Profil von Marcel Strömer

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Titel
110 Edles Glück
Vorschautext:
Was man nicht alles so beim Räumen findet !!!

..einen uralten poetisch-traurigen Text aus Strömis Feder, fast 30 Jahre alt. Ich habe ihn beim Kellerausräumen und Sperrmüll vorbereiten gefunden und bin echt gerührt. Der Text ist an meine erste große Liebe gerichtet, die damals unerwartet gestorben ist und ich unendlich traurig war..

- Edles Glück -
[✍️ von Marcel Strömer]

Warum sollte es mir anders ergehen als dir?
Auf deinem Weg nach Hause
hast du die gelben Astern zertreten
und hast verächtlich auf den Boden gespuckt..
Wieder einmal ist es spät geworden.
...
109 Edles Glück [2]
Vorschautext:
Warum sollte es mir anders ergehen als dir?
In der Stille der Nacht, auf dem Weg nach Hause,
hast du die gelben Astern zertreten,
hast verächtlich auf den Boden gespuckt.
Der Mond wachte über deine Gedanken,
während alle anderen längst in Träumen versunken waren,
und du wandtest dich ab,
auf der Suche nach dem Glück,
das nur so wunderschön leuchtet –
in der Dunkelheit wie ein Stern.

„Wach auf!”, hat man dir zugerufen,
...
108 Windgeflüster
Vorschautext:
Der Wind erzählt sein Fugenlied,
durch leere Straßen, durch dich, was liebt.
Er trägt den Funken, den keiner sieht,
flüstert von all dem, was kommt und zieht.

Und macht den Mensch und Tier zum Freund,
die stille Nacht und Licht verträumt.
Ein Blick, ein Lächeln himmelwärts,
so groß kommt Liebe dir ins Herz.

Und während Fugen tragen sacht,
wird in dir selbst das Licht entfacht.
...
107 Der Suchende
Vorschautext:
Manchmal steh’ ich dort, wo keiner stehen mag,
Wo finstre Stürme toben, Nacht und Tag.
Dort ringt mein Geist, vom Zweifel wild umflammt,
Nach Wahrheit, die schon längst verdammt.

Wenn Sinn entsteigt aus alter Zeit,
Zu neuem Leben ist bereit.
Dann legt sich Frieden mir ums Herz
Und löscht den auferlegten Weltenschmerz.

So schmied’ ich Reime, Kinder meines Seins,
Und hoff, sie werden spielend deins.
...
106 Familie
Vorschautext:
Du ersetzt mit deinen Worten
das fehlende Puzzleteil.

Mein Leben
wie ein Fragment des Mondes,
zwischen Dunkel und Licht schwebend
eine Form, die sich selbst befragt.
Ich suche den Beweis meiner Existenz,
nicht in der Essenz,
sondern im Vergehen.

Auf den Spuren der Vergänglichkeit
...
105 Alles
Vorschautext:
Als wir uns trafen,
zwei Seelen aus fremden Städten,
Dein Blick traf mein Herz wie ein leiser Donner.
Ich ließ mein Gesicht hinter einem Hut verschwinden,
doch du sahst tiefer,
als Augen je sehen könnten.

Die Sonne, stiller Zeuge,
warf goldene Schleier über uns,
tanzende Strahlen, die unsere Liebe umarmten,
und ich bereue nichts –
nicht einen Atemzug, nicht ein Flüstern, nicht die Glut.
...
104 Le cœur a ses raisons
Vorschautext:
Wieviel Blumen
legst du nieder?

Wieviel Wörter –
Schleudertrauma Kopf!

Unter einer harten Rinde
blutet still
wie Seelenschrott,

Wieviel Tage
muss ich bleiben
...
103 Der ewige Traum
Vorschautext:
Leere versinkt in teilnahmslosen Sphären.
Lichtimpulse durchdringen die Finsternis und bohren in die Seelen der Sterne.
Heimatlose Wege öffnen sich, Pforten der Unsichtbarkeit treten hervor.
Die Existenz der Harmonie ruft aus der Ferne,
eine jenseitige Melodie, die uns zu den Sternen führt.
Zerborstene Schleiergebilde schweben und umtanzen schwarze Löcher wie endlose Spiralen.
Fremde Mächte geleiten dich zu Räumen jenseits von Namen und Zeit.
Frei von allen räumlichen Grenzen pulsiert jedes Ion, jede Zelle im kosmischen Herzschlag.
Jeder Geist, jedes Wesen, jeder Atem trägt das unendliche Sein.
Alles pulsiert in einem ewigen Tanz, der Zeit und Raum transzendiert.
Die Grenzen lösen sich, Licht und Schatten verschmelzen im Atem des Unendlichen.
So erhebt sich jede Seele, getragen von der kosmischen Melodie, ins grenzenlose Jetzt.
...
102 Kosmisches Erwachen
Vorschautext:
Leere
versinkt
in teilnahmslosen Sphären

