Profil von Lars Abel

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Anzahl Gedichte: 162
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Gedichte gelesen: 76.272 mal
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Titel
102 Zum Lichte 13.03.16
Vorschautext:
Ein zarter Spross begehrt den Strahl,
der weltwärts von der Sonne fällt,
ein Mensch vergeht in Höllenqual,
wenn er sein Sein um Licht verprellt

Zu Stroh verdorret fettes Gras,
wo einzig Nacht es schwarz umwogt,
so kraft- und saftlos Flammenfraß
ohn´ Widerwehr am Halme tobt

Der Funkenflug ist viel genug,
ein Funke wird zum Bleigewicht,
...
101 Einsamer bunter Hund 06.03.16
Vorschautext:
Im Schatten hoher Wipfel stehen,
so fand ich dich im Vollmondschein,
kein Wind vermag die Pein zu drehen,
die wild zerfrisst mir Herz und Sein

Ein volles Jahr vergeblich suchend
entbehrend jeglicher Vernunft,
ob meines Lebens Gangart fluchend
und fliehend meines Standes Zunft

Du fesselst sehnsuchtsvolle Augen,
wie damals vor dem Mühlenrad,
...
100 Urgewalt 27.02.16
Vorschautext:
Himmel platzt aus allen Nähten,
Winde, Wirbel, Donnerschlag,
eben noch die Bauern mähten,
Regen nun, welch' Paukenschlag

Vieh blöckt laut im trauten Stalle,
suhlt sich in Geborgenheit,
Bauernfluch des Sturmes Kralle,
alle nass und blass vor Neid

Schemen fliehen grelle Blitze,
triefen, schniefen wutentbrannt,
...
99 Reue 27.02.16
Vorschautext:
Weißt du noch, wer wir damals waren,
zeihst du mich noch der Schuldigkeit,
wir trotzten einig den Gefahren
und glotzten eisig kalt im Streit

Nur um der alten Tage willen,
mir schwellen Reue und Verdruss,
sie mehren meiner Falten Rillen
und nähren letztlich den Entschluss

Ich will nicht Öl ins Feuer gießen,
sag´, schwelt sie noch, die böse Glut,
...
98 Raues Land 20.02.16
Vorschautext:
Ich liebe diese raue Landschaft,
die Kraft und freien Geist verstrahlt,
viel Herzblut ward ihr hingerafft,
dafür mit Weisheit sie nun prahlt

Die Hügel steigen aus dem Boden,
die Krater stürzen sich hinab,
man mag die Sträucher sämtlich roden,
sie sterben niemals ewig ab

Wer sich an ihren Wurzeln abtut,
und wütet wie die Axt im Wald,
...
97 Im Klang der Nacht 20.02.16
Vorschautext:
Der Tag ist in der Nacht verklungen,
die Dunkelheit trug mich zu Bett,
hält schützend meinen Leib umschlungen,
macht allen Lärmens Zwiespalt wett

Ich berge mich in ihren Händen,
den Wänden ihrer sanften Art,
gewahre in des Lichtes Enden
die einzig wahre Himmelfahrt

Im Traum gelingt auf kleinem Raume
was mir die weite Welt vergeigt,
...
96 Himmel und Hölle 20.02.16
Vorschautext:
Soeben fing ich an zu Leben,
goss Feuer in den Augenblick,
den Launen hab´ ich stattgegeben
und frei den Hals vom Mörderstrick

Vom morschen Stuhl hinabgesprungen,
durchdrungen noch von der Gefahr,
dem Tod mein Leben abgerungen,
verklungen war die Engelsschar

Das Letzte ließ ich mir nicht nehmen,
wenn sonst auch nichts mehr übrig schien,
...
95 Heiligtum 17.02.16
Vorschautext:
Vom Fels jauchzt hell ein reges Rinnsal,
zwar schmal, doch stet und sonnenklar,
weh' dem, der je dies Recht dir stahl,
dies Recht, zu Glucksen, ohn' Gefahr

Noch funkeln deine zarten Tropfen
und springen froh von Stock zu Stein,
wer will sich da die Schulter klopfen,
die Trübnis solchen Glanzes sein?

Mich hat der Klang längst hingerissen,
der hohem Felswind innewohnt,
...
94 Westwärts 16.02.16
Vorschautext:
Heißa, wie die Ketten rasseln,
euer Stolz uns westwärts scheucht,
Taten folgen bald dem Quasseln,
bis der Feind am Boden kreucht

Überhäuft wird er mit Bomben,
wild zerfetzt und unentwegt
rauben wir ihm Weib und Plomben,
Silberglanz, was zart sich regt

