Eine Frage

Ein Gedicht von Lars Abel
Ob einer Frage ich erschrak,
weil zäh sie auf dem Herzen lag,
Wird etwas von mir übrig sein,
geh´ ich in´s Reich der Erde ein?
Wer wirft wie ich, denselben Stein,
tut groß wie ich und auch so klein?
Wer geht dieselben Pfade ab,
vom Wiegenfest bis hin zum Grab,
wer leidet Pein, wie ich sie litt,
hält taff mit meinem Frohsinn Schritt?
Ich weiß, dass nichts mehr von mir bleibt,
mein Sein dem Nichts wird eingereiht,
ein Leben, das sich endlich zeigt,
kein irdisch´ Wesen weiterschreibt
Im Erdenlauf dies Sein erlischt,
wer mich versucht, im Trüben fischt,
Allein in der Erinnerung,
versetzt man mich erneut in Schwung,
Vor meiner letzten Worte Klang
erblüht mir weder Furcht noch bang,
in meinen Kindern leb´ ich fort,
schenk´ all mein Hoffen diesem Ort.

(C) Lars Abel

Informationen zum Gedicht: Eine Frage

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15.02.2016
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