Profil von Lars Abel

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Anzahl Gedichte: 147
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Gedichte gelesen: 71.666 mal
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Titel
87 Verrannt 15.02.16
Vorschautext:
Stumm sieht man an einander nun,
wo Augen nur den Mund auftun,
des Wortes Chance längst verstrich,
so sinnlos, spröde, fürchterlich

Wenn Blicke sprechen schrecklich wahr,
so droht von Zungen nur Gefahr,
ein schmerzverzerrtes Angesicht
den Streithahn hemmt, das Herz gebricht

Wir ließen zwar nichts unversucht
zu viel des Leides nun verbucht,
...
86 Stimmen 15.02.16
Vorschautext:
Durch dunkle Nacht erklingen Stimmen,
sie weisen mir den rechten Weg,
einst warf ich auf sie all mein Grimmen,
mein Zaudern hierfür sei Beleg

Sie legen Hürden mir zu Füßen
sie weinen, flieh' ich lichten Pfad,
da ich nicht hörte, musst' ich büßen,
bisweilen schwer, von früh bis spat

Nahm teil an aussichtslosem Ringen
und säte Wind im Seelenhain,
...
85 Vom Erblassen 15.02.16
Vorschautext:
In meine Arme willst du sinken,
du frisch gepflücktes Blümelein,
noch denke ich nicht an dein Winken,
das mir bedeutet: Ich, allein

Mich necken deine kecken Worte,
dein Leib mit meiner Wolllust spielt,
mein Glück ich nur bei dir verorte,
ein Pfeil nach meinem Herzen zielt

Noch zaubert dein verliebtes Lachen
mir warme Schübe durch den Leib
...
84 Melancholie 15.02.16
Vorschautext:
Ich sitze einsam auf der Welt,
weil alles sonst die Segel strich,
von irgendwo ein Hund noch bellt,
sonst nichts, der Lärm im Nichts verblich
Der Wind streicht mein zerzaustes Haar,
türmt hoch die Wogen meiner Seel´,
in´s Leere starrt mein Augenpaar,
aus Kummer macht es keinen Hehl
So still und einsam wollt´ ich sein,
so fern der Menschheit lange schon,
nun wächst daraus mir große Pein,
erlahmt des Herzens reger Ton
...
83 Seelendurst 29.01.16
Vorschautext:
Siehst du durch meine Augen Lichterreigen,
versiegt der Wolkenguss in grellem Neid,
wie Phönix aus der Trübnis, vollends steigen,
ersehnter Sonnenfluss und Goldgeschmeid'

Des Himmels Fluten wärmend weltwärts strömen,
kein Wolkenfleck das lichte Rinnsal stört,
der Ferne dunkelschönes Donnerdröhnen
sein Farbenspiel im Diesseits nicht betört

Gewiss das Himmelsfeuer nicht verwehret,
was stets geächtet ward in bösem Traum,
...
82 Herzschlag 28.01.16
Vorschautext:
Wann war´s, als du mein Herz vernommen,
beschlossen, es soll deines sein?
die Zügel hast du mir genommen,
nun reitest du durch Feld und Hain

Ich darbe, sende schwache Blicke
bis an den fernen Horizont,
es reißen sämtlich alle Stricke,
wo Liebe sich in Wehmut sonnt

Du hast es aus der Brust gerissen,
zurück bleibt mir ein kalter Stich,
...
81 Traumtänzer 28.01.16
Vorschautext:
Mir war im Schlaf, als ob ein Meister,
ein Bild durch meine Hand erschuf,
als ob der Ahnen kluge Geister,
sich bündelten in seinem Ruf

Ein Raunen ging durch Traumes Lande
und Gräser wisperten davon,
das Paradeis der Wind benannte,
geläutert sei der Erdenthron

Als ohne Furcht ich sanft erwachte,
drang Sonnenlicht durch's Fensterglas
...
80 Lichtgestalt 27.01.16
Vorschautext:
Einst zwang mich schwelender Verdruß
in seine tristen Kammern,
vier Wände grau, aus einem Guss,
bekräftigten mein Jammern

War nie ein Kind von Traurigkeit,
die Lippen stets gebogen,
doch jenes schwere Trauerkleid
hat mich um´s Glück betrogen

Das Frühjahr sich in's Land ergoss,
es spross in seiner Güte,
...
79 Wie Gott sein 27.01.16
Vorschautext:
Am Himmel steht ein fahler Schimmer,
der tausend Jahre dort schon wohnt
so war es und so bleibt es immer,
der Mond des nächtens stille thront

Die Sterne leuchten ihrem Vater,
der sie doch alle überstrahlt
das Bild berührt des Friedens Ader,
mein Gott allabendlich es malt

Auf meinen Augen schwimmt das Bildnis,
netzt stumm die Wange mein sodann,
...
78 Stummer Schrei 27.01.16
Vorschautext:
Die Zeit, sie ist der Freundschaft Hohn,
denn alles endet irgendwann,
zum Abschied nicht einmal ein Ton,
zwei Augen starren trüb mich an

Und dennoch steigt die Frage auf:
War es das wert, wofür ich ging?
Ich wehre nicht der Tränen Lauf,
an dir, mein Freund, ich eisern hing

Ich frier' mit dir, im Kriege hier,
wo man die Menschlichkeit verflucht,
...
77 Lobpreislied des Todes 24.01.16
Vorschautext:
Volk wird rauschend mich begrüßen,
Wegbereiter ist mir Blut,
ström' von Köpfen hin zu Füßen,
lavaheiße Lebensglut!

