Profil von Nico Fender

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Alter: 25 Jahre

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Anzahl Gedichte: 93
Anzahl Kommentare: 6
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Titel
93 Von Baum zu Baum 06.10.19
Vorschautext:
Ich bin das Feuer, das wütet und zerstört. Doch aus der Asche wird Neues entstehen und dann kann ich endlich schlafen,
um zu Eis werden. Warten, alles gefrieren - wenn es sein muss die Zeit selbst. Das alles um zu verstehen, sich Zeit zu lassen für das, was wichtig ist.
Dann werde ich zum Wind, der alles in sich aufnimmt und mit sich trägt - in fremde Welten und Zeiten.
Irgendwann werde ich nicht mehr sein und dann sollt - nein, dann werdet ihr, auch wenn ihr euch dessen nicht im Klaren seid, diese Aufgabe übernehmen. Manche von euch werden versuchen in die Geschichte einzugehen. Wohlan, doch dies sei euch gesagt: Vielleicht werden andere euch in Bücher schreiben und ihr werdet denken: Euch gehört ein Kapitel in der Geschichte. Nun sagt, was ist schon ein Kapitel über jemanden in einer Geschichte, in der es im Kern um den Mensch selbst geht? Drum habt keine Angst, ihr Milliarden Unbekannten:
Niemand wird vergessen - weder ich noch ihr. Wir werden weiter bestehen: Im Feuer, das wir geschürt, im Eis, das die Erde bedeckt, im Wind, der Worte vergangener Tage von Baum zu Baum trägt.

Und noch hunderte Jahre später werden jene alten Riesen Geschichten erzählen von SCHEINBAR unbedeutenden Zeiten und Leuten.

N.Fender
92 Jemand, der hört 19.09.19
Vorschautext:
Ach Vater, wie sehr doch sehne ich mich nach dem Wort, das zum Leben erwacht, die Ohren wieder hörig macht und Kriege beendet gar bevor sie beginnen, wir endlich wieder an Verstand gewinnen. Doch s'ist ungehört im Hier, in der Seele, im Reime und Liede. Wir trachten nach Macht, so schwach ist die Liebe. So winzig und flüchtig, diese Worte nach denen ich so süchtig, nur wahrlich die Macht nicht enthalten, die Menschheit, welche so gespalten, wieder in Einklang zu bringen. In Sie hinein zu dringen, um die Geister wieder mündig zu reden.
Doch hälts keine hungernden Kinder an Leben. Es löscht keine Ungerechtigkeit aus, zieht in uns die Krankheit nicht raus. Es wird die vielen Fragen des Lebens nicht lösen. Es bewahrt uns nicht vor Schaden, vor Fehler, vor Bösen. Es wird die Götter dieser Welt nicht entlarven.
Uns den Dreck nicht zeigen, in dem wir schlafen. Ach Vater, doch will ich glauben und öffnet's auch nur kurz die Augen, dass da irgendwann jemand sein wird, der hört und diese Dunkelheit im Herz zerstört...

