Profil von Nico Fender

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Anzahl Gedichte: 77
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Titel
77 Die Erben der Affen 15.02.19
Vorschautext:
Schon wieder der gleiche Mist, Sie können es nicht lassen,
Seit Jahrzehnten spielen Sie "Kalter Krieg",
es ist doch nicht zu fassen:
Dass sich sowas moralisch und vernünftig nennt,
das nur konfrontation und Streit wohl kennt.

Schon wieder der Gleiche Mist, man traut kaum seinen Augen,
Seit Jahrzehnten systematisches Mobbing
wegen Herkunft, Ideologie und Glauben:
Dass keiner denken kann, was er für richtig hält,
weil es den Mitmenschen meist missfällt.

...
76 Die Flasche und ich 12.02.19
Vorschautext:
Schon wieder geschlagen, schon wieder am Ende.
Schon wieder nur Staub, zwischen Füßen und Hände.
Schon wieder nur Tränen, schon wieder nur Schmerz,
schon wieder nur Leere und gebrochenes Herz.
Vergiss die Worte - Sie waren gelogen,
zerklirren wie Flaschen auf kalten Boden.
Vergiss alle guten Wünsche und Träume.
Hoffnung verfangen in den Kronen der Bäume,
in denen wir unsere Namen eingeritzt,
auf denen der Vogel der Liebe sitzt.
bei denen wir lachten, uns versprachen
und an denen diese Erinnerungen zerbrachen...
...
75 Der Krebs und das Meer 12.02.19
Vorschautext:
Da sitzt sie - die Krankheit, das Tier, der Krebs
und malt mit seinen Scheren Bilder in den Sand.
Er sieht traurig aus.
Ich denke er ist es Leid immer der Böse zu sein.
Irgendwie erinnert er mich an mich selbst:
Ich setze mich zu ihm und denke nach
wie viele Menschen ich schon verletzt habe.
"So ist das eben, Menschen verletzen einander...".
Der Gedanke von den Wellen verschluckt, auf den
Rücken formt sich ein Panzer, es wachsen Beine,
aus Händen werden Scheren.
"Wie ähnlich wir uns doch sind...".
...
74 Allein auf Barikaden 02.02.19
Vorschautext:
Ich stehe hier, die Erde brennt,
Der Protest erstickt, der Putscher erhängt.
Die Stimmen verhallt - die Stille Kritik
die Geschichte ein Kreis - ein ewiger Krieg.
Könige zerstritten, Völker zerrissen,
jeder für sich und nach besten Gewissen.
Lachen , doch stets für sich bloß allein -
Die Angst von Fall, es wird richtig sein:
Dass Sie nichts mehr sagen,
bis dann die Worte sterben.
Dass Sie nichts mehr fragen,
aus Protektismus, und lieber unmündig werden.
...
73 Unerreichbar... 29.01.19
Vorschautext:
Heute habe ich's nochmal versucht -
wie wild getobt, geklagt, geflucht:
Die Worte gingen ihrer Wege,
die Zuhörer wie immer desinteressiert und träge,
dem Gähner schon nicht mehr verlegen
da ist mir so, als hätt's den Tag nie gegeben, ...
... an dem wer aufsteht und schreit:"Stop!"-
Eine Bewegung mit Herz, kein wütender Mob.
Ein Tag, an dem mal was getan,
als Ergebnis nicht nur Worte kam',
an dem der Krieg verrufen, alle Agression,
an dem Frieden und Aufarbeitung die einzige Mission.
...
72 Wille 17.01.19
Vorschautext:
Der Wille tief in unserer Seele,
gleich welche Vernunft wir auch ersehnen,
gleich was ich wähle und erzähle,
am Ende wird man mir alles nehmen:

Denn habe ich wirklich gedacht ich dürft' entscheiden,
habe ich tatsächlich diese Macht?
Oder habe ich's mit Geist und Eingeweiden,
einen anderem nur nachgemacht?

