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| 758 | Mitternachtslust | |||
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Vorschautext: Ein Hauch von Haut zartweich, befeuchtet fein von Schweiß. Der Wind fließt aus dem Fenster über uns zwei Gespenster. Die Augen treffen sich tiefgründig, verabreden sich verbündig. Meine Lippen beginnen ihre Skizze, zeichnen ihre Version von Hitze. Aus einem tiefen Brunnen sprudelt es, Quelle des lodernden Bedürfnisses. ... |
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| 757 | Welt der Scherben | |||
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Vorschautext: warme Sonne päppelt mich auf der Nacht entkommen nimmt mein Leben seinen Lauf wollte nur ich selbst sein rollte mich zu oft ein in Fasśaden die mir schaden um anderen zu gefallen ... |
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| 756 | Schleierhaft | |||
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Vorschautext: Was man von sich nicht sehen soll wird einfach unsichtbar verschleiert, nichts wirkt doch so geheimnisvoll was reizvoll wird verdeckt gefeiert. Selbst oft die Sonne verbirgt sich hinter vielen weißen Schleierwolken, im Negligee versteckt sie ihr Licht, zeigt nur das, was wir sehen sollten. Ihr glühender Körper ist gezeichnet von Flecken und Narben ihrer Stürme. ... |
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| 755 | Begierde | |||
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Vorschautext: wir schleichen um uns im Kreis lauern, speicheln sind zu heiß befangen im Verlangen fallen wir über uns her zwei Würgeschlangen begieren sich zu sehr du bist mir extrem nah brennst mir auf meiner Haut ... |
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| 754 | Der Löwe | |||
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Vorschautext: Sein Schritt ist mit den vielen Jahren erfahrener und bedächtiger geworden. Ihm ist, sein Stolz liegt im Bewahren seiner Zuverlässigkeit im Geborgenen. Der feste Gang selbstbewusst voran, seine Gegenwart bleibt nie unbemerkt, seine Aura zähmt jeden Streitanfang, sein Blick respektvoll Autorität lehrt. Selten noch flammt sein Jähzorn auf, einst ungestüm war seine Jugend, ... |
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| 753 | Spuren | |||
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Vorschautext: Tränen, die aus Augen tropfen Spuren eines verletzten Herz' verwundet pumpt es getroffen Salzwasser reinigt den Schmerz unterdrückt, gestaut aus Scham der Seele Tränensee schwillt an jede Wunde tränkt den Damm bis ein Zuviel ihn brechen kann im Stillen leidet die Seele Bruch aus Tropfen wird ein Salzfluss ... |
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| 752 | Phönix | |||
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Vorschautext: Leben geboren aus dem Feuer Funke bahnt sich Weg zur Flamme Lichtbringer als auch Ungeheuer Fasziniert züngelnde Schlange Alles verzehrende Urzeitmagie Heraufbeschworen als Asšistent Zur Asche transformierte Euphemie Schöpfung, die man Phönix nennt |
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| 751 | Karussell | |||
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Vorschautext: Die Welt dreht sich nicht um mich, sie reißt mich mit Stück für Stück. Mein Karussell des Lebens kreiselt viel zu schnell! Schwindlig und vergebens verhallt mein Stop-Appell. Wie einen Pauschaltourist scheucht man mich voran, ... |
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| 750 | Adrenalin | |||
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Vorschautext: Geschmack von Adrenalin auf meiner Zung'. Zu viel ist nicht genug. Süchtig danach giert mein Mund, dein Anteil daran schmeckt zu gut! Längst von uns überschritten, der Punkt ohne Wiederkehr, zwischen uns ist er entglitten, süßer Schmerz fand kein Gehör. Adrenalin tropft in die Adern, ... |
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| 749 | Nie allein | |||
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Vorschautext: wenn ich alleine bin bin ich nicht allein es macht keinen Sinn ohne Gedanken zu sein im Stillen sie zu mir flüstern im Dunkel ihr leises Wispern uns gemein ist dieses Lüstern insgeheim verspürtes Knistern sie sind mir seelenverwandt erklären mir meinen Verstand ... |
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| 748 | Pantomime | |||