N.Fender
91 Ist es falsch? 17.09.19
Vorschautext:
Ich frage mich, ob Götter weinen,
wenn ihre Worte umgedreht.
Wenn der Mensch mit Hand und Beinen, ihresgleichen zu zerstören erwägt?
Ich frage mich, ob Geschichten weinen,
um dessen was wir draus gemacht?
Dass all das Denken und's Meinen
am Ende trotzdem nichts gebracht.
Ich frage mich, ob Pflanzen weinen,
dann wenn wir's uns selbst versenfen, würden sie vor uns erscheinen,
uns sagen: "Es lohnt sich weiter zu kämpfen!"?
Ich frage mich, ob Tiere weinen:
"Die überlegene Rasse, die sich selbst zerstört.
...
90 Der Weg, der niemals war 06.09.19
Vorschautext:
Wenn sich Kummer und Zweifel in Seelen fressen,
und auf Wegen die Meter sich vergessen.
Wenn das Wort auf den Papier mündiger ist als der Geist,
der Motor schimmelt und verschleißt.
Wenn Ideen das Weite suchen
und wir unsere Gedankenlosigkeit verfluchen.
Wenn wir das Rot mit Erde bedecken,
uns hinter anderen Leuten verstecken.
Dahinvegetieren ohne etwas anderes zu tun,
als auf Lebzeit' sich bloß auszuruhen,
ist da doch zu recht die Frage:
Wo bleiben die Jahre, die Monate und Tage,
...
89 ME First (ICH zuerst) 07.08.19
Vorschautext:
ICH zuerst - auch wenn der Verstand benebelt,
die Wahrheit verdreht, Gesetze ausgehebelt.
ICH zuerst - auch wenn ich im Unrecht bin,
denn mit Sturheit kommt man überall hin.
ICH, ICH, immer wieder ICH, nur ICH allein
werde immer im Recht und Unschuldig sein.
ICH zuerst - meine Religion, meine Ideen
werde niemals Fehler eingestehen.
ICH zuerst - auch zu jemand anderen Schaden,
ICH zuerst - für Macht, Kontrolle, Haben.
ICH zuerst - die Städte fallen,
ICH zuerst - ich beweise es ihn allen!
...
88 Entf 29.07.19
Vorschautext:
Ich Entf die Seele aus den Worten,
denn Nüchternheit ist's wonach die Menschen streben.
Sie wollen die Totenstille, keine Worte, die leben und ihnen ihre geliebte Gewohnheit raubt, ihnen einen zweiten Weg erlaubt. Ihnen klarmacht, dass nichts ist in Stein gemeißelt, nur weil ein Dummkopf noch immer zweifelt. Entf, alles was anders ist und bleibt, weil keiner je Verständnis zeigt, für das, was wir nicht verstehen, weil wir's nicht hören, nicht riechen, nicht sehen. All das Entf ich, um dir näher zu sein und doch wirst du dich von mir Entf.
Wieder bin ich allein, doch werde es nicht lernen: Dass ich mich umsonst verbiege, mich umsonst verstelle, die Axt der Gesellschaft ergreife und erneut Bäume fälle - voll von Wörtern mit Seele, aufdass ich nun gefalle und jedes Wort, das aus dem Mund - tote für euch alle. Tote - ja so sehr habe ich euch gern'. Keine Wahrheit mehr aus diesem Mund - für euch - ab heute

