Profil von Hihö

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Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Mag ein Tiergarten noch so gelungen anmuten –
immer doch bleibt er ein trauriges Gefängnis voll
unschuldiger Tiere! ... © da Hihö
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Wer die Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf.
Wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.
(Bertolt Brecht, 1898 – 1956)
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Anzahl Gedichte: 527
Anzahl Kommentare: 34
Gedichte gelesen: 9.776 mal
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Titel
447 IRRGARTEN 11.11.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Frühmorgens – verloren im Gewirr fremder
Stadtstraßen – fragte er einen herumstehenden
Dienstmann, ob er denn auf dem rechten Wege sei,
worauf dieser sofort zu wissen begehrte, wohin er wolle,
wonach er rasch antwortete, daß man nicht neugierig zu
sein brauche (was man doch versteht); – dieser allerdings
wandte sich verwirrt ab und ließ ihn verirrt zurück.


...
446 Homo hypothesis 11.11.19
Vorschautext:
(oder: Political Correctness, die)


Vorwort:
"He, Schwarzer!
Geh doch dorthin zurück,
wo du hergekommen bist!"
"Was? Ins Kloster? "
***

Die richtigen Schwarzen
leben meist in Landstuhl,
...
445 Hinter mir 11.11.19
Vorschautext:
Hinter mir und meinem Rücken
werden stumpfe Klingen oft gewetzt,
Rotz geleckt in großen Stücken –
geschleimt, gelogen und gehetzt.

Hinter mir und meinem Rücken
äugen verstohlen leere Augen.
Manch Kriecher hat aus derlei Lücken
versucht, das letzte Blut mir auszusaugen.

Hinter mir und meinem Rücken
schleichen sie wie Diebe in den Gassen.
...
444 Hasenhasten 11.11.19
Vorschautext:
Braun oder grau,
wer weiß das schon?

Sie irren auf den Feldern,
hopsen hier und da – und stolpern.

Wer weiß schon was genau? –
Und überhaupt: Wovon?

Ob Hasen in den Wäldern
oder Wagen auf Straßen holpern?

...
443 Früher und später 11.11.19
Vorschautext:
Früher war ich Raum
war ich Erde hier
war ich Baum
war Getier.

– Später –
Viel viel später aber
ward ein Mensch aus mir.

„Wovor also sollte ich mich ängstigen,
mein Freund, mein treuer?
Am Ende verliert man nichts
...
442 EIN TEIL VON IHM 10.11.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


So mich mal jemand fragte, ob ich
an Gott glaubte, dann sagte ich ihm: „Nein!“
Denn ich glaube nicht, ich fühle! – Ja ich fühle,
daß auch ich eine winzige Winzigkeit in dem von IHM
geschaffenem – alles umfassenden Universums –
über die Kürze meines Lebens, sein darf;
Also auch ein Teil von IHM!


...
441 Echo einer Sehnsucht 10.11.19
Vorschautext:
Innenräume
Fantasien
denken
Du!

Innenräume
Träume
träumen
Du!

Innenräume
schlaflos
...
440 Dort hin 10.11.19
Vorschautext:
Dort gehn sie hin
wortlos schwarz,
geduckten Schritts.

Begleiter seines Strebens.
Geleiten ihn,
machtlos schwarz
und schweren Schritts.
Wegbegleiter zum Ende seines Lebens.

Spät gehen sie von hinnen:
Wortlos schwarz
...
439 Dichters Los 10.11.19
Vorschautext:
Erfreuen wollt’ ich alle,
für euch mein Herz verglühn.
Leiden mußt’ ich - ach - so viele Male
oder aber allerliebst’ erblühn.

Sollt’s mir einstmals Früchte tragen,
hat man mich längst zu Grab getragen.


( - Zu Ehren und zum Gedenken an
Joseph Freiherr von Eichendorff - )

...
438 Darum dürstet’s mich 09.11.19
Vorschautext:
Ein Feind wurde ich der Worte
um dem Geplärr an jedem Orte
zu entgehn.

All überall seh ich Tote, lebend
und trotz allem strebend
das Dasein zu verdrehn.

Darum dürstet’s mich,
ach HERR,
DICH
zu verstehn?
...
437 Christi Geburt, so nah – so fern 09.11.19
Vorschautext:
Der helle Stern
So nah – so fern
... Und ... – Ach so weit

Allenthalben Weihnachtszeit
Gemahnt uns an Besonnenheit

Tannenbäume
Erleuchten festlich frohe Räume
Nun als Weihnachtsbäume ...

