Profil von Waltraud Dechantsreiter

Typ: Autor
Registriert seit dem: 08.09.2011

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Humor und Geduld sind Kamele, die uns durch jede Wüste tragen.
Ich öffne das Fenster in meine Gedichtewelt,
trage Kleider der Worte, wie es mir gefällt.

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Anzahl Gedichte: 3.666
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Gedichte gelesen: 5.834.028 mal
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Titel
486 Ich mag Menschen
Vorschautext:
Ich mag Menschen, die sich richtig einschätzen,
nicht überschätzen.
Trotz ihrer Klugheit nicht abdrehen,
mit beiden Beinen, sie im Leben stehen.

Manch einer weiß,
dass er mit Klugheit nicht gesegnet ist.
Doch er ist redlich, lebt ohne List
und seine Natürlichkeit, seine Herzlichkeit,
gleicht alles aus.
Man ist geehrt, ist man Gast in seinem Haus.

...
485 Schweiß kann Talent nicht ersetzen
Vorschautext:
Schweiß kann Talent nicht ersetzen,
da hilft auch kein Entsetzen.
Einsatz ist angesagt,
doch wer sich zu sehr plagt, verzagt.

Mit Tatendrang gewagt, doch nicht geklappt
und man verzagt, sich beklagt.

Diese Erkenntnis muss sich erst setzen,
Verstand und Wissen einsetzen
die Augen mit Wahrheit benetzen.

...
484 Und es wird am Grab gelogen
Vorschautext:
Und es wird am Grabe gelogen.
Die Balken können sich nicht biegen,
doch in der Lüge, sich die Hinterbliebenen wiegen.

Warum sagt man nicht, was man denkt,
wer, die Lügen lenkt?

Kann man nicht sagen, er war brutal.
Frau und Kind bekamen Schläge, ohne Zahl,
waren dem Tyrann hilflos ausgeliefert, hatten keine Wahl.
Er hat gesoffen wie ein Loch,
würde er Leben, tät er's immer noch.
...
483 Möchtegern-Könner
Vorschautext:
Nur Möchtegern-Könner
bekommen einen sinnlosen Koller.
Ihr Treiben wird immer toller.

Sie möchten alles sein,
kraftvoller, wirkungsvoller und stilvoller.
Natürlich auch,
wertvoller, würdevoller und respektvoller.

Doch sie sind, wie ein Vespa Motorroller.
Schwuppdiwupp, fahren sie vorbei.
Für Sekunden nur gesehen,
...
482 Charakterlos- ohne Worte
Vorschautext:
Wahre Begebenheit:

Das schlechte Gewissen sie nicht quält,
wenn sie von ihren Schandtaten erzählt.

Heimlich hat sie ihrer verhassten Mutter,
in den Kochtopf gespuckt.
Sie lächelt beim Erzählen,
kennt kein Schämen, sie die Schultern nur zuckt.

So habe ich für mich gesorgt,
bei Freundin Cora, sich Kleidung geborgt
...
481 Mein Geburtsjahr 1953
Vorschautext:
September:
Mittagszeit, meine Geburtsstunde,
dies belegt meine Geburtsurkunde.
Es war auch eine Sternstunde,
denn Sonntagskinder sind Glückskinder.

Kalt und stürmisch dieser letzte Sonntag,
so wie ich den Herbst auch heute, noch mag.
Herbstkälte, der Wind heulte und meine Revolte,
war eine gewollte.
Ich schrie und schrie und schrie, warum nur,
war als Baby doch pflegeleicht, nie stur!
...
480 Geschwind wie der Wind
Vorschautext:
Geschwind wie der Wind,
war ich schon als kleines Kind.
War in der Nachbarschaft, in jedem Haus,
trug die neuesten Neuigkeiten schnell hinaus.

Ich war geschwind wie der Wind,
was reden sie von interessanten Sachen,
die für Kinderohren, nicht bestimmt sind.
Habe alles gehört und es hat keinen gestört.

Im Gegenteil,
man schickte mich, um alles auszuspionieren.
...
479 Fühle mich wie Müll
Vorschautext:
Fühle mich wie Müll, gehöre entsorgt,
Keiner hat sich je, um mich gesorgt.
Bin wertlos und stinke,
vom "Alten" nur Schläge, davon ich jetzt hinke.
Merke selbst, dass ich im Elend versinke,
Anna ist so blass, unter zu viel Schminke.

Erst war ich Findelkind,
jetzt bin ich ein Straßenkind.
Bin den Pflegeeltern davongelaufen,
sie vergewaltigen, kiffen und saufen.

...
478 Er wurde nicht mal vermisst
Vorschautext:
Er ist arm geboren
und noch einsamer und trauriger gestorben.

Nach Jahren wurde sein Skelett,
im verwilderten Unterholz gefunden.
Identifiziert durch sein Amulett,
wer fragt und vermisst schon, einem Vagabunden.

