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Zuletzte veröffentlicht

Titel Autor
Der Mond Lisa Nicolis
Vorschautext:
***

Wenn abends meine Blicke noch versinken
im Weltall, um den Sternenmix zu trinken,
dann hört er sachte auf, sich noch zu drehen,
um still in meinen Augen auf zu gehen.

So schlendern wir zusammen ein paar Schritte,
hoch oben in der Welten dunklen Mitte.
Er gleitet dann, wie stets, ganz ohne Schweifen
zurück in seine Welt auf Silberstreifen.

...
Im Büro Ewald Patz
Vorschautext:
Unter Ingrids Rock verschwunden
war von Kurt die rechte Hand,
durch den Schreibtisch gut verborgen
und das öfter stundenlang.

Ingrid hat das wohl gefallen-
sie hat ihn nie abgewehrt,
doch den Leiter der Behörde
den hat das doch sehr gestört.

Denn es hat sich rumgesprochen,
darum wurde Kurt versetzt ,
...
Welches ist ... Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Welches ist …

Welches ist
der schönste Satz
an Liebesironie?

„Ich selbst
hätte mich niemals
geheiratet.“

©Hans Hartmut Karg
2026
...
Das Einfache Hans Hartmut Dr. Karg
Vorschautext:
Das Einfache

Das Einfache ist oft das Einmalige,
Es muss sich nicht aufmanteln,
Braucht auch nicht das Zweimalige,
Muss nicht aufarbeiten, nicht verhandeln.

Das Einfache geht ohne Fassade
Ins Leben, ist immer unkompliziert,
Denn Unbeschwertheit bleibt Monade,
Weil sie das Schuldige nicht aufspürt.

...
Himmelwärts Käti Micka
Vorschautext:
*****
Himmelwärts

Und plötzlich
hatte ich Flügel
Ein wunderbares Gefühl
Ich fasste mir ein Herz
und flog sofort
über alle Wolkenhügel
Ich war dem Himmel so nah
Ich glaubte wirklich
es sei wahr
...
Saharastaub Ewald Patz
Vorschautext:
Aus dem Süden treibt der Wind
den Staub in unsre Länder,
auf den Autos sieht man dann
ganz feine, rote Ränder.

Aus der Sahara kommt zu uns
der rote Staub nach Norden-
ich bin, wenn ich mein Auto sah,
stets ärgerlich geworden.

Doch mit dem Staub bringt auch der Wind
die langersehnte Wärme
...
Nordseeluft und Krabbenbrötchen Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Ich werde nie ein Wassersportler,
habe nichts damit im Sinn,
doch ziehts mich immer wieder,
an die raue Nordsee hin.

Früh morgens bin ich gern allein,
und genieße die Natur.
Ich atme tief die Seeluft ein,
- das ist Erholung pur.

Sitze ich entspannt am Strand,
höre ich die Wellen tosen.
...
Auf Mäusejagd Gudrun Nagel-Wiemer
Vorschautext:
Die Luft ist kühl, der Boden nass,
behutsam schleicht er sich durchs Gras.
Kater Paul wittert schon die Beute,
das wird die erste Mahlzeit heute.

Gerad´ hat er eine Maus entdeckt,
die sich im hohen Gras versteckt.
Er giert nach diesem Leckerbissen,
doch das Mäuschen ist gerissen.

Eben sah er die Feldmaus noch,
jetzt sitzt sie schon im Mauseloch.
...
Saldo Null, Humor voll Claudia Behrndt
Vorschautext:
Am Automat steht ein Mann,
schaut traurig auf den Bildschirm dann.
Die Brille rutscht, der Blick wird schwer,
sein Konto zeigt: Hier geht nichts mehr.

Die Tasten piepsen frech und laut,
als ob der Automat ihm traut.
Doch zeigt er kühl und ohne Mitleid:
„Zu spät mein Freund – das Geld ist weit.“

Er seufzt und denkt mit scheuen Blick:
„Das Leben bucht manchmal echt zu fix“.“
...
Holi-Farben Lena Engelbrecht
Vorschautext:
In Gärten schwellen Pfauenschreie auf
und Blütenblätter lauschen ihrem Öffnen
am Holi Fest zu Ehren Kamas.
Aus dem Sari-Stoff des Lakshmi Sutra
entwebt die Sonne grenzenlose Farben
am ersten Vollmondtag im Frühjahr.

