Profil von Anton Schlittmaier

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Anzahl Gedichte: 175
Anzahl Kommentare: 15
Gedichte gelesen: 20.821 mal
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Titel
175 Reden für den Liebesfall 20.01.20
Vorschautext:
Der Redefluss wird weit
und eng und dann zum Redefall.
Wohin denn treibt mit uns der Fall?
Geschichte stürzt ins Leid!

Der Stern, der steht noch aus,
das weite Land ist schon gefüllt.
Der Hunger ist noch ungestillt.
Wir warten jetzt nur drauf!

Der Fluss muss neu entsteh’n!
Wer redet für den Liebesfall
...
174 Begrenze Dich 19.01.20
Vorschautext:
Du wirst das Kreuzworträtsel niemals lösen
Und viele Karos bleiben weiß
Du hoffst auf wissende Souffleusen
Und lässt bestimmt viel Schweiß

Die Karos locken mehr und Du wirst müde
Und Leere gähnt und bläst Dich kalt
Bald treibt der Wissenswahn zur Plattitüde
Jetzt ruf Dir selber endlich zu das „Halt“


© ANTOSCH
173 Verlass die Enge 18.01.20
Vorschautext:
Wenn Wort an Wort ich reihe
Dann bleibt es nicht bei Worten
Wir kreuzen dann die Pforten
Und kommen so ins Freie

Heraus aus unsrer Enge
Der Weg führt zu den Sätzen
Dies ist nicht zu unterschätzen
Kein Satz ist Wortgemenge

Und weiter zu den Texten
Ein neues Feld fürs Denken
...
172 Schon Kinder greifen in die Welt 18.01.20
Vorschautext:
Die Nähe bringt uns zu den Dingen
Schon Kinder greifen in die Welt
Und sind im Spiel ein großer Held
Durchs Auge wird dies nie gelingen

Der ferne Berg, der ist Dein Ziel
Aus Nacht und Nebel kommen Grenzen
So nimm die Hand, die Finger viel
Zusammen werden Sinne glänzen


© ANTOSCH
171 Vertraue dem Tag und der Nacht 17.01.20
Vorschautext:
Vertraue dem Tag und der Nacht
und Träume, die kommen, soll‘n fließen.
Verplan die Tage, doch acht‘
darauf, sie auch oft zu genießen.

Erfüll Dir Träume nicht nur,
im Takte der Uhren von Firmen.
Lass Nächte kommen als Spur,
versuch sacht sie nicht abzuschirmen.


© ANTOSCH
170 Leben ist mehr 16.01.20
Vorschautext:
Pathos, hohe Sprache, gut gereimt,
Herz in Flammen, vieles wird beweint.
Zeitenwandel bringt die Prosa!
Einfach sagen, was ist denn gemeint,
erdig, nicht zum Monte Rosa.

Sprachmelodie, die uns rhythmisch klang
und Inhalt sind wie Yin und Yang.
Feuer und das Wasser: Gleichnis
unsres Lebens – immer voller Überhang.
Für sich gibt's nur das Verzeichnis.

...
169 Die Sonne bittet um Frieden 16.01.20
Vorschautext:
Die Wolken malen den Himmel heut bunt
Drei Riesen kämpfen ums Licht mit dem Hund
Die Sonne bleibt in der Mitte
Konflikte durchscheint sie klärend zum Grund
Für Frieden schickt sie die Bitte


© ANTOSCH
168 Erhellende Engel 15.01.20
Vorschautext:
Sonnig ist’s, da mag man gleich hinaus!
Lange kalte Zeit, die presst und schnürt
vorrangig die Glieder und man spürt
meist die Lebenskraft im Leichenhaus.

Blauer Himmel, Wolkentötertag!
Morgens klafft ein Sonnenritz, nur klein,
später strömen Strahlenengelein
und die schmelzen Deinen Frostbelag.

Warmes Fließen durch die Adern heute!
Straßen kichern laut wie Edelleute.
...
167 Der Himmelsblick 14.01.20
Vorschautext:
Schau, das Wolkenloch gibt frei Dir den Himmelsblick,
doch die Sonne verbirgt heute ganz ihren Glanz.
Sterne zeigen erst abends
ihre Pracht. So hab‘ ich die Zeit

auch dem Tag noch Genuss abzugewinnen, trotz
Mangel, der uns so oft plagt und auch Qualen bringt.
Freude über meinen Mittag,
Jawort kommender Sternennacht!


© ANTOSCH
166 Die Kraft unserer Wörter 14.01.20
Vorschautext:
So überblau der Himmel und rot.
Da merk ich: Die Augen geblendet!
Ich sehe, dass nichts sich vollendet
und immer Zerfall uns bedroht.

Das Rot war so stark, ist nun fort.
Verschwunden wohin? In mein Träumen!
Das führt mich sodann an den Ort,
den wir zum Erinnern einräumen.

Der Himmel dann grau und nur grau.
Doch „Blau“ als ein Wort wird verbleiben,
...
165 Blick durch den Flimmer 14.01.20
Vorschautext:
Das Grün der einen Nadelspitze
gleicht niemals einer von nebenan.
Und morgen kommt die große Hitze,
die geht hinab und wieder bergan.

