Profil von Nico Fender

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Alter: 26 Jahre

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Anzahl Gedichte: 104
Anzahl Kommentare: 6
Gedichte gelesen: 16.220 mal
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Titel
104 Bei dir ohne dich 11.02.20
Vorschautext:
Bei dir ohne dich
- Geschichten bloß, welche sich um dich ranken,
bei dir, doch du bist nicht
- nur in Träumen und Gedanken...
...sitzt du vor mir, wie in alten Tagen
lachen und weinen wir zusammen,
doch will ich es dir endlich sagen,
ziehst du wieder stumm von dannen.
Ich erkenne: die Chance ist vertan,
unsere Welten auf Lebzeit' getrennt,
denn egal wie Träume licht und warm,
wenn dich die Zeit nicht mehr kennt
...
103 Taub 26.01.20
Vorschautext:
Sie hören mich nicht,
wenn ich lache, wenn ich weine.
Sie tun zwar so, doch niemand weiß,
was ich meine.
fixiert, wie des Waldes Volk in der Brunst -
da ist Dichterei nur brotlose Kunst...
Sie bemühen sich nicht mal zu widersprechen,
so als wären Gegenworte schon Verbrechen.
Sie sehen die Texte, denken sich:"Schön!",
doch niemals hat wer in ihnen Sinn gesehen...
...denn sie sind nicht so stark wie Waffen und Geld.
mein Beileid tauber Mensch, mein Beileid taube Welt:
...
102 Von Gott gegeben 21.01.20
Vorschautext:
"Es ist mein Gott gegebenes Recht!"
- mal sehen, was Gott später dazu sagt.
Denn laut eurer Argumentation findet er's nicht schlecht,
dass ihr euer Köpfchen nicht nutzt, nichts hinterfragt.
Nein, wie heilig doch geschenktes Blei:
"Der Herr gibt mir recht, spricht mich frei
und wehe dir, du willst mir's nehm'.
Schieb's auf Gott oder sonst irgendwem,
so sei gewiss, dass dein Wort nie das seine übertrumpft,
dass entgegen jeder Natur und Vernunft,
sein Wort allein in meinen Ohren steht
und schlau wie ich bin der Schuld entgeht,
...
101 Um welt... 17.12.19
Vorschautext:
...geht's ihm, doch wer hätt's geglaubt:
Der vor dem Handy sitzt, welches von Chinesen zusammengeschraubt!?
Der Dinge sagt, aber nicht dazu steht!?
Sich Hemden kauft, in Indien zusammengenäht!?
Weil's billiger ist oder er sich nichts anderes leisten kann,
nur Um welt geht's ihm nicht, denn Sie leidet daran...
Rauch speiende Riesen bringen das gefragte Gut.
berechtigtes Ignorieren - das ist was keiner tut,
wenn Preise erfreuen, "%-Schilder" frohlocken,
die Moral:"Es ist nicht schlimm die Schöpfer abzuzocken.".
Nicht arbeiten, nur arbeiten lassen, ist was heute angesagt.
Nur um Welt geht's keinen, WENN gerade NIEMAND fragt -
...
100 100 03.12.19
Vorschautext:
99 mal gemahnt und nun nochmal,
hör auf an dauernd zu sagen, du hättest keine andere Wahl,
denn nach 100 Kriegen müsstest du doch wissen,
nach 100 Granaten, die geschmissen,
dass du im Unrecht bist,
dass, was du machst nicht fürs Land,
sondern gegen aller Regel ist.
99 mal gemahnt und nun nochmal,
dass nicht der Mensch der's dir befahl,
sondern nur DU allein verantwortlich bist für deine Taten
und das Frauen auf ihre Männer warten,
