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Anzahl Gedichte: 258
Anzahl Kommentare: 166
Gedichte gelesen: 18.088 mal
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Titel
138 Unmut 23.11.25
Vorschautext:
*** ***
******* *******
Laut drängen sich Wortböen
zwischen meine Sonnenstunden,
jagen Wolken aus dem Nichts
über meinen Herzhimmel.
Gefühle verzweigen sich
seelenweit ,wild
wuchernd.
*
Verstreute Knospen
~~~von Hoffnung~~~
...
137 Stille 22.11.25
Vorschautext:
Stille ist pastellne Seelenfarbe,
Quelle, die das Meeresrauschen übt,
kirschblütengefang’ne Sonnengarbe,
Frühling, den kein Wolkenzipfel trübt.

Stille ist, mit sich in Einklang leben.
Stille baut sich schützend vor dich auf,
kann dich siebtfach in die Himmeln heben
und den Geist gesunden kann sie auch.

Stille wird mitunter auch mal lauter
und du kannst sie einfach nicht mehr hör’n.
...
136 Stadtbummel 22.11.25
Vorschautext:
Mein Weg der läuft mir weit voraus
und windet sich dann heiter
um jede Eck’, von Haus zu Haus,
dann geht er fröhlich weiter.

Ich folge ihm und weiß nicht recht,
wohin er mich wird führen.
Heut schließen alle Straßen schlecht
und haben offne Türen.

Dem Weg ist diese Stadt nicht weit,
ein einzig großes Zimmer,
...
135 Es regnet 22.11.25
Vorschautext:
Heute regnet es,
es regnet, regnet still,
und es regnet halt,
es regnet,
weil ich’s will.
Klar- beend ich
dies’ Gedicht,
na, da regnets
eben nicht.
Doch jetzt regnet’s,
ja es regnet,
regnet still.
...
134 Doch es kommt 22.11.25
Vorschautext:
In den Wipfeln pfiff der Wind
gestern wehmutsvolle Weisen,
nahm die Blätter windgeschwind
mit auf wunderbunte Reisen.

Schaue heut zum Fenster raus
und da herrscht nur rost’ges Schweigen.
Trostlos sieht der Garten aus,
weg ist er, der bunte Reigen.

Ach, wie schnell ging es vorbei,
all das Bunte, windgestohlen.
...
133 Manchmal macht wohnen keinen Spaß 20.11.25
Vorschautext:
Im Raum spricht wieder alles laut,
wohin man auch mit Gleichmut schaut.
Die Bilder bilden sich wohl ein,
etwas Besonderes zu sein.
Es blickt herausfordernd der Schrank,
sein Anblick macht mich seelenkrank.
Der Sessel sitzt ganz lässig da,
als fragt' er mich ganz hämisch, na?
Ich blick verärgert hin zum Tisch,
der wieder schweigt wie'n toter Fisch
und all der Kram hier ringsherum
ist keinen Jota wen'ger stumm.
...
132 Mondnacht 20.11.25
Vorschautext:
Mir war,
also ob der Mond
durchs Fenster greift,
mir meine Lider streift
und mir die Träume stielt.
Mein Schlaf ist hin,
die Träume,
aufgeschreckt, verflogen
zum Nachbarn,
oder sonstwo hin.

Und der wird weiter
...
131 Tagmüde 19.11.25
Vorschautext:
Am Rande der Nacht
verflacht der Lebenswille,
igelt sich ein, ganz fein,
wunschlos gern
nur noch bereit
zu Trägheit und zu Stille,
und braucht kein Licht, den Mond nicht,
keinen Stern.

Sei's denn,
du willst entspannt im Liegen fliegen,
dem Nachtgestirn
...
130 Wir schweigen uns an 19.11.25
Vorschautext:
Komm, wir schweigen uns an,
denn die Worte haben
längst kein Gewicht.
Und im Schweigen
kennen wir uns noch nicht.
In unsrer Augen Trübe
können wir uns nicht lesen.
Wir sind nicht mehr,
wir waren gewesen.
Wir mühen uns,
während Gefühle verhallen,
nicht aus dem Gleichgewicht
...
