Profil von Marcel Strömer

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Registriert seit dem: 30.10.2014
Geburtsdatum: * 02.07.1969 (56 Jahre)

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Anzahl Gedichte: 1.810
Anzahl Kommentare: 136
Gedichte gelesen: 1.350.313 mal
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Titel
10 Unbezwingbar
Vorschautext:
Ich habe meine Feder gezückt,
Gedanken aus der Warteschlange gefischt.

Erinnerst du dich an jenen Moment,
als unsre Blicke sich duellierten?
Ein stummer Schrei aus zwei Herzen,
eine Fusion aus Tausendundeiner Nacht.

Wären wir ins Feuer gegangen,
wir wären darin geschmolzen.
Dein Atem, der Takt meines Herzschlags,
in Resonanz,
...
9 Perfekter Sturm
Vorschautext:
Seht, wie der Adler gen Westen zieht,
sein Schatten schwer auf salziger Flut.
Ein zweiter eherner Drache
durchpflügt das Meer mit kaltem Kiel.

Feurige Falken kreisen droben,
aus Blitz und List geschmiedet,
während auf fernen Inseln
das Kerosin wie Weihrauch brennt.

Die Feldherren raunen vom „perfekten Sturm“
als ließe sich der Wind befehligen.
...
8 Die Klage
Vorschautext:
Was gilt des Sieges heller Schein?
Ein Kranz, vom Herbste schon berührt.
Ich will dem fernen Schimmer sein,
Der mich ins milde Dunkel führt.

Des Mutteschoß entleerte Halle,
Sie hütet treu ein altes Pfand.
Ob auch die stolze Säule falle,
Bleibt Sehnsucht doch im Seelenland.

Viel Leid wird tief im Herz getragen,
Das Schicksal mahlt mit weisem Lauf.
...
7 Das treue Geleit
Vorschautext:
Der Tod, er lacht schon lange schwer,
er singt mir falsche Lieder,
und wär ich nicht ein Menschlein mehr,
kniet er nicht zu mir nieder.

Wie zieht er fest an meinem Haar
und zerrt an meinen Flügeln,
ich wehre mich schon Jahr für Jahr
und gegen alle Lügen.

Er singt mir falsch von Tag zu Tag,
die Töne schief und schiefer,
...
6 Mein Ziel
Vorschautext:
Jugendbilder, verflogen wie die Zeit,
Mein Wunsch brennt immer noch ganz leicht.
Dort drinnen, wo einst Feuer tobte nicht,
Vielleicht erstrahlt bald neues Hoffnungslicht.

Wenn dein Lächeln mir Gefühl erweckt,
Mein Herz in Flammen neu den Weg entdeckt.
Und Liebe wacht in Gottes Auge mild,
Dann kann ich’s kaum erwarten, herzerfüllt.

Oh weh, die Nächte kalt und schwer,
Mein Sehnen brennt und drängt mich sehr.
...
5 Herzraub
Vorschautext:
Der Kindheit Trug ist längst verraucht,
In graue Klüfte abgrundtief getaucht.
Doch ob der Lenz auch flieht in Hast,
Mein Herz trägt all die Flammenlast!

Die Nächte eisig, starr und blind,
Wie heult um mich der kalte Winde.
Mein Sehnen schreit nach deiner Gunst,
Verzehrt im Wirbel purpurroter Lust.

Und schlägt das Schicksal auf mich ein,
Soll dein lieber Blick mein Anker sein.
...
4 Sprüche - Volltreffer
Vorschautext:
Das Leben ist wie ein Boxkampf: Nicht die vielen Treffer zählen, sondern der eine im richtigen Moment.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 09.03.2026]
3 Das Erbe kann warten.. [Teil 12]
Vorschautext:
Frau Scherz und das nächtliche Kopfkino

Frau Scherz reibt sich die Augen. Ihr Kalender ist gerade umgesprungen auf Mittwoch, den 11. März 2026. Es ist mitten in der Nacht. Draußen regnet es vor sich hin, gleichmäßig und beinahe meditativ, als hätte der Himmel beschlossen, die Welt in einen sanften Schlaf zu wiegen. Alles scheint still zu sein. Häuser, Straßen, sogar die Laternen wirken schläfrig. Nur ihre Gedanken laufen Marathon.

Frau Scherz kennt das. Ihr innerer Diskurs, den sie mit sich selbst führt, ist ein wahres Stehaufmännchen, ein Dauerbrenner, ein nie abgeschalteter Radiosender irgendwo zwischen Philosophie, Alltagsironie und leichtem Kopfschütteln über die Menschheit. Sie kichert in sich hinein, denn Humor hat sie ja bekanntlich im Genbaukasten mitbekommen. Natürlich heißt das nicht, dass sie immer gut gelaunt wäre. Wer immer lacht, muss einen an der Düse haben, sagt sie sich gern. Und fügt dann trocken hinzu: Dann sind vermutlich auch noch alle Latten am Zaun geklaut.

So sehr sie sich bemüht, eine positive Lebenshaltung zu bewahren, so schwer fällt es ihr in manchen Lebensabschnitten. Immer wieder gibt es diese Momente, in denen jemand anders ihr förmlich einen Strich durch die Rechnung zieht. Besonders auffällig wird das für sie in den sozialen Netzwerken. Dort beobachtet Frau Scherz ein Schauspiel, das Soziologen längst unter Begriffen wie digitale Aggressionskultur oder Online-Disinhibitionseffekt beschreiben. Menschen schreiben Dinge, die sie ihrem Gegenüber niemals ins Gesicht sagen würden. Die räumliche Distanz, die Anonymität und die scheinbare Konsequenzlosigkeit erzeugen eine Art psychologischen Freifahrtschein.

Da wird gearbeitet mit spitzen Bemerkungen, bissigen Wortschöpfungen, gezielten Beleidigungen und manchmal sogar mit systematischem Mobbing oder Stalking. Kommunikationswissenschaftler sprechen hier von Eskalationsspiralen: Eine provokante Bemerkung führt zur Gegenreaktion, diese wiederum zu einer noch heftigeren Reaktion. Binnen Minuten verwandelt sich eine Diskussion in ein digitales Schlachtfeld. Frau Scherz stöhnt leise bei dem Gedanken. Sie kennt dieses Gefühl, auch wenn sie sich nicht sicher ist, ob sie sich manches vielleicht nur eingebildet hat. Gemobbt worden zu sein – dieser Gedanke begleitet sie seit ihrer Schulzeit.

Es war nicht immer leicht damals. In ihrer Klasse gab es Tage, an denen der Gruppendruck beinahe körperlich spürbar war. Schulpsychologen beschreiben dieses Phänomen als Konformitätsdruck. Kinder und Jugendliche versuchen, sich der Mehrheit anzupassen, um nicht selbst zum Ziel der Gruppe zu werden. Und genau in solchen Dynamiken entstehen manchmal grausame Situationen. Frau Scherz erinnert sich besonders an einen Mitschüler. Ein kleiner Junge mit Migrationshintergrund, schmächtig, ruhig, damit in der grausamen Logik mancher Kinder ein leichtes Ziel. Eines Tages steckten ihn einige Klassenkameraden zum Spaß in einen Metallmülleimer auf dem Schulhof. Sie lachten. Sie feierten sich. Für sie war es ein Streich. Für den Jungen war es Demütigung.

...
2 Sprüche - Glück
Vorschautext:
Am Riesenrad des Glücks hängt mein Herz, und jede Runde dreht sich nur um dich.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 11.03.2026]
1 Worte
Vorschautext:
Worte gehen schnell, Taten brauchen Zeit..


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 01.04.2026]