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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Zwei Wege, ein Verlangen Helga
Vorschautext:
Schritt für Schritt, ganz ohne Ziel,
geh ich die staubige Straße entlang,
zum Glücklichsein braucht es nicht viel,
wenn ich lausch dem Vogelgesang.

Mein Weg, gesäumt von hohen Bäumen,
durch die Zweige schon die Abendsonne glüht,
beim Schlendern fang ich an zu träumen,
von Blumen, die noch nicht erblüht.

Vom Weg ab zweigt ein kleiner Pfad,
mit saftig grünem Gras bedacht,
...
Häschens Bitte Ingrid Bezold
Vorschautext:
Im Regal als Nikolaus
saß ich schon zur Weihnachtszeit.
„Jingle Bells“ erklang im Haus
und mich stach ein Ilexzweig.

Damals wurd´ich übersehen,
deshalb sitz ich hier im Gras,
seh´die Menschen vor mir stehen:
„ Ach wie süß, der Osterhas´!“

Mal im Mantel, mal im Kleid -
jedesmal im Ungewissen…
...
Frühlingssonne Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

Die ersten Sonnentage, ich mein's ehrlich,
sind schon im Frühling sehr gefährlich.
Die UV Strahlung darf man nicht unterschätzen,
man kann sich schnell die Haut verletzen.

Mit Sonnenbrand ist nicht zu spaßen,
man liegt genüsslich auf dem Rasen
und eh' man die Gefahr erkannt,
ist die Haut schon aufgebrannt.

...
Seine Schuld... Bernd Tunn
Vorschautext:
Seine Schuld...

Erinnerungen wiegen schwer.
Die Fehler damals lasten sehr.

Hat ein Mensch nur gebraucht.
Dessen Leben ist verraucht.

Diese Schuld ihn oft versucht.
Hat sich dafür längst verflucht.

Nächte mahnen sein Vergehen.
...
Nur ein Gedicht... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Er betritt das Wohnzimmer,
ahnt sofort, dass was nicht stimmt.
Der Tresor steht ganz weit offen,
es fehlt das große Bild von Klimt.

Seine Frau liegt auf dem Teppich,
- es hat einen Kampf gegeben.
Wäre er nur zu Haus geblieben,
dann wär sie sicher noch am Leben.

Der Seidenteppich voller Flecken,
das helle Benz-Sofa voller Blut.
...
Sie hält den ganzen Laden auf Ewald Patz
Vorschautext:
Beim Discounter an der Kasse
geht es sehr oft nicht voran,
weil die Oma ohne Brille
nicht die Münzen finden kann.

Krampfhaft sucht sie kleine Münzen-
hält die ganze Schlange auf ,
böse Blicke von den Kunden
nimmt sie gleichmütig in Kauf.

Ohne Brille ist es mühsam
für sie mit dem Kupfergeld;
...
Morgen wird alles Guter Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ist doch alles nur naiver Klatsch,
was soll denn so ein Quatsch?
Wäre doch gar nicht auszuhalten,
geht sicher nur, wenn wir Alles
besser gestalten.

Die Menschen werden getrieben,
dabei vergeht uns
sogar das Lieben.
Es ist das Grausen dieser Welt,
ich frage, wer hat’s wohl bestellt?

...
Wat soll dat? Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Die Frage ist wohl wichtig
Ist hier noch alles richtig
Wo führt er uns denn hin
Dieser dekadente Unsinn

Das weiß doch jeder Fritz
Mehr Schulden sind ein Witz
Es lachen nun die Gewinner
Für Wähler wird’s schlimmer

Für Alle, die die Chose zahlen
Gibt’s mehr Elend u. Quallen
...
Kurz vor Ostern... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
In der Hasenwerkstatt ist viel los,
es tummeln sich hier Klein und Groß,
leises Gewisper und Gewinsel,
Hasi sucht nach seinem Pinsel.

Papa Hase spitzt seine Ohren...
"Hast du den Pinsel gerad´ verloren?
Junge, bist du noch gescheit?
Wir sind mitten in der Osterzeit."

"Such´ nicht weiter, nimm den roten,
und wasch dir bitte mal die Pfoten.
...
Magnolien machen Arbeit Ewald Patz
Vorschautext:
Üppig blühen die Magnolien-
strahlen hell im Sonnenlicht,
doch die Blätter , die sie streuen,
wenig sind das wirklich nicht.

Es gibt eine Menge Arbeit
nach der Blüte jedesmal,
denn die abgefallenen Blüten
liegen plötzlich überall.

