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| 138 | Unmut | 23.11.25 | ||
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Vorschautext: *** *** ******* ******* Laut drängen sich Wortböen zwischen meine Sonnenstunden, jagen Wolken aus dem Nichts über meinen Herzhimmel. Gefühle verzweigen sich seelenweit ,wild wuchernd. * Verstreute Knospen ~~~von Hoffnung~~~ ... |
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| 137 | Stille | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: Stille ist pastellne Seelenfarbe, Quelle, die das Meeresrauschen übt, kirschblütengefang’ne Sonnengarbe, Frühling, den kein Wolkenzipfel trübt. Stille ist, mit sich in Einklang leben. Stille baut sich schützend vor dich auf, kann dich siebtfach in die Himmeln heben und den Geist gesunden kann sie auch. Stille wird mitunter auch mal lauter und du kannst sie einfach nicht mehr hör’n. ... |
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| 136 | Stadtbummel | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: Mein Weg der läuft mir weit voraus und windet sich dann heiter um jede Eck’, von Haus zu Haus, dann geht er fröhlich weiter. Ich folge ihm und weiß nicht recht, wohin er mich wird führen. Heut schließen alle Straßen schlecht und haben offne Türen. Dem Weg ist diese Stadt nicht weit, ein einzig großes Zimmer, ... |
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| 135 | Es regnet | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: Heute regnet es, es regnet, regnet still, und es regnet halt, es regnet, weil ich’s will. Klar- beend ich dies’ Gedicht, na, da regnets eben nicht. Doch jetzt regnet’s, ja es regnet, regnet still. ... |
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| 134 | Doch es kommt | 22.11.25 | ||
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Vorschautext: In den Wipfeln pfiff der Wind gestern wehmutsvolle Weisen, nahm die Blätter windgeschwind mit auf wunderbunte Reisen. Schaue heut zum Fenster raus und da herrscht nur rost’ges Schweigen. Trostlos sieht der Garten aus, weg ist er, der bunte Reigen. Ach, wie schnell ging es vorbei, all das Bunte, windgestohlen. ... |
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| 133 | Manchmal macht wohnen keinen Spaß | 20.11.25 | ||
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Vorschautext: Im Raum spricht wieder alles laut, wohin man auch mit Gleichmut schaut. Die Bilder bilden sich wohl ein, etwas Besonderes zu sein. Es blickt herausfordernd der Schrank, sein Anblick macht mich seelenkrank. Der Sessel sitzt ganz lässig da, als fragt' er mich ganz hämisch, na? Ich blick verärgert hin zum Tisch, der wieder schweigt wie'n toter Fisch und all der Kram hier ringsherum ist keinen Jota wen'ger stumm. ... |
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| 132 | Mondnacht | 20.11.25 | ||
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Vorschautext: Mir war, also ob der Mond durchs Fenster greift, mir meine Lider streift und mir die Träume stielt. Mein Schlaf ist hin, die Träume, aufgeschreckt, verflogen zum Nachbarn, oder sonstwo hin. Und der wird weiter ... |
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| 131 | Tagmüde | 19.11.25 | ||
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Vorschautext: Am Rande der Nacht verflacht der Lebenswille, igelt sich ein, ganz fein, wunschlos gern nur noch bereit zu Trägheit und zu Stille, und braucht kein Licht, den Mond nicht, keinen Stern. Sei's denn, du willst entspannt im Liegen fliegen, dem Nachtgestirn ... |
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| 130 | Wir schweigen uns an | 19.11.25 | ||
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Vorschautext: Komm, wir schweigen uns an, denn die Worte haben längst kein Gewicht. Und im Schweigen kennen wir uns noch nicht. In unsrer Augen Trübe können wir uns nicht lesen. Wir sind nicht mehr, wir waren gewesen. Wir mühen uns, während Gefühle verhallen, nicht aus dem Gleichgewicht ... |
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| 129 | Abendhimmel | 18.11.25 | ||
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Vorschautext: Tief hinter der Stadt, versunken, schießt die Sonne, farbentrunken, Lichterpfeile ins Mäandern heller Wolken, die da wandern windgetrieben, leicht sich umeinander schmiegen, mit dem rotseidenen Saum. Goldgetränkt, wie'n schöner Traum, ... |