Nur ein schmuckloses Grab wird es geben.
Ein trostloses Leben,
seine gepeinigte Seele, wo wird sie hinschweben.
477 Kleine Traurigkeiten
Vorschautext:
Kleine Traurigkeiten gehören zum Leben,
wie kleine unerfüllte Träume.

Mit meiner Phantasie hauche ich den Träumen
goldenen Schimmer ein.
Dann wird aus Traurigkeit zarter Schein
und das Leben schmeckt, wie süßer Wein.

Feenträume und Melancholie,
Herzenswärme im Seelenhaus und Harmonie,
erfüllen mich.

...
476 Die Schönheit
Vorschautext:
Manche Frau bildet sich ein,
man nimmt ihr nichts krumm
und ist sie noch so dumm.

Nur, weil sie eine Schönheit ist.

Doch sie vergisst,
von einer schönen, aber leeren Schüssel
wird man nicht satt.
Nur kurzweilig ist man, das begehrte Herzblatt.

Schönheit kann vergehen,
...
475 Der Reiche
Vorschautext:
Die Sterbesakramente hat er noch empfangen,
der Pfarrer ist grad gegangen.
Vater liegt noch im Totenbett,
Die Reiche ist nun eine Leiche,
noch warm, jetzt arm.

Seine Frau ist bald da,
sie erholte sich in Florida.
Sie wissen, sie werden nichts erben,
denn seine junge Frau, war schlau.
Vater hat ihr in einer glückseligen Nacht,
sein ganzes Vermögen vermacht.
...
474 Zerbrochen wie Glas
Vorschautext:
Er sagt ganz lapidar:

Ich lasse mich scheiden
und, um Ärger zu vermeiden,
ziehe ich aus.

Du kannst das Trennungsjahr über,
hier in meiner Wohnung bleiben,
möchte dich nicht vertreiben.
Doch dann ziehst du aus.

Als er aufsteht,
...
473 Im Bordell
Vorschautext:
Die großen Reden, das Geschäftsessen vorbei,
der Chef sagt angetrunken:
"Zum krönenden Abschluss gehen wir ins Freudenhaus
und lassen die Sau raus".

Mit Jubelgeschrei gehen zwölf Mann schnell,
ins Bordell.
Jeder möchte zwei Schnecken vernaschen,
der Chef kommt gleich zur Sache.

Werte Bordellbesitzerin,
meine Frage schlechthin.
...
472 Ein ungeschliffener Diamant
Vorschautext:
Er war ein ungeschliffener Diamant,
und Anerkennung in der Literatur, er fand.
Seine Werke meist authentisch,
das machte seine Gedichte, so lebendig.

Es war sein einmalig, unverkennbares "ich".
Seine Gedichte lasen sich,
gierig, wie süffiger Wein.
Genießen im Stillen, im trautem Heim.
471 Hör mein Herz, hör zu
Vorschautext:
Zärtlich flüsterst du mir zu,
hör mein Herz, hör zu.
Komm mit mir in den Rosengarten,
werde dir, meine geheimsten Wünsche verraten.

All die lieblich duftenden Rosen,
werde ich brechen.
Und wenn die Dornen mich stechen,
empfinde Liebste, jeden Tropfen Blut,
nur für dich, als meine Liebesglut.
470 Die Krämerseele
Vorschautext:
Er hat eine Krämerseele.
Verschwendung für ihn, ein Graus.
Gibt nur aus,
was unbedingt sein muss.
Es ist ein Hochgenuss,
kann er, sein geschöffeltes Geld zählen.

Er konnte wählen,
eine großzügige Frau oder den Sparfuchs,
er war klug wie ein Luchs.
Man muss wohl nicht fragen,
der Sparfuchs hat den Sieg, davontragen.
...
469 Mein Flanell Nachthemd
Vorschautext:
Mein Flanell Nachthemd.
Lila gestreift und warm,
doch hält mich mein Mann, noch in seinen Arm!

Mein Flanell Nachthemd,
ist bequem, aber nicht schön.
Doch das ist mir egal,
denn das Frieren lässt mir, keine Wahl.

Trage doch kein Negligee,
bekomme Gänsehaut und bibbere laut.
Mein Mann kennt mich im Spitzenhemd,
...
468 Komm zurück
Vorschautext:
Komm zurück,
du bist mein Glück.

Was geschehen, kann ich nicht ändern,
doch ändern, mein weiteres Geschehen.
Du wirst sehen,
ich werde zu meinem Wort stehen.

Glauben kann ich dir kein Wort
und Glück,
kommt nicht mit Worten zurück.
467 Mein kleiner Feigling, trau dich
Vorschautext:
Es ist Zufall, du stehst wieder vor mir,
sagst,
ich träume noch immer, von dir.
Spüre dich so intensiv und das Gefühl von "wir",
dass ich glaube, du bist des Nachts bei mir.

Mein kleiner Feigling, trau dich
komm endlich mit mir.
Deine Augen betteln, kann deine Sehnsucht spüren,
meine Gefühle rebellieren.
Doch Vernunft, wird mich wieder mal führen.

...