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| 100 | Sommers Siegeszug | |||
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Vorschautext: Egal wie weit der Wind die Blätter dem Kältethron entgegentreibt Der Sommer bleibt mir doch im Herzen und mit ihm aufrecht meine Heiterkeit Selbst wenn der Schnee die Stoppelfelder mit weißer Decke überzieht Der Sommer wird in mir nicht älter sein Hauch noch zeitlos in mir liegt Schon bald streu´ ich all seine Wärme auf Wiesen, Wälder und das Eis ... |
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| 99 | Sommersünde | |||
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Vorschautext: Voll Zuversicht, voll Überschwang, die Schatten kurz, die Strahlen lang, das Aug' befeuert vorwärts blickt, das Haupt, den Weg bejahend, nickt So voller Glück, der Macht entrückt, der Nacht, die alle Pracht zerstückt, zum Lichte hin, den Wolken zu, die Füße bar, ohn' Druck im Schuh Bald wie der Wind, zum Flug bereit, mein freier Geist zum Himmel schreit, ... |
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| 98 | Lykantrophie | |||
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Vorschautext: Der Spur von Tod, von Raub und Mord, Ich folgte ihr zum Waldesrand, kein Lebenszeichen fand ich dort, der Sog hinein war fulminant Die Neugier zwang mich in den Tann, der Mond goss fahl sein Licht hinzu, dann, eine Lichtung irgendwann, und trügerische Ruh' Ich schauderte, als das Geäst, sich plötzlich auseinanderbog, ... |
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| 97 | Heiligtum | |||
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Vorschautext: Vom Fels jauchzt hell ein reges Rinnsal, zwar schmal, doch stet und sonnenklar, weh' dem, der je dies Recht dir stahl, dies Recht, zu Glucksen, ohn' Gefahr Noch funkeln deine zarten Tropfen und springen froh von Stock zu Stein, wer will sich da die Schulter klopfen, die Trübnis solchen Glanzes sein? Mich hat der Klang längst hingerissen, der hohem Felswind innewohnt, ... |
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| 96 | Und Mondlicht tränkt das Feld | |||
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Vorschautext: Im Abendhauch weht sacht das Korn, taucht ein in fahles Mondeslicht, mein Ohr verzückt ein fernes Horn, der Schatten Spiel mein Aug' besticht Der Tag, zum Kompromiss bereit, ergibt sich still in Lunas Wacht, entlässt das Land in Dunkelheit, sich labend an der Silberpracht Mir offeriert der satte Schein den Anblick einer Zauberwelt, ... |
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| 95 | Wortkadaver | |||
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Vorschautext: Du hast die Nacht heraufbeschworen, ich höre, wie mein Atem weht, die Welt hat Sonnenglanz verloren, die Stimme mein flieht in's Gebet Im Takt verteilen Lungenwinde die Fetzen auf mein Schlafgemach, die rechten Worte, wie ich finde, erschließen sanft dir Glück und Schmach Wer bist du, dass ich dir vertraue, wo Dunkelheit doch Schreck auch birgt, ... |
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| 94 | Frei | |||
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Vorschautext: Der alte Mann hebt dann und wann, wenn er die Regung leisten kann, den krummen Finger in die Luft, zu warnen jenen Flegel, Schuft, der ihn zum Schergen degradiert und dabei grinst, so ungeniert, der ihn zum Helfershelfer macht von Birkenau, ihm raubt die Kraft und wieder blickt der Alte dann den hoch erhob´nen Finger an, den Wurm den jener junge Tor wie drohend reckt vor ihm empor, ... |
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| 93 | Lieb(e)los? | |||
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Vorschautext: Frauen sind schwer, schwer zu erlangen Selbst wenn man sie hat, muss man weiterhin bangen Hier ein Verehrer, da eine Rose Gott sei Dank bin ich der Frauenlose, der einsame Cowboy, den es nicht rührt, ob sie mein oder dein Verlangen schürt ... |
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| 92 | Zum Lichte | |||
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Vorschautext: Ein zarter Spross begehrt den Strahl, der weltwärts von der Sonne fällt, ein Mensch vergeht in Höllenqual, wenn er sein Sein um Licht verprellt Zu Stroh verdorret fettes Gras, wo einzig Nacht es schwarz umwogt, so kraft- und saftlos Flammenfraß ohn´ Widerwehr am Halme tobt Der Funkenflug ist viel genug, ein Funke wird zum Bleigewicht, ... |
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| 91 | Konsens | |||
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Vorschautext: Gedanken schmerzen mich so sehr, sie passen nicht zu meinem Leib Mein Fleisch, fidel kommt es daher, Der Geist sich an ihm reibt Des Messers Schneide leg´ ich blank, zu enden jenen ew'gen Krieg, es ringt der Körper mit dem Geist so krank, der Wahnsinn mich bestieg Die Klinge treib' ich in den Bauch, die Lippen Formen sich zum Schrei, ... |