- Entf -

N.Fender
87 Der größte Flüchtling 28.06.19
Vorschautext:
Der Monarch platziert seine Wetten.
Ganze Landstriche - zerstört und zertrümmert.
Oberhalb versucht man die Bögen zu glätten,
während im Untergrund die Wurzel verkümmert.
Und mit ihr im Kopf die Moral.
Wahrheit lahm, die Lüge schnell.
Menschen auf ihren Wegen nur eine Zahl.
"Sie wollen uns ausnutzen, sind alle kriminell!"
Da frage ich mich: Wer schürt den Krieg,
wer macht sie arm und nutzt sie aus?
Wer sitzt im Warmen, in aller Fried',
im Bundestag, im Élysée, im Weißen Haus?
...
86 N.Fender 11.06.19
Vorschautext:
Die Gedanken gehen wandern,
ich versuche mich durch die Welt zu schlagen
"Warum bist du nicht wie die anderen",
hört man die "anderen" fragen.
Ich soll's so wie "Jeder" machen,
doch ich frage: "Wer soll das sein?".
Ihr könnt mich verspotten, über mich lachen.
Wie "Jeder"!? Da bleibe ich lieber allein'.
Wohlan! Sucht euer Glück da oben!
Ich habe an Land meine Ruh'.
In Wolken wird gekämpft und gelogen -
Und ich - ich schaue euch dabei zu
...
85 Wenn Sie da sind 30.04.19
Vorschautext:
Hier sitze ich, der Fremde
und fühle mich schrecklich hintergangen.
Was nützt der Geist, Füße und Hände,
hat's jemals wirklich angefangen...
...echt zu sein und wenn ja,
zeig mir Erkenntnis, sprich aus Wahrheit denn!
Wenn's doch ist so klar,
warum kann ich's nicht greifen,
mit meinen zwei Augen erkenn'!?
Ich glaube keinen Wort, das zerstört und vernichtet,
glaube keinen Wesen, die in Bücher gepresst.
glaube keiner Welt, in der Willkür den Menschen richtet.
...
84 Die Insel 26.04.19
Vorschautext:
Geflohen aus der zerstörten Welt,
in der man einander nicht versteht,
in der ein Gott Entscheidungen fällt,
die ihm vom Gläubigen in den Mund gelegt.
Hinaus auf schwarzen Meeren,
hinaus dahin strebt das Herze still.
Sag, wer kann es ihm verwehren,
zu denken und zu glauben, was er will.
Doch die Insel der tausend Götter und Schriften,
kämpft um die Vormacht des "wahren" Glauben,
die fehlinterpretierten Worte vergiften
werden Verstand und Vernunft den Mündigen rauben.
...
83 Wie du 29.03.19
Vorschautext:
Hey, lass dich von Gelächter nicht prägen,
sie können deine Macht nicht verstehen,
aus Verzweiflung ärgern sie dich deswegen,
du bist anders, doch höre niemals auf diesen Weg zu gehen...
...denn ihn Wahrheit sind sie bemitleidenswert,
haben kein Ziel, buhlen der Aufmerksamkeit hinterher,
dem nachzugeben ist verkehrt,
stell dir nur vor, wenn jeder so wär':
Wo blieben die ganzen Träume, Visionen und Utopien,
gäbe es nur Angeber und Wichtigtuer, die klaffen,
doch mit deinen kindischen Träumen hat man dir die Macht verliehn
nicht aufzugeben und Unmögliches zu schaffen, ...
...
82 Der Hass will ins Herz 27.03.19
Vorschautext:
"Der Hass hat gewonnen", hört man die Stimmen klagen, die sich mit Teufelswort und Götterflüstern plagen, aus Angst und Torheit nicht selbst zu denken wagen:
Dass die Worte gelogen, Götter verzogen
zu Wesen, die dem Teufel gleichen,
die mit verzweifelten Taten sich Gehör verschaffen, aber trotzdem nichts ereichen,
die den Zeitpunkt gefangen, die Chance gerochen, mit Silber und Gold die Vernunft unds Herz unterjochen.
Dass die Herrscher berauscht von ihren Gedanken, um Lappalien wie Macht und Ruhm sich zanken.
Und während ein jeder, mit sabbernen Mund, es ihnen gleich tut wie ein Hund...
...habe ich alles aufgegeben, um nicht wie die Tyrannen zu werden.
Lieber arm zu leben als reich zu sterben.
Ich habe alle Götter aus dem Kopf vertrieben und nur Leere ist verblieben, in der ich nicht hassen kann und lieben,
in der ich nicht verbinde und unterscheide,
ich selbst bin und andere lassen bleibe,
...
81 Containerschiffe und der FFF 15.03.19
Vorschautext:
Die kleinen Bürger Untertan,
müssen den Dreck der Container tragen.
Sie dürfen keine Autos mehr fahr'n
die Politik - gehörig, hat nichts zu sagen.
Der Konsum, nicht mehr normal,
alle brauchen Markenklamotten und Handys zum Leben.
Doch Freitags versammeln sie sich in Großer Zahl
und demonstrieren (indirekt) dagegen...
Wandlung beginnt im kleinen,
doch der Kleine will die Wandlung nicht,
soviel wird gesagt, ohne es zu meinen,
denn keiner steht auf Verzicht.
...
80 Der Gärtner 06.03.19
Vorschautext:
Ich werde Löcher in dein Herz graben,
um darin Rosen zu verstecken.
Ich werde Weiß auf Schwarz tragen,
nur um es wieder zu beflecken.
Ich werde dir alles nehmen,
denn erst dann kann ich dir alles schenken.
Ich weiß du wirst dich nach Neuen sehnen,
doch wieder werd ich's dir verdenken -
denn du wirst fallen, dich verletzen,
wie eine Rose welken und zergehen.
Du wirst kämpfen, dich widersetzen,
doch am Ende bist du nie geschehen.
...
79 Unter Nägeln 19.02.19
Vorschautext:
Es schmerzt und ich suche nach dem Sinn.
Ich bündel alle Finsterkraft und weiß nicht mehr wohin.
Ich schlafe ein und lasse das Rote fließen,
dann öffne ich die Forte zur Hölle, nur um sie wieder zu verschließen...
Die Sucht raubt mir Vernunft und Verstand,
Körper und Seele, gesteuert von Geisterhand.
Es schmerzt, halte ein! - Das Drama nimmt seinen Lauf -
erst nach der "Katastrophe" Wache ich wieder auf...
...und frage ich mich warum?
Bin ich versklavt, ist es Willkür und ich letzten Endes dumm?
Ist es falsche Liebe oder einfach nur gespielte Wut?
Ganz egal, die Narben bleiben und unter Nägeln klebt das Blut.
...
78 Ein Blick dahinter 19.02.19
Vorschautext:
Ich glaube ich schaue zu lange auf das Grau. Bin vielleicht zu gefasst, bin vielleicht zu still. Dabei weiß ich eigentlich genau,
dass ich dieses Leben nicht will:
Eines in dem ich ewig traurig bin,
in dem ich nicht streben kann und lachen,
in dem ich nicht weiß wohin, in dem die Worte nicht erwachen...
...und dabei liegt's so nahe:"Einfach machen!", statt ewig zu warten, zu verschieben:"Ein anderes mal nach Heute".
Statt von Ignoranz, von den Traum getrieben: Eines Tages hören mich die Leute!!!
Es ist so einfach, mit allem im Leben,
ich weiß ihr werdet widersprechen.
Doch es wird ein Morgen geben,
lasst uns die alten Traditionen brechen.
Stattdessen lasst uns tätig werden, träumen und hoffen es geschieht, um endlich davon abzukommen, dass nur wahr ist, was man sieht:
...
77 Die Erben der Affen 15.02.19
Vorschautext:
Schon wieder der gleiche Mist, Sie können es nicht lassen,
Seit Jahrzehnten spielen Sie "Kalter Krieg",
es ist doch nicht zu fassen:
Dass sich sowas moralisch und vernünftig nennt,
das nur konfrontation und Streit wohl kennt.

