Profil von Hihö

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Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Mag ein Tiergarten noch so gelungen anmuten –
immer doch bleibt er ein trauriges Gefängnis voll
unschuldiger Tiere! ... © da Hihö
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Wer die Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf.
Wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.
(Bertolt Brecht, 1898 – 1956)
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Statistiken


Anzahl Gedichte: 528
Anzahl Kommentare: 34
Gedichte gelesen: 10.046 mal
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Titel
368 Eine außergewöhnlich unlustige Parodie 23.10.19
Vorschautext:
(Ich saz uf eime steine)


Ich saß auf einem Steine, da wo ich wohn’.
Hörte Schimpf und Schande! – Hörte Hohn!
Hörte lauthals einen mit ’ner Glatze,
herüber schrein zu meinen Sonnenplatze:

"Vieles werden wir nun bald verändern!
Schuß gemacht wird mit den Pennern
welche in den von uns bezahlten Gassen
lungern, wo einst nur Germanen saßen.
...
367 Echo oder so … o! 23.10.19
Vorschautext:
Was nützt uns all das Rufen an die Wand
wo doch die Wand noch nie verstand?
Nur immerzu und immer wieder
antwortet sie gekürzt die hingesung’nen Lieder:

***
Wie findest du mein Mädel? – … edel!
Was gibt es nicht in Schweden? – … Eden!
Wie heißen die Bewohner wohl von Wesel? – … Esel!
Oder:
Könnte dies hier etwa wem gefallen? – … allen!

...
366 Die Drei! 22.10.19
Vorschautext:
(Hirtenlied für Ungläubige
oder solche, die es noch werden wollen)


Ob es wahr ist, weiß man nicht,
doch in der Bibel steht ein Bericht
in dem es heißt: Sie mußten sehr weit geh’n!
Später hat sie niemand mehr geseh’n.

Sie gingen einfach von zu Hause fort,
wußten nicht mal nach welchem Ort.
Hatten sie etwa zänkische Frauen?
...
365 Bücherwurm 22.10.19
Vorschautext:
Ob alt,
ob neu,
ob tage-
oder nächtelang,
ob freudig oder bang:
Nichts wurmt den Bücherwurm!

Ohne Hunger,
ohne Durst,
doch froh
und matt
und satt:
...
364 Blutsauger 22.10.19
Vorschautext:
Ich weiß nicht recht,
ich weiß nicht recht,
entschuldigt, daß ich repetiere!
Sind Fledermäuse Säugetiere?

Eines jedoch weiß ich ganz bestimmt
und hoffe, daß man’s mir nicht übel nimmt:
Egal, ob drinnen oder außer Haus:
„Der Mensch ist eine Fledermaus“.


Copyright © Hihö
...
363 ARROGANZ 22.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Die Arroganz ist es, die manche
Menschen treibt, nur an sich selbst zu denken,
und an nichts und niemanden sonst und wodurch
sie selbst unwissend zu Tätern werden, denn ihr voran
schreiten Eitelkeit und Einfalt, die solche Menschen
bis zum Tode nimmermehr erkennen. Dies ist
ein Dilemma, dem sie nicht entrinnen.


...
362 ABENDDONAULÄNDE 21.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


… Schatten – unentwirrbar im Tanze …
und ein gewagtes Nahen an vermeintliches Silber;
… hin zwischen uralten Kastanienbäumen, welche Jahr um Jahr,
unweit des gewaltigen Stromes, tragen.
… Jemand, der dem fernen Plätschern des Stromes lauscht,
und auf einer der müden Alleebänke rastend
gedankenvoll in Erinnerung verharrt.


...
361 Zuviel gegeben! 21.10.19
Vorschautext:
Jeder nimmt!
Immer nimmt sich jeder.
Immer nimmt ein jeder und dann geht er.

Immer nimmt man ohne Sang und Klang.
Immer mehr und mehr. – Bislang!

Jetzt aber: Nein!
Schluß für immer! Zu das Tor!
Keiner macht dir mehr was vor!

Dies gilt für immer!
...
360 Zurück 21.10.19
Vorschautext:
Alles bleibt
Alles gebe ich zurück
Bekommen – genommen – zurück

Wenig bleibt
Wenig geht so hin
Erinnerungen genommen
Wo Erinnerungen kommen

Mir bleibt alles
Wie es war
Zurück bleibt nichts
...
359 Zum Teufel nochmal ! 21.10.19
Vorschautext:
Das Jahr geht hin in kleinen Schritten,
die Sonne wärmt gerade noch.
Feucht ist die Kälte, doch unbestritten
klettert das Quecksilber nochmals hoch.

Die Weihnachtstage sind vorüber
Silvester steht schon vor der Tür.
Gemischte Gefühle bleiben über.
Gelangweilt klimpert man am Klavier.