die in das Feuer sind gezogen...
...
99 Auf einsamen Wegen 03.12.19
Vorschautext:
Solo - der Herr will's den anderen versauen,
denn was kann schon besser sein, als eigenes Wort und Denken?
Wer braucht schon Zuspruch, wer braucht Vertrauen,
kann er die Spielsteine selber lenken?
Der Mensch von Heute sucht sich einen Feind
und diesen zu finden, wird ihm stets gelingen.
Der Mund sagt Schönes, doch Hässliches keimt,
wächst, wird in die hinterste Kammer des Herzen dringen...
...und alles schlechte aus ihm holen,
was nicht rückgängig gemacht werden kann, nie verziehen,
doch nie ist es falsch und wenn doch befohlen,
so weiß er den Richterspruch stets zu entfliehen.
...
98 Oh weiße Taube 20.11.19
Vorschautext:
Oh weiße Taube, sag wo willst du hin?
Wo ist dein Heim, was ist der Sinn
rastlos zu sein und fliegen im Kreis,
so sag mir, Taube, was ich nicht weiß,
der dich eben in die Freiheit entließ,
damit jede Schuld von sich wies
und strebigen Blickes nach deiner Welt oben
das Herz hat mit Verstand betrogen.
Verstand - ich gehöre doch zu ihnen,
die ewig fahren auf geraden Schienen.
Die neidvollen Geister, welche die Unbesiegbaren schufen
noch heute sich auf diese berufen.
...
97 Mein blaues Herz 12.11.19
Vorschautext:
Wie fühlt es sich an, wie ist es wohl
- das rote Herz in Flammen gehüllt?
Sag mir, was mein Herz, so kalt und hohl,
wieder mit Farbe füllt?
Es ist nicht die Angst,
So fern nur und doch nicht vermisst,
wer sagt denn, wenn du dort hin gelangst,
dass es am Ende nicht umsonst gewesen ist?
Nein, er wird niemals bei mir sein...
Der Glanz, werde niemals diese Wärme umarm'...
Nein, es bleibt bei dem Wunsch allein,
der mit traurigen Grinsen wird abgetan.
...
96 Vor bilder(n) 05.11.19
Vorschautext:
Vor Bildern stehst du und preist
- sie sagen dir, was du glaubst, was du bist.
Du folgst ihnen blind und weißt,
dass du dich damit selbst vergisst.
Du denkst, du hast nichts zu verlieren,
siehst Farbe auf den Papier.
Du lässt andere deine Welt regieren,
denn das Wort deiner "Ketten" befiehlt es dir.
Vor Bildern erstarrt, unmündig eigene zu malen,
der nicht denkt und nichts besitzt
und dennoch bereit ist jeden Preis zu zahlen,
der Kette, die in das Fleische sich ritzt.
...
95 Der Zug, der nur in eine Richtung fährt 29.10.19
Vorschautext:
Ich sitze in einem Zug der niemals
ankommt oder hält
und wenn sich mir einer zugesellt,
weiß ich, auch er wird für immer bleiben,
ewig sitzen wir und schweigen,
ehe ich einen Blick in die Gänge wage
und mich wahrscheinlich dann wieder frage,
was die Menschen zu dieser ewigen Reise bewegt:
Den mageren Mann, der gerade noch lebt,
den Krieger, der nur noch hat ein Bein,
die Kinder, die nach ihren Eltern schreien.
den feinen Herren, den das überhaupt nicht schert,
...
94 Wie in deinen "Bilderbuche" 25.10.19
Vorschautext:
Immer wieder machten Sie es klar:
"Die Welt ist anders als in deinen Bilderbuche!"
"Dem Jungen lege ich schleunigst nah,
dass er sich andere Hobbys suche."