Ich schaue ungläubig auf dumme Gestalten,
die eigenmächtig Kriege und Konflikte schüren.
...
71 Weil jeder was zu sagen... 15.01.19
Vorschautext:
Man irrt sich oft und urteilt schnell,
in Echtzeit und virtuell,
eine Stadt im Glanze sowie im Dreck,
macht Liebe mit Hass und Kluges mit Dummheit weg.
Jeder hat hier Meinung, nur oft weniger konstruktiv.
Vieles läuft hier nahtlos, doch einiges geht auch schief.
Es gibt viel Geistreiches und jene, die gar nicht denken.
Es melden sich Normalos, Firmenvertreter, Präsidenten
und oft kann man sich ein Schmunzeln nicht verkneifen,
wenn die werten Damen und Herren sich im Ton vergreifen,
bis dann die Medien, wie eine wild gewordene Herde,
das krönende Finale ein paar Worte werde.
...
70 Rauch 04.01.19
Vorschautext:
Das ganze Glück in Rauch zerplatzt,
der Augen beißt und Kehlen kratzt,
der Zähne schwärzt und Lungen teert,
als unser Richter wiederkehrt.
Es ist dein Rauch, den ich spüre,
als stündest du nebst mir oder hinter der Türe.
als wolltest du mit mir weinen und lachen,
mir nahe legen, dieselben Fehler nicht zu machen.
Doch es bleibt Rauch und Rauch strebt nach oben,
"Ich bleibe bei dir" ward glatt gelogen.
Drum sperre ich ihn ein,
im Leib lass ich ihn sein,
...
69 Die Welt, in der ich nicht existiere 19.12.18
Vorschautext:
Machmal denke ich darüber nach, wie es wäre zu vergessen und vergessen zu werden. Einfach von vorne anzufangen. Dann frage ich mich, würde ich es wie jetzt tun - darüber nachdenken wie die Welt ist, in der ich nicht existiere: Würde alles besser sein oder gar schlechter? Würde sich überhaupt etwas ändern? Würde es die Welt überhaupt in der Form wie wir sie kennen geben? So viele Fragen...da versteht es sich fast von selbst gar nicht erst darüber nachzudenken, denn sind wir ehrlich: Wer tut das schon? Auch ich denke nur darüber nach, weil ich davon laß und der Gedanke mich FAZINIERT. Eine Nachricht an die Welt, in der man nicht EXISTIERT. Ich würde diese Worte auf den Zettel bringen, in eine Flasche versiegeln und diese zu Wasser lassen, auf dass die Flasche jene Welt entdecke und meine Worte in die Erde brenne:

"An: Die Welt, in der ich nicht existiere
Von: Nico Fender

Betreff: Schön dich kennen zu lernen

Hallo Welt, in der ich nicht existiere,

ich spreche aus einer Welt voller Widersprüche. Ich gehöre zu einer Rasse, die zusammen funktioniert, doch nicht zusammenhält. Es gibt doch auch schwarze, braune und weiße Katzen doch die leben friedlich nebeneinander. Es gibt durchaus Meinungsverschiedenheiten und ab und zu raufen sie sich auch, aber wenn einer wegläuft ist Schluss. Ich habe noch nie davon gehört, dass eine Katze willentlich ein anderes Tier ihrer Rasse tötet. Merkwürdigerweise verhält sich meinergleich fast gegenteilig: Sie fügen sich gegenseitig Leid zu aus oberflächlichen Gründen und nennen sich ironischerweise noch denkende vernünftige Lebewesen. Vielleicht liegt es daran, dass die Welt kompliziert geworden - nein, die Welt kompliziert gemacht wurde...
...DAS war wohl auch die Sehnsucht, die mich trieb SOWAS zu verfassen. Ich Frage mich wie es in der Welt ist, in der ich nicht existiere... Versteht ihr dort drüben einander besser oder ist es gar noch chaotischer?
Ach, ich schaue so oft auf die bunten Seiten, Welten, von uns erdacht. Und immer frage ich mich, wie es gewesen wäre in diese Welten hineingeboren zu worden. Für die meisten von uns sind es nur Geschichten, maximal eine gute Belustigung. Für mich ist jede eine Möglichkeit, deren Teil ich nicht sein durfte. Stattdessen kriechen wir wie Schlangen auf den Boden und blicken voller Sehnsucht zum Himmel, wo der Vogel zu der Welt fliegt, in der ich nicht existiere...
...
68 Der Winter, der die Zeit gefriert 18.12.18
Vorschautext:
Ich will ihn spüren - den Moment,
den Fremden, der, wenn man ihn endlich kennt,
uns einfach wieder verlässt -
Wir klammern uns an ihn, halten ihn fest -
Er wird stets unseren Griff entweichen,
kein Wort wird ihn je erreichen.
Der Winter gefriert alles zu Eis.
Wieder wird es Nacht und ich weiß,
dass auch Herz und Wort gefroren.
Alte Fremde neugeboren.
Ich will sehen -und andere sehen lassen.
Ihn nicht des Abschieds wegen hassen,
...
67 Ein anderes Ende 18.12.18
Vorschautext:
Ich schaue auf ein anderes Ende,
doch Nebel trügt die Sicht.
Wieder schaue ich auf meine Hände,
doch der Finger regt sich nicht.

