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Als Dank an alle jene, die mir so viele Jahre treu
kommentiert haben, stelle ich nun zum letzten Mal
meine Gedichte – besser gesagt: „Gedanken“ – in
der „Oase“ ein. Alle jemals erhaltenen Kommentare
befinden sich ab sofort als ANHANG beim Gedicht.
.................................. da Hihö, am 9. September 2020

Statistiken


Anzahl Gedichte: 212
Anzahl Kommentare: 6
Gedichte gelesen: 1.988 mal
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Titel
212 Anaktoria 23.10.20
Vorschautext:
(frei nach Sappho)


Mancher sagt: „Das Allerschönste sei ein Wagenheer
auf schwarzer Erde oder Flottensegel im blauen Meer.“
Mancher sagt: „Das Fußvolk sei’s, das aneinanderstiebt.“
Ich jedoch – ich sage: „Es ist das nur, was man liebt!“

Leicht ist’s, dies jemandem klar zu machen.
Ließ Helena doch, die Schönste aller, mit frohem Lachen
ihren Gatten und die Tochter einst zurück,
und suchte fern in Troja neu der Liebe Glück.
...
211 Am Zeitenfluß zum Zeitenmeer 23.10.20
Vorschautext:
Die Zeit fließt hin! Fließt todeswärts!
Zieht dir und mir das Leben aus dem Herz.
Wie du und ich auch grübeln, sie zu fassen:
Die Zeit wird uns nicht locker lassen.

Nichts kommt von ihr zurück.
Nicht das allerkleinste Stück.
All unser Dasein ist in ihr gegossen.
All unser Sein ins Meer der Zeit verflossen.

Sehn wir uns um, sehn wir zurück,
zeigt sich die Zeit als kurzer Augenblick.
...
210 Ach wie fein 22.10.20
Vorschautext:
Ach wie fein
Ich bin allein
Komm herein
Es gibt Schwein
Und dazu Wein

Das Haus ist mein
Nun auch dein
Nicht aus Stein
Holz mußt’s sein

Klar und rein
...
209 Ach Gott 22.10.20
Vorschautext:
Ach
Gott
*
Großes
Glück und
Großer Überblick
Ausgegorenes Geschenk
Vergangenheitsgeerbte Ahnengabe
Zudem zufällig zugefallener Zufall
Ein schier endloses
Ahnungsloses
Klagen
...
208 Abschied im Herbst 22.10.20
Vorschautext:
Der Herbst zieht ein und langsam wird es kalt.
Ich staune vor dem Bunt im Wald,
doch mein Herz ist alt –
so alt.

Eben erst war Frühlingsgrün – war Sommerbunt.
Emsig tat das Jahr sein Werden kund,
doch mein Herz ist wund –
so wund.

Allein, mein Lieb! – Ich denke immerzu an dich.
Seit du – mein Herz – gegangen bist, fühle ich
...
207 Zweifel 22.10.20
Vorschautext:
Beinah kein von mir geschriebenes Wort
paßt ans andere.
Starr lausche ich aneinandergereihter Mitlaute
und höre deutlich das Lachen klarer Selbstlaute.
Zweifel umkreisen jedes Wort,
das ich zwar sehe
nicht aber zu greifen vermag.


Copyright © da Hihö
2012
206 Wie der Bierfahrer zur Aster kam 22.10.20
Vorschautext:
Sanfte Parodie
zur „Kleinen Aster“ (von G. Benn)


Dem Seziertisch war’s egal,
darauf lag er nun einmal.
Jener, der ihn gebracht, gefunden,
sagte lauthals unumwunden:
„In seinem Suffe, seinem Laster
steckte jemand eine Aster,
hellrotdunkellila und gar klein,
so nebenbei in sein Haar hinein“.
...
205 Verloren ... (konkrete Poesie) 21.10.20
Vorschautext:
(konkrete Poesie)


CharakteR
CharaktE
CharakT
CharaK
CharA
ChaR
ChA
CH
C
...
204 Sollt’ mich jemand 21.10.20
Vorschautext:
(Abschied von Gottfried Wendehals)
*

Sollt’ jemand stets belehren
ohne mich auch sanft zu ehren,
müßt ich ihm den Rücken kehren,
wortlos – ohne mich viel zu beschweren.

