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Denkende müssen entfernt werden,
um nicht die Denkfaulen zu infizieren
und dadurch weitere Denker entstehen. ... © da Hihö
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Statistiken


Anzahl Gedichte: 526
Anzahl Kommentare: 12
Gedichte gelesen: 9.944 mal
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Titel
166 Stille Weihnacht … 05.02.21
Vorschautext:
Weihnacht ist,
– wir haben’s fast vergessen –
mehr als nur ein festlich’ Essen,
mehr als leeres sinnbefreites Kaufen,
oder durch lichterhellte Gassen laufen.

Weihnacht ist,
anstatt stets nur Zeit für and’re haben,
auch mal sich selbst an kleinen Gaben laben.
Ist mehr als nur Geschenke schenken,
ist auch eig’nes Denken lenken!

...
165 Ich weiß, du bist – wie ich – allein 04.02.21
Vorschautext:
Es ist vorbei. Es ist zu spät.
Das Glücksrad hat sich längst gedreht.
Ich bin zurück geblieben.
Und du gingst fort.
Ich bin allein - wieder allein - .

Verzeihe mir, was ich getan.
Ich denke jeden Tag daran.
Komm doch zurück zu mir.
Es tut mir leid.
Bitte glaube mir: Ich hab bereut!

...
164 Frühling 04.02.21
Vorschautext:
Schon sprießen dort und da die Hecken
und über Nacht – in allen Ecken
sieht man es blühen, grünen, wecken.
Ein riesig’ Werden ist im Gang. –
Das Sterben ist vorbei; – noch gar nicht lang.

Schon wecken dich die Vöglein wieder,
die Wasser steh’n nicht mehr so nieder,
die Menschen singen frohe Lieder.
Dort unterm Dach, derselbe Spatz! –
Er baut sein Nest. – Am selben Platz.

...
163 Daß nur die Liebste 03.02.21
Vorschautext:
Daß nur die Liebste vor mir steht
und ihre Stimme in mich geht,
werden meine Augen Ohren.
Wenn Geist mit Sinnen ficht,
geht Denken mir verloren
und die Glieder mir –
– ich weiß es nicht.


Copyright © da Hihö
1977
162 Das Neutron 03.02.21
Vorschautext:
Ein Neutron ist neutral
erklärte mir ein Lehrer mal.
So ließ ich es zur Liebsten gehn
und hab mich nicht lang gewehrt.
Mag Schlimmes denn dort geschehn?
Soll’s halt mal zu meiner Liebsten gehen.

Doch blieb es dort und verliebte sich,
mocht gar nicht mehr zu mir zurück!
Träumt stets nur noch vom Elektron,
dies scheint nun sein größtes Glück!
Allein, ich aber habe keine Ruh!
...
161 Zwischen uns 02.02.21
Vorschautext:
Ist’s in dir,
ist’s in mir:
Ist’s in uns.

Ist’s zwischen dir und mir,
ist’s zwischen uns:

Ist’s Liebe!


Copyright © da Hihö
1976
160 Mutter Mary 02.02.21
Vorschautext:
Wenn mich Traurigkeit befällt
ist immer Mutter Mary neben mir
und schenkt mir Trostesworte – weint mit mir.

Und in den Stunden der Einsamkeit
reicht sie mir die welke Hand
und flüstert: „Sei nicht traurig, ich bin ja bei dir.“

Und ihre Tränen trocknen meine,
redlich teilt sie jedes Leid.
Hab Dank! Oh Mutter Mary ! Bleib bei mir.

...
159 Du! 01.02.21
Vorschautext:
Du bist das Dich
Du bist das Mich
Du bist das Ich
Du bist das Sich
Du bist das Etwas, bist das Sehr
Du bist das Wenige, bist das Mehr
Ohne dich –
wo wäre ich?

Du bist das Dir
Du bist das Mir
Du bist das Dein
...
158 November 01.02.21
Vorschautext:
Nirgendwo ein reges Blatt,
gestorben längst, am Boden – matt,
liegt da ein Haufen brauner Mist,
der grün noch, unser Leben ist.

Nirgendwo ein Stück azur
grau in grau der Himmel nur.
Die Sonne geizt mit ihrer Kraft
und stiehlt uns unsren Lebenssaft.

Der alte Mann dort mit dem Stock
und seine Frau im dunklen Rock;
...
157 Manku Qhapaq's Gebet 31.01.21
Vorschautext:
Grüß dich Sonne
Leben spendendes Licht
Die du die Macht der Kälte brichst
Grüß dich Sonne
Leuchtendes Morgenrot
Beleuchtest unseren frühen Tod
Grüß dich Sonne
Gleißende Mittagsglut
Ermüdende Hitzeflut
Grüß dich Sonne
Schattenwerfende Scheibe
Mit deinem feuerspeienden Leibe
...
156 Für di ! 31.01.21
Vorschautext:
(Oö. Mund-Art)


Da ollaerste Morgensonnenstroih
soi nuar Dir allani g’hean,
d’Liab und d’Freid soin an Deina Seitn steh
und ois wos D‘ mogst, noch Deina Woih
Dir in Erfüllung geh –
… und niamols nia sollst Du rean!