Wieder träume ich von der bunten Welt,
um von der grauen Realität geweckt zu werden.
Will hoch hinaus zum Himmelszelt
und falle wieder ins Verderben.

Ich blicke ewig auf Fassaden.
Weiß wie Schnee, ein steter Winter.
...
66 Weniger als Nichts 12.11.18
Vorschautext:
Es ist weniger als nichts -
Unsere Gefühle in dieser Welt,
die Meinung, was uns stört, uns nicht gefällt.
Es ist in Worte nicht auszudrücken, wie wenig man sich für uns schert.
Weniger als nichts - vielleicht gar nicht so verkehrt:
Unsere Träume, unsere Bemühungen, alles Schuften und Streben.
Letztlich sind wir nicht da, fast so als hätte es uns nie gegeben.
Dabei wollen wir sprechen, wollen wir schreien.
Vielleicht Vergeltung, doch mehr Verzeihen.
Wir wollen Leben und anderen Leben lassen,
Verachten das Misstrauen, dieses endlose Hassen.
Wir wollen das Grün und Blau der Erde bewahren, damit auch noch in tausend Jahren Menschen von diesen Planeten erfahren.
...
65 Ars*hkriecher und Ja-Sager 29.10.18
Vorschautext:
Deutschlands politische Elite - Ars*hkriecher und Ja-Sager,
für den mächtigen Verbündeten gibts kein "Nein",
nur Stillschweigen, kranke Deals und Herumgelaber.
Egal - hauptsache man macht sich klein.
Diplomatische Beziehungen!? - Das ich nicht lache!
Die Schleimspur zieht sich durch das Land.
Meschenrecht - wohl Auslegungssache.
Man nutzt ganz offensichtlich nicht den Verstand.
Man kritisiert nicht mehr, man positioniert sich nicht.
Man bekundet Besorgnis, man dementiert und nickt.
Mit der passiven Haltung - das Wort zerbricht,
ist man aktiv wieder eingeknickt.
...
64 Das Handtuch 28.10.18
Vorschautext:
Ich stehe auf, laufe ins Bad
und wasche mir den Albtraum aus den Augen.
Ich ziehe mich an und laufe in die Stadt.
"Was bringt der Mund, wenn die Worte nichts taugen?
Diese Absichtserklärungen und Mitgefühlsreden,
welche man eine Woche später wieder vergisst.
Mir scheint's man will sich nicht über dem erheben,
was einem selbst von Vorteil ist.
Ist das vielleicht der Grund, dass ein Mensch sich so verliert,
soviel Schlechtes einverleibt
und sich über dem Waschbecken, fast routiniert,
die Sünde von den Händen reibt?"
...
63 Hallo Einsamkeit 26.10.18
Vorschautext:
Hallo mein Letztes, hallo Einsamkeit.
Ich mag nicht mehr, ich bin es leid.
Ja, es ist wieder mal soweit.
Ich brauche Ruhe, brauche Zeit,
bin wohl immer noch nicht bereit,
zerfressen von Zorn und Neid,
von Mensches Ungerechtigkeit,
dieser andauernden Dunkelheit...
Drum leg' ich nun den Stift beiseit'...
Will träumen, bitte Leute, verzeiht...
...aber sagt mir dennoch Bescheid,
wenn's Licht erneut aus Wolken schneit,
...
62 Lautlos 06.10.18
Vorschautext:
Lautlos, jedes schimpfen und Klagen,
Zorn einzig dem Scheitern bedacht
Und nach all den Jahren wird man sich fragen:
Hat es wirklich was gebracht?
So oft schon brachs Herz entzwei,
