Profil von Hihö

Typ: Autor
Registriert seit dem: 22.12.2018

Pinnwand


Wir leben längst in einer Zeit gewollter Massenverblödung.
Wenn man sich etwa ansieht, wie einseitig die meisten
Medien, von A bis Z, über die Ereignisse in dieser Welt berichten, kann man wirklich von gelenkten Desinformationen großen Stils – unterstützt von den heutigen technisch-digitalen Möglichkeiten – sprechen und muß dazu feststellen,
daß die Globalisierung der Medienwelt zu einer betrüblichen Provinzialisierung geführt hat. Davon umzukehren ist von diesen gutbezahlten gedankenlosen journalistischen Selbstdarstellern wahrscheinlich auch zu viel verlangt“ (Peter Scholl-Latour).

Statistiken


Anzahl Gedichte: 518
Anzahl Kommentare: 33
Gedichte gelesen: 25.069 mal
Sortieren nach:
Titel
178 Nach dem Ziel 06.09.19
Vorschautext:
Da liegen sie nun:
Berge, Täler.
All samt
wolkenbedeckt,
gleichsam wattebefallen verpackt,
versteckt.

Alle Richtungen führen
abwärts,
abwärts und zurück.

Hinunter
...
177 Mozarts mysteriöse Romanze 06.09.19
Vorschautext:
(Wolfgang Amadeus Mozart, 1756 – 1791)


„Der Jungfrau Mitzerl sei von mir ausgericht’,
Sie zweifle nur an meiner großen Liebe nicht!
Beständig seh ich sie in ihrem reizend’ Negligé
vor meinen Augen, wenn ich hier vorüber geh.
Viele hübsche Mäderl hab ich schon gewunden,
doch solch Schönheit hatt’ ich noch nie gefunden!“

Dies schrieb Mozart (1774) einst sehr ungalant,
doch eines ist hierzu noch hoch interessant:
...
176 Lumpenpack 06.09.19
Vorschautext:
Greift nur unverschämt in ihre Taschen!
Weil ihr reich seid, sind sie arm!


Redet doch nicht nur über Rechte,
nennt lieber gleich sie Knechte!
Ihr seid die Listigsten von heute,
und das Volk ist eure fette Beute!

Ihr zwingt die Ärmsten in die Not,
beraubt sie schamlos bis zum Tod.
Gebührentreiber, Steuerschinder,
...
175 Lobbying ist Mobbing 06.09.19
Vorschautext:
Ob illegal oder legal,
scheint manchmal ganz egal!
*

Sucht ein Boss sich Seinesgleichen
um Gewinnmaximierung zu erreichen,
dann ist’s Lobbying, und legal!
Das wär somit der erste Fall.

Verrät jemand, wo andre schwächeln
um ihn aus dem Betrieb zu „fächeln“,
dann ist’s Mobbing, und illegal!
...
174 Kleine Liebe 05.09.19
Vorschautext:
Auf einer Bank am Waldesrand
saßen zwei. Hand in Hand !
Fast noch Kinder diese beiden,
verzückt in ihrem Liebesleiden.
Beider Herzen pochten wild
vom ersten Liebesglück erfüllt.
Ein Herz am Baum gibt noch Kunde
von der beiden schöner Stunde.

Das Herz am Baum wuchs jedes Jahr.
Langsam zwar – beinah unsichtbar.
Und manchmal aus Harz die Tränen
...
173 Jägerlatein (Gedicht ohne Ende) 05.09.19
Vorschautext:
Zu schießen einen jungen Hirsch
ging der Waidmann auf die Pirsch.
Bald sah er wie am Waldesrand
ein junges Hirschlein äsend stand.
Der Waidmann sah durch Kimme, Korn
und legte an, aufs Wild von vorn.

Ach-Weh die Büchse ging nicht los,
der Jägersmann erschrak sich groß!
Er sah durch Lauf, sah durch die Kimme
damit auch alles richtig stimme.
Er putzte Büchse, Kimme, Korn
...
172 Gottes tolle Erfindung 05.09.19
Vorschautext:
Gott erfand uns das Gehirn.
Jedem liegt’s hinter der Stirn.

Du gibst Gedanken mir aus deinem,
ich geb Gedanken dir aus meinem.

Keines wird je leer, keines je voll!
Ich frage nun: “Ist das nicht toll?“


Copyright © da Hihö
2010
171 Erwartungen 04.09.19
Vorschautext:
Schön ist unser Frühlingsgarten,
wenn die Tulpen aufgesprossen
und alles neu mit Grün begossen.
Darf man sich denn mehr erwarten?

Schön ist unser Sommergarten,
wenn alles wächst und blüht.
Wir haben uns auch sehr bemüht.
Darf man sich denn mehr erwarten?

Schön ist auch der Herbst im Garten,
mit seiner wundersamen Farbenkraft.
...
170 Entschlafen 04.09.19
Vorschautext:
Oft denkt er wohl an den Tod
und wie das Ende er gern hätt.
In sanftem Schlafe wär’s ihm kommod,
nicht mehr erwachen, das wär nett!

Über so ein Ende würd er lachen!
Jawohl ! – Da stürbe es sich leicht.
Wär auch gar nicht schwer zu machen,
da doch der Tod dem Schlafe gleicht.