Blutverschmierte Uniformen
hübschen uns den Abend auf,
...
93 Eine Frage 15.02.16
Vorschautext:
Ob einer Frage ich erschrak,
weil zäh sie auf dem Herzen lag,
Wird etwas von mir übrig sein,
geh´ ich in´s Reich der Erde ein?
Wer wirft wie ich, denselben Stein,
tut groß wie ich und auch so klein?
Wer geht dieselben Pfade ab,
vom Wiegenfest bis hin zum Grab,
wer leidet Pein, wie ich sie litt,
hält taff mit meinem Frohsinn Schritt?
Ich weiß, dass nichts mehr von mir bleibt,
mein Sein dem Nichts wird eingereiht,
...
92 Totenkopf 15.02.16
Vorschautext:
Sag mir, vom Schirm, was dort nur prangt,
ja, das was dort so helle scheint,
vor solcher Form doch mancher bangt,
gewiss manch' Kind verängstigt greint
Gehörst du den Korsaren an,
den Freibeuter dies Zeichen schmückt
und falls man's anders deuten kann,
beschreibe, wie die Deutung glückt
Es scheinen Knöchlein mir zu sein,
im Vordergrund ein Schädel gar,
schenk' tapfer reinen Wein mir ein,
falls dies komplett verfehlet war
...
91 Oradour- Sur- Glane 15.02.16
Vorschautext:
Du wachtest auf, verzückt vom Sang der Dohle,
ein Sonnenstrahl den Vogel trällern hieß,
ein neuer Tag kam an auf leiser Sohle
und wie gewohnt der Wind ihn dorfwärts blies

Hat deine Eintracht je im Krieg gezittert?
Der Zeit zum Trutze Friede dich umschlang,
im Traume nicht hast Unheil du gewittert,
die Furcht vorm letzten Gang nie von Belang

Doch plötzlich war da- panisches Gewimmel-
als Feldes Grau sich in dein Herz ergoss,
...
90 Waldfraß 15.02.16
Vorschautext:
Winter, Nacht und tausend Sterne,
Atemhauch die Lichtung fängt,
Stummer Ruf in weiter Ferne,
Augenlicht am Auge hängt

Kälte, Bäume wie Gerippe,
Wurzeln, Knochen, Händen gleich,
Odem geht von meiner Lippe,
auf in leerem Dunkelreich

Ohne Kompass, schwarze Weite,
Stock und Steine schweigen still,
...
89 Lykantrophie 15.02.16
Vorschautext:
Der Spur von Tod, von Raub und Mord,
Ich folgte ihr zum Waldesrand,
kein Lebenszeichen fand ich dort,
der Sog hinein war fulminant

Die Neugier zwang mich in den Tann,
der Mond goss fahl sein Licht hinzu,
dann, eine Lichtung irgendwann,
und trügerische Ruh'

Ich schauderte, als das Geäst,
sich plötzlich auseinanderbog,
...
88 Weltenbrand 15.02.16
Vorschautext:
Der Schnaps, von Höllenhand gebrannt,
droht mir das Hirn zu brechen,
den Gaumen ziert ein Weltenbrand,
verdorrt des Schlundes Flächen

Bei meinem Glas, wer grimmet mir,
was tat ich, dass du zürnest?
war gestrig ich kein Kavalier,
was soll's, dass du mich würmest?

Den Maiden sang ich Melodeyn,
die eines Engels würdig,
...
87 Verrannt 15.02.16
Vorschautext:
Stumm sieht man an einander nun,
wo Augen nur den Mund auftun,
des Wortes Chance längst verstrich,
so sinnlos, spröde, fürchterlich

Wenn Blicke sprechen schrecklich wahr,
so droht von Zungen nur Gefahr,
ein schmerzverzerrtes Angesicht
den Streithahn hemmt, das Herz gebricht

Wir ließen zwar nichts unversucht
zu viel des Leides nun verbucht,
...
86 Stimmen 15.02.16
Vorschautext:
Durch dunkle Nacht erklingen Stimmen,
sie weisen mir den rechten Weg,
einst warf ich auf sie all mein Grimmen,
mein Zaudern hierfür sei Beleg

Sie legen Hürden mir zu Füßen
sie weinen, flieh' ich lichten Pfad,
da ich nicht hörte, musst' ich büßen,
bisweilen schwer, von früh bis spat

Nahm teil an aussichtslosem Ringen
und säte Wind im Seelenhain,
...
85 Vom Erblassen 15.02.16
Vorschautext:
In meine Arme willst du sinken,
du frisch gepflücktes Blümelein,
noch denke ich nicht an dein Winken,
das mir bedeutet: Ich, allein

Mich necken deine kecken Worte,
dein Leib mit meiner Wolllust spielt,
mein Glück ich nur bei dir verorte,
ein Pfeil nach meinem Herzen zielt

Noch zaubert dein verliebtes Lachen
mir warme Schübe durch den Leib
...
84 Melancholie 15.02.16
Vorschautext:
Ich sitze einsam auf der Welt,
weil alles sonst die Segel strich,
von irgendwo ein Hund noch bellt,
sonst nichts, der Lärm im Nichts verblich
Der Wind streicht mein zerzaustes Haar,
türmt hoch die Wogen meiner Seel´,
in´s Leere starrt mein Augenpaar,
aus Kummer macht es keinen Hehl
So still und einsam wollt´ ich sein,
so fern der Menschheit lange schon,
nun wächst daraus mir große Pein,
erlahmt des Herzens reger Ton
...
83 Seelendurst 29.01.16
Vorschautext:
Siehst du durch meine Augen Lichterreigen,
versiegt der Wolkenguss in grellem Neid,
wie Phönix aus der Trübnis, vollends steigen,
ersehnter Sonnenfluss und Goldgeschmeid'

Des Himmels Fluten wärmend weltwärts strömen,
kein Wolkenfleck das lichte Rinnsal stört,
der Ferne dunkelschönes Donnerdröhnen
sein Farbenspiel im Diesseits nicht betört

Gewiss das Himmelsfeuer nicht verwehret,
was stets geächtet ward in bösem Traum,
...
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