Profil von Anton Schlittmaier

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Anzahl Gedichte: 76
Anzahl Kommentare: 10
Gedichte gelesen: 2.965 mal
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Titel
76 Löse Dich! 12.11.19
Vorschautext:
Starr der Körper und die Stimme
Demütig heut‘ ich mich krümme
Doch warum seh‘ ich ab von mir
Halte mich zurück über Gebühr

Ich bin selbst der Herr und entscheid‘
Ob ich will die Ergebenheit
Aber ich kann nicht wollen, denn mein
Körper lähmt sehr, stellt mir das Bein

Dennoch befrei' Dich von Starre
Hau‘ weg endlich die Kandare
...
75 Lärchen im Winter 11.11.19
Vorschautext:
Wunderschöne, riesengroße Lärche,
dass jemand Dich in ein Raster pferche:
Die Gefahr ist groß, denn Nadelbäumen
scheint es eigen, im Winter die Nadeln
nie zu verlieren. Wir müssen tadeln
die’s glauben und den Irrtum ausräumen.


© ANTOSCH
74 Ich wünsche mir rauen Reif 11.11.19
Vorschautext:
Rauer Reif liegt auf den Gräsern,
fern liegt solcher Zauber von einer
Welt, in der wir häufig lasern
und die beherrscht wird durch Designer.

Tausend geschaffene Wirklichkeiten
greifen in Dein alltägliches Leben.
Ihr eigner Lauf lässt vieles Dir entgleiten.
Raureif und Gräser Dich neu beleben!

© ANTOSCH
73 Er weiß einfach alles 10.11.19
Vorschautext:
Er spricht über alles und weiß
scheinbar, doch der Beweis
der bleibt aus. Schneller und schneller
spricht der Argumentepreller.

Ich fall‘ in mir zusammen,
es versiegen meine Flammen.
Ich werd‘ stumm und stummer
und fühl‘ mich wie ein Dummer.


© ANTOSCH
72 Neulich...und...dann 10.11.19
Vorschautext:
Neulich sah ich Dich
Du warst lebendig und sehr rege
Kurz das Wort gewechselt
Schenk mir Dein Lied zum Leben

Ein Schild trugst Du
Auf dem Dein Name stand
Mit Vorsicht blickte ich
Schenk mir Dein Lied zum Leben

Nun weiß ich Deinen Namen
Hast Du auch mein Schild gelesen
...
71 Die andren sind schuld 10.11.19
Vorschautext:
Ich bin nicht so. Die Andren, die
schreiben mir die Dramaturgie.
Ich will ganz anders, doch ich kann
es nicht. Bin nur der Hampelmann.

Egal, was ich sag‘, es ist schon
gesagt - im Netz. Ich bin Version.
Ich kann nichts dafür. Er ist schuld.
Bin Opfer, stets nur eingelullt.

Kauf‘ ich was, kauf’s nicht ich. Es ist
die Werbung, die sagt: Du vermisst!
...
70 Statt Ikarus lieber Gelee 09.11.19
Vorschautext:
Mein kleines Haus ist abgebrannt
Durchgerannt ist ein Elefant
Das Herz ist ohne Ort und muss
Nun hoch hinaus wie Ikarus

Drei Stühle sind verkohlt. Der Flur
Ist auch entleert. Es fehlt die Uhr
Die Zeit, die hinkt sich hinterher
Ich fühle mich so tränenschwer

Die luft’ge Höh‘ ist ohne Sinn
Bleib lieber bei der Pflückerin
...
69 Du bist nie mein Machwerk 08.11.19
Vorschautext:
Es klingt der eine im andern -
schön ineinander mäandern!
Verlieren im Du, ohne Zurück -
der Traum vom wahren Liebesglück.

Die Frau empfängt den Laut meiner Stimme,
den Körper, wenn ich in ihr schwimme.
Als Spur verlier ich mich. Es gibt kein Zurück!
Du bist nie und niemals mein Gegenstück.

