Profil von Claudia Behrndt

Typ: Autor
Registriert seit dem: 24.06.2011
Geburtsdatum: * 06.06.1972

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Mit meinen Gedichten, quer durch mein Leben, will ich jene Menschen erreichen, die ähnliches
erlebt haben wie ich.
Durch das Schreiben habe ich versucht meine Gefühlswelt besser zu verarbeiten.


"Ich schreibe lieber ein Gedicht, denn
das widerspricht mir wenigstens nicht"

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Anzahl Gedichte: 420
Anzahl Kommentare: 56
Gedichte gelesen: 681.598 mal
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Titel
280 Leiser Mut 15.01.26
Vorschautext:
Im Schein des Abends tritt er zurück,
sein Weg wird still, doch nicht ganz leer.
Ein leiser, nachdenklicher Blick,
der sagt: Ich kämpfe, mehr und mehr.

Ein Schatten liegt auf Raum und Zeit,
doch Hoffnung bleibt im leisen Wort.
Sie trägt ihn durch die Dunkelheit
und flüstert: Geh nur weiter fort.

Und zu den Menschen, die er kennt,
spricht er ganz ruhig, klar und sacht:
...
279 Hinter den Kulissen 15.01.26
Vorschautext:
Er trug zuletzt so manche schwere Last
und wir urteilten schnell, ohne Fragen.
Oft liegt im Schatten, was man leicht verpasst,
was Menschen still in ihrem Innern tragen.

Nun sieht man klar: Er kämpft in tiefem Mut,
ein Weg, den keiner außen wahrgenommen.
Vielleicht täte uns etwas Geduld ganz gut,
bevor wir rasch ein Urteil übernommen.

So lasst uns lernen, einen Schritt zurückzugehen,
bevor wir schnell in harte Worte flüchten.
...
278 Wenn alles auf mich fällt 15.01.26
Vorschautext:
Von überall droht Last,
sie lässt mir keine Ruh.
Sie packt mich ohne Rast
und ich mach still die Augen zu.

Ich sehe die andern froh,
als würde es nur ihnen gut ergehen.
Sie ergreifen Chancen so
und lassen mich im Regen steh´n.

Ich würde gern tief im Sand,
die Sorgen einmal ruhen.
...
277 Wenn Tränen Wege öffnen 15.01.26
Vorschautext:
Tränen rinnen leise und sacht,
sie sagen still: „Bleib hier bei mir“.
Sie kommen schnell in dunkler Nacht,
wenn Schmerz zu schwer wird tief in dir.

Tränen zeigen, was dich trifft,
sie sprechen mehr als jedes Wort.
Sie tragen das Gefühl ans Licht
und nehmen etwas Schwere fort.

Tränen hängen oft an Leid,
doch niemand muss allein das tragen.
...
276 Noch bleibt mir Zeit 15.01.26
Vorschautext:
Ich merke: mancher Weg ist schwer,
doch irgendwo brennt noch ein Licht.
Auch wenn die Schatten drücken sehr,
verlier ich meinen Mut doch nicht.

Wenn Sorgen manchmal übergehn
und Zukunft nur wie Nebel scheint,
kann trotzdem Neues noch entstehn,
bis irgendwann mein Herz vereint.

Vielleicht wird manches neu gewoben,
wenn ich den nächsten Morgen seh´.
...
275 Delphingruß 15.01.26
Vorschautext:
Ich mag die Delphine,
ihr Lachen so leicht.
Sie tanzen im Blauen,
wo niemand sie erreicht.

Ich mag die Delphine,
so hell und so frei.
Sie springen wie Träume,
der Himmel steht bei.

Ihr Tanzen im Blauen,
erfüllt mich mit Glück.
...
274 Nächtlicher Widerhall 15.01.26
Vorschautext:
Im Traum gefangen, Nacht für Nacht,
ein Schrei, der mich aus Schatten reißt.
Was immer dort in mir erwacht,
macht jede Stille frostig, heiß.

Ich suche Schuld und finde nichts,
mein Herz bleibt dennoch voller Beben.
Etwas verbirgt sich im Gesicht,
das nur im Dunkel will noch leben.

Steigt Altes auf aus tiefem Grund,
das längst in Schweigen unterging?
...
273 Hinter stillen Augen 14.01.26
Vorschautext:
Ich sehe die Tränen, die hier fließen,
bemühe´ mich, sie zu verstehen.
Doch meine bleiben ungeschlossen -
wer kann durch meine Stille gehen?

Ich sehe was die Menschen leiden,
doch wer versteht was ich empfind?
Ich hör ihr Weinen, kann nicht meiden,
doch meine Stille bleibt geschwind.

Sag ich, was wirklich mich bedrückt,
so heißt es dann, ich seie wirr.
...
272 Wehwehchen – Walzer 14.01.26
Vorschautext:
Mein Rücken knackt wie altes Holz,
mein Knie macht „Knirsch“ im Takt.
Ich geh trotzdem noch ziemlich stolz,
auch wenn´s im Kreuzlaut knackt.

Ich nahm ne Pille, blau und rund,
sie sollte ihre Wunder tun.
Doch außer leichtem Magen–Schwund,
tat sie mir nur müde ruhn.

Der Doktor schaut mich ernsthaft an,
als wär ich selten dumm.
...
271 Hinter deiner Mauer 14.01.26
Vorschautext:
Warum verwehrst du dir das Licht?
Warum bleibt jeder dir so fern?
Warum vertraust du ihnen nicht?
Warum willst du dich nicht begern?

Warum befreist du dich noch nicht?
Kein Mensch bleibt je von Fehlern frei.
Doch niemand trägt ein Engelslicht
und keiner wird vollkommen sein.

