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Pinnwand


Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“ (Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 25.070 mal
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Titel
118 Windgerücht 24.08.19
Vorschautext:
Endlich sagt’s auch ein Gericht:
„Laute Winde stinken nicht!“

Aber die leisen, die butterweichen,
die heimlich durch die Loden schleichen
und jedes Eck im Raum erreichen,
sodaß die Erzeuger gleich erbleichen.

Mensch vor diesen hüte dich,
denn die stinken fürchterlich!
****

...
117 Titellos 24.08.19
Vorschautext:
So sind sie allzeit
die Kritiker und Zensoren:
Nur Neid zwischen schlappen Ohren
und zum Meckern stets bereit.
Tröpfe eben – leere Töpfe.
– – –
Allzeit
einfältig
tumbe Köpfe.


Copyright © da Hihö
...
116 Sonnenstrahlen 24.08.19
Vorschautext:
Steigt herauf und beugt euch nieder,
daß die Gipfel rotgekrönt erleuchten
und schwere Nachtgedanken wieder
aus gequälter Seele mir entweichen.

Steigt herauf um mich zu finden,
beugt euch in dies begrünte Tal,
huscht über des Gartens Linden,
tretet ein beim offenen Portal.

Wärmt das Land mir, wärmt die Gärten,
viel zu düster ist mir Kopf und Nacht.
...
115 Silvesterhoffen 24.08.19
Vorschautext:
Gnadenlos rinnt Jahr um Jahr,
längst entfloh’n ist die Vergangenheit.
Alles um uns bleibt, wie’s immer war.
Nur am Kalender stirbt die Zeit.

Mag sein;
wenn wir uns gedulden:
sinken nächstes Jahr (vielleicht) die Schulden.


Copyright © da Hihö
2001
114 Zum 24. XII. 23.08.19
Vorschautext:
(Kriegsweihnacht ’95)


Immer noch rollt grollender Hall
hin bis zu des Kindes Grippe im Stall.

Maria und Josef knien staunend davor.
Blutige Bestien singen „Requiescat in pace“ im Chor.

Drei Gekrönte ziehen unter des Sternes Flimmern.
Niemand ahnt des armen Kindes leises Wimmern.

...
113 Wozu? 23.08.19
Vorschautext:
Streß und Hast und große Eile,
nirgendwo gut Ding, gut Weile.
Aller Orts nur ein sinnlos Jagen,
darüber samt und sonders Klagen.

Heut noch muß man alles richten,
morgen reicht nicht mehr, mitnichten.
Jedermann hetzt – alle rennen.
„Flüchten“ möcht man‘s beinahe nennen.

Selbst manch Alter macht da mit,
hält mühsam nur der Jugend Schritt
...
112 Wir-Blick 2000 23.08.19
Vorschautext:
Wir sind hier!
Hier wandeln wir
als (Menschen)-Herde
auf dieser (uns’rer?) Erde.

Wir trinken, essen,
vermehren und vergessen.
Wir hasten, drängen und ringen.
Machtlos dem Jetzt-Sein zu entspringen!

Wir stehn allein,
nebenbei und hinterdrein.
...
111 Winternacht 23.08.19
Vorschautext:
Schneebeladen ächzen Tannen
und der Frost klirrt vor dem Tor.
In den Häusern dampfen Wannen,
nur die Natur hat nichts mehr vor.

Vor dem Fenster friert ein Spinnenfaden.
Dumpf stampfen Füße durch die Nacht,
die nicht nur mit neuem Schnee beladen
und unmerklich wächst die weiße Pracht.

Es wird noch lange Winter bleiben,
der See ruht zugefroren, still und kahl.
...
110 … sind kurz darauf verschieden 23.08.19
Vorschautext:
Wir laben uns
Wir brüsten uns
Wir sind’s zufrieden!
Wir sind alle gleich!
(... sagt man ...)
Und doch so verschieden!
Wir suchen Lügen
Wahrheit wird gemieden!
Wir töten und wir sagen:
„Für den Frieden!“
Wir werden ruhen!
Doch nicht hienieden!
...
109 Reimprechts Geist 22.08.19
Vorschautext:
Elisabeth, die ach so fromme Seele,
nur beim HERRN hat sie die Lieb gesucht.
So dem wilden Reimprecht diese itzo fehle,
daher ereifert er sich gegen Gott mit Wucht.

Da nahte er schon mit blankem Degen,
seiner bösen Worte nicht bewußt.
Von Weitem stürzte er ihr entgegen,
setzte den Degen derb an ihre Brust.

„Du schwörst im gleichen Augenblicke,
daß du mich wärmer liebst als ihn!
...
108 Ratschlag 22.08.19
Vorschautext:
Beurteilst du andere nach deren Sagen,
bist du mit Irrtum bereits geschlagen.
Urteile lieber sie nur nach ihren Taten,
dies möcht’ ich dir für’s Leben raten.