Man mißt niemanden in dieser Zeit,
man ist ja immer noch im Jetzt und Hier.
...
358 Zum Advent 20.10.19
Vorschautext:
Weihnachtslieder klingen fern und nah,
doch der Winter ist noch nicht recht da.
Das Jahr geht langsam hin zur Neige
und man sieht auch schon Tannenzweige
an denen kleine bunte Kerzchen brennen,
damit wir das Nah’n des Fests erkennen.

Doch sieht man genauer in die Runde,
zeigt sich: Dies Fest geht vor die Hunde.
Abgezockt wird jeder bis zum Schluß,
da ist das Schenken wahrlich kein Genuß.
Alljährlich ist’s derselbe Wahn! …und munter
...
357 Zu den Waffen! 20.10.19
Vorschautext:
(Nichts hat sich je geändert!)
*

Zu den Steinen! Befellte Brüder!
Schlagen wir die Feinde nieder!
Uns’re Höhlen sind entdeckt,
und die Kampfeslust geweckt.
Laßt uns alle hier erschlagen
oder in die Sümpfe jagen!
**

Zu der Speeren! Tapf’re Brüder!
...
356 Zeitverbleib statt Zeitvertreib 20.10.19
Vorschautext:
Mich interessiert weder Ost noch Westen.
Laß mir nicht gern das Hirn verpesten.
Da schmöker’ ich lieber bei Kafka, Handke,
oder Kästner; ... aber Fernsehn? Nein Danke!
Auch Zeitungen können mich nicht trösten.
Hol der Teufel diese Möchte-Gern-Kopulierer,
nenn sie zynisch nur noch: „Massen-Manipulierer“.
(Oder aber: „Schnaderer“
als Synonym für Schnüffler sowie Naderer.)

Damit hab längst nichts mehr am Hut.
Seither geht’s mir wahrlich wieder gut.
...
355 Zeit 20.10.19
Vorschautext:
Wächst täglich wie ein Blatt.
Manchmal matt,
doch immer grün,
wie Immergrün.
Immer mehr
zum Nimmermehr.

Schwindet Jahr um Jahr
hin, gleich unsrem Haar.
Entzieht unmerklich Leben.
Dünn! Wie Spinnenweben.
Neues kommt –
...
354 Wünsche für dein Leben 19.10.19
Vorschautext:
Wenn aus Liebe Leben wird,
bekommt das Glück einen Namen:
Emil
*

Was das Leben dir auch bringt – wir wissen’s nicht!
Doch sei Gott stets bei dir! ER sei dein Licht.

Schicke ER dir die Sonne am Morgen
und leuchtende Sterne in finstrer Nacht.
Laß ER dir Berge erklimmen ohne Sorgen
mit einem Engel, der allzeit dich bewacht.
...
353 Wie einst Ikarus 19.10.19
Vorschautext:
Ich denke – Du denkst.
Er denkt – sie denkt.
Wir zerdenken viel zu viel.

Ich hoffe – Du hoffst.
Er hofft – sie hofft.
Wir hoffen bis zum Schluß.

Ich glaube – Du glaubst.
Er glaubt – sie glaubt.
Wir glauben an’s Gefühl.

...
352 Wenn ich dichte 19.10.19
Vorschautext:
Wenn ich dichte, reimt sich‘s immer,
doch rinnt das Wasser mir ins Zimmer
und dicht’ ich’s; wird‘s noch schlimmer,
denn vom Dichten hab‘ ich keinen Schimmer,
drum dicht ich Rohre nie und nimmer.
Der Klempner, Namens Flimmer
meint verschmitzt: „Es läg am Schwimmer!“
Den Lohn für Arbeit, den bestimm’ er –
und fünfzehn Miese dafür nimm’ er.
Zum Abschied sagt er stets, wie immer:
„Ob arme Maid, ob Frau mit Glimmer,
bei allen dichtet Klempner Flimmer!“
...
351 Wenn Gedichte reifen 19.10.19
Vorschautext:
Immer
schwerer zu ergreifen
sind Gedichte, wo sie reifen
Gerade deshalb sucht man sie:
Die „Konkrete Poesie“
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*
Baumstamm
Besenstiel
Federkiel
Hesekiel
...
350 Wenig bleibt vom O.N.S. 18.10.19
Vorschautext:
Sie hatten
sich gefunden
für ein paar Stunden –
oder eine kurze halbe Nacht.

Es wurde
ab und zu gelacht,
wenig auch dabei gedacht –
lange vor dem Morgengrau’n war ausgeliebt.

Der letzte Kuß
schmeckte öd und schal,
...
349 Wende vor Beginn 18.10.19
Vorschautext:
Am Beginn
vor dem Ende
käm die Wende
vorm Gewinn

Lange weisende
kreisende
Gedanken
Diffuses Schwanken
Wanken

Noch diese eine
...
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