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Registriert seit dem: 22.12.2018

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Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“
(Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 23.777 mal
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Titel
378 Klapp trara, ’s ist Brandalarm 25.10.19
Vorschautext:
Klapphornverse gibt’s in ‘zig Variationen,
weil sie amüsant sind und sich lohnen.
So hab auch ich ganz ungeniert
ein paar Verslein hingeschmiert:
Vielleicht mach’ ich bald nix anders mehr,
weil’s so schön ist – und außerdem klappert’s schwer!
*****

Zwei Knaben klappern mit ihrem Horn,
der eine hinten, der andre vorn.
Auch in der Mitte klappert’s! Was soll das bloß?
Es brennt im Dorf! Heut‘ ist was los!
...
377 Kausalität 25.10.19
Vorschautext:
Schmetterlinge sah man mit den Flügeln schlagen
als wollten sie zum ersten Mal das Fliegen wagen.
Doch da erschrak des Windes Kindeskind,
und eilig lief es fort geschwind.

So rasend schnell stob es von dannen,
daß andre Windeskinder Lust am Spiel gewannen.
Sie tanzten, rauschten, pfiffen, – sausten übers Land.
Später wurden sie Orkan, Taifun und Sturm genannt.


Copyright © da Hihö
...
376 Kämpfers kleiner Abgesang 25.10.19
Vorschautext:
Das Leben ist mir nur Müh und Plag,
weshalb ich so nicht länger leben mag.
Vom Dasein gänzlich ausgeschunden
ist mein Leib übersäht mit Schrunden.

Wird’s mir auch gar schwer auf Erden.
Fällt's mir doch nicht leicht zu sterben!
Auch meine Seele ist voll tiefer Kerben,
darum HERR, laß mich endlich sterben!


Copyright © da Hihö
...
375 Inventur 25.10.19
Vorschautext:
Sturmgepeitschtes
zorniges Aufschäumen
der Wogen des Glücks.

Wenn auch im Tränentuch
noch Zuversicht keimt
und die Hoffnung gierig
stumpfen Blicks
nach der Vergangenheit schielt.

Mit den freudlosen Augen
unreifer Gleichgültigkeiten,
...
374 Inanna! Königin 24.10.19
Vorschautext:
(Nach einem Gebet auf sumerischen Tontafel - 4000 v. Chr.)


Zur Königin des Seins.
Zu Inanna hin – wir kommen!

Du, Königin der Schönheit.
Zu dir wir kommen.

Oh Königin der Lust.
Oh Einzige – wir kommen!

...
373 Herbstnacht 24.10.19
Vorschautext:
Wind in den Ästen,
je erzitternder Bäume
und düster werdende Räume;
… zugeknöpft sind Röcke wie Westen.

Am Ende der Häuser
winden sich verborgene Gassen
zwischen steinig-holprigen Straßen;
… und hastet eilig ein später Kartäuser.

Dumpf warnt fernes Beben
und keiner mag nunmehr gerne
...
372 Herbstdoppel 24.10.19
Vorschautext:
*
Herbe
Erste Stürme
Regnen uns bunt
Bemalte müde Blätter
Sowie hunderttausendfach
Tolle Farben in das nebelgraue Land
– – –
Trotz erster Fröste in der Nacht und
Schwerer Nebelschwaden
Bringst Freude du
Rundum uns
...
371 GEERBTE SÜNDE 24.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Die geerbte Sünde ist das Unrecht,
das Adam und Eva begangen haben sollen,
aber nicht haben, also sämtlich Nachfolgende nicht
begehen konnten, auch wenn es ehedem so gewesen wäre.
Alsdann besteht hier somit ein Unrecht, das später von
all den Erbsündenverbreitern begangen wurde,
da ohnehin keine noch so große Sünde an
etwaige Erben vererbt werden kann.

...
370 Geburtstagskater 23.10.19
Vorschautext:
Abgebrannt sind alle Kerzen!
Die Party war ja richtig nett.
Doch meinem Kopf gefällt’s, mich zu schmerzen.
Wie angewachsen lieg’ ich träg im Bett.

Ach! Hätte ich stilles Wasser nur getrunken,
wär ich in Trunkenheit nicht so versunken,
dann wär mein Denken heute rein und klar.
Auch hätt nach Schnaps ich nicht gestunken!
Sondern nach Parfum!
Wie’s vor der Feier war!

...
369 Finsternis 23.10.19
Vorschautext:
Gedankenversunken gehst du in die Nacht
derweil ringsum die Menschen schlafen.
Gespielt oder selbstgetäuscht erdacht,
etwa gar die andern Lügen strafen,
sie, die in festen Häusern, festen Betten
auf federgeweichten Unterlagen
sich zum nächsten Tag hin retten.
Manche davon auch das Sterben wagen.

