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Mag ein Tiergarten noch so gelungen anmuten –
immer doch bleibt er ein trauriges Gefängnis voll
unschuldiger Tiere! ... © da Hihö
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Wer die Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf.
Wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, ist ein Verbrecher.
(Bertolt Brecht, 1898 – 1956)
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Anzahl Gedichte: 526
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Gedichte gelesen: 9.651 mal
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Titel
126 Träume 26.08.19
Vorschautext:
(Im Gedenken an Rainer Maria Rilke)


Verborgen ganz in der Geschichte,
erbarmungslos flog Jahr um Jahr.
Plötzlich, – wie aus hellem Lichte
ward Liebe da und wurde wahr.

Je aber sah sie’s bang entschwinden
im stillen Teiche vor ihrem Haus.
Kann sich ein Traum so rasch entwinden,
oder geht es wie im Schicksal aus?
...
125 Stille Träume 26.08.19
Vorschautext:
Ach, wir jagen stille Träume,
flüchten hin in andre Räume,
... ertrinken an der eignen Zeit –
fern der wahren Wirklichkeit...

Schenken wir Blumen während des Lebens,
auf Gräbern trauern sie wahrlich vergebens;
denn wir alle welken hin gleich den Mimosen
bis wir eingereiht im Reich der Schattenlosen.


Copyright © da Hihö
...
124 Ist’s nicht so? 25.08.19
Vorschautext:
Ist’s nicht so, daß (bl)öde Leute,
immer nur heulen mit der Meute?
Selbstbewußt, weil dumm und stur,
leicht zu gängeln an jeder Schnur.
Ein wenig Schmalz und ein wenig Lob
jedem Blödian stets den Brustkorb hob.

Ich red hier nicht von den Armen,
die haben auch vor Gott Erbarmen.
Nein! Ich mein’ die Denkfaul-Blöden,
Gnade haben diese nicht von Nöten.

...
123 Gehen oder Bleiben 25.08.19
Vorschautext:
„Aus ihrem Leben ist sie geschieden, nicht aber aus unserem.
Wie vermöchten wir tot sie wähnen, wo sie doch so lebendig
unserem Herzen innewohnt!“ (Augustinus 354 - 430)


Konnte sie nicht noch etwas bleiben!?
Warum mußte sie so jung schon gehn?
Ist sie uns nun ganz und gar verloren
in dieser fernen fremden Anders-Welt?
Wer nur rief sie aus des Lebens Treiben
oder blieb ihr allein die Zeit nur stehn?
Warum war gerade sie jetzt auserkoren
...
122 Wiedersehen im Traumland 25.08.19
Vorschautext:
Das Gittlein hab ich troffen.
Im Traumland ist’s erschienen mir –
mit wunderschönen Haaren –
und Augen hat’s mir g’macht.
Plauscht hat’s mit mir
bis in meine fremde Stub’,
wo’s nimmer ’gangen ist
bis zur spätfrühen Stund’
... hin – bis zur Geleitung
steilab den Berg, ins ihrige Mobil.
Drinnen mit zwei schlafstummen Kindlein
und einem eiligen Kuß –
...
121 SMS an die ferne Liebste 25.08.19
Vorschautext:
Du denkst an mich –
denkst nicht an mich
Ich denk’ an dich –
denk’ nur an dich
Du lebst für mich –
lebst nicht für mich
Ich leb’ für dich –
leb’ nur für dich
und du liebst mich!

Ich lieb’ nur dich!
Dich liebe ich!
...
120 Sehnsucht 25.08.19
Vorschautext:
Seine Tochter ging vor Jahren schon
Und wenig später auch der Sohn
Noch priesen sie die Zweisamkeit
Da schenkte sie ihm Einsamkeit

Das ist sein Heim – und doch nicht seins
Eins und eins macht manchmal keins
Vier Stühle stellte er einst rein
Wozu? Er ist allein

Sein Hirn versumpft im Sehnsuchtsschmerz
Und in der Brust zerbricht sein Herz
...
119 ’ne …’elle 24.08.19
Vorschautext:
Einst schwamm ’ne kleine ... ’elle
an ’ner nicht ganz eb’nen Stelle
in ’nem schnellen Flußgefälle
gegen ’ne stein’ge Schwelle.

Nun hat sie ’ne Delle,
die viel zu schnelle
eil’ge Bachforelle.
– – –
Gelle?!


...
118 Windgerücht 24.08.19
Vorschautext:
Endlich sagt’s auch ein Gericht:
„Laute Winde stinken nicht!“

Aber die leisen, die butterweichen,
die heimlich durch die Loden schleichen
und jedes Eck im Raum erreichen,
sodaß die Erzeuger gleich erbleichen.

Mensch vor diesen hüte dich,
denn die stinken fürchterlich!
****

...
117 Titellos 24.08.19
Vorschautext:
So sind sie allzeit
die Kritiker und Zensoren:
Nur Neid zwischen schlappen Ohren
und zum Meckern stets bereit.
Tröpfe eben – leere Töpfe.
– – –
Allzeit
einfältig
tumbe Köpfe.


