Profil von Claudia Behrndt

Typ: Autor
Registriert seit dem: 24.06.2011
Geburtsdatum: * 06.06.1972

Pinnwand


Mit meinen Gedichten, quer durch mein Leben, will ich jene Menschen erreichen, die ähnliches
erlebt haben wie ich.
Durch das Schreiben habe ich versucht meine Gefühlswelt besser zu verarbeiten.


"Ich schreibe lieber ein Gedicht, denn
das widerspricht mir wenigstens nicht"

Kontakt Daten


E-Mail-Adresse:
behrndt72@aol.com

Statistiken


Anzahl Gedichte: 291
Anzahl Kommentare: 23
Gedichte gelesen: 672.196 mal
Sortieren nach:
Titel
271 Hinter deiner Mauer 14.01.26
Vorschautext:
Warum verwehrst du dir das Licht?
Warum bleibt jeder dir so fern?
Warum vertraust du ihnen nicht?
Warum willst du dich nicht begern?

Warum befreist du dich noch nicht?
Kein Mensch bleibt je von Fehlern frei.
Doch niemand trägt ein Engelslicht
und keiner wird vollkommen sein.

Warum gehst du den Weg allein?
Warum versperrst du dir die Sicht?
...
270 Eis aus Worten 13.01.26
Vorschautext:
Im Norden knirscht das alte Recht,
im Frost wird Macht erneut gerecht.
Ein Anspruch fällt wie kalter Stein,
ins Schweigen aus dem Polarmeer hinein.

Verbündete flüstern Schutz und Pflicht,
doch ändern sanfte Pläne nichts.
Die Arktis hört, was keiner sagt,
wenn Stärke leise Grenzen fragt.

So steht die Welt im weißen Raum,
zwischen Drohungen, Angst und Traum.
...
269 Wenn keiner stehen bleibt 13.01.26
Vorschautext:
Ihr hört mir kaum in Ruhe zu
und jedes Wort verhallt im Raum.
Ich frag mich längst: Wozu das nu?
Denn Hilfe bleibt nur leerer Traum.

Ihr sollt mich tragen, wenn´s mich drückt
und stehen bleiben, wenn´s mich beugt.
Doch nichts davon hat je geglückt,
wenn Not sich still nach Halt verneigt.

So steh ich wieder ganz allein,
ihr dreht euch weg beim kleinsten Schlag.
...
268 Der erste Funke 13.01.26
Vorschautext:
Wie kann ich lieben? Frag ich leis.
Vielleicht beginnt es Schritt für Schritt.
Ein Funke wärmt das innere Eis
und nimmt ein Stück der Zweifel mit.

So vieles wirkt noch durcheinand,
doch manchmal hilft ein Atemzug.
Ein kleiner Mut wird langsam Stand
und wandelt Furcht in neuen Hug.

Und du, der diese Zeilen liest,
erkennst vielleicht, wohin ich geh.
...
267 Splitter aus Erinnerungen 12.01.26
Vorschautext:
Die Vergangenheit holt mich ein,
ihr bitterer Gedanke brennt.
Er dringt mir tief ins Herz hinein,
macht Schmerz, der sich nicht schnell entwöhnt.

Der Rückblick sticht so scharf, so schwer,
ich will ihn stumm begraben.
Doch blick ich suchend still ins Heer
der Wolken, die mich tragen.

Die Splitter in der Seele ruh´n
und schneiden, wo sie wollen.
...
266 Lügen über Lügen 2 12.01.26
Vorschautext:
Du bist es überhaupt nicht wert,
das man ein Gedanke verschwendet.
Du hast deine Grenze überquert,
wenn man dir den Rücken wendet.

Du bist so was von verlogen
und dir habe ich mal vertraut.
Bei Kindern nennt man´s ungezogen,
jawohl, ich habe dich durchschaut.