Darum hat mein Nachbar letztlich
die Magnolie abgesägt,
...
Mir ist der Wal nicht egal Käti Micka
Vorschautext:
*****
Mir ist der Wal nicht egal

Der Wal weiß schon was er will
Ich behaupte er bittet um Asyl
Es gibt nur ein Problem
Es kann ihn keiner versteh`n
Er spürt zwar
dass sie ihn alle verehren
Es veranlasst ihn
immer wieder umzukehren
Nur es gibt für ihn noch keinen Speiseplan
...
Ein Hauch von Grün Lisa Nicolis
Vorschautext:
***

Setz dich auf eine Bank in deinen Garten
und richte deinen Blick nach oben hin.
Du musst auf einen Zauber gar nicht warten,
dein Blick ist in dem Wunder mittendrin.

Es liegt ein grüner Hauch schon in den Bäumen,
der Frühling werkelt an dem duft'gen Kleid.
Er wird es sicherlich auch nicht versäumen,
uns Anteil lassen an der Herrlichkeit.

...
Dieser Tag Lisa Nicolis
Vorschautext:
***

Der Tag wird einer dieser schönen hier auf Erden.
Ich werde alles tun, um ihm gerecht zu werden.
Er wird so schön sein, wenn man meiner Logik glaubt,
wie es mein Herz und meine Seel es ihm erlaubt.

Ob er nun schön wird, liegt nicht auf den Straßen.
Musst auf die Lebensfreude dich, den Mut verlassen,
musst dich bewegen, nie zu ernst dich nehmen.
Der Tag gib dir den Stoff, draus kannst du Wunder weben.

...
Die Karotten sind versalzen Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Frau Hase macht sich Sorgen,
ihr Nachwuchs spricht nicht mehr.
traurig schaut sie Hasi an,
das Herz wird ihr so schwer."

"Die Karotten sind versalzen,"
sagt der Hasenjunge plötzlich.
"Was hast du nur gemacht?,
das Essen schmeckt entsetzlich!"

"Endlich sprichst du wieder,"
freut sich nun Mama Hase
...
Perfektionen Klaus Lutz
Vorschautext:
Die perfekte Sprache. Du redest
kein Wort. Aber sagst nur wichtige
Dinge. Und lässt die Augen reden.
Mit jedem Blick. Mit jedem Traum.
Mit jedem Weg. Und bist die Reise.
Und bist der Hafen. Und bist das
Lied. Und die Stille der Engel!

Die perfekte Reise. Du liegst im Bett.
Aber siehst nur buntes Leben. Und
lässt die Worte reisen. Mit jeder Tür.
Mit jedem Park. Mit jedem Fluss. Und
...
Die Liebe ist Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Die Liebe ist

Die Liebe ist eine Himmelsmacht,
Die manchen schon um den Schlaf gebracht,
Wenn sie erst zündet, längst entflammt,
Weil sie direkt vom Schöpfer stammt.

Man kann die Liebe nicht besiegen,
Auch nicht verdrängen, gar verbiegen.
Lebt mächtig auf sie in der Seele,
Gibt’s nichts, dass man davon sich stehle.

...
Deine Chance Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Deine Chance

Deine Chance übergehen,
Verpassen, weil man irgendwo
Auf die Konvention will sehen,
Das macht keine Seele froh.

Deine Chance beim Schopf ergreifen
Im Wissen, dass Liebe dabei,
Das lässt ein feines Herzblatt reifen,
Es hört den Ruf Tandaradei.

