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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Abend im Wald Helga
Vorschautext:
Im Wald stehn sie so dicht an dicht,
und nehmen sich das spärlich Licht,
und wenn der Tag sich müde neigt,
ein dunkles Raunen leis sich zeigt.

Ein Murmeln schwillt im Blätterdach,
wird hier und da zum leisen Krach,
wer ragt hinaus, wer bleibt zurück-
ein stetes Messen Stück für Stück.

Da hebt die alte Eiche sacht
die Stimme aus der Dämmernacht,
...
Zeitzeugen werden rar Josefa
Vorschautext:
Zeitzeugen werden rar
Oma, wie war Dein Leben, als Kind – im Krieg?
Wie groß warst Du, als er anfing? Glaubtest Du an einen Sieg?
An was kannst Du dich erinnern, gab es auch eine schöne Zeit?
War deine Kindheit nur getrübt durch Tod und Leid?
Was war dir wichtig, was hast Du gespielt?
Wen hattest Du lieb, was war Dein Lieblingslied?
Oma erzählte viel – hörte plötzlich auf, und sprach:
„Wenn Du etwas älter bist, holen wir das nach.
Für das, was noch zu sagen ist, bist du noch zu klein,
Glaub mir, ich vergess‘ es nicht. Ich steig hier wieder ein.“

...
Ich will euch etwas sagen Jens Gottschall
Vorschautext:
*****

"Langsam" fängt der Frühling an,
"bewusst", dass man sich dran gewöhnen kann.
Was nützen gleich die heißen Tage,
wenn jeder Schritt ein'm wird zur Plage.

"Allmählich" schöpft man neue Kraft,
in kleinen Schritten, so dass man's schafft
sich langsam wieder dran zu gewöhnen,
an den Frühling, an den Schönen.

...
Das Minuszeichen Lisa Nicolis
Vorschautext:
***

Ich bin ein - bItte sehr,
doch weniger ist auch mal mehr.
Nur, von den Zeichen, (und von allen!!!)
lass ich allein mir nichts gefallen.

Ich streite gern, ich rebelliere,
ich nörgle und ich protestiere,
ich mobbe gern, ich widerspreche,
ist mir egal, wie hoch die Zeche.

...
Sterne über der Gosse Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Wir liegen alle in der Gosse,
manchmal tiefer, als wir zugeben.
Wir zweifeln,
sehen mehr Boden als Himmel.
Und doch heben manche den Blick,
trotz der Risse,
trotz der Müdigkeit,
trotz der Welt.
Und dann sind da Sterne,
weit weg,
aber da.
Vielleicht retten sie nichts,
...
Das Gewicht der Träume Claudia Behrndt
Vorschautext:
Ein Gipfel ruft, die Flagge weht,
doch Steine ziehn dich tief hinab.
Die Angst, die sich ans Seil sich dreht,
hält fest, was dir der Zweifel gab.

Der Neid hängt schwer an deiner Hand,
der Druck drückt nieder, kalt und hart.
Ablehnung brennt wie glühender Brand,
der Fehler peinigt, ungespart.

Doch sieh – du kletterst, Schritt für Schritt,
die Felsen schleifst du hinter dir.
...
Das vergessen Frank Dörfl
Vorschautext:
Das was ist kann man, ändern was war das ist passiert. Und kann man nicht ändern, man muss es verabschieden. Oder nicht mehr daran denken, aber ich sehe das etwas anderes. Den wen man das verarbeite, was gravierendes . In der Vergangenheit heißt passiert ist. Und es nicht verarbeitet, dann kann man auch nicht. In hier und jetzt sein, den Verträgen heißt nicht . Verarbeite, den es braucht nur einen kleinen Stoß. Auf kommen und das erlebte ist wieder da. Nur wenn man es verarbeite hat, kann man in hier und jetzt sein. Dieser Weg ist hart , aber wer den Weg packt . Ist wirklich stark und frei von der Last.
Für irgendwen die Welt Chandrika Wolkenstein
Vorschautext:
Für die Welt bist du vielleicht
nur ein Gesicht im Strom der Zeit,
ein Name, den der Wind verweht,
ein Schritt, der kommt und weitergeht.

Doch für ein Herz bist du das Licht,
das leise durch den Alltag bricht,
der Trost, wenn dunkle Stunden sind,
die warme Hand, die Hoffnung bringt.

So glaube nie,
du seist zu klein,
...
Quak im April Claudia Behrndt
Vorschautext:
Ein Quak, erschallt am Teiches Rand,
der Frosch erwacht aus tiefem Schlaf.
Er streckt sein Bein aufs Uferland
und blinzelt, wo die Sonne traf.

Er plumpst ins Wasser, platsch und klatsch,
wirft Ringe auf das stille Nass.
Sein Sprung ist kühn, sein Bauch ist prall –
Er feiert laut den Frühlingsspaß.