...Und uns’re Kinderträume
...
436 Angeschlagen 09.11.19
Vorschautext:
Angeschlagen scheint nun der Poet,
ohne Hoffen, daß es bald besser geht.
Da sich’s Blatt nicht wieder wendet,
wird neue Poesie hiermit beendet.
Alles Suchen ergab nichts Schlaues:
Ärzte reden zuweilen Ungenaues.

Sowieso ist bereits genug gedichtet
und auf’s Bücherbord geschlichtet.
Hat’s manchem Leser was gebracht,
wurd man mit reichem Lob bedacht;
wofür man herzlichst „Danke!“ sagt.
...
435 Zweierlei Rückschau 09.11.19
Vorschautext:
Sie kannten einander schon viele Jahre,
selten gerieten sie sich so in die Haare.
Doch plötzlich waren sie ihrer Liebe im Weg. –
Sie zahlte mit Tränen, er mit ‘nem Scheck.

Sie dachten traurig, verhielten sich heiter,
sahen sich selten, aber belogen sich weiter.
Ab und zu versuchte sie noch Küsse zu geben. –
Sie zahlte mit Tränen, er stand wortlos daneben.

Sie fragten, wohin wohl die Jahre versanken
als sie - wie damals - „ein Gläschen noch“ tranken
...
434 Zu spät 08.11.19
Vorschautext:
An einem Sonntagmorgen
sah ich nebenher im Gehn
am Wegesrand, obwohl verborgen,
ein Sommersonnenblümchen stehn.

Dies zarte Blümlein feine,
es duftete so süß, so rein.
Da fragte ich (nur so) für mich alleine:
„Sollt’ es wohl gepflücket sein?“

Doch wozu sollt’ ich es pflücken?
Es blüht so schön im Morgentau.
...
433 Zielen tat er trefflich … 08.11.19
Vorschautext:
Gras und Bäume sind schon grün,
der Frühling schmilzt das Eis dahin.
Jetzt zieht’s den Jägersmann hinaus.
Er packt sogleich sein Büchslein aus.

Ein Rehlein äst am Waldrand,
das Jägerlein schleicht gewandt
am langen steilen Hange hoch.
Derweil, das Rehlein äset noch.

Der Jägersmann legt an zum Schuß
und denkt sich, daß er treffen muß.
...
432 Zehn Zeilen 08.11.19
Vorschautext:
Mancher einer denket bei sich dieses:
Man erspare sich den Weg des Kieses.
Doch: Während derlei öder Gedanken
Könnt manch einer schnell erkranken.
Darum hüt man sich vor Zeitvertreib
Und ergehe lieber sich im Zeitverbleib.
Bewacht, ach das weiß man wiederum,
Ist man vom Himmel sanft und stumm,
Nur führt der Weg des fehlenden Kieses
Nicht zum schmalen Tor des Paradieses.


...
431 Worte auf Papier 08.11.19
Vorschautext:
Ein paar Worte,
ein kleiner Vers, ein Reim mag’s sein!
Was könnt uns daran nur so süßlich quälen?

Es liegt, ich sage dir,
oft nur an einem einz’gen Wort allein,
das so manches Mal erhebet unsereiner Seelen.


Copyright © da Hihö
2014
430 Worte 07.11.19
Vorschautext:
Worte
wollen
nicht zerdrückt,
nicht unterdrückt
nicht verbrannt werden!
Wollen nicht zu Unwörtern werden!

Worte
wollen werden.
Wollen gesprochen werden.

Worte
...
429 Wohnmögliche Räume 07.11.19
Vorschautext:
Weithin blicken wir …
Manchmal bis in tief-ferne Täler.
Weite schauen wir …
Manchmal in eines Abgrunds Gähnen.

Verweilen in hellem Licht …
sehen nicht Zurückgelassenes.
Gedenken nicht der dunklen Täler …
Flügelschlag wird langsam zaghaft laut.

Vieles (v)ertragen wir …
Manchmal zu wiederholtem Male.
...
428 Wir zwei 07.11.19
Vorschautext:
Wir zwei
wir irrten oft.
Wir fischten oft im Trüben

Wir zwei
wir suchten oft.
Wir übten oft gemeinsam Üben

Wir zwei
wir siegten oftmals unverhofft.
Wir kämpften hüben sowie trüben

...
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