Profil von Lars Abel

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Anzahl Gedichte: 147
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Gedichte gelesen: 72.479 mal
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Titel
127 Bauernzorn 31.05.16
Vorschautext:
Ich protzte nie mit weiten Würfen
warf niemals ab das Demutskleid,
versage mir, nach Gold zu schürfen,
dies Recht den Fürsten angedeiht

Ich lebe, Weib und Kind zu nähren,
von Arbeit, die dem Herrn gefällt,
die Gönner meine Zweifel mehren,
der Graf, die Gier um Lohn mich prellt

Sein Maul vom Pöbel Dienste fordert,
bis Leere dessen Mägen füllt,
...
126 Talfahrt 31.05.16
Vorschautext:
Die Lüfte mich am Zipfel packen,
sie trotzen meinem Abschiedsdrang,
und selbst die müden Knochen knacken,
als wehrten sie dem Abwärtsgang

Mein Leben lang trieb ich die Ziegen
hinauf, auf hohes Weideland,
es mag am Ruf der Ahnen liegen,
dass stets ich in die Stiefel fand

Ach, wären da nicht siebzig Lenze,
das Bangen meiner Kinderschar,
...
125 Himmelflug 31.05.16
Vorschautext:
Ich stahl mich gestern aus der Welt,
flog einfach fort im Abendhauch,
ich schwang mich auf zum Himmelszelt,
nur so will es der Seelen Brauch

Obwohl die Schwärze mich ergriff
und leise Furcht mich überfiel,
die Nacht gewiss kein Messer schliff,
sie dachte nicht an böses Spiel

Die Sterne funkelten gar hell,
sie dauert wohl ein banges Sein
...
124 Und Mondlicht tränkt das Feld 31.05.16
Vorschautext:
Im Abendhauch weht sacht das Korn,
taucht ein in fahles Mondeslicht,
mein Ohr verzückt ein fernes Horn,
der Schatten Spiel mein Aug' besticht

Der Tag, zum Kompromiss bereit,
ergibt sich still in Lunas Wacht,
entlässt das Land in Dunkelheit,
sich labend an der Silberpracht

Mir offeriert der satte Schein
den Anblick einer Zauberwelt,
...
123 Wilde Sehnsucht 31.05.16
Vorschautext:
Nichts kann die wilde Sehnsucht schmälern,
es geißelt mich dein Abschiedsgruß,
kein Licht erhellt in Jammertälern
den trauerschweren Tränenfluss

Was soll mir auch dein Brief bedeuten,
der Fetzen, der mich wanken hieß,
die Worte, die den Sturm nicht scheuten,
der mich vom hohen Rosse stieß

Du schwebtest schon durch meine Träume,
als Liebe nur ein Wort mir war,
...
122 Farbenzeit 31.05.16
Vorschautext:
Weil wir alle einmal sterben,
Erde werden, irgendwann,
sollen Kleider schwarz nicht färben,
werben für des Todes Bann

Farbenzeit ist angebrochen,
Wangen glühen feuerrot,
Sommerklang vom Zaun gebrochen,
Retter aus des Winters Not

Wälder, Wiesen, Ruf der Raben,
Glut der Lichtung, Vogelsang,
...
121 Nachtmahr 31.05.16
Vorschautext:
Ich bin der Schmerz in schwarzer Nacht,
hab' Klemmen, Schrauben im Gepäck,
wie Feuer wird das Leid entfacht,
der lichte Traum ersäuft im Dreck

Ich bin der Schock, der um sich greift,
wenn Boden unter Füßen bricht,
der Stich, der deinen Frieden schleift,
die Furcht im trüben Kellerlicht

Ich bin der Schatten an der Wand,
der auftaucht, wann es ihm beliebt,
...
120 Wetterumschwung 31.05.16
Vorschautext:
Vor einem Monat lag dort Schnee,
wo ich soeben barfuß geh',
die Äste braun, von Weiß bedeckt,
hat damals noch das Eis versteckt

Vor einem Monat war nicht klar,
dass Frühjahrsduft im Anflug war,
das Nass verharrte starr im Frost,
ein Hauch bließ kalt aus Richtung Ost

Vor einem Monat stand der Saft,
der üppig grüne Wiesen schafft,
...
119 Rapunzel, lass´ dein Haar herab 31.05.16
Vorschautext:
Drei kalte Monde gingen nieder,
drei Sonnen sah ich auferstehn,
ich harre aus im Brand der Lider,
vor Sehnsucht will mein Herz vergehn

Auf Mauern meine Blicke prallen,
die Not hält an im Morgenrot,
vertrocknet hohe Halme wallen,
die Steine aschegrau und tot

Ein voller Mund birgt deine Zunge,
ihr süßer Klang mein Ohr gewann,
...
118 Trauerspiel 31.05.16
Vorschautext:
Ich habe diesen Krieg so satt,
den Stalin längst entschieden hat,
kein Unikat, kein Hut nach Wahl,
mein Kopf versinkt in blankem Stahl

Ein Panzer ist mir Schutz und Schild,
wenn's Blut aus Schützenlöchern quillt,
er hat vorm Tod mich oft bewahrt
und ihn gesät auf Feindesfahrt

