Profil von marmotier

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"Es gibt nichts Gutes, außer man tut es."
(Erich Kästner)
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"wie aber muss der erste, / der ein tier erschlug, erschrocken sein, / da, als er sah, dass das, / was eben flehend um sein leben schrie, / mit einem male nicht mehr da war." (frei nach Alfred Lichtenstein,1889-1914)
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"...aber ich, wär' ich allmächtig, ... ich könnte das Leiden nicht ertragen, ich würde retten, retten ..."
(Lenz in Büchners gleichnamiger Erzählung)
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Anzahl Gedichte: 219
Anzahl Kommentare: 207
Gedichte gelesen: 526.509 mal
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Titel
179 trost 12.12.15
Vorschautext:
ich denke,
dass die nächte finsterer sind
als die tage
und dass es noch blumen gibt,
die genug farbe
zum leben trinken.

ich glaube,
dass der himmel fester geworden ist
und seine sterne wieder trägt,
weil du mich tröstest,

...
178 abendbild 11.12.15
Vorschautext:
die flügel sind uns fortgenommen,
gestutzt im käfig eis'ger welt.
wo einst die ferne wir gewonnen,
sind wir nun blind bereitgestellt.

im baume lechzen schon die raben.
wenn ich ihr krächzen nur verstünd!
sie wollen sich am aase laben.
ob heute wir zum frass bestimmt?


Copyright © Marmotier 2015
177 der liebe 04.12.15
Vorschautext:
ich liebe dich.
ich hab dich schon geliebt,
als unsre seelen sich im drüben trafen.
dann fanden wir uns wieder hier.

so werden wir uns immer lieben,
denn unsre flügel sind in eins gespannt,
und bist du drüben,
flieg ich hin zu dir.

nie geben wir uns her.
wir gehen hand in hand im schattenland.
...
176 märchen 26.10.15
Vorschautext:
sie war fast noch ein mädchen.
nach ihrer mutter tod
trieb man sie aus dem städtchen.
sie litt gar grosse not.

an dunklem waldes rande
fand sie ein jägersmann.
er war der prinz im lande.
führt' sie zum schloss sodann.

der könig gab den segen.
sie traten zum altar,
...
175 gräber 21.10.15
Vorschautext:
unverhüllt.
nie bestanden.
fratzen
des abgewandten.

namen,
die kamen
und nun
nicht mehr sind.

spuren im wind,
kaum gespürte.
...
174 tränen des lebens 16.10.15
Vorschautext:
unfassbar bleibt auf dieser erde,
warum der tod das leben bricht.
etwa, dass neues leben werde?
ein jeder stirbt und ahnt es nicht.

ja, selbst die reinen tiere sterben.
auch schwalben ist der tod bestimmt
und bunten blumen, wilden pferden,
von nichts berührt als nur vom wind.

und leiden ist, und allenthalben.
das leben bringt dem leben tod.
...
173 im staub 07.09.15
Vorschautext:
der himmel gähnt zur erde nieder
und hüllt sie in den abend ein.
es raunen längst verklung'ne lieder
und wehen tief ins herz hinein.

er steht allein im kargen lande,
verloren wie ein kleines kind,
an einem fremden strassenrande,
wo in dem harschen dämmerwind

ein blümchen träumt,
von staub umsäumt,
...
172 hundchens tod 01.08.15
Vorschautext:
mein kleines hundchen, schlaf.
man fand dich auf der strass.
man brachte dich hierher ins land,
wo unser herz zusammenfand.
schlaf gut, mein hundchen, schlaf.

mein armes hundchen, schlaf.
der tod dein leben frass.
hab dank für deine liebe hier,
und wart, bald schlaf ich neben dir.
bis dann, mein hundchen, schlaf.

...
171 im träumen der lieder 16.07.15
Vorschautext:
wenn überm teiche der libellen
sich schwirrend flicht ihr liebesband
und mir die augen überquellen,
dann rinnt mein leben in den sand.

wenn jeder flügelschlag der tauben
mich flüsternd fragt: kommt er noch nicht?
sie im gegurr das herz mir rauben,
wölkt sich am himmel dein gesicht.

ach, träf ich dich nur einmal wieder.
im garten steht ein kirschenbaum.
...
170 nachtgedanken 14.07.15
Vorschautext:
dass Gulliver bei pferden schlief
anstatt im bette, wie er sollte,
und selbst der grosse Friederich
im tod bei hunden ruhen wollte,

liegt in der abscheu wohl begründet,
die manche kreatur empfindet,
macht sie mit menschen sich gemein.
man sehnt sich zu den houyhnhnms heim.


