Profil von Torsten Bischoff

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Anzahl Gedichte: 264
Anzahl Kommentare: 35
Gedichte gelesen: 229.115 mal
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Titel
124 Selige Momente
Vorschautext:
Das große Glück ist winzig klein
Und wohnt in manch seligen Momenten
Verzichten wir zum Glücklichsein
Auf die Erwartung großer Happy-Enden


Trou aux Biches, Mauritius, 13.07.2016
123 "...in Ängsten leben"
Vorschautext:
Wenn ich in Ängsten lebe
Säe ich Zorn und ernte die Wut
Leb ich nur heute und hier
Bleib ich selig, verflucht, aber ahnungslos
Was aber tun die ahnungslos Wütenden
Oder die selig Wissenden
So kann ich auch in Ängsten
Depressiv verrotten
Oder in ewiger Suche verfaulen
Wie viel Wahl hat der Mensch - nicht
Und warum sucht er - an den falschen Stellen
Warum fügt sich der Mensch
...
122 Glauben
Vorschautext:
Ich steh mir gegenüber und ich will es wissen
Will mir erklären, was ich lange weiß
Ich bin in Wahrheiten verbissen
Und trotzdem such ich den Beweis

Ich stehe da und möchte wissen was ich glaube
Wie Ungläubige such ich der Logik Schluss
Ich drehe weiter an der Schraube
Als Herr und eigener Homunkulus

Ich such im Glauben nach Beweisen
Und möchte Gläubiger, ungläubig sein
...
121 Wir sind ....
Vorschautext:
Was denken wir –
Wir lassen uns von uns`ren Köpfen lenken ?
Sind Passagier
Und stützen uns auf kluges Denken ?

Wenn ich dann so bedenke
Was wir so tun und treiben
In welcher Geistessenke
Wir Schicksal unterschreiben

Was treibt uns an, was ist der Grund
Entscheidungselixier ?
...
120 Herbstgedicht (Leben ist wie Sterben)
Vorschautext:
Golden schimmert uns der Tod
Von den Bäumen herunter
Und wie zum letzten Aufgebot
Verfärbt sich leben bunter

Noch einmal rascheln, strahlen wir
Bis der kalte Wind uns von den Wurzeln trennt
Und schweben über dem Revier
Des Lebens und es wird so transparent

Leben ist wie Sterben
Heute neu und morgen schon vergessen
...
119 Ode an Dänemark
Vorschautext:
Im Land, in dem die Glücklichsten wohnen
Da streckt sich der Himmel so weit über mir
Ich weile sehr gerne in ander`n Regionen
Und betexte so gerne weißes Papier

Von Ferne hör ich das Meeresrauschen
Der Wind streicht herüber, mal frisch und mal mild
Ich könnt mich ewig daran berauschen
Und speichere in meinem Geist mir das Bild

Und trotzdem komm ich so gerne wieder
Jahr für Jahr bin ich älter, anders dazu
...
118 Spielen
Vorschautext:
Kinder bauen Brücken, Straßen, Türme
Ziehen ihre Gräben tief im Sand
Und wenn sie pusten sind das kleine Stürme
Mittendrin da steht ein Elefant

Kinder bauen Schlösser und auch kleine Hütten
Und gleich darauf, da machen sie's kaputt
Indem sie alles kurzer Hand verschütten
Und weinen, lachen um den selbsterzeugten Schutt

Wenn irgendwann die Kinder mal erwachsen sind
Dann ist die meiste Zeit dem Spielen zugedacht
...
117 Verborgene Welt
Vorschautext:
Wenn man einmal Nichts oder nichts Besseres zu tun hat
Setze man sich alleine ohne alles in die Natur
Im Insbesonderen gilt dies für Einwohner der Stadt
Und sinke ein in Wald und Wiese, Feld oder Flur

Man macht die Ohren erst noch zu, dann auf
Und seine Augen lässt man zunächst ruh'n
Und mit der Zeit beginnt die Umwelt ihren Lauf
Und nun ....

Nun hört man Blätterrauschen, Knistern in dem Holz umher
Ein Vogel fängt zu singen an
...
116 "Idyllen"
Vorschautext:
Uns geht es so gut
Wir jammern so viel
Und leben in Idyllen
- Leben wir ?