Du machst den Mund auf und lügst,
so was habe ich schon so oft erlebt.
...
265 Im Schweigen des Waldes 11.01.26
Vorschautext:
Im Schnee versammelt, leis und nah,
der Wald hält kurz den Atem an.
Kein Ruf nach Gold, kein lautes "Ja",
nur Raum, wo Leben wohnen kann.

Die Pfote ruht, das Auge wacht,
ein Schild spricht sanft von stiller Zeit.
Die Erde hört in dieser Nacht,
den Wunsch nach Platz und Friedlichkeit.

Wo Fuchs und Reh im Dunkel zieh´n,
bewahrt der Wald ihr leises Recht.
...
264 Zwischen Schatten und Morgenlicht 11.01.26
Vorschautext:
Manchmal sitze ich still allein
und will ganz bei mir selbst sein.
Doch merke ich: Es braucht noch Kraft,
bis Neues in mir Ordnung schafft.

Ich sehe mich oft noch fehlerhaft,
nicht nur dort, wo Herkunft schafft.
Ich trag so vieles, viel zu schwer,
wünsche mir, ich wäre leichter mehr.

In mir war lange Zeit viel Wut,
sie trieb mir jeden Mut kaputt.
...
263 Schneetief "Elli" 11.01.26
Vorschautext:
Zwei Flocken fallen, leis und klein,
fragt eine: "Wo willst du denn sein?"
"Am Nordpol, ruhig, eisig und still."
"Ich? Nach Berlin, mit viel und lauten Geschrill."

Warnstufe hoch, die Schulen zu,
doch Elli zieht im Bogen, im Nu.
Kein Sturm, kein Schnee, nur nasses Grau -
doch Panik? Die war ganz genau.

Berlin schaut hoch, der Himmel lacht,
der große Sturm war über Nacht entfacht.
...
262 Zwei Flocken im Sturzflug 11.01.26
Vorschautext:
Zwei Schneeflocken schweben leis,
vom Himmel runter, klirrend weiß.
Fragt die eine, ganz geschniegelt:
"Na, wohin wirst du gesegelt?"

"Zum Nordpol flieg ich, ganz entspannt,
bleib liegen dort im ewigen Land.
Kein Streß, kein Funk, kein Warnsystem -
nur Eis, nur Ruhe, so angenehm."

Die andere lacht mit frechen Blick:
"Ich hab da einen anderen Trick.
...
261 Ein Mund aus Schweigen 10.01.26
Vorschautext:
Als Kind mundtot geschlagen, klein und starr,
lernte ich nicht sprechen, hielt mein Schweigen fest.
Aus Angst, die größer war, als Worte wahr,
blieb mir der Mund verschlossen wie ein Nest.

Als Kind mundtot geschlagen, still gemacht,
lernte ich nicht zu fragen, zog mich in mich ein.
Gehemmt vom Blick, der über mir gewacht,
ließ ich die Gedanken ungefragt allein.

Ich war noch klein, ein Kind, noch nicht bereit,
man redete mir ein: Du kannst es sowieso nicht.
...
260 Schneemann Geflüster 10.01.26
Vorschautext:
In der Stadt aus Eis und Lichterglanz,
beginnt ein leiser Schneemann – Tanz.
Der Wind erzählt, der Mond schaut zu,
die Nacht summt eine Winterruh.

Der Mond schaut zu vom Himmelszelt,
wie leise der Schnee die Zeit anhält.
Die Nacht erzählt im Frost ihr Spiel
und Winterträume werden viel.

Und wenn der Morgen Sonne bringt,
ein Schneemann lacht, der andre sinkt.
...
259 Winterflüstern 10.01.26
Vorschautext:
Der Schnee erzählt ganz leis im Chor,
der Wind klopft sacht an Eisentor.
Ein Lachen huscht durch kalte Zeit,
der Winter bleibt - doch Herzen weit.

Der Mond malt Silber auf den Grund,
die Nacht wird weich, die Zeit wird rund.
Im Frost erwacht ein stilles Glück,
der Winter nickt und lächelt zurück.

