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Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“
(Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 23.913 mal
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Titel
398 PROMETHEUS ETHON HERAKLES 30.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Angeschmiedet ohne Trank und Speis und
Träume, die ewig wachsende Leber hinreichend
dem immer wiederkehrenden Ethon für einen Götterverrat
an die unverdiente Menschheit als ein unbelohntes Opfer.
Ohne Gnade dem Unbill des Wetters für Jahrhunderte
der Unsterblichkeit übergeben, bis ein tapfrer
Herakles Mitleids aufgelöst, ihn löst.


...
397 Permanenter Wochenkalender 30.10.19
Vorschautext:
Montag

Bei uns im Land der Berge herrscht weithin große Not.
Politiker nennen’s: „Magersucht“,
’s Volk nennt’s: „Hungersnot!“

Dienstag

Politiker denken, fühlen nicht, doch sind sie sehr gescheit.
Sie halten unsre Gelder
nur für sich allein bereit.

...
396 Peppos Zwickmühle 30.10.19
Vorschautext:
Der Lehrer lehrt, wenn auch im Stehn,
trotzdem aber mit Gewicht:
„Es tut der Wind so wehn
sagt man, wenn es mal im Bauche sticht!“

Da ruft Peppo gleich hinaus,
da’s ihm im Bauch umgeht:
„Darf ich schnell mal raus,
weil mir im Bauch der Wind so weht?!“


Copyright © da Hihö
...
395 Patt 30.10.19
Vorschautext:
(Kalligramm)


An
den Häusern
kriechen Schatten,
bis an den Wänden sie ermatten,
während der Stern am Horizont ertrinkt
und ein altersmüder Tag zur Nacht hinsinkt.

Und die Schatten schleichen in die Nacht,
klirrend kalt – in sich völlig unbedacht,
...
394 Ohne Ketten 29.10.19
Vorschautext:
Einst gefunden,
nie gebunden,
nie gekettet,
sanft gebettet.

Für alle Zeit die Lieb’ gerettet!

Derweil wir uns versah’n –
sind unsre schönsten Jahre um.


Copyright © da Hihö
...
393 Noch nicht 29.10.19
Vorschautext:
„Der Frühling“,
sagen sie.
„Der Frühling ist da!
All überall!“
So sagen sie.

Ich aber – ich glaub es nicht.
Nirgendwo ist neues Ried.

„Der Frühling“,
sagen sie.
„Der Frühling ist’s! Ja, ja!
...
392 NAH DER ABENDDÄMMERUNG 29.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


... Gestalten, die über dunkle Brücken hasten,
vorüber an finstren Heiligen in müden Lichtern,
... und Wolken, die über den schwarzen Himmel flieh'n,
hinweg über Kirchengemäuern mit mahnenden Türmen.
... Einer, der an der granitenen Quaderbrüstung lehnt
und glitzerndes Abendwasser schaut,
die Hände auf geduldigen Steinen.


...
391 Nachts am Strom 29.10.19
Vorschautext:
Der Strom vor uns zerfließt –
und über uns ergießt
der Mond sein Licht auf dich;
Vergießt dabei auch sich.
Vergießt sein Licht auch über mich.

Der Strom vor uns vergißt –
... und über uns vergißt
der Mond das Leid;
Vergißt die Zeit.
Menschenleere weit und breit.

...
390 Na so was! 28.10.19
Vorschautext:
(Wachtelterrine mit Steinpilzen sowie Röstkartoffeln)


Man nehme Steinpilze an die 160 Gramm
und schaffe 410 Gr gerupfte Wachteln ran.
Auch Röstkartoffeln, ein halbes Kilogramm,
dazu gut 16 Deka süßen-sauren Rahm.
50 Gr Butter und 75 Gr von feinsten Mehlen;
auch ein Eßlöffel Mayonnaise darf nicht fehlen.

Wachtel tüchtig berühren,
sowie 15 Minuten gut frittieren.
...
389 Mehrlinge 28.10.19
Vorschautext:
Wären’s zwei – wären’s Zwillinge,
wären’s drei – wären’s Drillinge.
Vierlingen wären demnach also vier.

Doch eine Frage stellt sich peinlich hier:
„Woher kommen nur die vielen Hundlinge?“


Copyright © da Hihö
2014
388 Manchmal-Poesie 28.10.19
Vorschautext:
Wo sich bedachte Wörter mischen,
ob warm, ob kalt,
ob jung, ob alt,
ob böse oder lieblich sie;
blitzt unverhofft ein Vers dazwischen.

Manchmal nennt man dies dann Poesie.


