Profil von Torsten Hildebrand

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Geburtsdatum: * 09.05.1972

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Anzahl Gedichte: 1.081
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Titel
1081 Vor der Erstarrung 12.11.18
Vorschautext:
Ihr restlichen Länder! stellt die Fragen,
Beharrt auf Ausweichphrasen nicht.
Denn Unterschrift bedeutet Pflicht!
Vielleicht mit Unbehagen.

Denkt gründlich nach! gebt euch kritisch!
Bevor ihr euch im Sand verrennt.
Und keiner mehr den andern kennt;
Weil manches äußerst glitschig.

Was gut ist, das verschweigt man nicht!
Denn Unterschrift bedeutet Pflicht!
1080 Finger 02.11.18
Vorschautext:
Kommt ihr Finger! streichelt leise,
Nabel nah, die Kitzel kreise.
Wandert sanft, entlang am Rand.
Ohne Hast und ohne Eile.
Zieht die Spur, wie eine Zeile.
Tastet euch durchs Körperland.
1079 Nebelwaldatem 28.10.18
Vorschautext:
Es trinkt vom Schilf der Mond sein Wein,
In dunkler, weicher Wolkenlaube.
Am Rebstock platzt die reife Traube;
Und alle Sterne lachen fein.

Es hebt am Baum, der Hund sein Bein;
Und jemand lüftet seine Haube.
Der Herbstwind pustet: Sturmgeschnaube;
Und sammelt Blätterreste ein.

Im Nebelwald grunzt: Trüffelschwein,
Denn liegt im Fressen bloß sein Glaube.
...
1078 Für Menschlichkeit und gegen Rassismus 20.10.18
Vorschautext:
Ein Kind, dem Schnee noch unbekannt,
Verjagt aus Kriegsverseuchten Land.
Bestaunt mit großen Augen stur,
Die Weißgemalte Schneenatur.

Es prickeln Flocken auf der Hand
Und hinterlassen eine Spur,
Aus kühlen Nass; und fließen nur
Geschmolzen hin, zu Fingers Rand.

Jetzt fliegt ein Wort doch bös zum Ohr.
Schon trägt Gesicht ein Trauerflor;
...
1077 Spiel der Liebe 15.10.18
Vorschautext:
Wenn Wolkenküsse, Herbstverfangen landen,
Im Takt des Atems, rauscht der Sinn mit Seele.
Und pocht dann Herz vergnügt bis hoch zur Kehle,
Weil Leib und Leib, im Takt der Zeit sich fanden.

So warme Meeresaugen, fröhlich blicken,
In jenes Tief , der ausgesetzten Lüste.
Vom Kussgespiel zum Spiel geküsster Brüste.
Bis Hochgenuss verharrt, im Glück erquicken.

Noch schlingern Finger Wohltatsmunter
Am Körper zart entlang; und wandern weiter.
...
1076 Ein kurzes Bild 15.10.18
Vorschautext:
In tiefer Nacht hängt rot ein Mond,
Beschaut so knapp den Saum der Wälder.
Ein nächtlich' Aug' was uns belohnt.
Für kurze Zeit wird gar nichts älter.

Der Klang des Windes leicht vertont;
Und summt im Flug durch manch' Behälter.
Die Spinn' die fest ihr Netz bewohnt,
Versteckt sich hinterm Feuermelder.

Es rauschen leicht, die vielen Felder;
Und Blumen bleiben Windverschont.
...
1075 Weg des Herzen 15.10.18
Vorschautext:
Man darf mit den Herzen, vergnüglich die Wege beschreiten,
Im Himmlischen Dasein, der lachenden, glücklichen Erde.
Und kommt auch ein Kreuzweg, dann lass von dem Herzen dich leiten.
Doch finde dich selbst, im Ich von dem Ich und dem Werde.

Man schaue und richte den Blick zu dem Inneren Kerne;
Und dringe hinein, in die Räume vom träumenden Sehen.
Die Wege des Herzen, sie bieten dir Steine so gerne.
So kannst du im Mark der verheißenden Weisheit bestehen.

Es funkeln Gemüter wie Schelme und Trickreiche Geister.
Sie gaukeln mit Bildern, die leichteren Wege hervor.
...
1074 Heiße Luft 12.10.18
Vorschautext:
Was nützen die Fahrverbote,
Wenn Flugzeuge, Panzer, Raketen,
Noch weiter die Rauchwolken ausstoßen;
Und bringen die Erde zum Beben?

Es fahren die Schiffe im Meere
Und geben dem Wasser viel Öl.
Auch oben im Weltall die Monde,
Verglühen im Sonnensystem.

Man redet von diesen und jenen,
Von mancherlei Sachen nur halb.
...
1073 Der (letzte) Baum 02.10.18
Vorschautext:
Es traf ein Baum der Schlag vom Blitz
Und brannte einen Riss sehr tief.
Der Baum nun schwarz; und schlief und schlief.
Doch ächzte leis der lange Ritz.

