| Titel | ||||
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| 581 | Wolke | |||
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Vorschautext: Träufelnd gießt du uns're Köpfe, Bis ausgeweint dein letztes Wasser, In vollem Schwalle auf die Schöpfe, Niederprasselt, nass und nasser. Leichter thronst du in den Lüften, Nach entlass'nen Regengüssen, Wasser rinnend aus den Klüften, Eint vor dir fliehend, sich in Flüssen. Auch ich wohn in den Wolken einmal, Aus gleichem Wasser bin ich doch, ... |
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| 580 | Lass sie niemals in dein Herz! | |||
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Vorschautext: Lass sie niemals in dein Herz! Die Stimmen, die nicht an dich glauben. Ihr Unterton ist voller Schmerz, Weil sie sich selbst kein Glück erlauben. Lass sie niemals in dein Ohr! Die Worte, die dich kleiner reden Als du es bist, in lautem Chor; Sie selbst sind noch nie groß gewesen. Lass sie niemals in dein Herz! Denn sind sie erstmal drin gewesen, ... |
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| 579 | Die Herberge des Geistes | |||
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Vorschautext: Die Herberge des Geistes; Wärmt jeden Gast so heißt es, Umsorgt ihn voller Gütigkeit Und öffnet ihre Pforten weit Für jeden Mensch so heißt es, Die Herberge des Geistes; Inmitten ihr der Liebe Sitz, Aus ihr heraus lacht aller Witz. In sie kehrt der Gefühle Gang, Aus ihr schöpft man ein Leben lang! Die Herberge des Geistes; Man heißt sie Herz, so heißt es! |
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| 578 | Depression | |||
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Vorschautext: Wenn es finster wird im Tale, Und jeder Stimme Klang sich trübt, Stirbt meine Seele tausend Male, Doch bleibt des Sterbens ungeübt! |
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| 577 | Atem | |||
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Vorschautext: Wie durchdringt mich so tief der Hauch, der die ganze Welt geatmet und wie des Feuers hochstrebender Rauch, werd' von einer Ewigkeit, ich erwartet. |
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| 576 | Nachts fällt mir | |||
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Vorschautext: Nachts fällt mir das Schreiben leichter... Der Tag macht die Gemüter seichter Und oberflächlich all das Denken, Anstatt die Tiefe ihm zu schenken Wie eine tiefe Nacht es tut Mit hell-goldener Sternenglut. Die Himmel schwarz mit hellen Lichtern, Die Räum' erfüllt mit späten Dichtern. Der Mondenschein gießt sich hernieder, Ich bin noch wach - die meisten Glieder Ruhen schon im Traumgefieder... |
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| 575 | Selig | |||
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Vorschautext: Selig, wem ein Bett bei Zeiten, Warm die Seele zugedeckt, Edel wer es zu bereiten, Dem Nächsten nicht zurücke schreckt. Selig wer ein Brot gefunden, Und den Hunger überwunden. Edel wer's mit Bettlern teilt, Der Hungernden im Herz verweilt. Selig wer zu trinken hat, Wasser wie aus Quellen fein, ... |
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| 574 | Neuanfang | |||
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Vorschautext: Hände öffnet eure Fläche, Augen waget neuen Blick, Durch das Blut wie neue Bäche, Strömt ein neu begonnen' Glück. Herz mein, Wundern schlage offen, Neuer Wind trägt sie heran, Wer's glauben kann, braucht's nicht zu hoffen, Wer's glaubt und fühlt, dem wird es dann. Energie wohin man gehet, Wandlung geht mit stetem Schritt, ... |
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| 573 | Hunde | |||
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Vorschautext: Einander in die Augen; Schaut sich beider Leben Freude. Füreinander, an sich glauben fest; als beider Leben Freunde. So miteinander aufgestellt, Zum Wohle eines and'ren Lebens, Geht man als Doppel durch die Welt; Doppelt im Glücke des Erlebens! Freut man sich fortan an des ander'n, Wie an seinem eig'nen Glück, ... |
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| 572 | Sehnsucht | |||
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Vorschautext: Hängst unerreichbar an den Himmeln; Schmerzvoll, Schlimmste von den Schlimmen! Entreißt dich allem, das dich greift; Sehnsucht, die die Herzen streift. Wähnst dich sicher in den Wolken, Voller Feigheit vor Erfüllung. Lebenslang die Brust gemolken, Bis zum Tage der Enthüllung. Schwebst herab wie leichte Nebel, Lärmest, wenn wir stille sind. ... |
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| 571 | Nachruf: Vater | |||