In Wahrheit haben sie sich von Mal zu Mal,
zuvor, danach, – oder sonst gefunden
als eine unzählbare Menschenzahl;
...
368 Eine außergewöhnlich unlustige Parodie 23.10.19
Vorschautext:
(Ich saz uf eime steine)


Ich saß auf einem Steine, da wo ich wohn’.
Hörte Schimpf und Schande! – Hörte Hohn!
Hörte lauthals einen mit ’ner Glatze,
herüber schrein zu meinen Sonnenplatze:

"Vieles werden wir nun bald verändern!
Schuß gemacht wird mit den Pennern
welche in den von uns bezahlten Gassen
lungern, wo einst nur Germanen saßen.
...
367 Echo oder so … o! 23.10.19
Vorschautext:
Was nützt uns all das Rufen an die Wand
wo doch die Wand noch nie verstand?
Nur immerzu und immer wieder
antwortet sie gekürzt die hingesung’nen Lieder:

***
Wie findest du mein Mädel? – … edel!
Was gibt es nicht in Schweden? – … Eden!
Wie heißen die Bewohner wohl von Wesel? – … Esel!
Oder:
Könnte dies hier etwa wem gefallen? – … allen!

...
366 Die Drei! 22.10.19
Vorschautext:
(Hirtenlied für Ungläubige
oder solche, die es noch werden wollen)


Ob es wahr ist, weiß man nicht,
doch in der Bibel steht ein Bericht
in dem es heißt: Sie mußten sehr weit geh’n!
Später hat sie niemand mehr geseh’n.

Sie gingen einfach von zu Hause fort,
wußten nicht mal nach welchem Ort.
Hatten sie etwa zänkische Frauen?
...
365 Bücherwurm 22.10.19
Vorschautext:
Ob alt,
ob neu,
ob tage-
oder nächtelang,
ob freudig oder bang:
Nichts wurmt den Bücherwurm!

Ohne Hunger,
ohne Durst,
doch froh
und matt
und satt:
...
364 Blutsauger 22.10.19
Vorschautext:
Ich weiß nicht recht,
ich weiß nicht recht,
entschuldigt, daß ich repetiere!
Sind Fledermäuse Säugetiere?

Eines jedoch weiß ich ganz bestimmt
und hoffe, daß man’s mir nicht übel nimmt:
Egal, ob drinnen oder außer Haus:
„Der Mensch ist eine Fledermaus“.


Copyright © Hihö
...
363 ARROGANZ 22.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Die Arroganz ist es, die manche
Menschen treibt, nur an sich selbst zu denken,
und an nichts und niemanden sonst und wodurch
sie selbst unwissend zu Tätern werden, denn ihr voran
schreiten Eitelkeit und Einfalt, die solche Menschen
bis zum Tode nimmermehr erkennen. Dies ist
ein Dilemma, dem sie nicht entrinnen.


...
362 ABENDDONAULÄNDE 21.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


… Schatten – unentwirrbar im Tanze …
und ein gewagtes Nahen an vermeintliches Silber;
… hin zwischen uralten Kastanienbäumen, welche Jahr um Jahr,
unweit des gewaltigen Stromes, tragen.
… Jemand, der dem fernen Plätschern des Stromes lauscht,
und auf einer der müden Alleebänke rastend
gedankenvoll in Erinnerung verharrt.


...
361 Zuviel gegeben! 21.10.19
Vorschautext:
Jeder nimmt!
Immer nimmt sich jeder.
Immer nimmt ein jeder und dann geht er.

Immer nimmt man ohne Sang und Klang.
Immer mehr und mehr. – Bislang!

Jetzt aber: Nein!
Schluß für immer! Zu das Tor!
Keiner macht dir mehr was vor!

Dies gilt für immer!
...
360 Zurück 21.10.19
Vorschautext:
Alles bleibt
Alles gebe ich zurück
Bekommen – genommen – zurück

Wenig bleibt
Wenig geht so hin
Erinnerungen genommen
Wo Erinnerungen kommen

Mir bleibt alles
Wie es war
Zurück bleibt nichts
...
359 Zum Teufel nochmal ! 21.10.19
Vorschautext:
Das Jahr geht hin in kleinen Schritten,
die Sonne wärmt gerade noch.
Feucht ist die Kälte, doch unbestritten
klettert das Quecksilber nochmals hoch.

Die Weihnachtstage sind vorüber
Silvester steht schon vor der Tür.
Gemischte Gefühle bleiben über.
Gelangweilt klimpert man am Klavier.

Man mißt niemanden in dieser Zeit,
man ist ja immer noch im Jetzt und Hier.
...
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