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Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“
(Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 23.731 mal
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Titel
158 Gedanken am Grab 01.09.19
Vorschautext:
Ist ihm das Gehen schon so schwer,
ist’s Bleiben ihm noch viel mehr!
Wozu Rosen in die Erde?
Und die Lieder ?
Ungehört!
Ob ich’s je verstehen werde?

Und des Priesters Worte überhört.
„… damit es werde
… aus der Erde in die Erde“
Was denn nur?
… Was nun werde?
...
157 Sonnenkleider 01.09.19
Vorschautext:
Er sah der Sonne rotes Nachtgewand,
ihm schien, als blute sie in tiefster Not.
Da dachte er in seinem Unverstand:
Bestimmt ist dies nun aller Tage Tod.

Sie tauchte hin ins weite Wolkenrund,
als wollte sie die Erde heimlich küssen.
Da aber tat der Zug der Gänse kund:
Sie will uns nur zum Abend grüßen.

Er sah der Sonne rotes Morgenkleid,
ihm schien, als würfe sie es in den Tag.
...
156 Hihös kurzgefaßter Lebenslauf 01.09.19
Vorschautext:
Obwohl, ich hatte hier nichts verloren,
wurde ich doch, wie alle andern auch,
als nigelnagelneues Kind geboren.
Sozusagen: Zum Hausgebrauch.

Die Schule hatte für die Eltern Gewicht
und daher war ich auch meist dort.
Ein Musterschüler war ich trotzdem nicht.
Doch ich kam voran: – … und dann fort.

Viel länger waren die Lebensmiseren
in meinem Beruf in aller Welt.
...
155 Fledermaus-Gespräche 31.08.19
Vorschautext:
(Persiflage in Oö. Mund-Art)


Vampire san, wie jeder weiß,
nix anderes als Fledermäus’.
Sie hängen herum in finst’ren Höh’n
w0 sie sich ollahaund erzöhn

Do frogt de ane: „Na, wia geht’s?"
Drauf sogt die aund’re: „I hob Aids!
Leida hob i mi nix gschissn
und woihlos umanaunda bissn!"
...
154 Dies stille Tal 31.08.19
Vorschautext:
Dies stille Tal ist hier
ein wahrlich schöner Wiesengrund.
So meine Fantasie erhebet mir
eines geduckten Hauses Rund.

Hier höre ich der Bäume Flüstern,
und murmelt mir der Bach: – „Nur zu!“
Wie auch die Wiesenblumen wispern:
„Hier findest du dein Wohl – dein’ Ruh’“

Wohlan denn! Daß ich hier verweile,
auf daß die Seele haltet stille Rast.
...
153 Das verlorene Gedicht 31.08.19
Vorschautext:
Da hab ich glatt ein Gedicht verloren!
Ach, was bin ich nur für ein Tropf?
Ich hatt’ es doch schon in den Ohren
und natürlich auch bereits im Kopf!

An einem lauen Sommerabend
saß ich einsam und allein
auf der Veranda; Ideen grabend,
bei einem netten Gläschen Wein.

Im Kopfe formten sich Gedanken:
wurden Sätze, wurden Reime,
...
152 Das richtige Maß 31.08.19
Vorschautext:
Wenn mich einstmals jemand früge,
wie viele Lebensjahre ich schon mit mir trüge;
„Ein paar Minuten!“ das wär’s was ich darauf sagte.
Und wenn nach meinen weißen Haare fragte,
sagte ich: „Man dürfe nicht vergessen,
das Leben mit dem richt'gen Maß zu messen.
Die Küsse meine Mutter; spät mußt ich’s erkennen,
sind das Einzige, das man kann Leben nennen.“


Copyright © da Hihö
2008
151 Ausgestiegen 31.08.19
Vorschautext:
Seit ich in meinem Blockhaus wohne,
selbst gebaut mit eigner Hand,
so sich nun mein Handwerk lohne
stadtentflohen, fernab am Land.

Seither kommt meine Seel' zur Ruh!
Stressisten seh ich äußerst selten,
schau ihnen höchst mitleidig zu.
Zwischen mir und ihnen liegen Welten.

Hab hier alles was ich brauche,
beweg mich nur in der Natur.
...
150 Am Grab des Kindes 31.08.19
Vorschautext:
Zu uns’ren Füßen ruht
das Unserkind; Nicht bös, nicht gut:
Hat geweint und hat gelacht,
hat gefühlt und hat gedacht.

Hat gekämpft, – hat nichts erstritten,
hat geliebt, – ... und hat gelitten.
Nun liegt es da, zu tot gestreckt,
wird niemals wieder aufgeweckt.

