Profil von Meteor

Typ: Autor
Registriert seit dem: 17.09.2024

Statistiken


Anzahl Gedichte: 773
Anzahl Kommentare: 25
Gedichte gelesen: 124.852 mal
Sortieren nach:
Titel
533 Butterfliegenblüte
Vorschautext:
Ihr sanftweichstes Ballett
am zarten Rande einer Blüte
tanzt sie freudig sehr adrett,
die sorglose Butterfliege.

Laut Schmetterlingsintuition
soll Anmut die Blume becirzen,
setzt grazil ihren Flügelflatterton,
will geduldig nichts überstürzen.

Sanft teilen sich Blüttenblätter,
wilde Schönheit nippt mittige Süße,
...
532 Der Löwe
Vorschautext:
Sein Schritt ist mit den vielen Jahren
erfahrener und bedächtiger geworden.
Ihm ist, sein Stolz liegt im Bewahren
seiner Zuverlässigkeit im Geborgenen.

Der feste Gang selbstbewusst voran,
seine Gegenwart bleibt nie unbemerkt,
seine Aura zähmt jeden Streitanfang,
sein Blick respektvoll Autorität lehrt.

Selten noch flammt sein Jähzorn auf,
einst ungestüm war seine Jugend,
...
531 Untergrundspäher
Vorschautext:
Wohin man sieht in die Gesichter,
von zeitgemäßen Spuren geprägt.
Drohkulissen kommen dichter,
täglich Stress, reizbare Nervosität.

Die Züge voll mit vielen Fremden,
in den Augen Angst und Sorgen,
sitzen oft lange auf Wartebänken.
Stets anders die Welt von morgen.

Flüchtiger Blick flüchtiger Menschen,
bedrückte Gedanken, Träume wanken.
...
530 Sonnenlichtemehr
Vorschautext:
Es ist Zeit, Winter währte echt genug.
Sonnenuhrenschatten zeigen länger,
auf den Fluren lauert die grüne Flut,
in den Lüften zwitschern erste Sänger.

Nackte Bäume sehnen sich nach Blätter,
träumen von Blütenknospenfrüchten,
vom Einzug südlicherer Tage Wetter,
ins Sonnenlichtemehr sie sich flüchten.

Frühlingspioniere sich bereits zeigen,
Höhlen und Nester in Aufschwungswut.
...
529 Spuren
Vorschautext:
Tränen, die aus Augen tropfen
Spuren eines verletzten Herz'
verwundet pumpt es getroffen
Salzwasser reinigt den Schmerz

unterdrückt, gestaut aus Scham
der Seele Tränensee schwillt an
jede Wunde tränkt den Damm
bis ein Zuviel ihn brechen kann

im Stillen leidet die Seele Bruch
aus Tropfen wird ein Salzfluss
...
528 Phönix
Vorschautext:
Leben geboren aus dem Feuer
Funke bahnt sich Weg zur Flamme
Lichtbringer als auch Ungeheuer
Fasziniert züngelnde Schlange

Alles verzehrende Urzeitmagie
Heraufbeschworen als Asšistent
Zur Asche transformierte Euphemie
Schöpfung, die man Phönix nennt
527 Märzenbecher
Vorschautext:
Der März leert all seine Becher,
kopfüber hängt er sie ins Grün'.
Zeitlose weiße Glockendächer,
darunter Frühlingsknoten blühn.

Wie auch die Schneeglöckchen,
unfern wohnen sie benachbart,
Erinnernung an Sommerröckchen,
Gefühle kehren ein warm und zart.

Später Frühlingsschnee im März,
der Boden unter ihm noch hart,
...
526 Karussell
Vorschautext:
Die Welt dreht sich
nicht um mich,
sie reißt mich mit
Stück für Stück.

Mein Karussell des Lebens
kreiselt viel zu schnell!
Schwindlig und vergebens
verhallt mein Stop-Appell.

Wie einen Pauschaltourist
scheucht man mich voran,
...
525 High 5!
Vorschautext:
kalte Nächte kennen kalte Zehen
berüchtigte potentielle Liebestöter
Frauen wollen nicht widerstehen
warme Waden begehrte Fußableger

ihr wohliges Lächeln bezeugt Sieg
ihm fährt Schüttelfrost ins Mark
sie haucht bittersüß "Hab dich lieb!"
seine Waden im Eiswürfelautomat

zurück, nur kurz auf dem Balkon
Sekunde den Raum frisch gelüftet
...
524 Adrenalin
Vorschautext:
Geschmack von Adrenalin
auf meiner Zung'.
Zu viel ist nicht genug.
Süchtig danach giert mein Mund,
dein Anteil daran schmeckt zu gut!