Doch der Junge, von heroischen Geschichten geblendet,
schenkt ihren Gerede keine Ohren.
zu viele Worte - schon verendet, so viel Zeit - längst verschwendet.
So viele Gefühle verbrannt und eingefroren.

Es ist ihm egal was Sie sehen:
Reine Belustigung bloß oder Gelüste
...
93 Von Baum zu Baum 06.10.19
Vorschautext:
Ich bin das Feuer, das wütet und zerstört. Doch aus der Asche wird Neues entstehen und dann kann ich endlich schlafen,
um zu Eis werden. Warten, alles gefrieren - wenn es sein muss die Zeit selbst. Das alles um zu verstehen, sich Zeit zu lassen für das, was wichtig ist.
Dann werde ich zum Wind, der alles in sich aufnimmt und mit sich trägt - in fremde Welten und Zeiten.
Irgendwann werde ich nicht mehr sein und dann sollt - nein, dann werdet ihr, auch wenn ihr euch dessen nicht im Klaren seid, diese Aufgabe übernehmen. Manche von euch werden versuchen in die Geschichte einzugehen. Wohlan, doch dies sei euch gesagt: Vielleicht werden andere euch in Bücher schreiben und ihr werdet denken: Euch gehört ein Kapitel in der Geschichte. Nun sagt, was ist schon ein Kapitel über jemanden in einer Geschichte, in der es im Kern um den Mensch selbst geht? Drum habt keine Angst, ihr Milliarden Unbekannten:
Niemand wird vergessen - weder ich noch ihr. Wir werden weiter bestehen: Im Feuer, das wir geschürt, im Eis, das die Erde bedeckt, im Wind, der Worte vergangener Tage von Baum zu Baum trägt.

Und noch hunderte Jahre später werden jene alten Riesen Geschichten erzählen von SCHEINBAR unbedeutenden Zeiten und Leuten.

N.Fender
92 Jemand, der hört 19.09.19
Vorschautext:
Ach Vater, wie sehr doch sehne ich mich nach dem Wort, das zum Leben erwacht, die Ohren wieder hörig macht und Kriege beendet gar bevor sie beginnen, wir endlich wieder an Verstand gewinnen. Doch s'ist ungehört im Hier, in der Seele, im Reime und Liede. Wir trachten nach Macht, so schwach ist die Liebe. So winzig und flüchtig, diese Worte nach denen ich so süchtig, nur wahrlich die Macht nicht enthalten, die Menschheit, welche so gespalten, wieder in Einklang zu bringen. In Sie hinein zu dringen, um die Geister wieder mündig zu reden.
Doch hälts keine hungernden Kinder an Leben. Es löscht keine Ungerechtigkeit aus, zieht in uns die Krankheit nicht raus. Es wird die vielen Fragen des Lebens nicht lösen. Es bewahrt uns nicht vor Schaden, vor Fehler, vor Bösen. Es wird die Götter dieser Welt nicht entlarven.
Uns den Dreck nicht zeigen, in dem wir schlafen. Ach Vater, doch will ich glauben und öffnet's auch nur kurz die Augen, dass da irgendwann jemand sein wird, der hört und diese Dunkelheit im Herz zerstört...

