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Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“
(Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 23.777 mal
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Titel
358 Zum Advent 20.10.19
Vorschautext:
Weihnachtslieder klingen fern und nah,
doch der Winter ist noch nicht recht da.
Das Jahr geht langsam hin zur Neige
und man sieht auch schon Tannenzweige
an denen kleine bunte Kerzchen brennen,
damit wir das Nah’n des Fests erkennen.

Doch sieht man genauer in die Runde,
zeigt sich: Dies Fest geht vor die Hunde.
Abgezockt wird jeder bis zum Schluß,
da ist das Schenken wahrlich kein Genuß.
Alljährlich ist’s derselbe Wahn! …und munter
...
357 Zu den Waffen! 20.10.19
Vorschautext:
(Nichts hat sich je geändert!)
*

Zu den Steinen! Befellte Brüder!
Schlagen wir die Feinde nieder!
Uns’re Höhlen sind entdeckt,
und die Kampfeslust geweckt.
Laßt uns alle hier erschlagen
oder in die Sümpfe jagen!
**

Zu der Speeren! Tapf’re Brüder!
...
356 Zeitverbleib statt Zeitvertreib 20.10.19
Vorschautext:
Mich interessiert weder Ost noch Westen.
Laß mir nicht gern das Hirn verpesten.
Da schmöker’ ich lieber bei Kafka, Handke,
oder Kästner; ... aber Fernsehn? Nein Danke!
Auch Zeitungen können mich nicht trösten.
Hol der Teufel diese Möchte-Gern-Kopulierer,
nenn sie zynisch nur noch: „Massen-Manipulierer“.
(Oder aber: „Schnaderer“
als Synonym für Schnüffler sowie Naderer.)

Damit hab längst nichts mehr am Hut.
Seither geht’s mir wahrlich wieder gut.
...
355 Zeit 20.10.19
Vorschautext:
Wächst täglich wie ein Blatt.
Manchmal matt,
doch immer grün,
wie Immergrün.
Immer mehr
zum Nimmermehr.

Schwindet Jahr um Jahr
hin, gleich unsrem Haar.
Entzieht unmerklich Leben.
Dünn! Wie Spinnenweben.
Neues kommt –
...
354 Wünsche für dein Leben 19.10.19
Vorschautext:
Wenn aus Liebe Leben wird,
bekommt das Glück einen Namen:
Emil
*

Was das Leben dir auch bringt – wir wissen’s nicht!
Doch sei Gott stets bei dir! ER sei dein Licht.

Schicke ER dir die Sonne am Morgen
und leuchtende Sterne in finstrer Nacht.
Laß ER dir Berge erklimmen ohne Sorgen
mit einem Engel, der allzeit dich bewacht.
...
353 Wie einst Ikarus 19.10.19
Vorschautext:
Ich denke – Du denkst.
Er denkt – sie denkt.
Wir zerdenken viel zu viel.

Ich hoffe – Du hoffst.
Er hofft – sie hofft.
Wir hoffen bis zum Schluß.

Ich glaube – Du glaubst.
Er glaubt – sie glaubt.
Wir glauben an’s Gefühl.

...
352 Wenn ich dichte 19.10.19
Vorschautext:
Wenn ich dichte, reimt sich‘s immer,
doch rinnt das Wasser mir ins Zimmer
und dicht’ ich’s; wird‘s noch schlimmer,
denn vom Dichten hab‘ ich keinen Schimmer,
drum dicht ich Rohre nie und nimmer.
Der Klempner, Namens Flimmer
meint verschmitzt: „Es läg am Schwimmer!“
Den Lohn für Arbeit, den bestimm’ er –
und fünfzehn Miese dafür nimm’ er.
Zum Abschied sagt er stets, wie immer:
„Ob arme Maid, ob Frau mit Glimmer,
bei allen dichtet Klempner Flimmer!“
...
351 Wenn Gedichte reifen 19.10.19
Vorschautext:
Immer
schwerer zu ergreifen
sind Gedichte, wo sie reifen
Gerade deshalb sucht man sie:
Die „Konkrete Poesie“
********************************

*
Baumstamm
Besenstiel
Federkiel
Hesekiel
...
350 Wenig bleibt vom O.N.S. 18.10.19
Vorschautext:
Sie hatten
sich gefunden
für ein paar Stunden –
oder eine kurze halbe Nacht.

Es wurde
ab und zu gelacht,
wenig auch dabei gedacht –
lange vor dem Morgengrau’n war ausgeliebt.

Der letzte Kuß
schmeckte öd und schal,
...
349 Wende vor Beginn 18.10.19
Vorschautext:
Am Beginn
vor dem Ende
käm die Wende
vorm Gewinn

Lange weisende
kreisende
Gedanken
Diffuses Schwanken
Wanken

Noch diese eine
...
348 Weint doch nicht 18.10.19
Vorschautext:
Weint doch nicht, ich habe ja gelebt,
hab nach ew’gem Leben nie gestrebt.
Denkt nicht, daß wir uns ferne sind,
ich streichle euch als Abendwind.

