Profil von marmotier

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."
(Erich Kästner)
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"wie aber muss der erste, / der ein tier erschlug, erschrocken sein, / da, als er sah, dass das, / was eben flehend um sein leben schrie, / mit einem male nicht mehr da war." (frei nach Alfred Lichtenstein,1889-1914)
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"...aber ich, wär' ich allmächtig, ... ich könnte das Leiden nicht ertragen, ich würde retten, retten ..."
(Lenz in Büchners gleichnamiger Erzählung)
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Anzahl Gedichte: 219
Anzahl Kommentare: 207
Gedichte gelesen: 530.332 mal
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Titel
219 riss in der welt 17.08.19
Vorschautext:
sei still, mein herz, nicht weinen!
es gibt ein wiedersehn.
was wir verloren wähnen,
wird mit uns neu erstehn.

gott mag uns fern nur scheinen,
kann mitleidlos nicht sein.
schon regnen seine tränen.
wir bleiben nicht allein.
*
mein herz beginnt zu weinen,
es gibt kein wiedersehn.
...
218 erschütterung 16.05.19
Vorschautext:
achtung! tierquälerei!

das arme eselchen brach nieder.
die last war schwer. man schlug es wieder
und goss ihm siedend' wasser über.
gepeinigt schrie es auf vor schmerz,
die schreie gellten himmelwärts,
doch hatte man dafür kein herz.

am baum band man den esel fest,
weil sich's so qualvoll sterben lässt,
ging seines wegs. er war allein.
...
217 welt im traum 06.01.19
Vorschautext:
gewidmet dem "Unserkind"
Daniela H.

mein glück, das liegt im traume.
wir halten uns im arm.
es flieht des lebens häme,
die uns das liebste nahm.

im himmelblauen raume
hemmt schatten nicht das licht.
ach, dass kein morgen käme,
der jäh die nacht zerbricht.
...
216 flügel aus liebe 23.07.18
Vorschautext:
die hummel hatte keine flügel.
ein mensch nahm sie in seine hut
und baute ihr ein haus aus blüten.
das zuckerwasser schmeckte gut.

die kleine kam stets hergekrochen,
sobald sie ihren retter sah,
denn dessen hand blieb nie verschlossen,
worin es so behaglich war.

ihr leben war erfüllt von güte.
sie wusste nicht, was ihr geschah.
...
215 nach dem krieg 14.03.18
Vorschautext:
es machte könig Froschwolf klar,
mit löwen kann man leben.
sie jagen beute, das ist wahr,
doch nicht aus lust am töten.

das einzig wirklich böse tier,
der mensch, kommt ins gehege.
und wer nicht will, den geben wir
den löwen dann zur pflege


Copyright © Marmotier 2018
214 zum ende der zeit 23.02.18
Vorschautext:
ich hörte wie im traume
heut unser altes lied.
es schwebte lang im raume,
eh es zum himmel stieg,

und weckte alte zeiten.
wir hatten uns so lieb.
das leben wollt's nicht leiden.
das lied im träumen blieb.

Copyright © Marmotier 2018
213 Franziskus in Gubbio 30.01.18
Vorschautext:
und er erschlug ihn nicht.
als er ihn endlich fand,
der drohend nach ihm gierte,
sprach er ganz sachte auf den bruder ein,
wie er dereinst den vöglein predigte.
in demut senkte der das haupt.

dann legte sich der wolf zu seinen füssen nieder.

und seit an seite gingen nun die brüder
nach Gubbio heim.
so innig waren beide
...
212 jenseits des meeres 14.09.17
Vorschautext:
für Phet

wenn die tage müde werden,
letzte farben einsam blühn,
bäume ballen sturmgebärden,
möcht ich in dein herz einziehn.

und wir fliegen mit den schwalben
hin zur wärme übers meer.
wär es auch nur deinethalben,
denn ich flieg so gern mit dir.