Schon wieder der Gleiche Mist, man traut kaum seinen Augen,
Seit Jahrzehnten systematisches Mobbing
wegen Herkunft, Ideologie und Glauben:
Dass keiner denken kann, was er für richtig hält,
weil es den Mitmenschen meist missfällt.

...
76 Die Flasche und ich 12.02.19
Vorschautext:
Schon wieder geschlagen, schon wieder am Ende.
Schon wieder nur Staub, zwischen Füßen und Hände.
Schon wieder nur Tränen, schon wieder nur Schmerz,
schon wieder nur Leere und gebrochenes Herz.
Vergiss die Worte - Sie waren gelogen,
zerklirren wie Flaschen auf kalten Boden.
Vergiss alle guten Wünsche und Träume.
Hoffnung verfangen in den Kronen der Bäume,
in denen wir unsere Namen eingeritzt,
auf denen der Vogel der Liebe sitzt.
bei denen wir lachten, uns versprachen
und an denen diese Erinnerungen zerbrachen...
...
75 Der Krebs und das Meer 12.02.19
Vorschautext:
Da sitzt sie - die Krankheit, das Tier, der Krebs
und malt mit seinen Scheren Bilder in den Sand. Er sieht traurig aus.
Ich denke er ist es Leid immer der Böse zu sein. Irgendwie erinnert er mich an mich selbst: Ich setze mich zu ihm und denke nach
wie viele Menschen ich schon verletzt habe.
"So ist das eben, Menschen verletzen einander...". Der Gedanke von den Wellen verschluckt, auf den Rücken formt sich ein Panzer, es wachsen Beine, aus Händen werden Scheren. "Wie ähnlich wir uns doch sind...".
Wir verharren - so langsam füllt sich der Strand mit roten Scheren, welche Bilder in den Sand malen. Dann - klingelt der Wecker und ich erwache, um einen weiteren Tag zu überleben. In den Ohren verweilt das Rauschen jenes Meeres. Ich denke an den Krebs, den ich dort zurückließ und fast ist mir,
als hätte ich auch mich dort zurückgelassen...
...um zu heilen, was unheilbar ist...
...um zu retten, was nicht zu retten ist...

N.Fender
74 Allein auf Barikaden 02.02.19
Vorschautext:
Ich stehe hier, die Erde brennt,
Der Protest erstickt, der Putscher erhängt.
Die Stimmen verhallt - die Stille Kritik
die Geschichte ein Kreis - ein ewiger Krieg.
Könige zerstritten, Völker zerrissen,
jeder für sich und nach besten Gewissen.
Lachen , doch stets für sich bloß allein -
Die Angst von Fall, es wird richtig sein:
Dass Sie nichts mehr sagen,
bis dann die Worte sterben.
Dass Sie nichts mehr fragen,
aus Protektismus, und lieber unmündig werden.
...
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