Copyright © da Hihö
...
116 Sonnenstrahlen 24.08.19
Vorschautext:
Steigt herauf und beugt euch nieder,
daß die Gipfel rotgekrönt erleuchten
und schwere Nachtgedanken wieder
aus gequälter Seele mir entweichen.

Steigt herauf um mich zu finden,
beugt euch in dies begrünte Tal,
huscht über des Gartens Linden,
tretet ein beim offenen Portal.

Wärmt das Land mir, wärmt die Gärten,
viel zu düster ist mir Kopf und Nacht.
...
115 Silvesterhoffen 24.08.19
Vorschautext:
Gnadenlos rinnt Jahr um Jahr,
längst entfloh’n ist die Vergangenheit.
Alles um uns bleibt, wie’s immer war.
Nur am Kalender stirbt die Zeit.

Mag sein;
wenn wir uns gedulden:
sinken nächstes Jahr (vielleicht) die Schulden.


Copyright © da Hihö
2001
114 Zum 24. XII. 23.08.19
Vorschautext:
(Kriegsweihnacht)


Immer noch rollt grollender Hall
hin bis zu des Kindes Grippe im Stall.

Maria und Josef knien staunend davor.
Blutige Bestien singen „Requiescat in pace“ im Chor.

Drei Gekrönte ziehen unter der Sterne Flimmern.
Niemand ahnt des armen Kindes leises Wimmern.

...
113 Wozu? 23.08.19
Vorschautext:
Streß und Hast und große Eile,
nirgendwo gut Ding, gut Weile.
Aller Orts nur ein sinnlos Jagen,
darüber samt und sonders Klagen.

Heut noch muß man alles richten,
morgen reicht nicht mehr, mitnichten.
Jedermann hetzt – alle rennen.
„Flüchten“ möcht man‘s beinahe nennen.

Selbst manch Alter macht da mit,
hält mühsam nur der Jugend Schritt
...
112 Wir-Blick 2000 23.08.19
Vorschautext:
Wir sind hier!
Hier wandeln wir
als (Menschen)-Herde
auf dieser (uns’rer?) Erde.

Wir trinken, essen,
vermehren und vergessen.
Wir hasten, drängen und ringen.
Machtlos dem Jetzt-Sein zu entspringen!

Wir stehn allein,
nebenbei und hinterdrein.
...
111 Winternacht 23.08.19
Vorschautext:
Schneebeladen ächzen Tannen
und der Frost klirrt vor dem Tor.
In den Häusern dampfen Wannen,
nur die Natur hat nichts mehr vor.

Vor dem Fenster friert ein Spinnenfaden.
Dumpf stampfen Füße durch die Nacht,
die nicht nur mit neuem Schnee beladen
und unmerklich wächst die weiße Pracht.

Es wird noch lange Winter bleiben,
der See ruht zugefroren, still und kahl.
...
110 … sind kurz darauf verschieden 23.08.19
Vorschautext:
Wir laben uns
Wir brüsten uns
Wir sind’s zufrieden!
Wir sind alle gleich!
(... sagt man ...)
Und doch so verschieden!
Wir suchen Lügen
Wahrheit wird gemieden!
Wir töten und wir sagen:
„Für den Frieden!“
Wir werden ruhen!
Doch nicht hienieden!
...
109 Reimprechts Geist 22.08.19
Vorschautext:
Elisabeth, die ach so fromme Seele,
nur beim HERRN hat sie die Lieb gesucht.
So dem wilden Reimprecht diese itzo fehle,
daher ereifert er sich gegen Gott mit Wucht.

Da nahte er schon mit blankem Degen,
seiner bösen Worte nicht bewußt.
Von Weitem stürzte er ihr entgegen,
setzte den Degen derb an ihre Brust.

„Du schwörst im gleichen Augenblicke,
daß du mich wärmer liebst als ihn!
...
108 Ratschlag 22.08.19
Vorschautext:
Beurteilst du andere nach deren Sagen,
bist du mit Irrtum bereits geschlagen.
Urteile lieber sie nur nach ihren Taten,
dies möcht’ ich dir für’s Leben raten.

Vergleichst du, was sie sagen, was sie tun,
kannst du getrost in tiefem Schlafe ruh’n.
Die Viel-(ver)-Sprecher sind meist Lügner
und gar oft verschlagen wie Betrüger.

Drum wandle hin mit Gottvertrauen,
versuch die andern dir gut anzuschauen.
...
107 Nur ein Jahr (verrinnt) beginnt! 22.08.19
Vorschautext:
Bald ist’s Mitternacht auf der Uhr
und das alte Jahr, man staune nur,
ist fast vorbei!
Doch mir ist’s egal, ist’s völlig einerlei.
Es ist ja nur ein weit’res Jahr
… alles bleibt wie’s immer war.

Hier bin ich nun in dieser Stadt,
die mir nicht viel zu bieten hat.
Trübsinn in ist mir
und Finsternis lehnt an der Tür.
Alles bleibt wie’s ist
...
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