Wollt' Gott ihm doch dies Wunder tun:
Es bäte wohl:
...
149 Zum Trost 30.08.19
Vorschautext:
Wenn deine Blicke still und traurig sind
und schwer von düsteren Gedanken,
möcht ich dich trösten, mein liebes Kind.
Ich bin hier! Brauchst mir nicht zu danken.

Schütt aus die Trauer. In den Wind.
Der Tag wird sich in deinen Traum versenken,
während ich für dich die Lieder find
bis ein neuer heller Tag beginnt.

Meine Melodie bezwingt
die düsteren Gedanken.
...
148 Wunder Leben 30.08.19
Vorschautext:
*
Ohne dem Wunder Leben
– egal woher es je gekommen –
würd’s uns gar nicht geben!
Dorthin wird’s auch zurückgenommen!
*

Menschen haben vielerlei Talente,
glauben sich der Schöpfung auf der Spur.
Manche machen erhalten gar Patente,
doch das größte Patent ist die Natur!

...
147 Sommergewitter 30.08.19
Vorschautext:
Es ächzen die Wälder,
raunen die Schatten,
winseln die Felder
und pfeifen die Ratten.

Es zischen die Blitze,
lodern die Feuer!
Dampfende Hitze
entspringt dem Gemäuer.

Es zittern die Häuser
unter dem Grollen
...
146 Reisegedanken 30.08.19
Vorschautext:
Wär ich gern, woher ich komme,
wäre ich nicht hier.

Wär ich gern, wohin ich gehe,
wär ich’s nur mit dir.

So ist’s, wo ich auch aus dem Fenster sehe:
Anderswo –
und so auch hier.


Copyright © da Hihö
...
145 Oder aber ... 30.08.19
Vorschautext:
Wir können Tränen vergießen,
weil er gegangen.
Oder aber
wir können lächeln,
weil er gelebt.

Wir können die Augen schließen und beten,
damit er wiederkehrt ...

Oder aber
wir können die Augen öffnen
um all das zu sehen, was er uns hinterlassen.
...
144 Hihös Grabinschriften 29.08.19
Vorschautext:
1
Adieu mein’ Last! Adieu mein Leib!
Ich reise sorglos in die Seligkeit!
Adieu Zurückgebliebene! Ich bleib –
und warte Euer in der Ewigkeit!

2
Ist’s nur ein Meter im Quadrat,
ich habe mir nichts mitgenommen.
Holz ist’s, worin man mich gebettet hat,
doch meine Seele hat man nicht bekommen

...
143 Gericht und Gerechtigkeit 29.08.19
Vorschautext:
Bei Gericht sitzen zwar viele Richter,
doch mein Verdacht wird immer dichter:
Mit Gerechtigkeit hat man nichts am Hut,
das wär für die Justiz auch gar nicht gut.

Auch kommt „Gericht“ nicht von „gerecht“:
Das wär für die Gauner wirklich schlecht.
Für das Opfer aber wendet sich das Blatt,
weil es meist den „Kürzeren“ gezogen hat.

Natürlich! Hier regiert die Macht des Geldes.
Wer andres weiß, nun gut: Der meld’ es!
...
142 Dem Tod begegnen … 29.08.19
Vorschautext:
*
Vor meinem Tod ist mir nicht bang.
Allein; ich lebe an der Zeit entlang.
Doch vor dem Sterben derer, die mir nah,
steh ich hilflos und unbeholfen da.

Wie weiterleben, wenn sie mir genommen?
Wenn sie nie mehr wiederkommen!
Sie haben’s gut, die dort im Dunkel treiben.
Gehen schmerzt, doch viel mehr schmerzt das Bleiben.

Der, dem dies je widerfuhr,
...
141 Unverhofft 29.08.19
Vorschautext:
Die Sterne stehn,
der Mond mag gehn.
Tote haben’s eilig!

Ferne ward befohlen
dich nun heimzuholen.
Engel haben’s eilig!

Dein Haupt in Rosen!
Ach, laß dich kosen!
Tage haben’s eilig!

...
140 Traumleben 29.08.19
Vorschautext:
Erkennen wir nichts?
Ist dies die Lehre?
Wo du auch fichtst!
Allenthalben Leere?

Nur gedachte Tage,
zerrissen und vage?
Umsonst das Geplage?
Ist das die Frage?

Ist uns das Leben
nur als Traum gegeben?
...
139 Schnöde Tage uns gegeben 28.08.19
Vorschautext:
Dich hatten wir von Herzen gern
Du warst für uns der schönste Stern
Ohne Angst und ohne Bangen
wär’n wir deinen letzten Weg gegangen

Viel zu früh gingst du von uns
Überstiegst die letzten Schranken
Nun wachst du oben über uns –
lebst in unseren Gedanken

Doch warum mußtest du schon gehen?
Warum ließ Gott das nur geschehen?
...
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