Vergleichst du, was sie sagen, was sie tun,
kannst du getrost in tiefem Schlafe ruh’n.
Die Viel-(ver)-Sprecher sind meist Lügner
und gar oft verschlagen wie Betrüger.

Drum wandle hin mit Gottvertrauen,
versuch die andern dir gut anzuschauen.
...
107 Nur ein Jahr (verrinnt) beginnt! 22.08.19
Vorschautext:
Bald ist’s Mitternacht auf der Uhr
und das alte Jahr, man staune nur,
ist fast vorbei!
Doch mir ist’s egal, ist’s völlig einerlei.
Es ist ja nur ein weit’res Jahr
… alles bleibt wie’s immer war.

Hier bin ich nun in dieser Stadt,
die mir nicht viel zu bieten hat.
Trübsinn in ist mir
und Finsternis lehnt an der Tür.
Alles bleibt wie’s ist
...
106 Nimm hin den Tag 22.08.19
Vorschautext:
Wozu fragen um das Enden,
wenn’s uns allen zugedacht?
Niemand vermag die Zukunft wenden,
da unser End’ längst ausgemacht.
*

Sieh! Was war, ist dir lange genommen.
Nimm’s Heute dir! Das ist Leben! –
Die Zukunft wird schon morgen kommen,
also trag geduldig, was immer wird gegeben.

Vertraue nicht auf andre Zeiten,
...
105 Lang, lang ist’s her 22.08.19
Vorschautext:
(Rätselreim)


Lang, lang ist’s her, –
da sang sie’s
um Menschen zu beglücken.
Nun, wo sie’s ist, tut sie sich schwer
beim Gehen und beim Bücken.


Copyright © da Hihö
2000
104 Jahwes Arithmetik 21.08.19
Vorschautext:
Alle Wissenschaftler dieser Welt
tüfteln was das Zeug herhält.
Doch undurchschaubar sind, trotz allem Denken
Jahwes Gesetze, die uns’re Gestirne lenken.
Nicht zu messen sind die Fernen
zu noch unbekannten Sternen.

Unvorstellbar klein sind die Atome, deren Kreise
funktionieren, wie der Sterne Reise.
Alles wird wie hypnotisiert,
ungeniert veröffentlicht,
– obwohl man nichts weiß und meist sich irrt. –
...
103 „Ich liebe dich!“ sagt sich leicht 21.08.19
Vorschautext:
„Ich liebe dich!“ sagt sich leicht.
„Liebst du mich?“ hätt auch gereicht.
Zweifel mag man womöglich pflegen,
doch dann würd Eifersucht sich regen!

Phantasien würden alles bös ergänzen,
erbarmungslos ohne viel zu glänzen.
Nur wer gibt, anstatt zu erwartet,
ist in die Liebe gut gestartet.

„Bis zum Tod!“ haben wir geschworen,
waren verwirrt bis über beide Ohren.
...
102 Ich bin soweit 21.08.19
Vorschautext:
Ich bin soweit,
daß ich Mißgunst leicht ertrage.
Bin soweit,
daß ich nach Neid nicht frage.
Soweit,
daß ich dem Tod willkommen sage.

Ich bin soweit,
daß ich auch Trost ertrage.
Bin soweit,
daß ich nicht nach Absicht hinterfrage.
Soweit,
...
101 Heimatland 21.08.19
Vorschautext:
Wenn’s Echo hallt
über Land und Wald,
wird uns zur Wonne
dein Licht – deine Sonne.

Nun können wir eins sein
mit den Vögelein
und den Blümelein.
Dürfen uns mit ihnen freu'n.

Jungbrunnen bist du uns! Bereit
zum Tausendduft der Sommerzeit.
...
100 Geh ich in den Wiesen nieder 21.08.19
Vorschautext:
Geh ich in den Wiesen nieder
hinein ins wagenfremde Land,
blüht in allen Farben wider
das Tal bis hin zur hohen Wand.

In den taugenäßten Wiesen
wird der Fuß mir leicht wie neu;
in den trittverknirschten Kiesen
ist der Sinn mir froh und frei.

Geh ich in den Wiesen nieder,
hin zu des Berges steiler Wand,
...
99 Erkenntnis 20.08.19
Vorschautext:
„Oh HERR!
Du gabst Methusalem ein langes Leben.
Ach hättest Du, oh HERR
doch auch mir so eins gegeben!“

Da erschien Salomon ihm in seiner Not
und sprach, während er den Finger hob:
„Wie lang auch Leben lebt zu GOTTES Lob –
sehr viel länger währt der Tod!“


Copyright © da Hihö
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