Der Abstand zwischen allen Dingen,
der Lauf der Zeit verhindert immer,
dass eins dem andren gleicht. Geflimmer
erweckt den Schein, dass wir entgingen.


© ANTOSCH
164 Nimm Dir die Blumen des Eises 13.01.20
Vorschautext:
Der Tag verläuft gar so eisig.
Die Frage bleibt doch: Entgleis ich?
Weil Halt und Haftung die Schiene
nicht schenkt: Gefahr für Routine!

Doch ist das Eis auch Gehäuse,
klebst fest und siehst keine Schleuse.
Dann Eis oft voll mit den schönen,
verzierten Blumen die krönen.

Gar vieles spricht aus dem Eise,
so "Blumen, Grenzen, entgleise".
...
163 Brennen 13.01.20
Vorschautext:
Tragfähigkeitsprüfung
Meines Lebens
In der Morgendämmerung

Ich frage
Muss das Licht vor mir noch brennen

Und dann
Brennt mein eigenes Licht


© ANTOSCH
162 Sicherheit gibt’s auch hier nicht 13.01.20
Vorschautext:
Dating hab‘ ich heut‘ mit Dir und ich bin sehr gespannt, was herauskommt!
Klar ist: Anstatt dass durch Glück zufällig ich Dich wo treff‘,
scheint es vergleichsweise sicher, das Treffen zu organisieren.
So hab‘ ich durchaus hier null Aufwand zusammen mit Dir
wirklich an dieser für uns doch so wichtigen Stelle ein Dating
haben zu können. Jedoch Sicherheit gibt’s auch hier nicht!


© ANTOSCH
161 Gib Deinen Teil 13.01.20
Vorschautext:
Wiesen, so traurig, und schneelos der Winter! Ich denk an die Mutter,
sie war mir immer nur gut. Mein weit’res Leben blieb fremd
ihrem so engen Sinn und sie fand es so schwer zu verstehen
meine ihr später dann neue Welt, nie erfahrbar für Sie!
So viel Distanz immer zwischen uns, später nichts Neues belebte
unser Verhältnis und ganz blieb’s in den Rahmen gefügt,
der so früh schon gezogen war: Einengung für das Gemeinsam-
Leben und dann gar noch Du, Vater, ein schweres Geschick.
Doppelt gebunden im eigenen Leben verbleibt uns nur Warten,
hoffend, dass alles sich spät fügt und sich Andres ergibt.
Du bist dabei nur so viel wie ein Teil und ganz kannst Du es nimmer
lösen. So leist‘ Dein Teil kraftvoll und gib es nun hin!
...
160 Talk Show 11.01.20
Vorschautext:
Die üblichen Verdächtigen breiten
sich aus. Sie reden über den Vater,
den Schlag in ihr Gesicht und sie streiten
nicht ab, Erfolg auch am Theater
zu haben, und besonders die Stücke,
die neulich liefen, füllen die Lücke,
die nun geschlossen ist, vorher war da
noch Platz, doch jetzt gibt’s kein so lala
hier mehr und meine Magersucht ist
geheilt. Ich stehe wie ein Artist
am Seil und hab gar keine Scheu,
zu reden in dieser Show getreu
...
159 Schwebende Zeit 10.01.20
Vorschautext:
Ein Kind, das lacht im Garten
Ich lache gerne mit
Die Arbeit lass ich warten
Das Leben findet Tritt

Wir liegen auf dem Rasen
Über viele Stunden meist
Das Schaf, das lass ich grasen
So bleibt uns Zeit, Du weißt

Ich nehme mir die Stunden
Um mit Dir eins zu sein
...
158 Skandalballade von der lila Gila 10.01.20
Vorschautext:
Der Hans, der hatte Badeschlappen
und ließ sich mal dabei ertappen,
dass seine Schlappensohlen lila
gefärbt und mit einem Bild von Gila
versehen waren, was so nicht
sehr schlimm gewesen wär, wenn schlicht
die Gila auf dem Bilde wär,
mit schönem Kleid und ehrbar'n Flair.
Doch Gila war ganz nackt und voller
Behang mit Gold und Reiz und toller.
Da packt die Tante Klara nun
die Schlappen und macht sie opportun.
...
157 Am Ende gerne 09.01.20
Vorschautext:
Der Regen bringt das Stimmungstief
Da hilft mir auch kein schönes Lied
Denn alles scheint mir nun stupid
Die Welt erleb ich so ganz schief

Die nette Geste freut mich nicht
Der andre tropft vom Kopf zum Fuß
Und seine Worte sind abstrus
Der Tag bleibt heute harte Pflicht

Ich kauf was Wunderschönes mir
Es wird mir nass auf meinem Weg
...
156 Wenn ich geh… 09.01.20
Vorschautext:
Wenn ich geh
Dann geh ich
Weil ich geh
Und nicht
Weil ich gegangen bin

Wenn ich geh
Dann geh ich
Weil ich geh
Und nicht
Weil ich gehen werde

...
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