Die Wund lief zu Erde spitz
Und Baumes Stamm, wie stand er schief.
Vom Himmel hoch ein Vogel rief -
Besah sich dann den schwarzen Sitz.

Man dachte das der Baum so blieb,
Verkümmert schwarz und hohl verbrannt.
...
1072 Philosophen 27.09.18
Vorschautext:
Es denken sehr groß Philosophen,
Am liebsten am wärmenden Ofen.
Wenn Bankett schon serviert,
Ja dann wird schwadroniert,
Mit reichen Mätressen und Zofen.
1071 Kühle Süße 27.09.18
Vorschautext:
Lecker bist du mir gewesen,
Als du meinen Mund benetzt.
Ach, was konnt' ich in dir lesen,
Als du dich in mir gesetzt.

Kühle Süße ging vorüber.
Schmilzt mein Herz doch still und leis.
Manchmal geh ich noch mal rüber,
Hole mir mein Lieblingseis.
1070 Wandelbar 27.09.18
Vorschautext:
Moonboots trägst du grün und braun,
Während Hände warm im Muff.
Schau! die andern schauen kaum.

Mutabel stehst du vorm Tag,
Der dich laufen, springen lässt.
Süß an deiner Seele nagt.

Nebbich! rufst du auch einmal,
Was man untern Teppich kehrt
Kommt manchmal wieder vor.

...
1069 Frieden 24.09.18
Vorschautext:
/
Unser Gast sei Frieden hier
Hoch vom All, zu jeden Meer.
Soll auch immer bleiben;
Und sich weit verbreiten.

//
Menschlicher Frieden
Liegt doch im Lächeln.
Wachsen nicht weiter
Herz und das Ich,
Rostet die Seele
...
1068 Herbstatem 24.09.18
Vorschautext:
Herbstlaub fällt mir auf die Nase,
Kitzelt meinen Körper bunt.
Atme mich durch diese Phase,
Rascheln hör ich's dort im Grund.

Schritte säumen Waldes Pfade.
Vogels Lied im Wind erklingt.
Käfer krabbelt hoch zur Wade,
Flugbereit und leicht beschwingt.

Hohes Glück im Office draußen,
Atme groß ich unsre Welt.
...
1067 Leinwand 14.09.18
Vorschautext:
Der Winter bereitet die Leinwand,
Für laufende, springende Gäste.
Auch pusten die Winde durchs Land,
Bis Jacken und Schuh, er doch durchnässte.

Von Schneelast zerbrochen die Äste,
Verschwinden mit Pfote und Hand.
Und träumen nicht Wolkenpaläste,
So gern über Schnee, und den Tellerrand?

Der Winter, er schnürt seine Weste,
Mit klirrenden Frost und Kristall.
...
1066 Wenn nicht nur Schnupfen plagt 30.08.18
Vorschautext:
Ein Schnupfengeplagter aus Briest,
Der hatte ins Essen geniest.
Doch sagt er kein Wort,
Es drückte ein Ort,
Wo Schließmuskel leider nicht schließt.
1065 Da wird man sich 30.08.18
Vorschautext:
Es besagt Philanthrop doch aus Blüssen:
Man verbleibe, verschwiegen beim Küssen.
Denn es störe den Druck,
Zu den Lippen mit Ruck.
Da wird man sich trennen wohl müssen.
1064 Gesang der Eulen 06.08.18
Vorschautext:
Die Gesänge in Wald und Natur,
sie erklingen, in Moll und in Dur.
Und betören den lauschenden Sinn.
So vermögen es Eulen im Sumpf.
Sie erschallen mal heller, mal dumpf.
Und beflügeln mit Ruf den Gewinn.

So geräuschlos die Eulen stets fliegen;
und die Köpfe noch lustig verbiegen.
Da erhellen sie Klugheit in Nächten;
und begleiten den Aufstieg der Toten.
Doch verehren wir: "eulische Zoten."
...
1063 Karma 06.08.18
Vorschautext:
K - itzelnde Sandwege,
A - m Bewegung des Fußes.
R - ichtung des Weges -
M - ittags ein Duft.
A - lte und neue veränderte Zeit.
1062 Es gleichen Geschlechter 06.08.18
Vorschautext:
Es gleichen Geschlechter Gezeiten,
wie Meeres beständige Ebbe und Flut.
Und möchten im Flug noch begleiten.

Wir springen wie Tiger: "geschmeidig mit Mut."
Und hören doch Herzen noch schreiten;
und füllen Gefühle mit Hitze und Glut.

Es gleichen Geschlechter den Stürmen,
mit segelnden Worten und Zeichen.
Das Träume am Himmel sich türmen.

...
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