Profil von Anton Schlittmaier

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Anzahl Gedichte: 316
Anzahl Kommentare: 25
Gedichte gelesen: 84.798 mal
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Titel
316 Wahrheit als Respekt 06.07.20
Vorschautext:
Er sagte allen, was er dachte:
Du bist zu langsam, dumm und klein.
Sein Wort nur Höllenpein.
Er fand es gut, was er da machte.

Die Wahrheit sagte er zu jedem
und stolz war er darauf.
Sie war ein Flintenlauf.
Sein Leben war nur Reden.

Respekt war nie sein Ding.
Doch tiefe Wahrheit kennt den Takt:
...
315 Lücke nach dem @ 02.07.20
Vorschautext:
Mein Herz pocht so wild heute Nacht.
Wo bist Du? Ach, leer ist Dein Bett
wie die Lücke nach einem @.
Echo: - - kein Du entfacht!

Tage ohne Dich: Dunkelheit,
Kopfgebrause. Ich hab‘ kein Ziel.
Leben kreist in sich: - Exil.
Ich und Du: Ach, wir sind entzweit.


© ANTOSCH
314 Dein Ruf 30.06.20
Vorschautext:
Neun Jahre bist Du hier.
ich kenn‘ Dich kaum,
Du schöner Baum.
Mein Blick ist viel zu stier.

Ich geh‘ von Jahr zu Jahr
und wandle mich
- bedauerlich –
zu diesem Exemplar.

Nicht Ich und freier Blick
zum schönen Baum:
...
313 Heiler Ort 29.06.20
Vorschautext:
Mein Herz ist Dir so zugeneigt,
doch alle Worte sind zu klein.
Ich träume nur wir sind zu zwein,
romantisch und ganz nah: Es geigt.

Das Wort verhallt und Du gehst fort,
mein Herz zerbricht. Du hörst es nicht.
Und dunkel bleibt’s für mich: Verzicht.
Ich sehne mich zum heilen Ort.


© ANTOSCH
312 An Rosen denk‘ ich nicht 28.06.20
Vorschautext:
Das Lächeln dieser Schönen,
es wird den Tag mir krönen.
Die Worte fließen leicht.
Ihr Herz bleibt unerreicht.

Ich lächle morgen wieder
und gern‘ brächt‘ ich ihr Flieder.
An Rosen denk‘ ich nicht.
Mir fehlt die Zuversicht.

Ich lächle alle Tage
mit Vorsicht: Bleibe vage.
...
311 Schrei der Seele 27.06.20
Vorschautext:
Es pulst wie Strom durch meinen Kopf
Die Vögel singen laut
Mein Herz ist abgeflaut
Und in den Ohren klebt ein Pfropf

Der Druck, der steigt. Ich schrecke auf
Sie lacht mir ins Gesicht
Ihr fehlt die Innensicht
Es läuft sich schief mein Lebenslauf

Mein Kopf kann schmerzen: Das ist Sinn
Der Fluss, der stockt und sucht
...
310 Du greifst den Mond 22.06.20
Vorschautext:
Freilich: Du bist es niemals schon
Schön ist die Tasche: Glas im Glas
Blinkender Ton, das ist der Lohn
Männer die blicken: kurzes Gras

Leeres im Leeren wieder nur
Sieh‘ da und dort: Du greifst den Mond
Bist, was Du machst: Verlustnatur
Immerzu warst Du nur bewohnt


© ANTOSCH
309 H's Langeweile 15.06.20
Vorschautext:
Am Bahnhof
Langes Warten
Die gute Zeit
Verloren

Partyplaudern
Leere Worte
Selbst
Hast Dich vergessen

Alles sinkt
Ein Nebel
...
308 Ein Leben des Vertrauens 10.06.20
Vorschautext:
Der Vogelsang befüllt nicht mehr mein Herz
und Leere bleibt ein kalter Ort.
Den Blutfluss sperrt’s.
Wohin ich schau ist Mord.

Ich stachle an mein Tun
und fülle meinen Raum.
Der Sinn erblüht zuerst im Traum,
doch Leere rauscht auch nun.

Dahinter tobt? Ich weiß es nicht!
Der siebte Tag schafft Raum für Licht.
...
307 Rausschmiss 08.06.20
Vorschautext:
Wo ist Dein Herz?
Du rennst vorbei,
drei Tonnen Blei
und ohne Schmerz.

Du trägst nur Last,
bist in Dir Gast.
Wo ist Dein Schrei?
In Dir sind Zwei!