Warum gehst du den Weg allein?
Warum versperrst du dir die Sicht?
...
270 Eis aus Worten 13.01.26
Vorschautext:
Im Norden knirscht das alte Recht,
im Frost wird Macht erneut gerecht.
Ein Anspruch fällt wie kalter Stein,
ins Schweigen aus dem Polarmeer hinein.

Verbündete flüstern Schutz und Pflicht,
doch ändern sanfte Pläne nichts.
Die Arktis hört, was keiner sagt,
wenn Stärke leise Grenzen fragt.

So steht die Welt im weißen Raum,
zwischen Drohungen, Angst und Traum.
...
269 Wenn keiner stehen bleibt 13.01.26
Vorschautext:
Ihr hört mir kaum in Ruhe zu
und jedes Wort verhallt im Raum.
Ich frag mich längst: Wozu das nu?
Denn Hilfe bleibt nur leerer Traum.

Ihr sollt mich tragen, wenn´s mich drückt
und stehen bleiben, wenn´s mich beugt.
Doch nichts davon hat je geglückt,
wenn Not sich still nach Halt verneigt.

So steh ich wieder ganz allein,
ihr dreht euch weg beim kleinsten Schlag.
...
268 Der erste Funke 13.01.26
Vorschautext:
Wie kann ich lieben? Frag ich leis.
Vielleicht beginnt es Schritt für Schritt.
Ein Funke wärmt das innere Eis
und nimmt ein Stück der Zweifel mit.

So vieles wirkt noch durcheinand,
doch manchmal hilft ein Atemzug.
Ein kleiner Mut wird langsam Stand
und wandelt Furcht in neuen Hug.

Und du, der diese Zeilen liest,
erkennst vielleicht, wohin ich geh.
...
267 Splitter aus Erinnerungen 12.01.26
Vorschautext:
Die Vergangenheit holt mich ein,
ihr bittrer Geist brennt ohne Ruh.
Er dringt mir tief ins Herz hinein,
macht Schmerz, der sich nicht schnell legt nu.

Der Rückblick sticht so scharf, so schwer,
ich will ihn still in mir begraben.
Doch blick ich suchend in das Meer,
der Wolken, die mich sanft getragen.

Die Splitter in der Seele ruh´n
und schneiden tief wo sie es wollen.
...
266 Lügen über Lügen 2 12.01.26
Vorschautext:
Du bist es überhaupt nicht wert,
das man ein Gedanke verschwendet.
Du hast deine Grenze überquert,
wenn man dir den Rücken wendet.

Du bist so was von verlogen
und dir habe ich mal vertraut.
Bei Kindern nennt man´s ungezogen,
jawohl, ich habe dich durchschaut.

Du machst den Mund auf und lügst,
so was habe ich schon so oft erlebt.
...
265 Im Schweigen des Waldes 11.01.26
Vorschautext:
Im Schnee versammelt, leis und nah,
der Wald hält kurz den Atem an.
Kein Ruf nach Gold, kein lautes "Ja",
nur Raum, wo Leben wohnen kann.

Die Pfote ruht, das Auge wacht,
ein Schild spricht sanft von stiller Zeit.
Die Erde hört in dieser Nacht,
den Wunsch nach Platz und Friedlichkeit.

Wo Fuchs und Reh im Dunkel zieh´n,
bewahrt der Wald ihr leises Recht.
...
264 Zwischen Schatten und Morgenlicht 11.01.26
Vorschautext:
Manchmal sitze ich still allein
und will ganz bei mir selbst sein.
Doch merke ich: Es braucht noch Kraft,
bis Neues in mir Ordnung schafft.

Ich sehe mich oft noch fehlerhaft,
nicht nur dort, wo Herkunft schafft.
Ich trag so vieles, viel zu schwer,
wünsche mir, ich wäre leichter mehr.

In mir war lange Zeit viel Wut,
sie trieb mir jeden Mut kaputt.
...
263 Schneetief "Elli" 11.01.26
Vorschautext:
Zwei Flocken fallen, leis und klein,
fragt eine: "Wo willst du denn sein?"
"Am Nordpol, ruhig, eisig und still."
"Ich? Nach Berlin, mit viel und lauten Geschrill."

Warnstufe hoch, die Schulen zu,
doch Elli zieht im Bogen, im Nu.
Kein Sturm, kein Schnee, nur nasses Grau -
doch Panik? Die war ganz genau.

Berlin schaut hoch, der Himmel lacht,
der große Sturm war über Nacht entfacht.
...
262 Zwei Flocken im Sturzflug 11.01.26
Vorschautext:
Zwei Schneeflocken schweben leis,
vom Himmel runter, klirrend weiß.
Fragt die eine, ganz geschniegelt:
"Na, wohin wirst du gesegelt?"

"Zum Nordpol flieg ich, ganz entspannt,
bleib liegen dort im ewigen Land.
Kein Streß, kein Funk, kein Warnsystem -
nur Eis, nur Ruhe, so angenehm."

Die andere lacht mit frechen Blick:
"Ich hab da einen anderen Trick.
...
261 Ein Mund aus Schweigen 10.01.26
Vorschautext:
Als Kind zum Schweigen klein gemacht,
lernte ich nicht sprechen, hielt fest.
Die Angst, die größer war, alsacht,
ließ ich den Mund verschlossen, wie ein Nest.

Als Kind still mundtot hingestellt,
lernte ich nicht fragen, zog mich ein.
Gehemmt vom Blick, der mich gefällt,
ließ ich die Worte ungefragt allein.

Ich war noch klein, noch nicht bereit,
man sagte mir: Du kannst es nicht.
...