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Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“
(Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 23.926 mal
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Titel
338 Virusattacke 16.10.19
Vorschautext:
Falls
Computerviren
sich mal fadisieren
könnte es leicht passieren
daß sie beginnen auszuschwirren
und meinen Rechner fragmentieren.
Das würde mich echauffieren
es würde mich verwirren
tät mich arg irritieren
ich müßte formativ
formatieren
format
...
337 Verschollen 16.10.19
Vorschautext:
Was hat man alles in uns eingefüllt?
Uns öde Grammatik eingetrichtert.
Nur war der Kopf nie recht gewillt
und die Regeln nie richtig abgesichert.

Wo sind sie, die richtig geformten Sätze?
Verschollen? Nach wenigen Jahren schon?
Jedenfalls stellt mancher oft an vordere Plätze
das fürchterliche Ego-Wörtchen „ICH“, – – –
nur dies ist (leider) die stets drängelnde (erste) Person.


...
336 Verbraucht 16.10.19
Vorschautext:
Morgens beugt die Sonne
ihre Strahlen ihm zur Wonne.
Als Morgengruß in ganzer Pracht,
doch leider nur für den Moment gemacht.

All seine Liebe ausgehaucht,
ohne Warnung aufgebraucht.
wie Tage die sich zum Ende neigen
und düster sich als Schatten zeigen.

Abends fällt die Sonne aus dem Land.
Dunkelheit nimmt überhand,
...
335 Verantwortung 16.10.19
Vorschautext:
Man hätt’ gerne höchste Posten!
Gut dotiert und mit viel Macht!
Nur, wenn’s nicht läuft, darf’s nichts kosten!
Anstand und Moral? – Darob wird gelacht!

Um der Verantwortung zu entrinnen,
wäre erstens:
Natürlich alles zu bestreiten,
zweitens:
Sich einer Krankheit zu entsinnen,
oder drittens:
In den Suizid zu schreiten.
...
334 Veits Verwirrung 15.10.19
Vorschautext:
Hier liegt nun, wie aufgebahrt
was grad noch blühend Leben ward,
hingestreckt auf dunkler Matte
auf des Stubentisches harter Platte.

Entsetzt rennt Veit hinaus,
ein Gottesfluch erfüllt das Haus.
Das Gesicht vergräbt er in die Hände,
denkt gar schaurig an seine eignes Ende.

Minutenlang und schockbetroffen,
nichts zu ändern, nichts zu hoffen.
...
333 Vaterstolz 15.10.19
Vorschautext:
„Emil kann schon so gut sprechen,
dabei ist er gerade mal ein Jahr!
Er wird mal alle Sprechrekorde brechen.
Ist das nicht wunderbar?“

Um dieses Freunden vorzuführen,
will Papa sein Söhnlein animieren.

„Emil!
Sag doch mal Rhinozeros
– und sag’s recht schön,
damit’s auch alle gut verstehn!“
...
332 … und wir laufen lang 15.10.19
Vorschautext:
Schreitet uns ein Engel
einher beim Erblicken dieser Welt?
Überläßt uns gar und ganz dem Eilen dieses Seins?
Ganz und gar allein in diesem hastig angetrieb’nen Leben?

Dieses einzig’ Dürfen,
dies einzig’ Müssen, das uns widerfährt,
ist wohl immerzu ein spät-lehrreiches Dahin-Erleben,
in dem wir stets irren ohne Wissen, ... ohne Wiederkehr.

… doch wir laufen schnell und weit und bang
... und wir glauben ... und wir hoffen
...
331 … und wie’s mal war 14.10.19
Vorschautext:
Wieder mal ging er die Wege,
die er als Schüler einst beschritt.
Da entdeckt’ er an der alten Säge
Bäume, in deren Rinde er einst schnitt.

Ihren! – Seinen Name ritzte er ein.
Dazwischen ward ein Herz zu sehen.
Kann es denn nur Zufall sein,
daß Liebe neu sich wagt zu regen?

…und Erinnerung wirft ihn zurück
in ein unbekümmert freies Leben.
...
330 Unbequeme und Bequeme 14.10.19
Vorschautext:
Ich gedenke oft der Unbequemen,
die in bösen Zeiten bei mir weilen,
die mich auch schweigend nehmen
und selbstlos meine Sorgen teilen!

Ich misse nie die allzu Bequemen,
die um mein Wohlbefinden fragen,
die voll Bedauern sich benehmen,
in ihren Augen aber Kälte tragen.