Und wenn der Morgen dann erwacht,
liegt Glitzer auf der weißen Pracht.
...
258 Smartphone-Falle am Bürgersteig :-) 09.01.26
Vorschautext:
Die Oma lächelt, Stock in der Hand,
sie kennt hier jeden Stein am Rand.
Der Junge starrt aufs Display klein,
die Welt passt grad ins Handy rein.

„Komm ich führ dich, pass gut auf!“
ruft sie heiter mitten im Lauf.
Er wischt noch schnell den letzten Chat,
vergisst, das Bordstein Kanten hat.

So geht’s durch Leben, Schritt für Schritt:
Mal führt die Jugend, mal geht sie mit.
...
257 Zwischen Türen und Gewitter 09.01.26
Vorschautext:
Siebzehn Jahre, schwere Zeit,
Chaos, Lärm und Widrigkeit.
Zwischen Höhen, tiefem Fall,
sag ich leise: Was für eine Qual.

Mutter taumelt, kämpft um Ruh,
sagt sich ständig: Weiter du.
Jeder Tag ein leiser Krieg,
selten Freude, selten Sieg.

Wann hört all das Chaos endlich auf?
Wann nimmt diese Zeit den Lauf?
...
256 Wenn der Körper klagt 09.01.26
Vorschautext:
Fast jeder, jung sowie alt,
kennt Leid und Krankheitsschmerz.
Wenn Unwohlsein erschallt,
wird schwer und müde das Herz.

Bald hier ein Stich, dort die Not,
der Schmerz geht nicht vorbei.
Man hofft auf heilige Saat,
in jeder Apothekerei.

Man schluckt so manche Pille
und hofft auf die Lebens Kraft.
...
255 Gesundheit auf Rechnung 09.01.26
Vorschautext:
Den einen quält es hier,
den anderen plagt es dort.
Der Schmerz bleibt hartnäckig,
er geht so schwerlich fort.

Man eilt zur Apotheke schnell,
voll Hoffnung blind und bang.
Ein Quell von Gesundheit, hell,
der Weg dorthin ist lang.

Man kauft sich teure Medizin,
hofft auf Heilung, Trost und Ruh.
...
254 Stillstand im Schneesturm "Elli" 09.01.26
Vorschautext:
Der Himmel wirft sein weißes Eis,
die Nacht verriegelt jedes Haus.
Der Wind singt kalt vom Blitzeis,
die Straßen schweigen, still und aus.

Der Tag trägt ein Sturmgesicht,
die Welt hält an, bleibt leise im Haus.
Die Flocken blenden jedes Licht,
der Schritt wird vorsichtig hinaus.

Vom Arbeit befreit, ein leiser Sinn,
der Morgen bleibt mir heute frei.
...
253 Aus der Tiefe zum Tag 08.01.26
Vorschautext:
Der Schmerz zieht dunkel durch die Nacht,
doch tief in dir beginnt ein Licht.
Du glaubst, dein Herz hat keine Kraft,
doch etwas in dir bricht nicht.

Du willst nur weg – wohin denn bloß?
Es gibt doch Orte, warm und klar.
Und manchmal fühlst du dich so groß,
weil deine Stärke schon da war.

Stell dich dem Sturm, versteck dich nicht,
lass jedes Gefühl zu, wie es ist.
...
252 Träne im Stillen 08.01.26
Vorschautext:
Träne, Träne, bleib noch fern,
ich kann dich jetzt nicht in mir tragen.
Was würden wohl die Anderen hör´n,
wenn sie mein stilles Weinen fragen?

Doch drängen sie mit jeder Nacht,
sie wollen raus, so laut, so sehr.
Ich halte sie mit letzter Kraft
und lächle – doch es fällt mir schwer.

Doch irgendwann, wenn niemand sieht,
darf jede Träne leise fallen.
...
Anzeige