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| 90 | Mein böser Kater | |||
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Vorschautext: Mein Kater bleibt im Kopfe mir, er schrie als müsst´ er sterben, die Pein zu lindern ich versucht, ihm wollts´ nicht besser werden. Tabletten gab ich ihm zu kaun´, er musst sich übergeben, hat wohl gedacht, ich meins´ nicht gut und tracht´ ihm nach dem Leben. Im Angriff suchte er sein Heil, fuhr aus die spitzen Krallen, ... |
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| 89 | Einsamer Rebenritter | |||
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Vorschautext: Von Wind und Wetter schwer umkämpft Und dennoch nie des Streitens müde Dort auf dem Feld sah ich unlängst Dich wachen über volle Blüte Zwei Augen überblicken alles, zwei Augen sehen mehr als eins durchbohr´n, vom Rabenhain her krächzt es, im Auftrag überreifen Weins So reglos lauernd wirfst du Blicke starrst immerzu und immerfort ... |
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| 88 | Fluchtinstinkt | |||
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Vorschautext: Du sprichst mich an ich geb´s zurück, versuche zu verstehen. Der Wind streicht sacht dein braunes Haar, mein Herz liegt in den Wehen. Ich blick´ die Schönheit vor mir an, bezaubernd, himmlisch´ Wesen, sie zieht mich ganz in ihren Bann, ich möcht´ mich ihr ergeben. Wir reden über dies und das, die Welt und Religionen, doch irgendwie ergründ´ ich nicht ... |
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| 87 | Erzwungen | |||
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Vorschautext: Liebe ist aus, aus und vorbei ich spür sie, du spürst sie: Quälerei… Wir zusammen, keinen Sinn, verdammen, so gut wie weg ich bin… Gefühl liegt am Boden, zersplittertes Glas, ausloten- ist da noch was? ... |
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| 86 | Pestfratze | |||
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Vorschautext: Ich siech´ im Dreck, in Schweiß und Kot, erwarte sehnlichst meinen Tod, benebelt gaff' ich durch den Spalt der Tür, mein Blick so krank, so kalt, mein Körper längst lebendig tot, der Eiter trieft durch meine Not, so kriech' ich schleppend hin zur Tür, zu grüßen Vater Tod Der Kreis der Menschen mich verstieß, mein Speichel sie erzittern ließ, mein Leib, zerrüttet und entstellt, ... |
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| 85 | Haus im Grünen | |||
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Vorschautext: Lügt der Himmel wenn er traurig weint, die Sonne, wenn sie freudig scheint? Lügen bunte Blätter, wenn sie fallen? Was nützt es wenn sie haltlos sich an' s Leben krallen? Sie wispern offen mir vom Ende, erfinden keine Gegenargumente Ich denk', ich sprech' von heute an zum Regen, es sieht zwar nicht so aus, als würd' er leben Doch Worte hat er viele auf der Zunge, den Ursprung atmet seine Lunge Natur, die niemals sich verstellt, ... |
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| 84 | Das Duell | |||
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Vorschautext: Sie erzählte mir von Regen, wenn ich von Sonne sprach, sah Schatten auf den Wegen, wo mich das Glück bestach Ich folge meist der Logik, sie baute auf ihr Herz, bisweilen recht utopisch, so nährte sie den Schmerz Einst griff der Winter um sich, ihr Herz litt Einsamkeit, denn sie vermied es tunlichst, ... |
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| 83 | Die Nackedei | |||
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Vorschautext: Heissa- hopp, in Raserei, bringt mich einst die Nackedei! Man muss hier nicht lange suchen Blanke Körper, da zwei Busen Frauen, Männer, alle Wetter, Niemals war der Ausblick netter! Aus den Fluten steigt, da schau', Eine hübsche Meerjungfrau! Räkelt sich im flachen Wasser Haut so jung, nichts war je straffer! Geht man 'rum, die Leut' zu fragen, woran sie sich hier so laben, ... |
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| 82 | Dein wohligster Punkt | |||
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Vorschautext: Meine Zunge umspielt deinen wohligsten Punkt Zur Genüge gelehrt hast du mich die Kunst Geschmack dran gefunden, schon schmilzt du dahin Ob ich's heute brauche..? Versessen ich bin! Jetzt will ich zu viel, kann ihn schon wittern, der mahnende Stich von dir ... |
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| 81 | Wo Wind und Wogen | |||
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Vorschautext: Wo Wind und Wogen kindlich miteinander ringen und Möwenrufe freudig durch die Luft sich schwingen, der warme Sand sich krieselnd um die Füße legt, und scheinbar niemand Groll wider den Nächsten hegt, dort wo die Burgen sandig in die Höhe steigen, und Böhen kichernd sich an Zinnen reiben, ... |
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