Längst von uns überschritten,
der Punkt ohne Wiederkehr,
zwischen uns ist er entglitten,
süßer Schmerz fand kein Gehör.

Adrenalin tropft in die Adern,
...
523 Nie allein
Vorschautext:
wenn ich alleine bin
bin ich nicht allein
es macht keinen Sinn
ohne Gedanken zu sein

im Stillen sie zu mir flüstern
im Dunkel ihr leises Wispern
uns gemein ist dieses Lüstern
insgeheim verspürtes Knistern

sie sind mir seelenverwandt
erklären mir meinen Verstand
...
522 Der Plan
Vorschautext:
"Wer keine Stimme hat,
dem bleibt nur die Tat."

Zu diesem Schluss gelangt,
wer gegen Windmühlen antrat,
Zusammenhänge herausfand,
uralte Ideale übten Verrat.

Eine Kindheit voller Helden,
irgendwann dazuzugehören,
einer von ihnen zu werden,
ihren Werten beizuschwören.
...
521 Pantomime
Vorschautext:
Wenn Sprache ohne Schall spricht,
spiegelt sie sich wider im Gesicht.
Mit deinem ganzen Körper
bist du mir dann deutlich hörbar.

Beobachte deinen Ausdruckstanz,
deine eloquent bewegte Eleganz.
Klebe an deinen stummen Lippen,
sehe, was sie mir ausdrücken.

Folge deiner raffinierten Zunge,
sie formt sich zum Zeichenpinsel.
...
520 Augentropfen
Vorschautext:
Es tropft ...
tropft auf meinen Kopf,
als wenn wer anklopft,
unaufdringlich soft.

Durchs undichte Dach
einer sterblichen Welt,
wo wer Löcher reinstach
durch die Wasser fällt ...

Die Tropfen rinnen herab
über Lippen in den Mund,
...
519 Blindes Begreifen
Vorschautext:
Mit verbundenen Augen
liegen wir uns gegenüber,
ertasten unser Vertrauen,
in jeder Berührung spürbar.

Ein Blind Date bis zum Ende,
gewagte Faszination der Lust,
Sucht nach fremdem Gelände,
Vergnügen von Kopf bis Fuß.

Aufregender Hautkitzel reizt,
Geruch und Geschmack perfekt,
...
518 Bade im Glück
Vorschautext:
Wir sind ganz glückallein,
brauchen nur unser Herzklopfen,
jeder Blick wird wie ein Tropfen
vor unserm Bade sein.

Unser Ansinnen ist nur die Welle,
die uns senkt und hebt,
weil selber sind wir die Quelle,
die in hoher Woge steht.
517 Winternebel
Vorschautext:
Schummrigtrüb und nasskalttrist
beim Fensterausblick es draußen ist.
Nicht sonderlich einladend sieht es aus,
im Warmen drin dich zieht's nicht hinaus.

Doch grauverschleiert ist nur deine Welt,
die sonst wirklich gut dir gefällt.
Und wenn du deine Augen schärfst vorort,
erkennst du dir vertraute Umrisse dort!

Zarter Dunst hüllt alles versteckt ein,
der Bäume Äste so filigran, ganz fein.
...
516 Am Leben!
Vorschautext:
ich komm vorbei
wo ich mal war
wo ich schon war
komm ich vorbei

ich seh mir an
wo ich mal war
wie alles war
seh ich mir an

und mir wird klar
nie mehr es wird
...
515 Die Wildblume
Vorschautext:
Auf seinem Lebenswanderweg ein Mann
kam einen abgelgenen Pfad entlang,
und erblickte am Wegesrand,
eine kleine Wildblume, die dort stand,
sehr hübsch er sie gleich fand!

Alleine stand sie so da,
niemand bisher hatte sie gepflückt,
obwohl sie wirklich wunderbar so bei nah!
ihr Leben hatte sie etwas zerdrückt...

Da wollt der Mann sie mit sich nehmen,
...
514 Dein Liebesbrief
Vorschautext:
Deinen Brief auf richtigen Papier mit Tinte geschrieben,
fest an mich pressend, nur ihn statt Deiner ich drück,
wie wohl hat dein Herz sich an meinem doch gerieben,
streichelnd fließende Liebesworte gepaart mit Glück.

Sicher glitten deine Finger, die Feder mit Sehnsucht führend,
kosend über das Papier, jede Stelle zartbedacht berührend.
Sinnlich sanft sind sie endlich wohlbehalten bei mir gestrandet,
fühl sie von Dir so vertraut für mich nun auf mir gelandet.

Erahne zärtelnd Deine schlafenden weichen süß-roten Lippen,
mein Bart kitzelt Dich im Traum umgarnend im Nacken sacht.
...