Sollt’ mich jemand stets nur loben,
hielt ich erst den Kopf hoch oben.
Käm ich später dann nach droben,
bekäm ich wohl die schwersten Proben.
...
203 Kleines Brauchtum 21.10.20
Vorschautext:
Pflanze einen Baum –
du ahnst ja nicht im Traum,
wer einmal seinen Schatten nützt
oder wen er vor Gewitterregen schützt.

Worunter du vielleicht einst mal getanzt,
hat ein and’rer lang vor dir gepflanzt.
Lang – eh du warst – ist dies geschehn,
drum laß dies Brauchtum weitergehn.

(...und diesen Baum hier weiter stehn.)

...
202 INRI ... (konkrete Poesie) 21.10.20
Vorschautext:
(Kalligramm)
(konkrete Poesie)


Warum
Warum
Warum
JesusJesusJesusJesusJesusJesusJesusJesus
ChristusChristusChristusChristusChristus
JesusJesusJesusJesusJesusJesusJesusJesus
Warum
Warum
...
201 Hihös Schüttelreime IV 21.10.20
Vorschautext:
Gestehe, wenn du ehrlich bist,
daß jedermann ent-behrlich ist.
*

Weil ich einst dem Trieb erlag,
kam’s, daß ich nun deine Lieb’ ertrag.
*

Angekommen in der Meisterklasse,
steigst du nicht mehr in die Kleistermasse.
*

...
200 Hihös Schüttelreime III 20.10.20
Vorschautext:
Aus meiner Seel’, oh Herr, entfern’ die Lasten,
dann geh‘ ich pilgern und lern’ Fasten.
*

Was seid ihr für ein Kummerhaufen?
Soll ich euch ’nen Hummer kaufen?
*

Wenig schreiben spart den Kiel,
nicht jedoch beim Kartenspiel.
*

...
199 Hihös Schüttelreime II 20.10.20
Vorschautext:
Sie hatte mit der Nummer Kummer,
denn sie vergaß die Kummer–Nummer.
*

Geht das Land im Wasser nieder,
findet man sich als Nasser wieder.
*

Ich ehre eure – ehrt ihr meine Sache!
Seht, daß ein jeder gut die seine mache!
*

...
198 Hihös Schüttelreime I 20.10.20
Vorschautext:
Am Start war er im Stehn ein Geher
Im Wettkampf dann im Gehn ein Steher.
*

Auf dem langen Weg zur Meisterklasse
tritt so mancher in die Kleistermasse.
*

Er sah sie schon von ferne gern,
sie sah ihn lieber gerne fern.
*

...
197 Hätt und wär 20.10.20
Vorschautext:
Parodie auf Lord Byron’s “Broken-Hearted”
(frei nach August Wilhelm Schlegel, 1767 – 1845)
*
Had we never loved so kindly,
had we never loved so blindly,
never met and never parted,
we had never been so broken-hearted.
*

„Hätt ich doch, du kecker Bube,
dich nicht eingelassen in die Stube.
Hätt ich nicht nachgegeben wilden Trieben,
...
196 Brauchbar?! ... (konkrete Poesie) 20.10.20
Vorschautext:
(konkrete Poesie)


A – B
C – D – E
F – G – H – I – J
K – L – M – N – O – P
Q – R – S – T – U
V – W – X
Y – Z
0 – 1 – 2 – 3 – 4 – 5 – 6 – 7 – 8 – 9

...
195 Alleespaziergang 19.10.20
Vorschautext:
Ein Alleespaziergang ist ein Traum,
er läßt auch noch für Verse Raum,
wie:
Rechts ein Baum, links ein Baum
und dazwischen Zwischenraum.
Und danach:
– Man glaubt es kaum –
steht schon wieder Baum an Baum.


Copyright © da Hihö
2012
...
194 Abschied vom Süden 19.10.20
Vorschautext:
Ach du zarte, laue
Sommersonnennacht,
wohin nur bist du
uns entfloh’n?

Wohlan, du zarte, blaue
Sommersonnenvollmondnacht,
zur Endlichkeit des Tages bist du
uns zum Hohn!

Alsdann, du zartblau laue
Sommersehnsuchtsträumenacht,
...
193 Versteinerung 19.10.20
Vorschautext:
Allenthalben bequeme ich mich
meiner Zeit, denn noch lebe ich!
Darüber freut manch einer sich!

Das Leben vergräbt sich in Falten;
auch in die Hände und die gestalten
nur noch leeres ödes Zeitverwalten.

Ich aber weile mehr und mehr,
haste niemandem mehr hinterher.
Verführer haben’s mit mir schwer.

...
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