Jetzt spring und geh‘,
das ist der Dreh.
...
306 Tage sind der Stoff der Lieder 03.06.20
Vorschautext:
Laut und leise kommt der Zug
und dazwischen Vogelzwitschern.
Alles fällt in einen Krug.
Welt: Du bist das große Zittern!

Nie gehört: Verbleibt EIN Ding
neben, neben, immer wieder.
Jahr um Jahr: Es ist gering.
Tage sind der Stoff der Lieder!


© ANTOSCH
305 Ekstase 03.06.20
Vorschautext:
Spiel der Wörter Spiel
heute ohne Ziel.
Frage nicht, wozu
passt denn dieser Schuh.

Lass den Körper frei,
Schalen weg vom Ei.
Sich verlieren fast,
alles wird verprasst.


© ANTOSCH
304 Liebesmacht 02.06.20
Vorschautext:
Ein Vogel zwitschert nie allein sein Lied
Auf Antwort hofft sein Herz, bevor sie klingt
Der Sommer strahlt schon hell aus dem Zenit
Und trüber Sinn bleibt aus und es gelingt

Drei Blütenblätter feiern diese Nacht
Denn Bienen waren lang in ihrem Kelch
Schon immer wussten Sie von Liebesmacht
In weiten, tiefen Wäldern röhrt der Elch

Die Sonne zieht das Wasser hoch hinauf
Es fällt als Regen auf das trock’ne Land
...
303 Vorsicht! 18.05.20
Vorschautext:
Der Wind verbläst die Linse mir
und krumm erscheint ein grader Strich.
Die Wirklichkeit verbleibt Begier.
Am Ende wird’s nicht einheitlich.

Der Virus: Chimäre und Fakt!
Der Geist zerbricht am Widerspruch
und Wahrheit wird nicht aufgeknackt.
Ach, wäre da nur EIN Geruch!

„Gefahr ist Fake“: Verschwörerwucht!
„Die Tagesschau verschleiert‘s nur,
...
302 Mein Wort für Dich 12.05.20
Vorschautext:
Der Brückenschlag des Mai ist abgeknickt,
im Kälteloch ist er gefangen.
Mein Brief, der wird schon wieder nicht verschickt.
So wirst Du nichts von mir empfangen.

Die Post macht eine Pause und schon lang‘
verbleibt mein Wort im Mund. Ein Kreisen.
So liebe ich fast bis zum Untergang.
Die Wärme schenkt uns bald das Reisen.


© ANTOSCH
301 Sehnsucht des Herzens 12.05.20
Vorschautext:
Ich sah‘ Dich mit dem Herzen
Auf schmalen Pfaden: Staub
Mit Dir verschmelzen: scherzen
Die Welt ist oftmals taub

Gerannt: Schnell bist Du weiter
Ganz ohne Blick für mich
Zu zweit, da wär‘ es heiter
Doch es ist bitterlich


© ANTOSCH
300 Mutter 11.05.20
Vorschautext:
Verschwiegen waren die Gefühle,
in Dich warst Du gekehrt,
von vielen hochverehrt
und standst sehr häufig an der Spüle.

Geschirr, das stapelt sich zu Türmen,
Du schweigst und Glas erstrahlt.
Wie schön wär’s handgemalt!
Doch sagst Du „nein“ zu Deinen Stürmen.

So lang‘ und unsichtbar zu leben.
Wer engte Dich denn einst,
...
299 Liebesblicke 09.05.20
Vorschautext:
Deine Blicke, gestern noch Erquickung
Hin- und hergewiegt durch ihren Strahl
Warst Du meiner Seele schönste Schickung
Leer ist nun der allzu weite Saal

Ohne Bänder Deiner Liebesblicke
Stürzt die Welt in sich und wird zu nichts
Lange Briefe, die ich nicht abschicke
Meines Herzens off‘ne Seite bricht’s


© ANTOSCH
298 Vision 08.05.20
Vorschautext:
Im kleinen Haus, da ist es eng:
Man baut aus seiner Anfangsmeinung
sich einen Dogmatismus: peng!
Für andre bleibt nur die Verneinung.

Der wahre Blick erfährt den Ton,
der zwischen den Extremen flutet.
Ein freies Denken: Vision!
Ein Glück: Du hast Dir’s zugemutet!


© ANTOSCH
297 Mit Blicken Dich umsäumen 04.05.20
Vorschautext:
Die Hände griffig, Du warst nahe,
doch Sprache: Abstand unverwandt.
Kein Sinn mehr da, der uns verband.
Ich schrie so manche Nacht beinahe.

Die Worte schichten sich zu Träumen
und eins geworden sind wir nun.
Die Maske hüllt der Lippen Tun,
mein Blick, er stürzt in Dich: Umsäumen!


© ANTOSCH
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