorhang auf für neue Sphären!
Wir alle haben mit angepackt!
Der Glanz im Auge soll wiederkehren!
Die Bühne ist wieder für uns frei,
uns neu zu gestalten und inszenieren.
Man grüßt sich mit Küssen und 'nem "Hi",
man ist offen, keiner braucht sich zu genieren,
Mit Applaus wird das gut eingeübte Spiel begonnen,
Man schaut und lauscht dem Spektakel
und spätestens am Ende ist jedweder Zweifel zerronnen,
denn dieses Stück ist ohne Makel.
...
154 Die Erben 01.07.21
Vorschautext:
Er blickte den Schädel an wie sein "Vater".
Die Formel - seit jeher ungelöst
und im nassen Nebelfrüh erstarrt er,
vor ebenjenen Antlitz, das Angst ihn eingeflößt.
Die Zeit ergänzte Millionen von Variablen,
es ist schwerer gar noch geworden.
Diese Fehler erneut zum Friedhof getragen,
wo nicht der Leib bloß ward verdorben,
sondern auch der Geist die Ruhe fand,
wo die eigene Ohnmacht ward erkannt
und Ahnen stumm lauschen und müde nicken,
um ihn am Ende wieder zurückzuschicken:
...
153 Du! 22.06.21
Vorschautext:
Wer willst nun du sein?
Sag mir, wovor hast du Angst?
Glaub mir, kein Mensch ist in Wirklichkeit allein,
also sage nicht ständig, dass du es nicht kannst.

Versuche es, ich weiß man kann und wird scheitern,
doch ich bin bei dir, nur Mut!
Denn wir müssen unseren Horizont erweitern
und dann wird irgendwann alles gut.

Vielleicht werden wir das nicht mehr erleben.
Doch was soll's, tu es für Kind und Kindeskinder.
...
152 In den Augen der anderen... 22.06.21
Vorschautext:
...ist da einer, der widerspricht,
drum wird sein Werk stets übel umgedichtet,
nur weil sie hören, verstehen sie nicht,
auch wenn das Wort an sie gerichtet.

...ist man nach der letzten Strophe bereits ein Feind.
Die Gegenwehr, das Quergedenke, der Zweifel, die Ketzerei,
wenn nur die Masse in einer Meinung ist vereint,
dann sind Gedanken nicht mehr frei.

...bin ich Idealist, ein Träumer und Neunmalklug.
Doch Wohlstand wirft keinen Profit und der Friede ist nur Mittel zum Zweck.
...
151 Die Seite 07.06.21
Vorschautext:
Ich schlage auf und habe alles;
Das Gute, das Böse, der Hass und die Liebe.
Da sind Erwartungen und eine Hoffnung -
hier hat man nicht aufgegeben zu träumen.

Ich blättre um und habe alles;
Welten und Visionen von Menschenhand erschaffen.
Was nicht sein darf, ist hier wahr,
hier hat man sich noch nicht einsperren lassen.

Ich markiere und habe alles;
Die Spannung, der Glaube, man stecke selbst in der Geschichte drin.
...
150 Himmel und Erde 18.05.21
Vorschautext:
Im Himmel sitzt ER, gibt seinen Gefolge Recht.
Ein jeder von ihnen behauptet: Nur unser Herr ist echt.
Unten knallts, es leuchten rote Feuerwerke,
und alle zeigen sie Schweiß, zeigen sie Blut, zeigen sie Stärke.

Denn es geht schließlich um Erde, um heiligen Boden,
Es geht um den Glauben, um den Kerl dort oben
und alte Rechnungen sind zu begleichen,
da wird auch gepredigte Gnade kein Herz erweichen.

So wichtig sind SEINE Worte nun wieder nicht,
wenn man selbstgerecht den Sieg über den anderen Glauben verspricht,
...
149 Wir haben dich gern... 09.05.21
Vorschautext:
...das sage ich so selten
und doch ist es für mich sehr wichtig.
Manchmal trennen unsere Meinungen Welten.
Doch unsere Beziehung macht auch das nichtig.

Wir sind Mutter und Kind,
Keiner von uns perfekt und das ist klar,
doch wenn man sich recht besinnt,
Ist deine Fähigkeit so wunderbar...

...mich zu dem zu machen, was ich heute bin,
mir Gutes und Schlechtes, manchmal auch ausversehen, zu zeigen.
...
148 Die Eine 26.04.21
Vorschautext:
Wehe dir, du denkst!
Wir machen dich zu allem, was verrufen,
denn die Tatsachen stehen längst.
Mit Meinung brauchst du's hier nicht mehr zu versuchen!

Um den Unsinn wissen wir,
doch heilig ist uns guter Glauben.
Wir haben nichts verbockt, schuld seid nur ihr!
Amen, Gott lobe all die blinden Augen...

...die nichts von anderen Leid verstehen,
die vielleicht selber nicht sind betroffen.
...
147 Entzug 22.04.21
Vorschautext:
Was ich will, das darf nicht sein,
es ist ein kleines Stelldichein,
zwischen der Sucht und dem Verzicht,
denn was der Kopf braucht, will der Körper nicht.

Von Malen längst überzogen,
will ich das Fleisch vor weiteren Unheil bewahren.
Denn den Gedanken wird was vorgelogen
und das schon seit vielen Jahren.

Es ist längst schon überfällig, vielleicht gar zu spät,
wenn man mit Teufeln Hand in Hand geht
...
146 Feiges Herz II 20.04.21
Vorschautext:
Heute fühle ich mich wieder schlecht.
Diese versteckten Gefühle haben sich gerächt,
es ist so tragisch, so unecht,
was Einsamkeit mit einen macht,
was sich ändert von einen Tag zur nächsten Nacht
und man immer woanders den schuldig sucht,
so sehr vor den Fernseher flucht
und alles doch eher wie aus einen Film scheint.
Wörter sind immer schnell zusammengereimt,
doch was bringen die Wörter,
Wenn Sie niemand hört?
Jeder für sich allein ist und es noch nicht mal stört?
...
145 Neu 14.04.21
Vorschautext:
Unter der Erde aus Ärger und Nöte
ward ein Spross der Hoffnung geweckt.
Ich wünsche mir, dass er in der Morgenröte,
seine Knospe gen Himmel streckt.
Was ist das nur, habe ich nicht aufgegeben?
stets blieb ich meinen Gedanken treu,
doch es wird Zeit sich nach vorne zu bewegen.
Nun bin ich anders, nun bin ich besser, nun bin ich neu.
Ich klage nicht als Gefangener, klage nicht vor Gittern,
Schaue auf das, was kommt ohne Angst und Scheu,
Hört ihr Reichen, ihr Mächtigen, selbst ihr Götter solltet erzittern,
denn ich mache alles nun anders, alles nun besser, alles nun neu.
...
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