Sei gepriesen, treue Klinge,
Fechtkunst Brücken mir erschließt,
Puls im Sturm ich niederzwinge,
Leere dann aus Augen schießt

Seht nur, dort die frisch Geweihten,
Kaiser, nimm' sie in die Pflicht!
...
76 Wintermärchen 18.01.16
Vorschautext:
Da weiße Flocken mich umschweben,
die Uhrenzeiger stille steh'n,
am Mantel weisse Grüße kleben,
auf roten Wangen sie zergeh'n,

Ich lass' versunk'ne Blicke schweifen,
bis an den fernen Waldesrand
lass' träumend Mären, Sagen reifen
von Leidenschaften übermannt

Wie leicht und sanft doch Flocken landen,
so friedvoll, ja wie Samt, so weich
...
75 Gold der See 18.01.16
Vorschautext:
Gebeutelt von des Schicksals Fängen,
ein Fischer den Zenit erklimmt
Kein Jubel galt ihm je von Rängen,
war nie zu Größerem bestimmt

Gab' vortags noch sein Boot den Fluten,
bot zäh' wie stumm der See die Stirn
beköderte die Angelruten,
warf aus das Netz von rauem Zwirn

Die Sonne sollt' noch einmal scheinen,
dem Seebär, der vom Pech geplagt
...
74 Reich der Träume 16.01.16
Vorschautext:
Ach wie die Stille mich umgarnt,
mich schirmt im trauten Heime
sich meiner müden Seel' erbarmt,
im warmen Kerzenscheine

Mein Odem geht wie Tuch im Wind,
streicht andächtig die Lungen
die Nacht sich ihrer Macht besinnt,
dem Tage abgerungen

Im Einklang schwere Glieder steh'n
und keines will mehr streiten
...
73 Zu zweit allein 16.01.16
Vorschautext:
Wir wandeln einsam durch die Nacht
und einsam bleibt, wer um uns stirbt
einjeder hat sein Licht entfacht,
der Schatten furchteinflößend wirkt

Ich sehe, dass auch ihr entflammt,
wie Fackeln blitzt es auf und ab
umgeben von euch, eingerahmt,
doch nur für´s Licht ich Augen hab´

Was leuchtet sich mir offenbart,
als tausend Punkte in der Nacht,
...
72 Blut und Tränen 16.01.16
Vorschautext:
"Ihr Ritter, hört was ich euch sage,
ich bin des Lebens nicht mehr froh
vernehmt bei Gott, die meine Klage,
benetzt die Klingen anderswo

Ein Teufel nahm mir meine Liebste,
der Teufel büßet mir dafür,
dafür, dass er mein Weib stibizte,
erwachs' ihm Trübsal und Geschwür

Ihr Recken, lang genug gefrönet,
gerostet in der Weiber Schoß
...
71 Stadtluft macht frei 12.01.16
Vorschautext:
Dein Blick voll Sehnsucht sie durchdringt,
die sturen Waldestannen
Die Neugier mit der Vorsicht ringt
du wünschst dich stumm von dannen
Im Rücken qualmen grau und schlicht
die immerselben Schlöte,
der Tann verbietet jede Sicht
auf zarte Morgenröte

Allmorgendlich ein Hahn sich reckt,
den Alltag zu besingen
ein jedes Urgestein sich streckt,
...
70 Sirenen 25.12.15
Vorschautext:
Ich falle aus, begebe mich erschlagen
in's Abseits einer lichterlohen Welt
Vertrauter Graus, noch windet sich mein Magen
und nur die Nacht den Auswurf mir behält

Gewiss, es dröhnt der Todesschrei der Ahnen,
noch übertönt er stampfendes Gerät
So rauscht der Alten Mensch geblieb'nes Mahnen
durch meinen müden Geist von früh bis spät

Doch gleich Sirenen, götterloses Kreischen,
das Monde hinter Feuersonnen fliehen lässt!
...
69 Ein Tag im Dezember 21.12.15
Vorschautext:
Ein Tag im Dezember, zwar licht, doch so kalt,
es toben die Stürme mit aller Gewalt
Mein Blick durch das Fenster kein Leben gewahrt,
verendete Ähren im Feld aufgebahrt

Die Weihnacht sie nahet, zwar lieblich ihr Klang
doch dies Fest der Liebe: Fluch, Furcht mir und bang
Die Zeit der Besinnung, besinnen worauf?
Der Einklang, er flieht mich in panischem Lauf

Gestalten durchziehen, durchforsten mich ganz,
rauben mir Würde und jeglichen Glanz
...
68 Heimkehr 21.12.15
Vorschautext:
Es ist die Heimaterde,
die fordernd nach mir ruft
Es sind nicht "meine Liebsten",
die habe ich verflucht
Mich schrecken Konventionen
und doch stimm´ ich mit ein,
zig Zweifel in mir thronen
und zweifelnd kehr' ich heim

Doch geh' ich durch die Tannen,
die ich als Kind bestaunt
so fährt der Schmerz von dannen,
...
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