Titel | ||||
---|---|---|---|---|
124 | Selige Momente | |||
Vorschautext: Das große Glück ist winzig klein Und wohnt in manch seligen Momenten Verzichten wir zum Glücklichsein Auf die Erwartung großer Happy-Enden Trou aux Biches, Mauritius, 13.07.2016 |
||||
123 | "...in Ängsten leben" | |||
Vorschautext: Wenn ich in Ängsten lebe Säe ich Zorn und ernte die Wut Leb ich nur heute und hier Bleib ich selig, verflucht, aber ahnungslos Was aber tun die ahnungslos Wütenden Oder die selig Wissenden So kann ich auch in Ängsten Depressiv verrotten Oder in ewiger Suche verfaulen Wie viel Wahl hat der Mensch - nicht Und warum sucht er - an den falschen Stellen Warum fügt sich der Mensch ... |
||||
122 | Glauben | |||
Vorschautext: Ich steh mir gegenüber und ich will es wissen Will mir erklären, was ich lange weiß Ich bin in Wahrheiten verbissen Und trotzdem such ich den Beweis Ich stehe da und möchte wissen was ich glaube Wie Ungläubige such ich der Logik Schluss Ich drehe weiter an der Schraube Als Herr und eigener Homunkulus Ich such im Glauben nach Beweisen Und möchte Gläubiger, ungläubig sein ... |
||||
121 | Wir sind .... | |||
Vorschautext: Was denken wir – Wir lassen uns von uns`ren Köpfen lenken ? Sind Passagier Und stützen uns auf kluges Denken ? Wenn ich dann so bedenke Was wir so tun und treiben In welcher Geistessenke Wir Schicksal unterschreiben Was treibt uns an, was ist der Grund Entscheidungselixier ? ... |
||||
120 | Herbstgedicht (Leben ist wie Sterben) | |||
Vorschautext: Golden schimmert uns der Tod Von den Bäumen herunter Und wie zum letzten Aufgebot Verfärbt sich leben bunter Noch einmal rascheln, strahlen wir Bis der kalte Wind uns von den Wurzeln trennt Und schweben über dem Revier Des Lebens und es wird so transparent Leben ist wie Sterben Heute neu und morgen schon vergessen ... |
||||
119 | Ode an Dänemark | |||
Vorschautext: Im Land, in dem die Glücklichsten wohnen Da streckt sich der Himmel so weit über mir Ich weile sehr gerne in ander`n Regionen Und betexte so gerne weißes Papier Von Ferne hör ich das Meeresrauschen Der Wind streicht herüber, mal frisch und mal mild Ich könnt mich ewig daran berauschen Und speichere in meinem Geist mir das Bild Und trotzdem komm ich so gerne wieder Jahr für Jahr bin ich älter, anders dazu ... |
||||
118 | Spielen | |||
Vorschautext: Kinder bauen Brücken, Straßen, Türme Ziehen ihre Gräben tief im Sand Und wenn sie pusten sind das kleine Stürme Mittendrin da steht ein Elefant Kinder bauen Schlösser und auch kleine Hütten Und gleich darauf, da machen sie's kaputt Indem sie alles kurzer Hand verschütten Und weinen, lachen um den selbsterzeugten Schutt Wenn irgendwann die Kinder mal erwachsen sind Dann ist die meiste Zeit dem Spielen zugedacht ... |
||||
117 | Verborgene Welt | |||
Vorschautext: Wenn man einmal Nichts oder nichts Besseres zu tun hat Setze man sich alleine ohne alles in die Natur Im Insbesonderen gilt dies für Einwohner der Stadt Und sinke ein in Wald und Wiese, Feld oder Flur Man macht die Ohren erst noch zu, dann auf Und seine Augen lässt man zunächst ruh'n Und mit der Zeit beginnt die Umwelt ihren Lauf Und nun .... Nun hört man Blätterrauschen, Knistern in dem Holz umher Ein Vogel fängt zu singen an ... |
||||
116 | "Idyllen" | |||
Vorschautext: Uns geht es so gut Wir jammern so viel Und leben in Idyllen - Leben wir ? An immergleichen Tagen Auf immergleichen Reisen Vor immergleichen Teichen Auf denen Enten kreisen Verkehrsberuhigt Die Autos wie die Menschen ... |
||||
115 | Farbenspiel | |||
Vorschautext: Ein Grünbaum steht am Beigestrand vor dem Blaumeer Ein Weißmensch steht davor und er denkt sehr Warum am Beigestrand wohl ein Grünbaum vor dem Blaumeer steht Fragt sich der Weißmensch und er weiß nicht und er geht Anfang der 1980er Jahre |