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Vorschautext: Hast mir das Wort beigebracht, das ich schreibe; Es schreibt uns fort, ohn' dass ich übertreibe, Weil ich darin in Demut tief verbleibe, Der ich dir war und dir jetzt hinterbleibe: Noch immer Vater muss ich weinen, Ist's auch schon etwas her, Und mein du willst vom Himmel meinen, Ich wein' um dich zu sehr... Noch immer Vater spür ich dich, Kein Ding der Welt wiegt auf, ... |
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| 570 | Eigene Geschwindigkeit (Deine innere Uhr) | |||
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Vorschautext: Dein Herz geht anders als die Uhr; Ganz eigen schlägt deine Natur. Drum wende deinen Blick nach innen, Und ziehe ihn von außen ab. Denn von der Uhr in sich darinnen; Liest man die Zeit am besten ab. Droht dich die Hast zu überfallen; Eich' all dein Tun auf deine Zeit. Die Uhr in dir ist unter allen; Am besten stets auf dich geeicht. |
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| 569 | Anderslandschwelle | |||
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Vorschautext: Wo ist der Ort; Den nur der Geist berührt, Zu dem die Schwelle Durch die man fort Schritt von der Stelle Führt? Wo das Gehöft Anderer Welten Mit Dingen blufft Die hier nicht gelten? ... |
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| 568 | Skorpion | |||
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Vorschautext: Wasser ist mein Element Wie Ozeane tief mein Wesen... Mein Auge wie Geheimnis fremd, Kann nur ein gleich tief' Wasser lesen. Plutos Kräfte spülen mich Wie Wellen zu den Ahnen... In Unterwelten innerlich Tauch' ich, sie zu erfahren. Mars Kraft wirkt sexuell-sinnlich; Magnetisch auf Geschlechter ein. ... |
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| 567 | Ein Traum, der mit den Flügeln schlägt | |||
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Vorschautext: Wie einer Raupe Tiefer Glaube Daran, dass sie einst Flügel trägt; Glänzt noch im kleinsten Kinderauge, Beflügelt voller Hoffnungsglaube, Ein Traum, der mit den Flügeln schlägt. Bis der Traum entrissen von der Welt Und totgeredet von den Menschen Aus totgeträumten Augen fällt Und nimmer mehr sich wagt zu glänzen. ... |
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| 566 | Für meine Seele (Geliebte Seele mein auf ewig!) | |||
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Vorschautext: Ich ging mit dir durch dunkle Zeiten; Du sahst eintausend Dunkelheiten... So kam es, dass du Angst bekommen Und dir die Hoffnung ausgeglommen ...verglommen ist. Wie eine Kerze, Deren Feuer Ein frierend' Herz Im Abenteuer Arg vermisst. Du kalte Seel', die in mir frieret, ... |
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| 565 | Wie sich eine Depression anfühlt | |||
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Vorschautext: Zeitlupe Deine Augen verlieren sich an den Dächern der Stadt, Ob ein Sprung wohl ausreicht, fragst du dich. Mit der gleichen Frage im Geist, schaust du vorbeifahrenden Zügen nach. Bäume? Daran könnte man sich erhängen! Messer? Damit könnte man sich verletzen! Alles wird ein Mittel zum Zweck um unaushaltbarem Leid zu entkommen. Der Körper wird schwer wie Blei. Jeder Atemzug fällt schwer. Ein Wechsel zwischen Weinen und Verstummen. Alles ist grau, der Himmel, die Bäume, dein Herz. Jeder Tag verlängert nur noch deine Qual, also sucht man nach einem Ausweg. ... |
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| 564 | Drei Kinder einer Ewigkeit | |||
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Vorschautext: Des Fortschritts hochgelobte Zeit, Voll güldener Versprechen, Drei Kinder einer Ewigkeit, Soll niemals euch bestechen; Fühlendes Herz, das Verlässliche! Sich erinnernder Geist, der Unerlässliche! Unsterbliche Seele, die Unermessliche! |
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| 563 | Warum kommt man auf die "Welt"? Warum nicht auf die Erde...? | |||
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Vorschautext: Gleich, was man auch davon hält; Warum kommt man auf die Welt? Und warum nicht auf die Erde; Gleich, was man auch auf ihr werde? Ist das Jenseits so gemeint Spricht man von der Anderswelt. Nur das Diesseits wie es scheint, Meint die Erde; nicht die Welt! Hast du mal drüber nachgedacht? Es heißt ein Kind zur Welt GEBRACHT. ... |
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| 562 | An die Kunst | |||
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Vorschautext: Muse, welche Seelenregung! Zauberhafte inn're Wand'rung, Die dem Herzen leicht geschieht, Phantasie, welch Geistesregung! Zauberhafte inn're Handlung, Die den Mensch mit Traum durchzieht. In aller Künste Anfang, Wohnt Leidenschaft, wohnt Feuerdrang! In aller Muse Nachklang, Lebt Seelenlied, lebt Geistgesang! |
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