Profil von Torsten Bischoff

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Anzahl Gedichte: 264
Anzahl Kommentare: 34
Gedichte gelesen: 67.380 mal
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Titel
184 Perspektiven 06.07.18
Vorschautext:
Was aus der Ferne winzig erscheint
wächst schnell bei naher Betrachtung.
Was Bauer und Vieh scheinbar vereint
endet abrupt bei der Schlachtung.

Wie nah bist Du dran, was sucht Dein Blick,
das solltest Du für Dich wissen.
Nähe und Ferne, die sind kein Trick,
nur Anlass zu Ärgernissen.

Dresden, D, 31.05.2018
183 Zeit, gute, alte 05.07.18
Vorschautext:
Ich komm aus der "Darf's-etwas-mehr-sein" Zeit,
wo ist sie hin, die alte, die gute ?
Wer schickte sie in die Vergangenheit ?
Nicht nur etwas - nein, jede Minute !

Seither bleibt nur eine traurige Wahl,
einmal: Nein, das hat doch Cholesterin
oder: Alles und das immer pauschal,
aber beides nach guter, alter DIN.

Dresden, D, 10.06.2018
182 Stückchen 04.07.18
Vorschautext:
Ich träume mir ein Stückchen Welt
mit sternenbeleuchtetem Himmelszelt.
Was wär der Traum ganz ohne Geld?
So werd ich darin erst zum Stückchen Held.
Was habe ich nur angestellt,
nur immer solch Stückchenträume bestellt?
Ergibt ein Stückchentraumweltfeld.

Dresden, D, 10.06.2018
181 Anders denken 04.07.18
Vorschautext:
Wo Kraft, die stark sein soll, entschwindet
und Perspektiven sich verlagern.
Wo sehnsuchtsvoller Blick erblindet
und alle Hoffnungen abmagern.

Scheint Alles verloren,
gibt es Nichts zu verlieren.
Du bist auserkoren
Alles zu ignorieren.

Es ist Zeit anders zu denken,
jetzt alte Regeln zu missachten.
...
180 Zeit 02.07.18
Vorschautext:
Gibt es eine "verdorbene" Zeit ?
Wenn ja - für wen, wann, wo und warum ?
Ist so 'ne Frage nicht Dämlichkeit,
Zeit verläuft ja auch relativ krumm.

Damit wird seit jeher und immer
unsere Zeit ganz frisch gebacken.
Korrekt, neutral und ohne Glimmer
kann sie sich täglich entschlacken.

Dresden, D, 28.05.2018
179 Es war einmal 02.07.18
Vorschautext:
Wo ist die Achtung, der Respekt ?
Wohin verschwand das Wundern und Staunen ?
Was hat in uns die Furcht geweckt
und treibt uns dies laut auszuposaunen ?

Das Fremde ist uns heute nah.
Die Welt ist ganz schön zusammengerückt.
Wir fürchten kaum Malaria,
der andere Glaube macht uns verrückt.

So flüchten Menschen nach Gestern,
reden vom Abendland, das so nie war.
...
178 Alles in Einem 01.07.18
Vorschautext:
Bratengebrutzel und Kindergeschrei,
der Sonntagmittag steht vor der Tür.
Alles wirkt friedlich und sorgenfrei
- die heile Welt, en miniature.

So ist die Welt und so war sie immer.
So viel Schönes und Böses zugleich.
Himmel hier, Hölle im Nachbarzimmer,
die Welt ist an allen unendlich reich.

Dresden, D, 10.06.2018
177 Zeit-Update 28.06.18
Vorschautext:
Die Zeit zerrinnt jetzt digital,
seither kann ich sie kaum fassen.
Das Tempo ist katastrophal,
Stunden und Tage verprassen.

Leben wird eventueller.
Bedächtigkeit ist nicht mehr schick.
Lebenszeit vergeht viel schneller.
Es weilt niemand im Augenblick.

Wir hetzen rastlos virtuell,
verleben unsre Zeit im Web.
...
176 Privileg 27.06.18
Vorschautext:
Als wir im Räderwerk der Zeit
unsere Jugend eintauschten.
Erwachsen war die Obrigkeit
an der wir uns gern berauschten,

tauschten wir unsere Naivität
- die wollte niemand mehr haben.
Was wir eintauschten merkten wir spät
und hockten nun wichtig im Graben.

