erschütterung

Ein Gedicht von marmotier
achtung! tierquälerei!

das arme eselchen brach nieder.
die last war schwer. man schlug es wieder
und goss ihm siedend' wasser über.
gepeinigt schrie es auf vor schmerz,
die schreie gellten himmelwärts,
doch hatte man dafür kein herz.

am baum band man den esel fest,
weil sich's so qualvoll sterben lässt,
ging seines wegs. er war allein.
das ende schien ganz nah zu sein.

dann kam ein mensch,
sah ihn zerschunden, fast schon tot,
er weinte über dessen not,
umarmte ihn,
bracht' ihn zu andern menschen hin.
die halfen ihm.

das eselchen durft' weiterleben.
man hat ihm's gnadenbrot gegeben.

der andere, der es verletzt,
lebt auch.
kein blitz schlug ein,
gerecht zu sein.

er quält noch jetzt.


Copyright © Marmotier 2019

geschrieben nach dem erschütternden bericht einer tierschutzorganisation.

Informationen zum Gedicht: erschütterung

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16.05.2019
Das Gedicht darf unter Angabe des Autoren (marmotier) für private Zwecke frei verwendet werden. Hier kommerzielle Anfrage stellen.
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