Profil von Meteor

Typ: Autor
Registriert seit dem: 17.09.2024

Statistiken


Anzahl Gedichte: 838
Anzahl Kommentare: 22
Gedichte gelesen: 319.998 mal
Sortieren nach:
Titel
758 Mitternachtslust
Vorschautext:
Ein Hauch von Haut zartweich,
befeuchtet fein von Schweiß.
Der Wind fließt aus dem Fenster
über uns zwei Gespenster.

Die Augen treffen sich tiefgründig,
verabreden sich verbündig.
Meine Lippen beginnen ihre Skizze,
zeichnen ihre Version von Hitze.

Aus einem tiefen Brunnen sprudelt es,
Quelle des lodernden Bedürfnisses.
...
757 Welt der Scherben
Vorschautext:
warme Sonne
päppelt mich auf
der Nacht entkommen
nimmt mein Leben
seinen Lauf

wollte nur ich selbst sein
rollte mich zu oft ein
in Fasśaden
die mir schaden

um anderen zu gefallen
...
756 Schleierhaft
Vorschautext:
Was man von sich nicht sehen soll
wird einfach unsichtbar verschleiert,
nichts wirkt doch so geheimnisvoll
was reizvoll wird verdeckt gefeiert.

Selbst oft die Sonne verbirgt sich
hinter vielen weißen Schleierwolken,
im Negligee versteckt sie ihr Licht,
zeigt nur das, was wir sehen sollten.

Ihr glühender Körper ist gezeichnet
von Flecken und Narben ihrer Stürme.
...
755 Begierde
Vorschautext:
wir schleichen
um uns im Kreis
lauern, speicheln
sind zu heiß

befangen im Verlangen
fallen wir über uns her
zwei Würgeschlangen
begieren sich zu sehr

du bist mir extrem nah
brennst mir auf meiner Haut
...
754 Der Löwe
Vorschautext:
Sein Schritt ist mit den vielen Jahren
erfahrener und bedächtiger geworden.
Ihm ist, sein Stolz liegt im Bewahren
seiner Zuverlässigkeit im Geborgenen.

Der feste Gang selbstbewusst voran,
seine Gegenwart bleibt nie unbemerkt,
seine Aura zähmt jeden Streitanfang,
sein Blick respektvoll Autorität lehrt.

Selten noch flammt sein Jähzorn auf,
einst ungestüm war seine Jugend,
...
753 Spuren
Vorschautext:
Tränen, die aus Augen tropfen
Spuren eines verletzten Herz'
verwundet pumpt es getroffen
Salzwasser reinigt den Schmerz

unterdrückt, gestaut aus Scham
der Seele Tränensee schwillt an
jede Wunde tränkt den Damm
bis ein Zuviel ihn brechen kann

im Stillen leidet die Seele Bruch
aus Tropfen wird ein Salzfluss
...
752 Phönix
Vorschautext:
Leben geboren aus dem Feuer
Funke bahnt sich Weg zur Flamme
Lichtbringer als auch Ungeheuer
Fasziniert züngelnde Schlange

Alles verzehrende Urzeitmagie
Heraufbeschworen als Asšistent
Zur Asche transformierte Euphemie
Schöpfung, die man Phönix nennt
751 Karussell
Vorschautext:
Die Welt dreht sich
nicht um mich,
sie reißt mich mit
Stück für Stück.

Mein Karussell des Lebens
kreiselt viel zu schnell!
Schwindlig und vergebens
verhallt mein Stop-Appell.

Wie einen Pauschaltourist
scheucht man mich voran,
...
750 Adrenalin
Vorschautext:
Geschmack von Adrenalin
auf meiner Zung'.
Zu viel ist nicht genug.
Süchtig danach giert mein Mund,
dein Anteil daran schmeckt zu gut!

Längst von uns überschritten,
der Punkt ohne Wiederkehr,
zwischen uns ist er entglitten,
süßer Schmerz fand kein Gehör.

Adrenalin tropft in die Adern,
...
749 Nie allein
Vorschautext:
wenn ich alleine bin
bin ich nicht allein
es macht keinen Sinn
ohne Gedanken zu sein

im Stillen sie zu mir flüstern
im Dunkel ihr leises Wispern
uns gemein ist dieses Lüstern
insgeheim verspürtes Knistern

sie sind mir seelenverwandt
erklären mir meinen Verstand
...
748 Pantomime
Vorschautext:
Wenn Sprache ohne Schall spricht,
spiegelt sie sich wider im Gesicht.
Mit deinem ganzen Körper
bist du mir dann deutlich hörbar.