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| 128 | Blattgeflüster | 18.11.25 | ||
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Vorschautext: Die Bäume wurden still. Gefallen ist der Worte Schauer und die Geschichten trug der Wind über die Gartenmauer. Jetzt träumen sie April, doch liegt schon Winter auf der Lauer. Ist ihnen Thor auch wohlgesinnt, ihr Stummsein ist von langer Dauer. Lisa Nicolis |
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| 127 | Ballast | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: In all den einsamdüstren Tagen hab Ängste ich in mein Versteck getragen. Als ich dann sah, wieviele sich ergaben, wollt‘ ich damit aus diesem inn‘ren Labyrinth mich wagen. Doch finde ich da niemals raus und auch mein Weg geht mir bald aus. © Lisa Nicolis |
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| 126 | ausWEGlosigkeit | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: vielleicht holst du mich mal aus meiner Vertiefung aus meinem vergeblichen Gewesensein aus meinem holprigen Jetzt nur müsste ich mir den Weg zu dir ebnen ... |
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| 125 | ausmisten müsst ich | 17.11.25 | ||
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Vorschautext: Staub des Vergessens verdeckt das Gelebte die Erinnerung und den Plunder wie Disteln wuchern die Souvenirs in meinen Tag unter anderem steht dein Bild gepuzzelt aus Traumfetzen ... |
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| 124 | Der Verserichter | 16.11.25 | ||
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Vorschautext: Gute Dichter, schlechte Dichter, was die Kritiker sonst unkten, das entscheidet mancher Richter mit 3 Sternen, alias Punkten. Uuups, ich hab hier fehlgegriffen, mach die Verse schon zunichte! Er verteilt auch 5, verkniffen, an die eigenen Gedichte. Lisa Nicolis |
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| 123 | Die Regenmacherin | 16.11.25 | ||
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Vorschautext: 1. In dieser Strophe lass ich's regnen, nicht Thor, ich werd die Erde segnen und lass den Regen so lang fließen, bis sich der Strophe Tore schließen. 2. Hier werd' ich Regen, Wind bestechen, dass sie auch manche Bäume brechen, dass sie durch diese Strophe wüten, ich werd kein Haus, kein Heim behüten. 3. Siehst du, der Sturm hat nachgelassen, das Sein fließt still durch alle Straßen. ... |
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| 122 | Damals | 16.11.25 | ||
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Vorschautext: So oft hatte der See mich getrunken, die Bäume die Seel mir berauscht, der Kies mich ertragen und die Bänke sich stumm an mir satt gesessen . Damals, als ich im Sommer wohnte und in der Freiheit zu Hause war. Jetzt schlummert alles in mir. ... |
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| 121 | Himmel auf Erden | 16.11.25 | ||
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Vorschautext: Der Himmel beginnt am Boden, hier unten, nicht oben. Und Himmel am Zenit, ist da wo es Liebe gibt. Und sowieso nicht im siebenten Irgendwo, nicht in Höhen, ... |
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| 120 | Meiner missratenen Muse | 14.11.25 | ||
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Vorschautext: Es kann wohl nicht Erato sein, die mich so zärtlich küsst, wenn ich Gedichte konzipier, sie rhythmisch aufbau’n müsst. Das muss ’ne andre Muse sein, die alles längst vergaß, die jambisch und trochäisch nicht mehr misst der Verse Maß. Doch hab’ ich ihr schon längst verzieh’n. Mir reicht die Phantasie, ... |
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| 119 | Das wollte ich nur mal fragen… | 14.11.25 | ||
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Vorschautext: Wollte die Stille ich kurz mal auch brechen, könnten die Scherben mich dann etwa stechen? * Auf wackligen Beinen steht die Lüge nie fest, setzt sie sich dann lieber ins gemachte Nest? * Und Lügen haben zwar kurze Beine, doch mit E-Roller flitzen sie über Stock und Steine. * Oft heißt es, die Zeit, die bliebe mal stehen, sahst du sie etwa jemals auch gehen? * ... |
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