Damals gaben wir viel Leichtigkeit auf.
Zurück führt kein einziger Weg.
...
175 Ach Öko 27.06.18
Vorschautext:
Partikularinteressengesteuerte
Zimmerpflanzenvolumengesetze
wandten sich gegen hochüberteuerte
Biosamen, nannten es Ökohetze !

Dresden, D, 10.06.2018
174 Garten 26.06.18
Vorschautext:
Hochgeflözte Gartenträumchen
platzen silbersternbestückt.
Klammern noch am Wundersäumchen,
von sich selber höchst entzückt.
Werden manchmal Sehnsuchtsbäumchen.
Dann ist dieser Traum geglückt.

Dresden, D, 10.06.2018
173 Um der alten Zeiten willen 25.06.18
Vorschautext:
Wir leben in Erinnerung.
Unser Rhythmus ist das Gestern.
Mit einem ungewollten Sprung
fielen wir aus unseren Nestern.

Wir üben unser Flügge sein.
Wir geben uns ganz souverän.
Doch nur im Seefahrerlatein
sind wir der große Kapitän.

Wenn wir leise in uns hören,
wer wär nicht mal ein kleines Kind.
...
172 Blinder Passagier 24.06.18
Vorschautext:
Wer kann mir die Zukunft vergeben ?
Niemals so weit denken zu werden.
Ich bleibe oft im Gestern kleben,
erreich nie den Himmel auf Erden.

Viele tummeln sich gerne im Morgen.
Ich such noch den Weg in das Heute.
Hält sich das Glück vor uns verborgen,
vor gieriger menschlicher Meute ?

Zukunft ! Welch ein verlockender Schrei,
dort scheint alle Mühsal vergessen.
...
171 Blümchenradau 22.06.18
Vorschautext:
Pollenpuderpassgenau
befreite sich mein Niesen.
So war mit Blümchenreizradau
der Pollengott gepriesen.

Dresden, D, 10.06.2018
170 Wo rennt sie hin? 20.06.18
Vorschautext:
Ach ja, sie rennt - die Zeit !
Wo will sie hin so schnell ?
Wann ist es denn so weit ?
Sie rennt so generell !

Der Raum vor mir ist weit, wie eng.
Das Nah und Fern - es gleicht sich an.
Das Ziel verschwimmt, der Takt wird streng
Es geht bergab, gefühlt bergan.

So zeigt sich Zeit sehr relativ.
Wer sie betrachtet, dem eilt sie davon.
...
169 Sport 20.06.18
Vorschautext:
Die Luft ist warm, das Bier verdampft,
die Seele baumelt ausgeruht.
Auf der Elbe wird wettgekampft.
Die Welt ist schön und das akut.

Der Sport der Andern ist gesund,
ich bin dabei und schaue zu.
Das macht die Sache kugelrund,
Unbemerkt-Wettkampf ist tabu !

So bin ich durstgestillt und wichtig
und meine Seele baumelt still.
...
168 Mini-, Maximal 10.06.18
Vorschautext:
Mir ist grad so melange zumut.
Gelassenheit trifft Schmäh in Wien.
Die alte Stadt wirkt ausgeruht,
sie lässt die Welt vorüberziehn.

Man ist gern mondän und eigen.
Die halbe Welt ist hier zu Gast.
Gesehen werden und zeigen,
Geschichte atmen ohne Rast.

Du lebst mit dir in deiner Welt
und deine Menschen sind global.
...
167 Lohnenswert? 10.06.18
Vorschautext:
Ich presse und presse und presse
viel Leben durch sinnlos Aktionen.
Mit wesentlich mehr Raffinesse
würd sich mein Leben mehr lohnen.

Dresden, D., 13.05.2018
166 Wie viel kann Wenig sein? 08.06.18
Vorschautext:
So viel
haben wir,
wissen wir nicht zu schätzen.

So wenig
wir haben,
wissen wir unser Menschsein zu schätzen.

Wien, Österreich, 21.05.2018
165 Grinzing 07.06.18
Vorschautext:
Ach hätte mir doch einer verraten,
dass man nach Grinzing bergauf radeln muss.
Als es zu spät war, roch ich den Braten,
am Ende steigerte es den Genuss.

So ist es wohl im restlichen Leben,
was ist doch der Blick auf das Glück verstellt.
Sonst würden wir viel zu früh aufgeben,
das Überlassen des Laufes der Welt !

Wien, Österreich, 20.05.2018
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