Profil von Anton Schlittmaier

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Anzahl Gedichte: 267
Anzahl Kommentare: 20
Gedichte gelesen: 49.336 mal
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Titel
267 Gönn Dir jetzt die Schwäche 29.03.20
Vorschautext:
Das unheimliche Fremde
ist Neuland der Natur,
von Abwehr nicht gehemmte -
ach - Lebenskorrektur.

Der Wahn vom Alleskönnen,
zerbrochen liegt er da.
Die Schwäche jetzt vergönnen:
Ganz wahrhaft sei Dir nah.


© ANTOSCH
266 Der Mensch ist kein Gigant 28.03.20
Vorschautext:
Der Mensch beherrscht die Welten
So glaubte jeder fast
Den Traum der Stolzgeschwellten
Der Mensch war ein Phantast

Gewarnt war der Verneiner
Und die Gefahr bekannt
Geglaubt hat es fast keiner
Der Mensch ist kein Gigant


© ANTOSCH
265 Jubel in den Lüften 26.03.20
Vorschautext:
Die Vögel fliegen lustig
im Kreis und auf und ab
und früher schon, da wusst ich:
Die Stille lockt herab.

Der Jubel in den Lüften,
denn leiser werden wir.
Die Blumen mit den Düften –
der freien Wege Zier.


© ANTOSCH
264 Liebe und Magie 25.03.20
Vorschautext:
Der Virologe sagt, was ist.
Die Exponentialfunktion
beschreibt das Wachstum: Kurvenfrist
und dann: Die Virenexplosion.

Die Zahlen und die Teilchen, sie
beherrschen uns – und alles dinglich.
Wo wohnt die Liebe und Magie?
Ihr: Geht doch nicht unwiederbringlich!


© ANTOSCH
263 Glück der Ruhe 23.03.20
Vorschautext:
Die Sonne strahlt und leer die Plätze.
Wo sind die Menschenmassen hin,
ihr lautes Rufen, ihre Sätze?
„Ich kauf, ich bin!“ war Eventdoktrin.

Und Glück hieß nur noch „stärker, häufig“.
Der Platz ist leer und Du im Haus.
Die Welt bleibt länger gegenläufig.
Das Glück der Ruhe kriecht heraus.


© ANTOSCH
262 Mehr Menschlichkeit 20.03.20
Vorschautext:
Die Menschheit reiste immer schneller
Computerspur im Prestotakt
Es hetzte auch der Briefzusteller
Und alles war wie ein Kontrakt

Der Virus bremst die Zeit zum Kreise
Ganz zögernd wird erkannt: BEGRENZT
Jetzt vielleicht werden Menschen weise
Und zu mehr Menschlichkeit ergänzt


© ANTOSCH
261 Rettendes: Du reifst 18.03.20
Vorschautext:
Falter wären gerne in der Sonne
Dunkle Wolken rauben jede Kraft
Und der Gitterwald, der stoppt die Wonne
Alle Welt spricht online geisterhaft

Jeder Rest von Glück liegt in der Lache
Spiegelt nur wie langsam Du begreifst
Dass die Welt von gestern ihre Sache
Neu nur findet: Rettendes Du reifst


© ANTOSCH
260 Ruhe und Mut 13.03.20
Vorschautext:
Die Welt war nie fest
Der Krieg auch noch da
Wir sahen die Pest
Ich sag‘ Afrika

Und heute ist hier
Ein Feuer im Gang
Die Angst ist ganz schier
Ich kannt’s nicht bislang

Jetzt alles gedreht
Der Handschlag wird schlecht
...
259 Kerzenfeuer 10.03.20
Vorschautext:
Die Kerze ist zur Hälfte abgebrannt.
Das Wachs tropft an den Seiten wild herab,
so wie von Deinen Lippen das Make-up.
Das Liebesfeuer nimmt uns bei der Hand.

Und dann erklingt uns hell der Kerzenschein,
der rot und kugelförmig uns betropft.
Er sprüht sein Feuer, wenn er bei uns klopft.
Die halbe Zeit verbleibt zum Glücklichsein.