Lichtimpulse
degradieren Finsternis,
durchbohrter Sternenseelen

Heimatlose Wege
öffnen sich –
Pforten der Unsichtbarkeit

...
101 Sprüche - Freundschaft
Vorschautext:
Freundschaft ist ein Seiltanz
über Zuckerwattewolken —
wer runterfällt,
landet im Lachen.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 08.11.2025]
100 Sprüche - Glück
Vorschautext:
Glück ist wie eine fremde Insel —
kaum legst du an,
merkst du,
du warst schon immer dort.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 08.11.2025]
99 Sprüche - Krankheit
Vorschautext:
In der Krankheit lerne ich viel über mich und andere.
Zeit zum Innehalten —
die Kunst ist, mild zu sein
und dem Schmerz wie einem Freund zu begegnen.

© Marcel Strömer
[Magdeburg, 08.11.2025]
98 Sprüche - Schritte
Vorschautext:
Vieles im Leben scheint unerreichbar.
Die ersten Schritte sind schwer,
doch sobald deine innere Absicht Fuß fasst,
ebnet sich der Weg von selbst — und es gelingt dir.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 08.11.2025]
97 Geburtstagskind
Vorschautext:
Geburtstagskind, heut bist du dran,
wir feiern dich und lebenslang!
Das Alter ist nur eine Zahl,
wie eine Brücke über Berg und Tal.

Die Welt um dich, sie blüht so schön,
mit jedem Jahr, da kannst du seh’n.
Die Sonne strahlt, der Himmel klar,
dein Lachen klingt, so wunderbar.

Lebst noch viele tolle Jahre hier,
und alle deine Gäste wünschen dir:
...
96 Gedankenkarussell
Vorschautext:
Unsere Worte –
Mal aus dem Dornröschenschlaf der Ahnungslosigkeit erwacht,
Mal dem Mahlwerk der bloßen Wiederholung entrissen,
Mal wie der reine Kuss unschuldiger Liebe –
Sie tanzen im Dreiklang von Herz, Verstand und Stimme.

Wir wirbeln in Karussells von Wunsch und Möglichkeit;
das Licht des Tages verbirgt sich oft im Nachtgewand;
und unsere Realität formt flüchtige Bilder,
die uns dorthin führen, wo der Abgrund unserer Selbstbestimmung liegt.


...
95 für immer
Vorschautext:
Kein Mensch
ist sinnlos,
kein Weg
ohne Ziel,
manchmal
verliert
sich alles
im Nebel
so viel,
vielleicht
im Chaos,
wo nie
...
94 Halt
Vorschautext:
Mein Herz springe und springe,
von den Klippen meiner Zweifel,
bis zu dem, was dem Seiltänzer sein Seil ist –

und suche im freien Fall den Punkt,
an dem der Atem wieder trägt.


© Marcel Strömer
[Magdeburg, 15.11.2025]
93 Lichtbringer
Vorschautext:
Stell deinen Scheffel nicht unter fremdes Licht –
es ist hell, wild und ehrlich genug.

Wer will das nicht erleben –
wie du Blitze wirfst,
Zauber und Magie –
auf eine Welt,
die sich in Versuchungen erliegt?

Vielleicht trägst du es bereits in dir –
vielleicht bist du das Licht selbst –
wie ein Spiegelbild des Seelenflimmerns,
...
92 Lebensstrom
Vorschautext:
Ich ahne den Atem des Berges –
ganz nah, als wäre er bei mir,
wie ein Flüsterton durch Steine.

Unter dem Schnee liegen die Träume,
verhüllend die Geheimnisse,
schlummernder Freude.

Vielleicht mit dem prächtigsten Fest des Jahres aufwartend –
wer würde sich schon wundern,
im Gegensatz zu jetzt?

...
91 Die Königsadler [Aquila chrysaetos]
Vorschautext:
Einsam auf den Dorffeldern,
unter Grasmatten, robusten Flechten und Moosen,
manchmal vom wandernden Flugsand bedeckt, werden sie geboren –
die Königsadler, Herrscher der Lüfte.

Unter breiten, kraftvollen Flügeln tragen sie Triumph und Freiheit,
ihre Federn schimmern wie geschichtete Dachziegel,
spröde Schönheit, geformt durch Jahrtausende der Evolution.

Sie stürzen im Flug, präzise und unbarmherzig,
bis zu zweihundertvierzig Kilometer pro Stunde,
ein lebendiges Gedicht aus Muskelkraft und Schwingen.
...