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| 748 | Abnutzungserscheinung | |||
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Vorschautext: Nutzen sich Gefühle ab wie eine scharfe Messerklinge, die man in täglicher Routine braucht, umginge damit in gedankenloser Selbstverständlichkeit, sich eher verwundert, wenn sie keine Schneidigkeit mehr zeigt? Gefühle – werden sie im Zeitenablauf stumpf im Alltäglichen verpackt, nicht wahrgenommen. Dumpf der Umgang mit der allerköstlichsten Himmelsgabe? Oh, Narr, verschwende töricht nicht, was Geist und Seele labe! |
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| 747 | Digitales Unverstandenes | |||
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Vorschautext: Es schwirrt und wellt um uns herum aus Weltraum oder aus dem Äther, nicht hörbar, es gibt kein Gebrumm Elektronikdingsbums ist der Täter. Ob Kabel, WLAN, Satellit, die Wundertechnik empfängt alles. Gibt ´s weiter oder hört auch mit, ist Informant, lügt schlimmsten Falles. Das Smartphone wird Persönlichkeit Gedankentausch auf ein paar Zeichen reduziert, ... |
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| 746 | Die Seelenräuber | |||
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Vorschautext: In einem Schloß, das unbewohnt, da spukt ´s um Mitternacht. Ein böser Geist dort drinnen wohnt und über das Gebäude wacht. Er schickt des nachts Vampire aus im Orte zu erkunden, ob irgendwo ein Totenhaus und hat man eins gefunden, dann packen sie die armen Seelen, tragen sie im Flug davon. ... |
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| 745 | Das ist ärgerlich | |||
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Vorschautext: Wollen oder doch nicht wollen ist seit uralten Tagen die Alternative in politischen Fragen, tun oder einfach lassen sollen? Hier Krieg – dort Diplomatie im starren Verhalten können die Bewohner selbst nichts gestalten. Ob hü oder hott sie sind nur Schlachtvieh! Wo bleibt die Vernunft, wo soll sie herkommen? Selbst in Familien, im kommunalen Vebund ... |
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| 744 | Digital daneben | |||
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Vorschautext: Wenn der Einschaltknopf gedrückt, wird dann wie von Zauberhand das Symbol ins Bild gerückt, das dem Computerfan bekannt. Wehe es erscheint dann nicht dunkel bleibt was sonst erhellt dann von jetzt auf gleich zerbricht die Computerwelt! Hektisch wird das Rumprobieren Kabel werden überprüft ... |
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| 743 | Maden (auch im übertragenem Sinn) | |||
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Vorschautext: Es sitzen die fetten Maden gar gerne im fetten Speck. Sie richten großen Schaden an, denn sie fressen vieles weg. Verderben, was zum Verzehren für magere Zeiten gedacht mit schmatzendem Verheeren bei Tage und bei Nacht. So bleibt von gutem Vorrat nur noch elender Dreck, ... |
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| 742 | Zeitgeist | |||
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Vorschautext: Gespenster oder Geist-Erscheinung, darüber gibt es manche Meinung. wird jemand ernsthaft nach gefragt kaum einer dir die Meinung sagt. Und doch gibt ´s gar nichts zu verneinen bei der Erscheinung dieses einen, der stets und überall präsent, den man den Geist der Zeiten nennt. Der mischt sich ein. In allen Köpfen spukt er herum, rührt in den Töpfen in denen Suppe, eingebrockt von der Gesellschaft, und verlockt ... |
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| 741 | Euelenspiegelei | |||
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Vorschautext: Wollen wir dem Harlekin seinen bunten Rock ausziehen, dem Clown etwa die großen Latschen ihm sein trauriges Gesicht abwatschen? Till Eulenspiegel Beifall zollen? Sagt, ist es das, was wir nur wollen? ... |
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| 740 | Götter haben kein Gewicht | |||
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Vorschautext: Fürchte den Zorn der Götter nicht, die ewig Neid zerfressenden Streitbaren mit ihrem unasustehlichen Gebaren sind sie kein Vorbild sondern schlicht ein Abbild aller unserer Schwächen. Von Menschen einfach nur ersonnen um Furcht zu säen. Fein gesponnen zur Unterdrückung. Kein Gott wird sich jemals rächen, da nur der Fantasie entsprungen. ... |
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| 739 | Die große Frage bleibt | |||
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Vorschautext: Und doch sind alle feierheiter, trotz Krieg und Sterben ringsherum. Wen kümmert es, wir leben weiter! Schön, daß er uns noch nicht berührt, der Hunger in der Welt – wir sind doch satt und mäkeln nur, wenn Delikates nicht zum Munde wird geführt! Was sollen wir denn ewig drüber greinen, wenn dürstend andere nach einem Tropfen Wasser lechzen. Wir delektieren uns zuvor an Sekt und guten Weinen! ... |
