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Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“
(Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 23.803 mal
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Titel
438 Darum dürstet’s mich 09.11.19
Vorschautext:
Ein Feind wurde ich der Worte
um dem Geplärr an jedem Orte
zu entgehn.

All überall seh ich Tote, lebend
und trotz allem strebend
das Dasein zu verdrehn.

Darum dürstet’s mich,
ach HERR,
DICH
zu verstehn?
...
437 Christi Geburt, so nah – so fern 09.11.19
Vorschautext:
Der helle Stern
So nah – so fern
... Und ... – Ach so weit

Allenthalben Weihnachtszeit
Gemahnt uns an Besonnenheit

Tannenbäume
Erleuchten festlich frohe Räume
Nun als Weihnachtsbäume ...

...Und uns’re Kinderträume
...
436 Angeschlagen 09.11.19
Vorschautext:
Angeschlagen scheint nun der Poet,
ohne Hoffen, daß es bald besser geht.
Da sich’s Blatt nicht wieder wendet,
wird neue Poesie hiermit beendet.
Alles Suchen ergab nichts Schlaues:
Ärzte reden zuweilen Ungenaues.

Sowieso ist bereits genug gedichtet
und auf’s Bücherbord geschlichtet.
Hat’s manchem Leser was gebracht,
wurd man mit reichem Lob bedacht;
wofür man herzlichst „Danke!“ sagt.
...
435 Zweierlei Rückschau 09.11.19
Vorschautext:
Sie kannten einander schon viele Jahre,
selten gerieten sie sich so in die Haare.
Doch plötzlich waren sie ihrer Liebe im Weg. –
Sie zahlte mit Tränen, er mit ‘nem Scheck.

Sie dachten traurig, verhielten sich heiter,
sahen sich selten, aber belogen sich weiter.
Ab und zu versuchte sie noch Küsse zu geben. –
Sie zahlte mit Tränen, er stand wortlos daneben.

Sie fragten, wohin wohl die Jahre versanken
als sie - wie damals - „ein Gläschen noch“ tranken
...
434 Zu spät 08.11.19
Vorschautext:
An einem Sonntagmorgen
sah ich nebenher im Gehn
am Wegesrand, obwohl verborgen,
ein Sommersonnenblümchen stehn.

Dies zarte Blümlein feine,
es duftete so süß, so rein.
Da fragte ich (nur so) für mich alleine:
„Sollt’ es wohl gepflücket sein?“

Doch wozu sollt’ ich es pflücken?
Es blüht so schön im Morgentau.
...
433 Zielen tat er trefflich … 08.11.19
Vorschautext:
Gras und Bäume sind schon grün,
der Frühling schmilzt das Eis dahin.
Jetzt zieht’s den Jägersmann hinaus.
Er packt sogleich sein Büchslein aus.

Ein Rehlein äst am Waldrand,
das Jägerlein schleicht gewandt
am langen steilen Hange hoch.
Derweil, das Rehlein äset noch.

Der Jägersmann legt an zum Schuß
und denkt sich, daß er treffen muß.
...
432 Zehn Zeilen 08.11.19
Vorschautext:
Mancher einer denket bei sich dieses:
Man erspare sich den Weg des Kieses.
Doch: Während derlei öder Gedanken
Könnt manch einer schnell erkranken.
Darum hüt man sich vor Zeitvertreib
Und ergehe lieber sich im Zeitverbleib.
Bewacht, ach das weiß man wiederum,
Ist man vom Himmel sanft und stumm,
Nur führt der Weg des fehlenden Kieses
Nicht zum schmalen Tor des Paradieses.


...
431 Worte auf Papier 08.11.19
Vorschautext:
Ein paar Worte,
ein kleiner Vers, ein Reim mag’s sein!
Was könnt uns daran nur so süßlich quälen?

Es liegt, ich sage dir,
oft nur an einem einz’gen Wort allein,
das so manches Mal erhebet unsereiner Seelen.


Copyright © da Hihö
2014
430 Worte 07.11.19
Vorschautext:
Worte
wollen
nicht zerdrückt,
nicht unterdrückt
nicht verbrannt werden!
Wollen nicht zu Unwörtern werden!

Worte
wollen werden.
Wollen gesprochen werden.