...
Fliehendes Schweigen (Kurzkrimi) Wolfgang Scholmanns
Vorschautext:
Zwei Stufen noch und er stand vor ihrer Wohnungstüre. Den Schlüssel besaß er nicht mehr. Sie hatten sich vor einiger Zeit getrennt. Seine einst so große Liebe, hatte von der Affäre mit einer Kollegin Wind bekommen und die Zwei eines Tages eng umschlungen in seinem Auto sitzen sehen. Sie war ruhig geblieben, so schien es nach außen hin aber hätte jemand in ihr Herz blicken können, wäre ihm ein Ort der Zerstörung offenbart worden, für dessen Hoffnung auf Wiederaufbau er nichts mehr gegeben hätte.
Zitternd betätigte er den Klingeltaster. Minuten vergingen aber es öffnete niemand.
"Mira, Mira, mach doch bitte auf. Ich bin es, David. Hör zu, Mira, hör doch bitte zu. Mutter ist tot, Mutter....." Eine Etage tiefer öffnete jemand heftig die Türe.
"Was willst Du hier, du Ratte?", schrie eine männliche Person, mit einer ihm bekannten Stimme, die Treppe hoch. "Wenn Du nicht dein Maul hältst, werde ich es Dir stopfen. Betrügt dieser Dreckskerl erst meine Tochter und will sich jetzt wohl wieder bei ihr einschleimen, was? Pass bloß auf, dass ich Dir nicht die Fresse poliere.“
Es war sein Schwiegervater, ein grober Typ, mit einem großen Potential an krimineller Energie. Einen großen Teil seines Lebens hatte er im Knast verbracht, wegen Raubüberfällen, Körperverletzungen und so.
"Hab heute Morgen meine Mutter tot aufgefunden, mit einer Messerklinge in der Brust. Ein Nachbar hat, kurz bevor ich eintraf, Miras Wagen vor Mutters Türe gesehen. Vielleicht ist ihr etwas aufgefallen. Ein Raubüberfall war es, auf Mutters Schmuck und die Brieftasche mit ihrem Ersparten hatte es ihr Mörder abgesehen.“ Der Alte guckte etwas verlegen als plötzlich eine junge Frau hinter ihm stand. "Verschwinde!", raunte er ihr zu. Der will Dich nur wieder einwickeln. Wirst doch wohl die Schnauze voll haben, von so einem Arschloch.“ David kam langsam die Treppe hinunter.
"Mira, Mutter ist tot. Hast Du etwas gesehen? Mira, Mira nun sag doch etwas.“ Mira war kreidebleich im Gesicht. Im Badezimmer ihres Vaters war ihr ein Hemd aufgefallen, das mit Blutspritzern übersät war. Auch an dem Handtuch, das vor der Waschmaschine lag, hatte sie Blutflecken gesehen. Aber sie schwieg, so wie Mira immer schwieg, wenn sie von Polizisten zu den Missetaten ihres Vaters verhört wurde.
"Nein, nein David. Ich hab deiner Mutter nur die Wäsche gebracht. Sie hatte mich gebeten zur Wäscherei zu fahren. Es ging ihr nicht gut, ihre schreckliche Migräne. Du weißt doch, dass ich immer für sie da bin. Das hat mit uns auch gar nichts zu tun, ich habe es immer nur für sie getan, nur für sie." Ein paar Tränen liefen der jungen Frau über die Wangen. „Was heulst Du denn, mein Kind? Wegen der brauchste nicht zu heulen, war auch nicht besser als ihr Ableger. Nase hoch und eingebildet, dass ist dieses Pack. Hab sowieso nie verstanden was Du an diesem Kerl findest,“ Mira hörte gar nicht hin. Sie mochte es nicht, wenn ihr Vater so über andere Personen sprach, besonders dann nicht, wenn sie diesen Menschen nahe stand, wie ihrer Schwiegermutter.
Unten im Hausflur, bewegten sich zwei uniformierte Gestalten. Es schien, als hätten sie bei Frau Claas der Hausmeisterin geklingelt, denn die öffnete gerade die Türe. Sie wechselte mit den Beamten ein paar Worte, zeigte dabei mit dem Finger nach oben. Kurz darauf liefen die Polizisten die Treppe hinauf. Einer von ihnen stellte sich direkt vor Miras Vater. "Ach, sie mal an", sagte er. "Wen haben wir denn hier, ein alter Bekannter. Was bist Du denn so nervös, gibt`s da einen Grund?"
"Lasst mich bloß zufrieden, ich habe mit der Sache nichts zu tun. Hab meine Strafen immer abgesessen. Seit fünf Jahren war keiner von Euch mehr hier und ich auch nicht mehr auf dem scheiß Polizeirevier. Bin sauber geworden, aber das kriegt Ihr wohl nicht in Eure Beamtenschädel.“ Der Beamte winkte ab, sagte noch: „Schön wäre es.“
"Sie sind die Tochter?" fragte sein Kollege Mira, die zitternd hinter ihrem Vater stand. "Ich, ich..... ja, die Tochter bin ich", stotterte sie. " Frau Mell hat mich gebeten, ihr die … die Wäsche zu bringen. Sie sah müde aus, hatte wohl Migräne, sagte sie. Ich bin dann auch sofort wieder gegangen."
"Ist Ihnen sonst nichts aufgefallen?"
...
Friedenslicht Birgit Klingebeil
Vorschautext:
Friedenslicht

Kerzenschein strahlt in die Stille
und die Gedanken eilen weit voraus.
Der Frieden ist der Menschen Wille,
den sie senden in die Welt hinaus.

Es hallt der Ruf durch alle Gassen,
wo Hand in Hand wir sicher steh'n.
Groll und Neid, sie werden verblassen,
da wir im Anderen uns selber seh'n.

...
Überqualifiziert Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Die Sorgen, die sie nachts umtreiben
wollen nicht im Bette bleiben,
stehen früh schon mit ihr auf,
der Tag nimmt wieder seinen Lauf.

Arbeitssuche, Lebenslauf schreiben,
immer schön bescheiden bleiben,
Rad aufpumpen, ab zur Post,
Einkaufen gehen, bescheidene Kost.

So geht das nun tagaus, tagein.
Kein Lichtblick, isoliert, allein.
...