© ANTOSCH
258 Harte Fakten 10.03.20
Vorschautext:
Keine Frage nach dem „Etwas“!
Frecher Kerl, du suchst hier Wissen
das gewiss des Fragens nimmer
wert ist. Ob denn etwas wirklich
sei, vielleicht auch nur Geträumtes?
Seit Descartes wird dieser Zweifel
fragend durchgespielt im Namen
unsres neuzeitlichen Denkens.
Alles sei zu prüfen endlich,
nach dem Mittelalter sei es
Zeit, dass Menschen selber denkend
werden. Gott kommt an die zweite
...
257 Zerspaltene Kluften 10.03.20
Vorschautext:
Der Virus ergreift jetzt alles
Psychisch, physisch, meistens beides
Wer das Ganze wüsste, fasste
Den Begriff der wahren Mitte
Doch noch fehlen Worte, die
Es passend uns erlaubten, beides
Auszusprechen und nur einen
Wahren Namen zu verwenden
So verbleibt die Mitte fremd uns
Der Virus – er fährt dazwischen
Und die Medizin der Körper
Macht die Ängste zu Hormonen
...
256 Mehr Liebe 10.03.20
Vorschautext:
Musst es in Griff bekommen, ja das ist es
Du bist dann sicher und erhältst Medizin
Die gegen den Virus dich schützt. Immun wär
Noch besser, wär ein Traum. Du, iss Zitronen
Doch sicher ist’s auch nicht. Du läufst leer. Plötzlich
Die starken Motoren klirren verloren
Dein Herz pocht ängstlich. Das ist unbekannt
Ich weiß nicht was. So lange stark, jetzt blasen
Die Winde stärker als Du bist. Du hältst Dich
An Mülltonnen und dann kommt es: Corona
Dein Herz gerät in Schussliniennähe
Unkontrollierbarkeit. Abhängigkeiten
...
255 Wahrheit 08.03.20
Vorschautext:
Wahrheiten verzweigen sich in die Baumwipfel:
Wurzelwahrheit
Stammwahrheit
Rindenwahrheit
Astwahrheit
Blattwahrheit
Blütenwahrheit
Fruchtwahrheit

Viele Wahrheiten:
Meine
Deine
...
254 Zu groß für uns 08.03.20
Vorschautext:
Das Göttliche ist groß,
zu groß für unser Auge.
Erkenne schonungslos,
dass der Begriff nicht tauge.

Und fügst Du Ding an Ding,
die Welt bleibt immer größer.
Und der Begriff gering
und Wahrheit nie entblößt er.


© ANTOSCH
253 Gesetze (Brevier) der Wirklichkeit 08.03.20
Vorschautext:
Zwei Rehe kreuzen schnell die Straße.
Ihr Hinterteil ist weiß und groß
und es existiert nicht bloß zum Spaße.
Natur erhält sich durch den Schoß.

Am Ende sind da keine Fragen mehr
und alles scheint ganz einfach hier.
Doch wer hat einmal angetragen
dem Sein und Leben sein Brevier?


© ANTOSCH
252 Der Gashalm winkt im Wind 07.03.20
Vorschautext:
Der Grashalm winkt im Wind mir zu.
Ich frage heute mal: Wozu
ist er denn da, so schön im Wind
und winkend mir so wohlgesinnt?

Woher weiß ich, was Halme tun?
Ich kann sie niemals interview’n.
Die Frage nach dem Sinn stell‘ ich,
nicht zufällig erfasst sie mich.

Sie ist nicht nur der Wunsch nach Sinn,
nicht willkürlich ist ihr Beginn.
...
251 Es hustet hinter mir 06.03.20
Vorschautext:
Es hustet hinter mir:
So hab‘ doch kein Gezier!
So gerne warst Du nahe.
Dein Satz hieß doch: Bejahe!

Doch jetzt wird man schnell krank.
Mit Fremden auf ‘ne Bank:
Wie soll ich mich entscheiden,
jetzt fremde Menschen meiden?

Vielleicht überlebenswichtig?!
Bist Du noch ganz richtig,
...
250 Die Atemmasken sind schon ausverauft 06.03.20
Vorschautext:
Corona stoppt die Schnelligkeit der Welt
Die Post aus China
Nicht mehr zugestellt
Ach wär' es nur Angina

Die Atemmasken sind schon ausverkauft
Werd' bloß nicht angeschnauft
Die Hygiene feiert jetzt ein Fest
Am besten bist Du nicht gestresst

Umarm mit Herz und mit Verstand
Verlern' das Leben kurzerhand
...
249 Lieben im Bann 05.03.20
Vorschautext:
Ich rolle mich heute in Dich
Verschwinde in Dir. Gedankenstrich
Was soll man noch sagen
Behagen
Und Eins sind wir
Entwirr
So heißt es dann
Ich lebe, liebe im Bann


© ANTOSCH
248 Freier Lauf 05.03.20
Vorschautext:
Leise, sage ich zu den Hunden
Später drehen wir noch die Runden
Eine, zwei, vielleicht aber auch drei
Und wir warten nicht bis zum Mai

Bis dahin vertrösten wär‘ schwierig
Denn die Hunde sind heut‘ zu gierig
Und sie bellen wild und auch laut
Lärm, der mir den Tag noch versaut

Deshalb geh ich schneller und weiter
Und die Hunde werden ganz heiter
...
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