Copyright © da Hihö
2014
387 Manches Mal 28.10.19
Vorschautext:
Manches Mal wär ich gerne
wie einst, ein kleiner Knabe:
Bekäme schöne Schokoladensterne
oder manch andre süße Gabe.

Fühlte wieder wie ein Kind,
niemand tät mir was zuleide.
Pflückte Blumen froh im Sommerwind
und tanzte mit den Schafen auf der Weide.

Tauschte dafür gerne Geld auch und Verstand,
verzichtete auf das, was hinter finstren Türen.
...
386 Ling Lung Lang, der Schmetterling 27.10.19
Vorschautext:
Die Nachbarn des Ling Lung Lang
warteten tagtäglich bang,
daß die Sonne nieder ginge
und der letzte Ton verklinge,
da nachts noch nie ein Laut zu ihnen drang.

Denn es schmetterte Herr Lung Lang Ling
bevor er in die Dusche ging
ins Morgenrot seinen Gesang:
Und schmetterte Tag um Tag – und dies jahrelang!
Bald nannte man ihn deshalb „Schmetterling“.

...
385 LEHRBEAMTE 27.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Arrogante überhebliche Schergen
eines hin und hin menschenverachtenden
Staates, der nicht scheut, Tag um Tag gewalttätig
all kindliche Unschuld, Fantasie und Kreativität aus den
Köpfchen zu treiben, nur um Zahlen und Buchstaben anstatt
Mitgefühl, Erbarmen und Menschlichkeit einzunisten um
aus Lernende Leere, anstatt Gelehrte, zu machen.


...
384 LEBE JETZT! 27.10.19
Vorschautext:
(Aphorismus)


Fülle uns, mein Freund, nochmal die Gläser,
wir leben ja nur heut’ und allzuschnell entflieht
das endlich’ Leben uns und jedem – sei er noch so reich,
klug oder landesweit berühmt; selbst Heiligkeit hat keinem noch
geholfen – lange schon sind alle sie den letzten Weg gegangen.
Nur das Jetzt und Hier ist unser einzig’ wahres Leben;
selbst Nachruhm gibt nicht eine Stunde uns zurück.


...
383 Land ohne Grenze … 27.10.19
Vorschautext:
Buchstaben und Zahlen(des),
Einweisen(des) oder Ausweisen(des)?
ins fremde Land
ohne Grenze, am Rand.
Fremde neue Abhängigkeit,
noch unbefreit, noch unbereut.
Im Land ohne Grenze wird man erneut!

Frauen an der Straße heben
die Röcke wie zum Gruß mal eben.
Viel zu nahe dem Schlagbaum. Als rare
gefahrvolle billige Ware.
...
382 Krieg den Jägern 26.10.19
Vorschautext:
(gegen Mordlust und Habgier
wider Mensch und Tier)


Ach, die Sonne sinkt danieder in den Fluten.
Wer wollte da nicht gerne mitverbluten?
Hin zum Westen, hin zum Guten?
Wo Tugend und Moral längst umgebracht,
wo Freiheit schon lange sagt: „Gute Nacht!“

Und wieder ruft man: „Waidmanns Heil!“
Schwarze, Weiße ! Alle! Alle nehmen teil …
...
381 Krieg 26.10.19
Vorschautext:
Die einen zählen,
die anderen fallen.
Die einen befehlen,
die anderen zahlen.
Die einen profilieren,
die anderen krepieren.

Nichts Besonderes,
außer Mord im Akkord,
sozusagen: Mordakkord
Ist Gewalt denn je gerecht?

...
380 Kleine autodidaktische Bemerkung 26.10.19
Vorschautext:
Als Autodidakt bin ich wer,
der sich stets bildet; und nicht mehr.
Also wurd’ mir nie was vorgesprochen;
zu Prüfungen kam ich nie gekrochen.
Doch allzeit ist’s mein Bestreben,
allein Bestes von mir zu geben.

Wo ein Schlauer mich bestärkt,
hat manch andrer nichts gemerkt.
Solch einer wird niemals was sehn;
wohl auch den Schlußsatz nie verstehn.
Doch die Sprache gehört ja allen Leut’
...
379 Klapp trara, die Tiere 26.10.19
Vorschautext:
Amselmann und Meise,
zwitscherten recht leise.
Man erkannt’ es an der Weise:
Es ging um eine Hochzeitsreise.

Ein Storch, der hat zwei Beine:
zum Stehn braucht er das eine.
Was von fern ist schwer zu sehn;
das zweite Bein nimmt er zum Gehn.

Zwei Hunde flogen übers Haus
der eine sah schon müde aus,
...
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