||||
114 | Temperament | |||
Vorschautext: Manchmal an heiseren Tagen Da traut er sich kaum was zu fragen Blickt sehr scheu und oft weg So dass niemand ihn neck Nur aus Angst, wer was sagt, kann versagen bei Scharbeutz (Ostsee) in den 1980er Jahren |
||||
113 | Heitere Politik | |||
Vorschautext: Wenn Politik heute heiter ist Dann ist die Lage viel zu bedrohlich Um nicht auch noch darüber zu lachen in den 1980er Jahren |
||||
112 | Abschied nehmen | |||
Vorschautext: Allmählich beginnt das Abschied nehmen von einer schönen Zeit Ich bin jetzt ruhiger als zuvor Ich bin jetzt auf dem Weg zu mir, doch weiß ich es ist weit Und nicht nur mit Komfort An einer Promenade sitz ich hier Und vor mir rauscht das Meer Und links und rechts da schießt ein Pärchen Foto-Souvenir Ich sitze hier und denk vielleicht an Wiederkehr Ich weiß, ich kann das Hier nicht mit dem Da vergleichen Jedoch, ich weiß noch nicht wie ich in Zukunft leben kann ... |
||||
111 | glauben | |||
Vorschautext: viele glauben, dass sie glauben, obwohl sie nicht recht glauben viele glauben, dass sie nicht glauben, nicht recht wissend, dass sie glauben man glaubt es kaum in den 1980er jahren |
||||
110 | "Politikerleben" | |||
Vorschautext: Kein Blick in alte Zeiten Kein Blick in noch so interessante Weiten Kaum Verständnis, selten Verstand Informationen, nicht eigene, sondern aus erster Hand Gut sind sie gepolstert und doch schlechte Kissen Bestimmt die Moral, doch meist ohne Gewissen Geselligkeit dient nur zur einsamen Macht Nur mit der Wichtigkeit hat man's zu Etwas gebracht Man kennt kein Streben nach dem eigenen Glück Doch fällt Einfluss und Macht auf sie selbst zurück Das Gute sucht man, so sie uns sagen Wie allen andern dabei wird, das ist zu fragen ... |
||||
109 | "Gleichheit" | |||
Vorschautext: vor gott sind alle menschen gleich papst gleich (fast) gott bischof gleich bischof priester gleich priester gewöhnlicher mensch gleich gewöhnlicher mensch schurke gleich schurke in den 1980er jahren |
||||
108 | Spiegel und Schein | |||
Vorschautext: Nichts, aber auch gar nichts, ist wie es scheint, denke ich vor meinem Spiegelbild. Was ich da seh‘ ist sehr komisch designt, so rund, harmlos, dezent und sehr mild. Was man nicht sieht ist der Wille aus Stahl, Mut, Leidenschaft, diese Intelligenz. Verpackt ist das wie ein heiliger Gral, der talentlose Bruder Old Shatterhands. Nur in sorgsam versteckten Momenten mutiert aller Schein zur wahren Gestalt. ... |
||||
107 | Sport | |||
Vorschautext: Die Luft ist warm, das Bier verdampft, die Seele baumelt ausgeruht. Auf der Elbe wird wettgekampft. Die Welt ist schön und das akut. Der Sport der Andern ist gesund, ich bin dabei und schaue zu. Das macht die Sache kugelrund, Unbemerkt-Wettkampf ist tabu ! So bin ich durstgestillt und wichtig und meine Seele baumelt still. ... |
||||
106 | Blinder Passagier | |||
Vorschautext: Wer kann mir die Zukunft vergeben ? Niemals so weit denken zu werden. Ich bleibe oft im Gestern kleben, erreich nie den Himmel auf Erden. Viele tummeln sich gerne im Morgen. Ich such noch den Weg in das Heute. Hält sich das Glück vor uns verborgen, vor gieriger menschlicher Meute ? Zukunft ! Welch ein verlockender Schrei, dort scheint alle Mühsal vergessen. ... |
||||
105 | Angeber | |||
Vorschautext: aufgegeben den wunsch unsterblich zu werden so allein und zu viel verantwortung oder keine abgegeben meine stimme zu jeder wahl so erzogen und überzeugt trotz geringer erwartung oder keiner angegeben meine daten wo und wer immer sie haben wollte so wenig möglichkeiten auszuweichen. Dafür gerne mal mehr als gewünscht und varianten ... |
||||