© Lena Engelbrecht
Begierde Meteor
Vorschautext:
wir schleichen
um uns im Kreis
lauern, speicheln
sind zu heiß

befangen im Verlangen
fallen wir über uns her
zwei Würgeschlangen
begieren sich zu sehr

du bist mir extrem nah
brennst mir auf meiner Haut
...
Ein Herz für Köche Ingrid Baumgart-Fütterer
Vorschautext:
Ein Hund sich in die Küche stahl,
zwickte dem Koch in die Wade,
der hatte keine andre Wahl,
nahm im Schweiß der Angst ein Bade
warf, obwohl es war verboten,
Würste, Hähnchen, Schweinebraten
gierigem Hund vor die Pfoten
als auch leckere Zutaten.
Der Hund ließ von dem Koch nun ab
und stürzte sich auf das Fressen,
dankte dem Koch bis an sein Grab,
niemals konnte er vergessen
...
Wünsche von den Socken ablesen Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Am besten von einem Betrüger die Socken,
da kann man rein gar nichts verbocken.
Mit Militärsocken die leicht stinken,
da könnte die Sache aber mächtig hinken.

Übrigens, auch an Socken kannst du erkennen,
was einzelne Menschen über Andere denken.
Egal, woher sie kommen, unsere Schneeflocken,
mach dich mal auf jeden Fall auf die Socken.

Von meiner Liebsten Ringelsocken kann man
sogar ihre Wünsche ablesen.
...
Glücksprobleme Ernestine Freifrau v
Vorschautext:
Ach du meine grüne Neune,
ich habe davon so viele,
wie die alte blaue Scheune.
Ich muss sie alle ertragen,
vielleicht sollte ich sie lieber verjagen.

Ich frage, warum ist mein Glück vereist?
Da hat doch sicher Einer was vergeigt!
Vielleicht kommt nun im Frühling Glück?
Ja, ich denke, das wäre ein geiles Stück.

Stecke mir ein Blümchen an den Hut,
...
wie die Moss Peter Szneckneck
Vorschautext:
Auf der Lauer wo einst Wölfe
liegen heute nur noch Schafe
blöken laut und unentwegt
es scheint wie Gottes Strafe

Scheißen ohne Unterlass
das Netz mit ihrem Dünnschiss zu
Ließ ich mal den Rechner aus
hätte ich auch meine Ruh

Doch ich bin genauso blöd
und lass mich noch verleiten
...
Aus der Fassung Grünschön
Vorschautext:
Ein Brillenglas fällt aus dem Gestell,
es ist nicht mir in der Passung.

Es wird wütend, rasend schnell,
es verlor, so wie du, die Fassung.


©Grünschön.
Kein Frosch, kein Grashüpfer, (r)auch kein Gras.
Die stille Frage der Seele Claudia Behrndt
Vorschautext:
Seele, Seele, was ist mit dir?
Du wanderst still durch dunkle Zeit.
Ein Flüstern ruft aus tiefem Innern mir,
doch deine Antwort bleibt so weit.

Seele, Seele, was suchst du hier?
Ein Licht vielleicht im Schattenmeer.
Du trägst so viele Träume in dir
und doch erscheint dein Blick so leer.

Seele, Seele, wohin geht dein Schritt?
Der Wind erzählt von fernem Glück.
...
Wenn die Seele im Schatten steht Claudia Behrndt
Vorschautext:
Wenn vor Angst die Seele weint
Und die Nacht kein Ende kennt.
Wenn die Hoffnung leise scheint
Und ein stilles Feuer brennt.

Wenn Gedanken stürmisch ziehen,
wie ein Wind durch dunkles Land.
Und die leisen Träume fliehen,
aus dem zitternden Verstand.

Doch im tiefsten Schattenraum,
wächst ein Licht, schwach und klein.
...
Beste Freundin Claudia Behrndt
Vorschautext:
Wenn Tage grau sind, schwer und still,
bist du der Funke, der lachen will.
Ein Blick von dir, so warm und klar,
macht selbst den dunkelsten Morgen wahr.

Du hörst die Worte zwischen den Zeilen,
kannst Sorgen halten, ohne zu eilen.
Mit dir wird Schweigen plötzlich leicht,
weil Nähe oft ganz leise reicht.

Wir teilen Träume, Groß und Klein,
ein Stück vom Mut, ein Stück vom Sein.
...
Die Meise am Fenster Claudia Behrndt
Vorschautext:
Die Meise flog ans Fenster schnell,
im Flug, da bog ihr Schnabel sich.
Ich nahm sie mit ins Haus ganz hell
und pflegte sie ganz fürsorglich.

Die Meise sprach: „Das Fenster scheint,
für uns wie freier Himmel weit.
Doch täuscht es uns, wenn Glas so scheint,
besonders in der hellen Zeit.“

Bald schlug sie leis ihr Flügelkleid,
noch schwach, doch kehrte Kraft zurück.
...