Die Spur ist verwischt. Der Wind war stark.
Nie find‘ ich mich nun mehr als autark.
...
68 Fünf Welpen jaulen hinter Gittern...und dann... 08.11.19
Vorschautext:
Fünf Welpen jaulen hinter Gittern
Den Reiz der freien Welt sie wittern
Ein Spiel, oh, das wär‘ nun wunderbar
Ging übers ganze Zimmerinventar

Vom Teppich übers Sofa auf den Tisch
Das wär nun wirklich verführerisch
Doch oh Glück, die Welpen schaffen‘s nicht
Sie müssen am Boden bleiben dicht

So öffnet sich kurz die Gittertür
Die Welpen haben Bewegungskür
...
67 Lese dichte einsam 08.11.19
Vorschautext:
Wie kann ich
Und wo
Und überhaupt
Leben

Wenn die Luft
Dünner Dümmer Dicker
Wird
Das Google-Netz
Engmaschiger
Alles gemeinsam geteilt in Projekten

...
66 Buß und Bet VII (Limerick) 05.11.19
Vorschautext:
Der Buß ist heut‘ bei S. Freud
Du heißt jetzt „Über-Ich“, oh Freud‘
Mit neuem Kunstwort
Der alte Mief ist fort
Es kommt nun vom Therapeut


© ANTOSCH
65 Buß und Bet VI (Limerick) 05.11.19
Vorschautext:
Der Buß, er erzählt vom Mangel
Der hatte uns an der Angel
Wir waren unvollständig
Die Schuld quälte uns ständig
Fern hielten wir Tingeltangel


© ANTOSCH
64 Buß und Bet V (Limerick) 05.11.19
Vorschautext:
Der Bet, der enthebt sich der Schuld
Er feiert nun Feste okkult
Er fühlt sich so frei
Fern von Tyrannei
Voll Fülle ist er eingelullt


© ANTOSCH
63 Hoffnung auf vierblättrigen Klee 04.11.19
Vorschautext:
Die Wetterdienste melden, Schnee bleibt aus,
die Tage auch über Nikolaus hinaus.
Sie bleiben warm. Dafür weht der Wind
so stark und für unsere Sorgen blind.

Schick Dein Kind in den Wald, damit es bringt
Beeren vom Schnee, die Du brauchst unbedingt.
Setz sie ins Glas und stell sie dorthin,
wo Du’s find‘st auch ohne Zauberin.

Schüttle das Beerenglas und träum‘ vom Schnee,
hoff‘ dass Dir bleibt der vierblättrige Klee.
...
62 Unsichtbar 04.11.19
Vorschautext:
Unter’m Hirnscanner
Ich seh‘ mich nicht
Seh‘ Nerven
Seh‘ Chemie
Seh‘ Salze
Strom
Und weiter mehr davon
von diesem

Ich seh‘
NICHT
Gedanken Seele
...
61 Jahre vergehen - Unrecht bleibt 03.11.19
Vorschautext:
Jahre vergehen
Unrecht bleibt
Gefesselte Affen
Blutverschmierte Hunde
Kein Ende in Sicht
Auf bessere Zeiten
Die wir erhoffen
Für Tiere und Menschen
Regen Regen Regen
Helft der Sonne zum Durchbruch
60 Distelhaar fliegt davon 03.11.19
Vorschautext:
Acker voll mit Blättern, Vogelschrei,
Fichtenzapfen und dann Weißdorn.
Schotterwege, Hundebalgerei,
vorbei am hochgewachs‘nen Ahorn

Dann die Kletten und Disteln ganz nackt,
euer Wollkranz ist fortgeweht.
Für den Winter ihr seid nun entpackt.
Wie euch, so es allem ergeht.



...
59 Melancholie 02.11.19
Vorschautext:
Die Nacht ist dunkel
Ich seh‘ sie nicht
Auch seh‘ ich nichts

Ein Tier schreit schrill
Ich seh‘ es nicht
Doch hör‘ ich es

Ein Klärwerk stinkt
Ich seh‘ es nicht
Es riecht

...
58 Heiliger Abend 02.11.19
Vorschautext:
Kälte, manchmal Schnee, stille Zeit.
Langes Warten, nun ist’s vorbei.
Stimmungsvoll wir erwarten nun,
dass wir uns jetzt viel Gutes tun.

Händedruck, ein Schulterklopfen,
Lächeln, Freudentränentropfen,
Lieder und gesellig‘ Essen,
Christgedenken währenddessen.

Enden mit Geschenke machen.
Symbol in so vielen Sprachen.
...
57 Habe “Ja“ gesagt und der Bach quoll über 02.11.19
Vorschautext:
Ich hab‘ Dich angestiert
Die Luft hat dabei geflirrt
Bist weggeflogen
Wie’n Zugvogel

Ich hab‘ mich angepasst
Nie Eignes verfasst
Bist weggelaufen
Wie’n Wandervogel

Ich hab‘ nie ein Haus gebaut
Der Regen stürzte nieder
...
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