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Vorschautext: Wenn Sprache ohne Schall spricht, spiegelt sie sich wider im Gesicht. Mit deinem ganzen Körper bist du mir dann deutlich hörbar. Beobachte deinen Ausdruckstanz, deine eloquent bewegte Eleganz. Klebe an deinen stummen Lippen, sehe, was sie mir ausdrücken. Folge deiner raffinierten Zunge, sie formt sich zum Zeichenpinsel. ... |
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| 747 | Bade im Glück | |||
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Vorschautext: Wir sind ganz glückallein, brauchen nur unser Herzklopfen, jeder Blick wird wie ein Tropfen vor unserm Bade sein. Unser Ansinnen ist nur die Welle, die uns senkt und hebt, weil selber sind wir die Quelle, die in hoher Woge steht. |
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| 746 | Süßstoff | |||
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Vorschautext: Der neue Tag erwacht ungesüßt, lass mich morgens gern erheben, vom süßen Honigtau begrüßt, den deine Lippen auf meine kleben. Mit Körperwärme von dir beschenkt, Aufstehen wird zur bitteren Qual, mit dir Süßstoff meine Haut getränkt, im Serotoninschub ich erstrahl. Junger Frühling erwacht bunt illuster, süßlicher Geschmack in der Luft, ... |
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| 745 | Frühlingswald | |||
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Vorschautext: Am verlassenen Waldesrand stand ich gedankentief und allein. Die Bäume gebäugt Hand in Hand, wogend im wilden Wellenband, warfen ihr dürres morsches Gebein in die stürmische Frühlingsflut, liessen ihren leidigen Ballast sein, für frisches Leben altes Treibgut. Rauschen übertönte beim Lauschen das Wiegen und seufzende Sausen von aufbruchgestimmten Gesichtern, ... |
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| 744 | Vorfall | |||
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Vorschautext: Meine Gedanken berühren dich immer und immer wieder ... so sorgfältig und tief sinnlich tauchen wir ins gleiche Fieber. Obwohl wir eng an eng anliegen, bist fortlaufend dich am biegen, graben näher wir uns zusammen ins Laken mit Beinen und Armen. Treiben uns an den Klippenrand, wo ein fliegender Teppich uns fängt, ... |
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| 743 | April & Mai | |||
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Vorschautext: Der April weiß nicht was er will, darum changiert er nach Gefühl. Zwischen Launen und Gespür macht sein Wetter uns ganz wirr. Wirklich neu macht es der Mai und der April hilft ihm dabei, setzt für ihn den Frühling an, der Mai vollendet was er begann. |
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| 742 | Gitterspuren | |||
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Vorschautext: Die kleine Haarsträhne hier ist alles, was ich von dir habe. Beschenkt behüte ich sie mir, durch sie bist du mir so nahe. Gefangene der Gegebenheiten, schuldig des Zulassens ihrer Gefühle, weil Sehnsüchte ihre Herzen leiten, herrscht um sie herum diese Kühle. Wunsch zur Liebe ihr Begehren, Konsequenzen sind die Strafe ... |
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| 741 | Quertreiben | |||
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Vorschautext: Wieso kam an egomane Querulanten das wichtige "Querdenken" abhanden? Das Einzige was sie dabei dachten, wie sie mit Lügen Unfrieden machten. "Quertreiber" trifft genau den Punkt, auch Zunichtemacher und Aufhetzer. Zerstörten absichtlich und ungesund, wirkten als Wissenschaftszersetzer. Kreative Freigeister denken "quer", um Probleme zum Wohle aller zu lösen. ... |
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| 740 | Augen | |||
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Vorschautext: Augen - mittig schwarze Löcher, Information in Farblicht kodiert. Blicke, wie Pfeile aus Köchern, treffen ihr Ziel scharf fokusiert. Suchend ihr Sichtfeld abtastend, optische Reize lässt sie erregen, im Dunkeln Schatten erfassend, mitteilsam durch Bildern reden. Jedes Auge optisches Sinnesorgan, und Brunnenportal ins Innere. ... |
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| 739 | Staub | |||
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Vorschautext: Wenn es draußen in Wirbeln windet, die Luft benebelt von Sternenstaub, was sich darin nicht alles befindet, feinste Partikel landen auf der Haut. Wie grauer Schnee haftet schichtweise allgegenwärtiger Schleier der Präsenz, flüsternd senkt sich Vergessen leise, Grundlage der kommenden Existenz. Pollenwolken, Wüstendunst auf Reise, flüchtig verwehte unsichtbare Körner, ... |
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