Das Kreuz aus Eisen warf ich fort,
denn welche Ehre liegt im Mord?
...
117 Hasenfuß I 31.05.16
Vorschautext:
Ein Feuer brennt im Nirgendwo,
sprüht Funken in die schwarze Nacht
und tief in mir, da jauchzt es froh,
die Flamme prasselt, zischelt, kracht

Ich meine, dass die Sommerzeit
des nächtens ihren Charme verliert,
so friere ich und horte Neid,
auf den, der in die Flamme stiert

Ja, dort geht wahrlich irgendwer,
tappt vor dem Labsal auf und ab,
...
116 Blattschuss 31.05.16
Vorschautext:
Im Herz des Waldes tönt ein Horn,
ist doch dem Wild kein Segen,
wenn über Kimme, über Korn
des Jägers Blicke fegen

Zur wilden Jagd, im bunten Tann,
selbst graue Vögel singen,
schweigt still, so hört ihr dann und wann
den Specht den Schnabel schwingen

Von Ast zu Ast und hoch hinauf,
entgleisen frische Brisen,
...
115 Preußen '44 31.05.16
Vorschautext:
Das Ortsschild blindlings liegen lassend,
so stürmt die rote Flut heran,
sein Testament verfrüht verfassend,
starrt mich mein alter Vater an

Er klatscht die Silben auf den Fetzen,
bestürmt die Schwester nebenher,
es ist in etwa abzuschätzen,
dass sie ihm westwärts lieber wär'

Nun starrt er auf die kahlen Wände,
fast selig, da ich folgsam war,
...
114 Wellendeck 31.05.16
Vorschautext:
Dort liegt der weite Ozean,
liegt aus als reger Teppich,
sein Türkisblau,still, glatt und plan,
dem Schaum der Wogen wich

Es hebt und senkt sich alles Nass,
die Tränen dieser Erde,
ein Leib, zu zäumen allen Hass,
der Welten Dunkelherde

Das Antlitz der Unendlichkeit,
am Horizont der Wogen,
...
113 Sommersünde 31.05.16
Vorschautext:
Voll Zuversicht, voll Überschwang,
die Schatten kurz, die Strahlen lang,
das Aug' befeuert vorwärts blickt,
das Haupt, den Weg bejahend, nickt

So voller Glück, der Macht entrückt,
der Nacht, die alle Pracht zerstückt,
zum Lichte hin, den Wolken zu,
die Füße bar, ohn' Druck im Schuh

Bald wie der Wind, zum Flug bereit,
mein freier Geist zum Himmel schreit,
...
112 Goliath 31.05.16
Vorschautext:
Sein Schwert sich wühlt
durch Mark und Bein,
der Regen kühlt,
von Schweiß wäscht rein

Sein Zorn zerbricht
an Feindes Schild,
im Blutgericht
sein Feuer tillt

Er straft sie ab,
er schlitzt sie auf,
...
111 Wortkadaver 15.04.16
Vorschautext:
Du hast die Nacht heraufbeschworen,
ich höre, wie mein Atem weht,
die Welt hat Sonnenglanz verloren,
die Stimme mein flieht in's Gebet

Im Takt verteilen Lungenwinde
die Fetzen auf mein Schlafgemach,
die rechten Worte, wie ich finde,
erschließen sanft dir Glück und Schmach

Wer bist du, dass ich dir vertraue,
wo Dunkelheit doch Schreck auch birgt,
...
110 Wofür 15.04.16
Vorschautext:
Befriedigt grinst des Krieges Fratze,
wo Waffengang das Wort verwehrt,
wo Blut fließt und das Brandgeschatze
an Lebensmut und Nerven zehrt

Vom Himmel purzeln kreischend Schauer,
am Boden detoniert der Stahl,
die Welt war nie und nimmer grauer,
das Menschsein nie von solcher Qual

Ein kleiner Junge wollte wetten,
dass er das Morden überlebt,
...
109 Wutgeformt 15.04.16
Vorschautext:
Den Kampf verfrüht verloren geben,
solch' Furchtgebahren steht uns nicht bevor,
lasst uns die Krüge drum erheben,
auf's Herz, das vor uns längst in kalter Welt erfror

Ein kühler Geist vermag zu einen,
es thront der Freiheit hehres Leitmotiv,
wozu der Liebe Blut beweinen,
das ohne Nachhall stets im Sand verlief

Es schlägt die Stund', die Seite auszuleben,
die läuternd zahme Trauer überwand,
...
108 Pfad zur Sonne 15.04.16
Vorschautext:
Der Frühling quillt aus kahlen Ecken,
es sprudeln Farben kreuz und quer,
mag länger nicht den Duft verstecken,
entlädt ihn flugs im Blütenmeer

Die Sprosse schießen in die Wolken,
ihr Werdegang nach Sonne giert,
die Frühjahrserde wird gemolken,
im Blattgrün sich ihr Nass verliert

Den Winter längst nicht abgeschüttelt,
so stand mein Herz vor Wochen still,
...
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