Träumend ging’s dann in die Anderswelt,
dabei den letzten Traum noch zu erkennen,
...
169 Elegie auf leisen Sohlen 04.09.19
Vorschautext:
Man könnt’ sich selbst den Hals umdrehn,
oder aber gleich ins Wasser gehn.
Doch die Feigheit ist ein guter Freund.
Es ist ja auch nicht so ernst gemeint.

Man geht sich selber auf die Socken,
und will nur allein zu Hause hocken.
Wirft man in den Spiegel einen Blick
schrickt man abrupt vor sich zurück.

Man studiert dann kurz mal das Gesicht.
Obwohl, nützen kann das freilich nicht.
...
168 Die Dreher (Kurzversion für Verlorene) 03.09.19
Vorschautext:
Weiblich
sind die
Kopfverdreher.

Männlich
sind die
Halsumdreher.

Männlich, weiblich:
Alle
sind sie
Wortverdreher.
...
167 Die Dreher (Erläuterung für Einsichtige) 03.09.19
Vorschautext:
Wie sie gehen:
Aufgetakelt, hingeschminkt.
Wie sie stehen:
Kopfverdreher!

Wie sie gehen:
Lachhaft muskelbepackt.
Wie sie stehen:
Halsumdreher!

Wenn sie gehen, wenn sie stehen:
Aufgelackt, ohne Geschmack.
...
166 Die alten Lieder! 03.09.19
Vorschautext:
Wo sind unsre alten Lieder,
die wir als Kinder gern gehört?
Kommen sie denn niemals wieder?
Mal ehrlich: Ist das nicht unerhört?

Und überhaupt: Wo sind die Leute,
denen man das Singen noch erlaubt?
Nur stupiden Popkram gibt es heute,
der uns das Gehör schon lang geraubt!

Zwar selbst ein alter Rocker,
hör ich auch das gute Volkslied gern.
...
165 Der Igel und der Frosch 03.09.19
Vorschautext:
Dem Igel dürstet, er will zum Bade,
den Pfad hinab zu des Teichs Gestade.
Weil Laufen mit Durst nicht so gesund,
denkt der Igel: „Ich mach mich kugelrund“.

So kugelt er bergab entlang dem Pfade
hin zu des Teiches ebenen Gestade.
Freudenvoll, daß er den Durst beende,
rollt er dahin, und dieses sehr behände.

Derweil: Der Frosch sein Bad beendet,
sich genüßlich nach dem Pfade wendet.
...
164 Das Erwachen des Herrn Hypo Chonder 03.09.19
Vorschautext:
Herr Hypo Chonder lag im Krankenhaus.
Man nahm ein Stück vom Darm ihm raus.
Doch als er erwachte
und nichts Schlimmes dachte,
sprach zu ihm der Doktor sachte:
„Wir haben innen drinnen was geseh’n –
ich denk, es bleiben Ihnen nur noch zehn."

Da fühlte sich Hr. Hypo arg beschissen,
und wollt’ es gleich genauer wissen.
Er fragte, seine Stimme klang gebrochen,
als hätt’ den Braten er bereits gerochen:
...
163 Aufg’schnappt’s 03.09.19
Vorschautext:
(am Weihnachtsmarkt)


Zwei Glühwein! …
… Swei Glühlein!
Wei Lühlei! ...
… Ei Buhei!
Flühei ...
… Slhei!
… sw?! ...
!?!

...
162 Äonenwende 02.09.19
Vorschautext:
Ungefragt hinein geworfen in die Welt.
Zur Menschheitsrettung hin bestellt,
verschwand er bald für viele Jahre.
Wohin er ging? Er suchte wohl das Wahre!
Was er tat? Er dachte nach für lange Zeit!
Er sann, wie Menschen man vom Leid befreit!

Er sprach und sagte alles was er dachte,
wenn auch mancher drüber lachte.
Er sprach von Frieden und von Liebe
und erntet dafür der Geißler Hiebe.
Sprach über Gnade und von Gottes Reich,
...
161 Todessehnsucht 02.09.19
Vorschautext:
Allzugern weile ich nicht mehr hienieden,
ein paar Jährchen noch, falls mir beschieden,
damit wär ich hoch zufrieden.

Längst schon geh ich an des Kindes Grabesstätte,
die ich mit ihm gern getauscht gesehen hätte.
Ich läge gern statt ihm in diesem Erdenbette.

Wohl weiß ich längst, sowie es jedermann erfährt,
daß sich der Tod vom Leben nährt,
nur scheint mir der Nutzen ganz und gar verkehrt.

...
160 Liebesglück zu Tränen 02.09.19
Vorschautext:
Wenn sich das Glück mal sehen läßt,
teile es mit jemandem – und halt es fest.
Ungeteiltes Glück! – Ich weiß nicht recht,
ob es sich allein ertragen möcht?
*****

Zwei Herzen, die in Lieb’ verbunden,
erfahren durch Enttäuschung Wunden.
Kurzzeitig mag man Herzen hintergehn!
Ob sie dann je wieder zueinander steh’n?

Mag sein, daß Herzen bald erkalten,
...
159 Kleines Herz im Liebesleid 02.09.19
Vorschautext:
Kleines Herz!
Verwirkst im Winterreigen
viel zu viel von deiner Kraft.
Hör! –
Es schweigen schon die Geigen.
Verlier nicht länger Lebenssaft!

Kleines Herz!
Laß los im Geben,
viel zu viel umsonst dahin.
Sieh! –
Schon faulen erste Reben,
...
Anzeige