N.Fender
91 Ist es falsch? 17.09.19
Vorschautext:
Ich frage mich, ob Götter weinen,
wenn ihre Worte umgedreht.
Wenn der Mensch mit Hand und Beinen, ihresgleichen zu zerstören erwägt?
Ich frage mich, ob Geschichten weinen,
um dessen was wir draus gemacht?
Dass all das Denken und's Meinen
am Ende trotzdem nichts gebracht.
Ich frage mich, ob Pflanzen weinen,
dann wenn wir's uns selbst versenfen, würden sie vor uns erscheinen,
uns sagen: "Es lohnt sich weiter zu kämpfen!"?
Ich frage mich, ob Tiere weinen:
"Die überlegene Rasse, die sich selbst zerstört.
...
90 Der Weg, der niemals war 06.09.19
Vorschautext:
Wenn sich Kummer und Zweifel in Seelen fressen,
und auf Wegen die Meter sich vergessen.
Wenn das Wort auf den Papier mündiger ist als der Geist,
der Motor schimmelt und verschleißt.
Wenn Ideen das Weite suchen
und wir unsere Gedankenlosigkeit verfluchen.
Wenn wir das Rot mit Erde bedecken,
uns hinter anderen Leuten verstecken.
Dahinvegetieren ohne etwas anderes zu tun,
als auf Lebzeit' sich bloß auszuruhen,
ist da doch zu recht die Frage:
Wo bleiben die Jahre, die Monate und Tage,
...
89 ME First (ICH zuerst) 07.08.19
Vorschautext:
ICH zuerst - auch wenn der Verstand benebelt,
die Wahrheit verdreht, Gesetze ausgehebelt.
ICH zuerst - auch wenn ich im Unrecht bin,
denn mit Sturheit kommt man überall hin.
ICH, ICH, immer wieder ICH, nur ICH allein
werde immer im Recht und Unschuldig sein.
ICH zuerst - meine Religion, meine Ideen
werde niemals Fehler eingestehen.
ICH zuerst - auch zu jemand anderen Schaden,
ICH zuerst - für Macht, Kontrolle, Haben.
ICH zuerst - die Städte fallen,
ICH zuerst - ich beweise es ihn allen!
...
88 Entf 29.07.19
Vorschautext:
Ich Entf die Seele aus den Worten,
denn Nüchternheit ist's wonach die Menschen streben.
Sie wollen die Totenstille, keine Worte, die leben und ihnen ihre geliebte Gewohnheit raubt, ihnen einen zweiten Weg erlaubt. Ihnen klarmacht, dass nichts ist in Stein gemeißelt, nur weil ein Dummkopf noch immer zweifelt. Entf, alles was anders ist und bleibt, weil keiner je Verständnis zeigt, für das, was wir nicht verstehen, weil wir's nicht hören, nicht riechen, nicht sehen. All das Entf ich, um dir näher zu sein und doch wirst du dich von mir Entf.
Wieder bin ich allein, doch werde es nicht lernen: Dass ich mich umsonst verbiege, mich umsonst verstelle, die Axt der Gesellschaft ergreife und erneut Bäume fälle - voll von Wörtern mit Seele, aufdass ich nun gefalle und jedes Wort, das aus dem Mund - tote für euch alle. Tote - ja so sehr habe ich euch gern'. Keine Wahrheit mehr aus diesem Mund - für euch - ab heute

- Entf -

N.Fender
87 Der größte Flüchtling 28.06.19
Vorschautext:
Der Monarch platziert seine Wetten.
Ganze Landstriche - zerstört und zertrümmert.
Oberhalb versucht man die Bögen zu glätten,
während im Untergrund die Wurzel verkümmert.
Und mit ihr im Kopf die Moral.
Wahrheit lahm, die Lüge schnell.
Menschen auf ihren Wegen nur eine Zahl.
"Sie wollen uns ausnutzen, sind alle kriminell!"
Da frage ich mich: Wer schürt den Krieg,
wer macht sie arm und nutzt sie aus?
Wer sitzt im Warmen, in aller Fried',
im Bundestag, im Élysée, im Weißen Haus?
...
86 N.Fender 11.06.19
Vorschautext:
Die Gedanken gehen wandern,
ich versuche mich durch die Welt zu schlagen
"Warum bist du nicht wie die anderen",
hört man die "anderen" fragen.
Ich soll's so wie "Jeder" machen,
doch ich frage: "Wer soll das sein?".
Ihr könnt mich verspotten, über mich lachen.
Wie "Jeder"!? Da bleibe ich lieber allein'.
Wohlan! Sucht euer Glück da oben!
Ich habe an Land meine Ruh'.
In Wolken wird gekämpft und gelogen -
Und ich - ich schaue euch dabei zu
...
85 Wenn Sie da sind 30.04.19
Vorschautext:
Hier sitze ich, der Fremde
und fühle mich schrecklich hintergangen.
Was nützt der Geist, Füße und Hände,
hat's jemals wirklich angefangen...
...echt zu sein und wenn ja,
zeig mir Erkenntnis, sprich aus Wahrheit denn!
Wenn's doch ist so klar,
warum kann ich's nicht greifen,
mit meinen zwei Augen erkenn'!?
Ich glaube keinen Wort, das zerstört und vernichtet,
glaube keinen Wesen, die in Bücher gepresst.
glaube keiner Welt, in der Willkür den Menschen richtet.
...
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