Er quakt die Mücken aus dem Rohr,
er quakt den Regen freudig an.
...
Die guten alten Zeiten Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Großmutter sitzt in ihrem Sessel
und hält gerad´ Mittagsruhe.
Die Füße auf der kleinen Fußbank,
daneben die schwarzen Schuhe.

Sie erzählt von ihrer Jugendzeit,
- wie schön es damals war.
Viel Ruhe und Gemütlichkeit,
das Wasser war rein und klar.

"Früher gab es keinen Fernseher
und auch kein Telefon.
...
Männer, wie ich sie mag... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Mich reizen stets die Ruhigen, Stillen,
gut gebaut, - mit starkem Willen.
Ehrlich und von Herzen gut,
aufmerksam, - mit reichlich Mut.

Sportlich, elegant und spritzig,
gut organisiert, spontan und witzig,
belastbar und verständnisvoll,
gut etabliert, - das wäre toll.

Er sollte auch belesen sein,
und ein Gourmet, - ich ess´ gern fein.
...
Damals Käti Micka
Vorschautext:
*****
Damals

Der Fortschritt
verpasst den Menschen
immer wieder einen Tritt
Alles ist möglich
Die künstliche Intelligenz
verschafft der Menschheit
eine nie dagewesene Transparenz
Es gibt Möglichkeiten
die dem Menschen
...
Das Osterwetter 2026 Ewald Patz
Vorschautext:
Der Vorfrühling war ein Gedicht,
das muss man wirklich sagen-
der Frühling ist es bisher nicht
und das ist zu beklagen.

Jedoch die Hoffnung bleibt bestehen
auf schöne Ostertage,
doch wie es wird, das weiß man nicht-
zwiespältig ist die Lage.

Das Wetter ist so launisch wie
sehr oft die schönsten Frauen,
...
Die Aprilsonne lockt... Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Die Aprilsonne lockt mich raus,
sie scheint schon früh am Morgen.
Die warmen Sonnenstrahlen,
vertreiben die Alltagssorgen.

Das zarte Blattgrün riecht so frisch,
das Wasser plätschert leise,
ich stehe still auf der Terrasse
und beobachte eine Meise.

Die Meise fliegt zum Gartenteich
und landet im Wasserlauf.
...
Es gab einmal eine Zeit Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Es gab einmal eine Zeit

Es gab einmal eine Zeit,
Da konnte man sich verlassen
Auf Liebesschwüre, Versprechen.
Damals war man noch nicht bereit,
Fake News im Netz zu verfassen,
Um mit der Ehrlichkeit zu brechen.

Heute hat sich die Zeit gewandelt,
Mit Ehrlichkeit nimmt man es nicht so genau,
Amüsiert sich lieber über Gutgläubige.
...
Verschiedene Socken Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Vor Lachen bleibt kein Auge trocken.
"Was sind das für verrückte Socken?
Eine Socke kurz, die andere lang,
gab's keine passenden im Schrank?"

"Ich habe keine", antwortet Marleen,
"und außerdem finde ich das schön...
Da kannst du meine Mutter fragen,
- die wird dir dasselbe sagen."

Ihre Aussage hat mich verblüfft,
- das habe ich gleich überprüft.
...
Einem Mann vorgaukeln Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Einem Mann vorgaukeln

Einem Mann vorgaukeln,
Man würde ihn ganz tief lieben,
Ihn vielleicht sogar treffen wollen
Und ihn dann verschaukeln,
Gar spielen mit seinen Trieben,
Kann er sich davon überhaupt erholen?

Enttäuscht wird er sich fragen,
Ob er überhaupt noch gewollt
Und er müsste sich distanzieren.
...
Essay und Eigensinn Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Essay und Eigensinn
(Erinnerungen an Alexander Kluge)

Heute muss alles schnell gehen,
Denn es geht nicht mehr um Botschaften,
Der pädagogische Sinn ist dahin.
Man will rasch sich Wechselndes sehen,
Spektakuläres bleibt besser haften
Und es geht um Verleihgewinn.

Katastrophenalarme und technische Effekte
Beherrschen die heutige Filmszene,
...
Das waren noch Zeiten Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Das waren noch Zeiten
(Sehnsucht nach Jürgen Habermas)

Das waren noch Zeiten,
Als Erkenntnis und Interesse
Miteinander korrespondierten,
Viele Horizonte sich konnten weiten
Ohne Dauerwerbung, Kaufzwang, Messe,
Weil Persönlichkeiten Verantwortung spürten.

Heute fallen diese längst auseinander,
Erkenntnis ist wohlfeil und frei
...
Ostern Thomas De Vachroi
Vorschautext:
Wenn Ostern kommt gleich nach dem Winter –
freuen sich auf das Fest nicht nur die Kinder!
Es hoppeln die Hasen entlang den Fluren
und die Eierproduktion läuft auf vollen Touren.

Bunt und schillernd kommt das Fest daher –
die Geschäfte rüsten sich auf immer mehr!
Der Konsum erlebt eine große Blüte –
man kauft Quantität und kaum noch Güte!

Keiner sich tatsächlich Gedanken macht,
was einst geschah in dieser Nacht.
...