ein Wort, das unbedacht dem Mund entwich,
Die Finsternis nun wieder frei.
Welch Ironie, s'ist doch lächerlich...
...dass wir uns selbst so sehr schaden,
ins unendliche bis man sich vergisst.
Obgleich wir nicht immer meinen was wir sagen,
doch Gesagtes immer richtig ist
...
61 In ungewohnte Formen 30.09.18
Vorschautext:
jeder gegen jeden, links gegen rechts
und dann die Frage des Geschlechts:
er, sie, es - ach, ich bleibe beim du
und mit Augen auf den Füßen, am Ende heißt es noch #metoo -
Und dann wird man zum Richter gebracht
(Jawohl, die Amis haben es vor gemacht).
Ich laufe durch die Stadt und überlege Warum alles in unserer Gesellschaft aus den Fugen gerät.
Dieses Übersensibele, diese Kleinkariert-Mentalität.
"Polizeigewalt!", höre ich's indes durch die Straßen schallen.
Dann denke ich (Mensch, wie würde es euch wohl gefallen,
würden die festzunehmenden Raudis nach euch schlagen
und ihr dürftet nur: "Sie sind verhaftet!" sagen...).
...
60 Backspace... 25.09.18
Vorschautext:
Ich wollte schreiben, doch Mut hat mir gefehlt.
Der Mund nur gelogen, der Kopf nur Märchen erzählt,
meine Lippen sind spröde, die Tränen zeronnen,
und wieder muss ich mir eingestehen: Der Zweifel hat gewonnen.
Dann unterlasse ich, was ich aus tiefsten Herzen will.
Und wieder beginnen einsame Stunden - ich bleibe still.
Wieder steht in meinen Augen das Rot,
ein Feuer, Wörter von Finsternis und Tod...
...der Tastatur werden diese nimmer entgleiten - existenzlos, denn ewig würde ich's bestreiten:
Ihr würdet stets nur gestellte Perfektion zu Gesicht bekommen,
die Wahrheit, die steten Gedanken bleiben verschwommen
in kryptischen Nachrichten und Appellen zurück.
...
59 Das "11.59 PM-URTeil" 19.09.18
Vorschautext:
11.59 PM - schuldig im Sinne der Anklage!
Sorry, wenn ich's Ihnen so direkt sage:
Ihre Rhetorik ist ein Witz,
launisch, kindhaft, so überhaupt nicht spitz!
Immer durch die Mitte, fast nicht zu fassen,
mit der Peitsche voran, Sie können es nicht lassen,
andere zu erpressen, unter Druck zu setzen,
SICH zu empören und dann auf Twitter zu hetzen.
Am Ende sind wieder alle anderen Schuld.
Keinen Rückhalt, keine Vernunft, keine Geduld,
nur Wüterei und geschmackloser Jargon.
Ja, die Welt hat nicht viel davon:
...
58 Eier legen 12.09.18
Vorschautext:
Man will den ganzen politischen Debatten wohl verzeihen.
Den ganzen "bla" und's Herumgeschreien der werten Damen und Herren,
würden Sie sich um wichtige Dinge scheren,
sich um Tat und Umsetzung raufen,
anstatt nur um Begrifflichkeiten herumzulaufen.
Man erwartet schon kaum was mehr,
denn sprechen bekanntlich ja einfacher,
als mit Fuß und Hand zu zucken,
die Augen aufzumachen, mal zu kucken,
was den Menschen wirklich wichtig ist...
...jeden Tag derselbe Mist.
Anstatt sich mit Gequatsche von der Realität zu entfernen,
...
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