Worte
...
429 Wohnmögliche Räume 07.11.19
Vorschautext:
Weithin blicken wir …
Manchmal bis in tief-ferne Täler.
Weite schauen wir …
Manchmal in eines Abgrunds Gähnen.

Verweilen in hellem Licht …
sehen nicht Zurückgelassenes.
Gedenken nicht der dunklen Täler …
Flügelschlag wird langsam zaghaft laut.

Vieles (v)ertragen wir …
Manchmal zu wiederholtem Male.
...
428 Wir zwei 07.11.19
Vorschautext:
Wir zwei
wir irrten oft.
Wir fischten oft im Trüben

Wir zwei
wir suchten oft.
Wir übten oft gemeinsam Üben

Wir zwei
wir siegten oftmals unverhofft.
Wir kämpften hüben sowie trüben

...
427 Wir 07.11.19
Vorschautext:
Ich liebe dich!
Liebst du mich?
Wer mag solch Schnödes heut’ noch sagen?

Ich bin dein!
Du bist mein!
Wem mag solch ödes Reden heut’ noch behagen?

Warum nur immer Ich und Du?
Warum nur Dein
und Mein
und beides immerzu?
...
426 Wider prüde Brüder 06.11.19
Vorschautext:
(Parodie auf eine
unbescholtenen Vorahnung Eduard Mörikes)


Wir Brüder wir, wir zwei, wir schönen
Ach so jung und weich
Von Angesicht zu Angesicht
Im Seelchen ach so gleich
Wer mag uns da verhöhnen?
Das vermag wohl „niemand niemals“ nicht!

Wir Brüder wir, wir zwei, wir schönen
...
425 Wenn dein Herbst beginnt 06.11.19
Vorschautext:
Man steht
am Rand
zur Rast.

Doch man geht
allem Widerstand
zum Trotz.

Ein schwarzer Vogel
mahnt zur Nacht.

Manches ist verstimmt,
...
424 Weiches Gedicht 06.11.19
Vorschautext:
Ach armes Ohr verhülle dich
vor den ungereimten Enden meiner Verse!
Ich wollte tun, wie alle tun: –
Ich wollte Glas zum Schmachten bringen.

So nehme ich nun denn dies Gedicht
und werf es gegen dickes Glas.
Doch dieses schmachtet nicht! –
Es klirrt nicht mal, es pfeift mir was!


Copyright © da Hihö
...
423 Wegen dir 05.11.19
Vorschautext:
Wenn du nicht gehst,
ist’s mir nicht gut.
Wenn Blicke baumeln,
wenn du lose stehst
und deine Worte taumeln,
bin ich auf der Hut.

Wenn es gut geht,
macht es mir Mut,
daß ich dich fallen lasse,
wenn mir Wind entgegen weht,
und daß ich mich nicht hasse,
...
422 Wasser 05.11.19
Vorschautext:
Es
fließt
und rinnt

Fließt
und strömt

Fließt
verteilt
vereinigt sich

Fließt
...
421 Was weißt du 05.11.19
Vorschautext:
(oder: Weiß wer Wichtiges)


Was weißt du:
*
Über
Dunkle Menschen
Über
Schwarzmensch-Länder
Über
Tote, Waffen oder Sklavenhändler
Über
...
420 Was du brauchst 05.11.19
Vorschautext:
(Ich sehe wohl mit Freude an Dingen all so viel,
die ich weder brauch’ noch will. – Sokrates)


Was braucht man zum Leben?
Wie vieles denn von alledem?
Nehmen oder Geben?
… Oder nichts von alledem?

Hören können,
verstanden werden.
Fühlen können,
...
419 Wandrers Wegfindung 05.11.19
Vorschautext:
(Sonnengedicht für einen Sonnentag)


Gleich dem Wandrer, der an dunklen Tagen
die Sonne leicht und allzuschnell vermißt -
die aber unaufhörlich strahlt für ihn,
so mag man gleichwohl ihm „Vergessen?“ fragen,
da sie wiederum ihn ewig nicht vergißt
und dies unentwegt auch fürderhin.

Ja, wie verwundert zu empfinden,
daß, wo immer sich auch Wege winden,
...
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