...
211 der grosse tag 29.07.17
Vorschautext:
heut ehelicht das traute paar.
sie trägt den blumenkranz im haar.
er denkt noch kurz an die mama,
steckt hurtig dann die ringe ein
und lässt das denken einfach sein.

man schreitet zur vermählung hin,
das leben findet seinen sinn.
der himmel will das paar auch segnen:
zumindest hört es auf zu regnen.

ein ält'rer herr tritt zu den beiden.
...
210 sommertag 29.05.17
Vorschautext:
ich hab der schöpfung glanz gesehn
in meinem kleinen garten.
sanft regte sich des windes wehn,
als wär er schon am warten.

die blümchen nickten bunt mir zu,
zart dufteten die rosen.
im birkenbaum gab's keine ruh.
die vöglein wollten kosen.

hier summten bienchen hin und her,
dort spielten schmetterlinge.
...
209 unser täglich brot gib uns heute 22.05.17
Vorschautext:
achtung! verbrechen an tieren!
*
blutende herzen
in engen verschlägen,
getrennt durch gestänge
sind mutter und kalb.

sie lecken sich wund
an den eisernen stäben.
kein tier kann sich wenden
zum nächsten geschöpfe.
zu eng sind die stände.
...
208 Hannah und der schmetterling 17.04.17
Vorschautext:
ein schmetterling wollte fliegen.
er gaukelte weiss über dir,
liess sacht in der sonne sich wiegen,
als wäre sein lieblingskind hier.

du gingst schon auf eigenen wegen.
er flatterte flugs hinterdrein,
so rein wie ein himmlischer segen.
er musste dein schutzengel sein.


Copyright © Marmotier 2017
207 als wäre ich Eurydike 24.03.17
Vorschautext:
ich habe deinen silbermund geküsst
im fahlen licht des monds, der neu erstand.
die küsse tropften ab
wie dunkle perlen von der lotosblüte.

ich hielt sie, heimlich und versteckt,
in meinem herzen fest,
und selbst der goldne tau des frühen tags
war mir zu schal. ich hing an deinen lippen.

weisst du uns noch?
hat doch auch Orpheus nie Eurydike vergessen.
...
206 ein teil von mir 17.03.17
Vorschautext:
mein kleiner bub,
was wär aus dir geworden!
allein, du kamst nicht auf die welt.
es öffnete der tod die pforten
im schoss, der sonst das leben hält.

so konnten wir uns niemals sehen,
du musstest ungeboren gehen
und durftest nicht dein leben wagen,

doch werd ich dich im herzen tragen
mit einem unstillbaren weh.
...
205 leichthin 21.02.17
Vorschautext:
ein vöglein auf dem baume,
verborgen im geäst,
zwitschert vom blauen raume,
hält ihn im herzen fest.

es tragen sanfte winde
es hoch hinauf ins licht,
dass es, geborgen, finde,
was uns so leicht zerbricht.


Copyright © Marmotier 2017
204 von der welt 06.02.17
Vorschautext:
heillose welt
aus schmerz und leid.
hineingestellt
in einsamkeit.

wir tasten nur
und ahnen kaum
der fremden sterne ferne spur
im lebenstraum.

wir können schattenspiele sehn,
die flirren und ins nichts vergehn,
...
203 Nietzsche und das pferd 26.01.17
Vorschautext:
sinnloses leid
in steter wiederkehr.
doch aus dem leid
kann schönheit sich erheben.
nur das rechtfertigt unser leben.

macht hat nur der,
der immer weiter dringt
und durch das dionysische
das apollinische
in unsrem sein,
weit über allen und allein,
...
202 auf dem weg 15.12.16
Vorschautext:
himmel weint aus finstren bäumen,
sinkt ins müde herz hinein.
nacht wird lang den weg nun säumen,
fern dem ziele und allein.

dort am wegrand schläft ein blümchen,
kauert tief geduckt im wind.
weit vom tal her glüht ein stübchen,
das im nebel scheu zerrinnt.


Copyright © Marmotier 2016
201 flüge des herzens 13.12.16
Vorschautext:
und immer lockt uns eine ferne,
doch wenn wir dort sind,
lockt sie uns noch mehr.
und flögen wir zum letzten sterne,
dann rief das weite: komm doch her!

aufschlägt das herz,
drängt himmelwärts,
unendlich weit,
jenseits des raumes und der zeit,
lodert in glut,
als trüg's die welt in seinem blut.
...
200 Leda und der schwan 08.10.16
Vorschautext:
oder
die chaostheorie
im lichte der griechischen mythologie


an des flusses naher seite
netzte Leda einst ihr haar.
ein schwan trieb her in weissem kleide.
kaum ahnte sie, wie ihr geschah.

nie vorher ward sie so geküsst.
der gott frohlockte ob der list,
...
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