***
**
...
155 Oh Schreck 30.01.21
Vorschautext:
Einer da und einer dort!
Immer dieses „Von-einander-fort!“
Wie lang ist dies noch zu tragen,
dieses „Uns-einander-jagen“?

Erst bist du da
und ich bin dort,
dann bist du nah
und ich bin fort.

Endlich also bist du da im Da
und ich fort vom Fort geblieben:
...
154 Neunzehn74 30.01.21
Vorschautext:
Eingespült
ins uferlose
Menschenheer
hastgepeitschter
Menschenwogen!

Hinabgezerrt
ins bodenlose
Menschenmeer!

Wohin wenden
in dem Chaos?
...
153 Liebeshoffen 29.01.21
Vorschautext:
Alt ist schon der Schnee – und weint,
dort – wo Eis und Fluß vereint.
Und doch: – Aus fernem Orte
schweben Liebesworte
durch des Winters letzen kalten Hauch.
(Hörst du’s nicht auch?)

Sieh, während in uns dunkel Träume schweben,
stehn wir in des Daseins Streben;
– und müssen leben –
– all so allein –
und wissen oft nicht aus noch ein!
...
152 Herbst 29.01.21
Vorschautext:
Ein buntes Blatt geht auf die Reise;
der Herbst ist schön auf seine Weise.
Die steifen Winde aus dem Westen
halten manchen Mann zum Besten,
und aller Augen staunen still
zu Gottes Pracht im Farbenspiel.

Doch graue Nebel senken bald
sich über Städte, Feld und Wald.
Gevatter Tod trifft seine Wahl;
bald hier, bald dort, bald da einmal.
Er rafft die müden Leben nieder
...
151 Das ewige Haus 28.01.21
Vorschautext:
Worte erschallen und verhallen.
Schergen tragen sie von dannen,
Abendwinden schnell verfallen.

Geheimes folgt auf leisen Sohlen
gesperrten Wegen in die Ewigkeit.
Wer mag Wahres dort wohl holen?

Mitternacht ist Ende – ist Beginn.
Unscheinbar ziehen Sterne Bahnen.
Ewiglich verborgen bleibt ihr Sinn.

...
150 Und sie warten … 28.01.21
Vorschautext:
Nun sitzen sie in Altershäusern
und reden von vergang’ner Zeit.
Ihre Stimmen sind seit Jahren heißer,
sie sprechen leise, ... zum Schweigen bereit.

Da hocken sie nun mit gekrümmten Rücken,
die meisten schon ohne Zahn,
verurteilt zum warten, viele auf Krücken.
Sie sind es gewohnt. – Haben’s immer getan.

Wem trifft von denen dort im Saal
die Sens’ zum ew'gen Ende ?
...
149 Kurz gesagt: „Würmerfraß“ 27.01.21
Vorschautext:
Das Schicksal schlägt uns, es kennt kein Erbarmen.
Weder mit den Reichen, noch mit den Armen.
Es diktiert nur; … macht die Zukunft vergessen.
Erst sind wir gelegen, gesessen; –
gegangen – gelaufen – gestürzt!
Bald liegen wir wieder – von Erde umschürzt.

Die Zeit schreitet weiter, sie kennt keine Stunden.
Erbarmungslos dreht sie exakt ihre Runden.
Sie zieht – und wir messen mit Zeigern– gar drei!
Doch wenn wir ablesen, ist sie längst vorbei.

...
148 Geweihte Nacht? 26.01.21
Vorschautext:
Der Morgen nimmt dir deinen Traum,
doch gestern unterm Tannenbaum
hat kurz dein Herz zurück gefunden
aus einer Welt voll tiefer Wunden.
Du hast geschenkt und freutest dich
beschenkt zu sein – auch innerlich …
Die letzte Kerze brennt am Tann,
ein Glockenzeichen lockt die Lieben an.
Lamettas glitzern zwischen Funken
von Spritzern, die den Raum vom Dunkel
in ein sanftes Licht getaucht.

...
147 Geblendet 25.01.21
Vorschautext:
Er hatte sie sehr wohl gefunden,
– und hatte sie sehr wohl geseh'n,
doch ist der Mut ihm je entschwunden –
sein banges Hoffen mußte scheu verwehn.

Hat Schönes je sein Auge so geblendet?
Himmlische Blicke waren ihm geschenkt!
Holde Anmut wurd ihm kurz gespendet!
Rasch ward sein Schritt des Wegs gelenkt.

In stummer Sehnsucht nach dem Glück,
daß niemals er davon konnt’ sprechen.
...
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