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| 738 | Nicht immer schmerzlich | |||
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Vorschautext: Nicht immer schmerzlich Schmerzlich ist das Abschiednehmen, Tränen in den Augen stehen: manchmal gibt´s kein Wiedersehen, deshalb muß man sich nicht schämen. * Doch es gibt gewisse Schmerzen, die sind oftmals vorgespielt und auf lästige Besucher demzufolge abgezielt. wünscht man deren Abschied doch von Herzen. * ... |
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| 737 | Verschwiegenheit | |||
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Vorschautext: Verschwiegenheit Verschwiegenheit ist ein guter Charakterzug. Klatschmäuler gibt es schon mehr als genug Wenn alle schwiegen über das, was man anvertraut, das Gemeinwohl sicherlich anders ausschaut. Denn auf Vertrauen gründet jede Gemeinschaft wo ein Vertauensbruch entsteht, gibt es nichts als Feindschaft Gemischt mit intriganten Lügen wäre es besser gewesen man wäre verschwiegen. Verschwiegenheit heißt aber nicht Verschweigen, man muß offen sein und es dem Mitmenschen zeigen. ... |
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| 736 | In uns | |||
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Vorschautext: Skrupellos, brutal und listig Lug und Trug mit im Gepäck ohne Angst und egoistisch, Leiden schert da einen Dreck! Wer wird dem Bewunderung zollen selbst auf Höhen eitlen Ruhms könnte man dies niemals wollen. doch gelingt ´s Dank unseres Tuns. Sind die Augen denn verschlossen, ist das Denken eingeschränkt? ... |
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| 735 | Angefressen | |||
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Vorschautext: Angefressen Dies ist nun mal kein schönes Wort Ein Dichter aber sucht stattdessen, was man dem Wort noch angemessen zum Ersatz an dieser Stelle dort Eifrig war deshalb sein Denken mußte es doch auch gelingen Sinnvolles an dessen Stelle zu bringen und sich sprachlich nicht zu verrenken. ... |
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| 734 | Erbe | |||
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Vorschautext: In die Menschen Seele ein grub sich tief ihr Werden und so wurde sie gemein hin zu aller Erben. Macht die Welt sich untertan wie der Schöpfer es gewollt. So geschah ´s und von nun an wird sie stets hervorgeholt: die GEWALT, die eingepflanzt ... |
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| 733 | Sichtweise | |||
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Vorschautext: Starre Sicht aus dem Fenster unbewegliche Bilder blockieren Gedanken Das Fenster wird den zusammen gekniffenen Augen zum Schlüsselloch eng und fokussierend doch auch kein Gedankenstrahl der wie ein Laser zielführend trifft Enge, die nicht rechts und links rändelt Blicke, die Freiheiten auf weite Horizonte nicht zulassen. ... |
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| 732 | Makaber* | |||
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Vorschautext: Makaber* Morgen hat der Hauspoet Geburtstag, wie ´s in der Urkunde steht. Alt ist er und es nicht viel verbleibt vermutlich von der Lebenszeit, bis er mit Kühen – wie ´s schön heißt beim Grasen mit ihnen ins grüne Gras beißt! Die Würmer freuen sich bis dahin aufs Festmahl bei ihm mitten drin! Zu früh gefreut in Flammen geht was rauchend durch den Schornstein weht. ... |
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| 731 | Ein Nichtfrühlings-Gedicht | |||
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Vorschautext: ich wickele meine gefühle nicht in blaue bänder noch mache ich flatterhafte liebe mir zu eigen wie auch? mein herz ist nicht vom eise befreit. taub bin ich gegen das läuten blauer campanula und gelber osterglocken, denn meine Zeit des frohlockens geht zur neige, wie der wein am grunde eines irdenen kruges. ... |
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| 730 | wnn man die Wahl hat | |||
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Vorschautext: Spazieren gehen ist Rentner Sache, weshalb ich dies nicht gerne mache, denn so viel alte Leute sehen ist nicht sehr lustig oder schön. Man fühlt sich selbst ganz zauserig, so friedhofsblond und grauselig. Man sieht die Leute eher schleichen und muß sich sofort mit vergleichen. Das Alter sucht und leider findet die andern Alten. Dies begründet: ... |
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| 729 | Anthologie | |||
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Vorschautext: Anthologie Er sammelt auf der Blumenwiese des Geistes reichlich Blüten ein und er verflicht und windet diese in ein Gedicht voll Seelenpein. Es soll den Leser eng berühren und damit so ganz nebenbei den Dichter zur Bekanntheit führen, denn dies ist ihm nicht einerlei. Haben die Musen ihn geküsst, ... |
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