Copyright © Marmotier 2015
...
169 auf bald 06.06.15
Vorschautext:
ich hab so lang von dir geträumt,
mein lieb, träum immer noch,
hab erd und himmel leer geräumt
und fand dich nirgends doch.

im herzenswinter ist kein trost,
doch steht noch unser baum,
worunter wir dereinst gekost.
auf bald: im nächsten traum.


Copyright © Marmotier 2015
168 tanz des lebens 02.06.15
Vorschautext:
es tropft der himmel von den bäumen,
als wäre er der herzen blut.
ins nichts zerrinnt das dunkle träumen.
libellen streifen sonnenglut.

im hohlen ast kokons sich schmiegen.
er schützt sie und zerpflügt den wind.
ein kleiner schmetterling lernt fliegen
und trinkt vom nektar wie wie ein kind.


Copyright © Marmotier 2015
167 unvergessen 22.05.15
Vorschautext:
für Flora

wenn ich im träumen mich verlor,
warst immer du bei mir.
ich koste mit der hand dein ohr,
mein hund, mein liebes tier.

manchmal sahst du zu mir herauf,
unendlich sacht und zart,
gefährte in der tage lauf,
mein treuer kamerad.

...
166 lange 13.05.15
Vorschautext:
was uns verband, das bindet
mehr als ein leben lang.
was ein herz fand, das findet
im andern widerklang.

so wie sich nach dem regen
ein bunter bogen spannt,
hoch über allen wegen,
weithin in fernes land,

sind auch die beiden enden
sich stets einander hold,
...
165 Werthers wirren 25.04.15
Vorschautext:
wenn ich den tag nun von mir triebe
und stürzte in die lange nacht,
dann würde, was der seele bliebe,
im träumen doch von ihr vollbracht.

ein engel stiege vielleicht nieder
und hüllte sie in liebe ein.
mehr noch: sie ahnte Lottes lieder
und könnte horchend bei ihr sein.


Copyright © Marmotier 2015
164 abend am fluss 23.04.15
Vorschautext:
auf einem stein am rande
des ufers fand ich ruh.
mein herz die flügel spannte
und flog den schwänen zu,

hinein in flusses raunen,
in windes flüsterwort,
versank in tiefes staunen,
trieb mit den schwänen fort.

des abends lange schatten
hielten den atem an.
...
163 fernab 19.04.15
Vorschautext:
es hat der duft der rosen
das herz uns einst berührt,
im ersten zarten kosen
uns wie ein traum entführt.

wir flogen über schären,
als wären möwen wir,
hinaus zu allen meeren,
des blauen himmels zier.

doch stürme rissen wunden.
wir stürzten jäh herab,
...
162 Langemarck 01.04.15
Vorschautext:
"brüder, brüder, reicht die hände,
denn es geht ums vaterland,
dass der falsche feind nicht schände
unsrer väter heilig band.

mit des vaterlandes liede
stürmen allen wir voran.
mutter, wenn von mir nichts bliebe,
sag, ich habs für uns getan.

gilt es nun doch unser leben.
Flanderns toten weinen hier.
...
161 nimmerwärts 20.03.15
Vorschautext:
du gingst.
mein herz ertrug den abschied nicht,
versank in tiefem weh,
flog nicht mehr auf ins blaue licht,
ward schwer wie eis und schnee.

du dringst
so viele jahre nun
in meine seele ein.
ich kann nichts tun.
wirst hier
in mir
...
160 des nachts 09.03.15
Vorschautext:
vom himmel starrten die sterne.
der mond war als sichel zu sehn.
ein käuzchen rief aus der ferne.
wir horchten und blieben kurz stehn.

dann fassten wir uns bei den händen
und waren gemeinsam allein.
das rufen wollte nicht enden.
es lockte uns selbst noch daheim.


Copyright © Marmotier 2015
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