Seht hin, wenn der Tag sich neigt
und aus dem Dunkel ferne Sterne zeigt –
abends – wenn der Himmel geht zur Ruh
leuchte ich als Stern euch zu.

Teilt gerecht, was ich hinterlassen habe,
nehmt es all hin als Abschiedsgabe. –
...
347 Wär wo was … 18.10.19
Vorschautext:
Wär wo was zu sagen,
tut man sich sehr schwer,
denn Worte können plagen,
und schmerzen manchen sehr.

Wär wo nichts zu klagen,
tut man sich nicht schwer,
hätten Worte was zu sagen,
sprudelten sie nicht so sehr daher.

Wär wo viel zu tragen,
tut sich’s Sagen schwer,
...
346 Wäldchens Trost 17.10.19
Vorschautext:
(Limerick)


Auf selben Baumstrunk sitzt er nieder,
sonnenlichtgetroffen, auch diesmal wieder
laubzersprenkelt sein Gesicht;
Sanft tanzt Dunkel hier mit hellem Licht.
Still lauscht er alsbald der Bäume Lieder.

Noch ist Tag! Er kann den Mond schon sehn.
Ahnt die Sterne, die am Himmel gehn.
Doch wieder, wie so oft,
...
345 Waidmanns Heil 17.10.19
Vorschautext:
Hingestreckt liegt's Wild am Rain,
getötet ist der stolze Hirsch.
Vom Glück träumt auch das Mägdlein
gleich dem Jäger auf der Pirsch.

Dicht an dicht stehn die Bäume,
verblutet längst der stolze Hirsch.
Ach wie gleichen sich die Träume:
Mägdleins Hoffen, Waidmanns Pirsch.

Leise plätschert es am Weiher
Im Gras verdeckt liegt tot der Hirsch.
...
344 Vorweihnacht 17.10.19
Vorschautext:
Im Bürgergarten
stehn dieselben Stände.
Diese Zeit lehrt warten.
Alles staut sich allen in die Hände
und bunte Lichterketten beglitzern dreist
bepunschte Kerle, die lauthals schreien.
Glühweintrunken zusammengekreist
mehr zu erhalten. In Dreierreihen!

Doch er geht nur still vorbei,
huscht Schattengleich den Stand entlang,
wo der Wind hin weht im immer selben Einerlei:
...
343 Von Gutem und von Schlechtem 17.10.19
Vorschautext:
Sagst du von mir nur Gutes,
weil du denkst: Man tut es!
Da raunen sie rundum leise
und wollen dafür Beweise.

Flüsterst aus List du Schlechtes,
womöglich gar noch Ungerechtes.
Ja, dies glauben dir sogleich alle!
Ohne Beweise! Und in jedem Falle!


Copyright © da Hihö
...
342 Von Frau zu Frau 16.10.19
Vorschautext:
(Die Mär von der Eierfrau)


„Was drückt Ihr Euch so ohne Mann herum?
Schaut Euch doch um einen Neuen um!“

„Wozu brauch’ ich einen neuen Mann?
Ich schuf mir stattdessen Legehühner an!“

„... und was tragt Ihr in eurem Korbe hier?
Liebste Eierfrau, so sagt es mir!“

...
341 Vom Unterschied 16.10.19
Vorschautext:
„Was suchst du hier in diesem Mist?“
„Ich suche das, was nicht zu finden ist!“
*

„Ich suche hier in diesen vielen Knochen,
(die Freude läßt mein Herz schon pochen)
den Unterschied zwischen Sklaven und Herrn.
Ja, den fände ich nur allzugern!

Doch ich kann ihn nicht entdecken:
Weder zwischen Apachen und Azteken,
noch zwischen Katholiken und Protestanten.
...
340 Vom Kummer-Schlummer 16.10.19
Vorschautext:
Sie tranken Sekt. Sie hatten Kummer.
Ein Gescheiter und ein Dummer.
Sie stießen auf die Zukunft an –
(was man wohl verstehen kann).

Das „Heut“ und „Morgen“ nickten sich an
(was man wohl auch verstehen kann).
Die wußten nichts von deren Kummer,
derweil die Durstigen befiel der Schlummer.


Copyright © da Hihö
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339 Vom Bienenstich zum Bienenstich 16.10.19
Vorschautext:
Jammer nicht und lamentiere nicht,
wenn dich mal ein Bienchen sticht.
Es stach nur zu in größter Not!
Du leidest Schmerz, es aber litt den Tod.
***

Einen Konditor kennst du sicherlich!
Der packt für jeden – auch für mich.
Doch macht er gewiß allein für dich
auch einen süßen leck’ren „Bienenstich!“
***

...
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