An immergleichen Tagen
Auf immergleichen Reisen
Vor immergleichen Teichen
Auf denen Enten kreisen

Verkehrsberuhigt
Die Autos wie die Menschen
...
115 Farbenspiel
Vorschautext:
Ein Grünbaum steht am Beigestrand vor dem Blaumeer
Ein Weißmensch steht davor und er denkt sehr
Warum am Beigestrand wohl ein Grünbaum vor dem Blaumeer steht
Fragt sich der Weißmensch und er weiß nicht und er geht

Anfang der 1980er Jahre
114 Temperament
Vorschautext:
Manchmal an heiseren Tagen
Da traut er sich kaum was zu fragen
Blickt sehr scheu und oft weg
So dass niemand ihn neck
Nur aus Angst, wer was sagt, kann versagen

bei Scharbeutz (Ostsee) in den 1980er Jahren
113 Heitere Politik
Vorschautext:
Wenn Politik heute heiter ist
Dann ist die Lage viel zu bedrohlich
Um nicht auch noch darüber zu lachen

in den 1980er Jahren
112 Abschied nehmen
Vorschautext:
Allmählich beginnt das Abschied nehmen von einer schönen Zeit
Ich bin jetzt ruhiger als zuvor
Ich bin jetzt auf dem Weg zu mir, doch weiß ich es ist weit
Und nicht nur mit Komfort

An einer Promenade sitz ich hier
Und vor mir rauscht das Meer
Und links und rechts da schießt ein Pärchen Foto-Souvenir
Ich sitze hier und denk vielleicht an Wiederkehr

Ich weiß, ich kann das Hier nicht mit dem Da vergleichen
Jedoch, ich weiß noch nicht wie ich in Zukunft leben kann
...
111 glauben
Vorschautext:
viele glauben, dass sie glauben,
obwohl sie nicht recht glauben

viele glauben, dass sie nicht glauben,
nicht recht wissend, dass sie glauben

man glaubt es kaum

in den 1980er jahren
110 "Politikerleben"
Vorschautext:
Kein Blick in alte Zeiten
Kein Blick in noch so interessante Weiten
Kaum Verständnis, selten Verstand
Informationen, nicht eigene, sondern aus erster Hand
Gut sind sie gepolstert und doch schlechte Kissen
Bestimmt die Moral, doch meist ohne Gewissen
Geselligkeit dient nur zur einsamen Macht
Nur mit der Wichtigkeit hat man's zu Etwas gebracht
Man kennt kein Streben nach dem eigenen Glück
Doch fällt Einfluss und Macht auf sie selbst zurück
Das Gute sucht man, so sie uns sagen
Wie allen andern dabei wird, das ist zu fragen
...
109 "Gleichheit"
Vorschautext:
vor gott sind alle menschen gleich
papst gleich (fast) gott
bischof gleich bischof
priester gleich priester
gewöhnlicher mensch gleich gewöhnlicher mensch
schurke gleich schurke

in den 1980er jahren
108 Spiegel und Schein
Vorschautext:
Nichts, aber auch gar nichts, ist wie es scheint,
denke ich vor meinem Spiegelbild.
Was ich da seh‘ ist sehr komisch designt,
so rund, harmlos, dezent und sehr mild.

Was man nicht sieht ist der Wille aus Stahl,
Mut, Leidenschaft, diese Intelligenz.
Verpackt ist das wie ein heiliger Gral,
der talentlose Bruder Old Shatterhands.

Nur in sorgsam versteckten Momenten
mutiert aller Schein zur wahren Gestalt.
...
107 Sport
Vorschautext:
Die Luft ist warm, das Bier verdampft,
die Seele baumelt ausgeruht.
Auf der Elbe wird wettgekampft.
Die Welt ist schön und das akut.

Der Sport der Andern ist gesund,
ich bin dabei und schaue zu.
Das macht die Sache kugelrund,
Unbemerkt-Wettkampf ist tabu !

So bin ich durstgestillt und wichtig
und meine Seele baumelt still.
...
106 Blinder Passagier
Vorschautext:
Wer kann mir die Zukunft vergeben ?
Niemals so weit denken zu werden.
Ich bleibe oft im Gestern kleben,
erreich nie den Himmel auf Erden.

Viele tummeln sich gerne im Morgen.
Ich such noch den Weg in das Heute.
Hält sich das Glück vor uns verborgen,
vor gieriger menschlicher Meute ?

Zukunft ! Welch ein verlockender Schrei,
dort scheint alle Mühsal vergessen.
...
105 Angeber
Vorschautext:
aufgegeben
den wunsch unsterblich zu werden
so allein und zu viel verantwortung oder keine

abgegeben
meine stimme zu jeder wahl
so erzogen und überzeugt trotz geringer erwartung oder keiner

angegeben
meine daten wo und wer immer sie haben wollte
so wenig möglichkeiten auszuweichen. Dafür gerne mal mehr als gewünscht und varianten

...
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