Ich erfreue mich der Unbequemen,
die auch an düstren Tagen fragen,
...
329 Umzug nach Zug 14.10.19
Vorschautext:
Zug um Zug und Zug an Zug
Umzug zwecks Entzug
Auszug zum Bezug

Ohne viel Verzug
zügig im Zug
nach Zug
verzogen

*
Einzug

...
328 Umzug 14.10.19
Vorschautext:
Ohne Papiere
Taschen
Tiere

Vielleicht
ein leichtes Rouge
das bleibt

Auch bleibt
was treibt

Vielleicht ein
...
327 Tröste dich! 14.10.19
Vorschautext:
Es ist jene letzte dunkle Nacht,
wo dir die Sterne nicht mehr blinken,
weil dir kein Zurück mehr zugedacht
und letzten Hoffnungen versinken.

Tröste dich!
Denn nur die Zeit auf Erden ist zu Ende.
Ängstige dich nicht! Es wär vergebens.
Stehst du jetzt an jener Zeitenwende,
schließt sich der Kreis des Lebens.

Tröste dich!
...
326 Trost für Fassungslose 13.10.19
Vorschautext:
Fassungslos an der Liebe Ausgangstor
stehen wir und kommen uns verlassen vor.
Raufen uns die Haare, wringen uns’re Hände;
untröstlich erstarren wir an des Glückes Ende.

War unverhoffter Zufall einst dies Glück!
Ist wahrlich alles aus? Bleibt nichts zurück?
War der Weg zum End’ hin nicht zu schwer?
Wo kommen jetzt die tiefen Schmerzen her?

Während der Verlassene dem Tode gleicht,
und der feige Geher aus der Liebe schleicht,
...
325 Trost 13.10.19
Vorschautext:
Manchmal ist mir das Leben schwer,
am liebsten würd’ ich nichts mehr sollen.
Da winkt mir von fern ein Glücksstern her.
Jetzt möchte ich’s Leben wieder wollen!

Wenn sich früh die Dämmerung duckt,
wenn dunkle Nacht umgibt mein Sein,
wenn Sternenlicht in der Ferne zuckt,
dann kehrt stiller Frieden in mir ein.

Aller Kummer ist gebannt,
Melodien klingen an mein Ohr.
...
324 Torrox Costa, sommerfahl 13.10.19
Vorschautext:
(Ein nicht ganz so heißer Sommertag)


Die Sonne schielt über den Horizont,
der Morgen will noch gar nicht leben.
Gras verdorrt und ungezähmt besonnt
dorren letzte spinnen-vernetzte Reben
… ohne Schatten, frei und unbedacht.

Dem Mittagsflimmern erliegen Felder ausgebrannt.

Zum Abend hin ist Ausgeblichen!
...
323 Suche 13.10.19
Vorschautext:
Noch sah er’s nicht, noch schritt er weiter,
gleich einem Blinden, dem Geplärr empört.
Langsam – immer höher auf der Leiter,
einmal Sprosse, einmal Stufe – selten ungestört.

Hinan, hinan!
Das war sein immerwährendes Bestreben,
der Seele Fleh'n, des Herzens Beben.
Des Lebens Müh’ hat Leib und Seel’ ihm arg geschunden.

Bald, bald!
Schon naht Rettung aus den stillen Fernen
...
322 Stille Träume am Grab 12.10.19
Vorschautext:
Noch jagen wir die stillen Träume
und flüchten uns in andre Räume,
ertrinken in der eignen Zeit
so nah der wahren Ewigkeit.

Die Jugend, ach so schnell vergangen.
Wer möcht sie nicht zurück verlangen?
Einkehr winkt von fern schon leis;
schließt sich so der Träume Kreis?

Das Leben taumelt, hört noch Töne,
erkennt am Sein nochmal das Schöne.
...
321 Sterben 12.10.19
Vorschautext:
Wir gehen alle doch denselben Weg,
der lang ist – und weit in seiner Breite.
Manchmal ist’s es auch ein schmaler Steg.
Viele geh’n ihn vor – ungezählte hinter dir.
Einige an deiner Seite.

Von Zeit zu Zeit sagt jemand:
„Sieh!
Die vorne sind schon nicht mehr da“,
und reicht dir seine Hand.
Zugleich flüstern andere:
„Sieht!
...
320 Ständchen zum Geburtstag 12.10.19
Vorschautext:
Wiederum ein Jahr geschafft um alt zu werden!
Das alleine wär wohl kein Gewinn,
denn die Zeit rast weiter hier auf Erden –
mit uns allen mitten drin.

Wie’s halt so ist! Was soll man machen?
Die Tage jagen allzuschnell dahin.
Manchmal weinen, manchmal lachen –
mit uns allen mitten drin.

Die Zukunft sollten wir genießen,
Die Zeit zu klammern, hätte wenig Sinn!
...
319 Spuren 12.10.19
Vorschautext:
Im
Haus
waltest du
Verwaltest
besorgst
versorgst
umsorgst

Entstaubst
deine meine
unser aller
Spuren
...
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