Beobachte deinen Ausdruckstanz,
deine eloquent bewegte Eleganz.
Klebe an deinen stummen Lippen,
sehe, was sie mir ausdrücken.

Folge deiner raffinierten Zunge,
sie formt sich zum Zeichenpinsel.
...
747 Bade im Glück
Vorschautext:
Wir sind ganz glückallein,
brauchen nur unser Herzklopfen,
jeder Blick wird wie ein Tropfen
vor unserm Bade sein.

Unser Ansinnen ist nur die Welle,
die uns senkt und hebt,
weil selber sind wir die Quelle,
die in hoher Woge steht.
746 Süßstoff
Vorschautext:
Der neue Tag erwacht ungesüßt,
lass mich morgens gern erheben,
vom süßen Honigtau begrüßt,
den deine Lippen auf meine kleben.

Mit Körperwärme von dir beschenkt,
Aufstehen wird zur bitteren Qual,
mit dir Süßstoff meine Haut getränkt,
im Serotoninschub ich erstrahl.

Junger Frühling erwacht bunt illuster,
süßlicher Geschmack in der Luft,
...
745 Frühlingswald
Vorschautext:
Am verlassenen Waldesrand
stand ich gedankentief und allein.
Die Bäume gebäugt Hand in Hand,
wogend im wilden Wellenband,
warfen ihr dürres morsches Gebein
in die stürmische Frühlingsflut,
liessen ihren leidigen Ballast sein,
für frisches Leben altes Treibgut.

Rauschen übertönte beim Lauschen
das Wiegen und seufzende Sausen
von aufbruchgestimmten Gesichtern,
...
744 Vorfall
Vorschautext:
Meine Gedanken berühren dich
immer und immer wieder ...
so sorgfältig und tief sinnlich
tauchen wir ins gleiche Fieber.

Obwohl wir eng an eng anliegen,
bist fortlaufend dich am biegen,
graben näher wir uns zusammen
ins Laken mit Beinen und Armen.

Treiben uns an den Klippenrand,
wo ein fliegender Teppich uns fängt,
...
743 April & Mai
Vorschautext:
Der April weiß nicht was er will,
darum changiert er nach Gefühl.
Zwischen Launen und Gespür
macht sein Wetter uns ganz wirr.
Wirklich neu macht es der Mai
und der April hilft ihm dabei,
setzt für ihn den Frühling an,
der Mai vollendet was er begann.
742 Gitterspuren
Vorschautext:
Die kleine Haarsträhne hier
ist alles, was ich von dir habe.
Beschenkt behüte ich sie mir,
durch sie bist du mir so nahe.

Gefangene der Gegebenheiten,
schuldig des Zulassens ihrer Gefühle,
weil Sehnsüchte ihre Herzen leiten,
herrscht um sie herum diese Kühle.

Wunsch zur Liebe ihr Begehren,
Konsequenzen sind die Strafe
...
741 Quertreiben
Vorschautext:
Wieso kam an egomane Querulanten
das wichtige "Querdenken" abhanden?
Das Einzige was sie dabei dachten,
wie sie mit Lügen Unfrieden machten.

"Quertreiber" trifft genau den Punkt,
auch Zunichtemacher und Aufhetzer.
Zerstörten absichtlich und ungesund,
wirkten als Wissenschaftszersetzer.

Kreative Freigeister denken "quer",
um Probleme zum Wohle aller zu lösen.
...
740 Augen
Vorschautext:
Augen - mittig schwarze Löcher,
Information in Farblicht kodiert.
Blicke, wie Pfeile aus Köchern,
treffen ihr Ziel scharf fokusiert.

Suchend ihr Sichtfeld abtastend,
optische Reize lässt sie erregen,
im Dunkeln Schatten erfassend,
mitteilsam durch Bildern reden.

Jedes Auge optisches Sinnesorgan,
und Brunnenportal ins Innere.
...
739 Staub
Vorschautext:
Wenn es draußen in Wirbeln windet,
die Luft benebelt von Sternenstaub,
was sich darin nicht alles befindet,
feinste Partikel landen auf der Haut.

Wie grauer Schnee haftet schichtweise
allgegenwärtiger Schleier der Präsenz,
flüsternd senkt sich Vergessen leise,
Grundlage der kommenden Existenz.

Pollenwolken, Wüstendunst auf Reise,
flüchtig verwehte unsichtbare Körner,
...