129 Abendhimmel 18.11.25
Vorschautext:
Tief hinter der Stadt,
versunken,
schießt die Sonne,
farbentrunken, Lichterpfeile
ins Mäandern
heller Wolken,
die da wandern
windgetrieben,
leicht sich umeinander schmiegen,
mit dem rotseidenen Saum.
Goldgetränkt,
wie'n schöner Traum,
...
128 Blattgeflüster 18.11.25
Vorschautext:
Die Bäume wurden still.
Gefallen ist der Worte Schauer
und die Geschichten trug der Wind
über die Gartenmauer.

Jetzt träumen sie April,
doch liegt schon Winter auf der Lauer.
Ist ihnen Thor auch wohlgesinnt,
ihr Stummsein ist von langer Dauer.


Lisa Nicolis
127 Ballast 17.11.25
Vorschautext:
In all den einsamdüstren Tagen
hab Ängste ich
in mein Versteck getragen.
Als ich dann sah,
wieviele sich ergaben,
wollt‘ ich damit
aus diesem inn‘ren Labyrinth
mich wagen.
Doch finde ich da niemals raus
und auch mein Weg geht mir bald aus.

© Lisa Nicolis
126 ausWEGlosigkeit 17.11.25
Vorschautext:
vielleicht holst du mich mal
aus meiner Vertiefung

aus meinem
vergeblichen Gewesensein

aus meinem
holprigen Jetzt

nur müsste ich mir
den Weg zu dir
ebnen
...
125 ausmisten müsst ich 17.11.25
Vorschautext:
Staub des Vergessens
verdeckt das Gelebte
die Erinnerung
und den Plunder

wie Disteln wuchern
die Souvenirs
in meinen Tag

unter anderem
steht dein Bild
gepuzzelt aus Traumfetzen
...
124 Der Verserichter 16.11.25
Vorschautext:
Gute Dichter, schlechte Dichter,
was die Kritiker sonst unkten,
das entscheidet mancher Richter
mit 3 Sternen, alias Punkten.

Uuups, ich hab hier fehlgegriffen,
mach die Verse schon zunichte!
Er verteilt auch 5, verkniffen,
an die eigenen Gedichte.

Lisa Nicolis
123 Die Regenmacherin 16.11.25
Vorschautext:
1. In dieser Strophe lass ich's regnen,
nicht Thor, ich werd die Erde segnen
und lass den Regen so lang fließen,
bis sich der Strophe Tore schließen.

2. Hier werd' ich Regen, Wind bestechen,
dass sie auch manche Bäume brechen,
dass sie durch diese Strophe wüten,
ich werd kein Haus, kein Heim behüten.

3. Siehst du, der Sturm hat nachgelassen,
das Sein fließt still durch alle Straßen.
...
122 Damals 16.11.25
Vorschautext:
So oft hatte der See mich getrunken,
die Bäume die Seel mir berauscht,
der Kies mich ertragen und
die Bänke sich stumm
an mir satt gesessen .

Damals,
als ich im Sommer wohnte und
in der Freiheit zu Hause war.

Jetzt schlummert alles in mir.

...
121 Himmel auf Erden 16.11.25
Vorschautext:
Der Himmel beginnt
am Boden,
hier unten,
nicht oben.

Und Himmel am Zenit,
ist da
wo es Liebe gibt.
Und sowieso
nicht im siebenten
Irgendwo,
nicht in Höhen,
...
120 Meiner missratenen Muse 14.11.25
Vorschautext:
Es kann wohl nicht Erato sein,
die mich so zärtlich küsst,
wenn ich Gedichte konzipier,
sie rhythmisch aufbau’n müsst.

Das muss ’ne andre Muse sein,
die alles längst vergaß,
die jambisch und trochäisch nicht
mehr misst der Verse Maß.

Doch hab’ ich ihr schon längst verzieh’n.
Mir reicht die Phantasie,
...
119 Das wollte ich nur mal fragen… 14.11.25
Vorschautext:
Wollte die Stille ich kurz mal auch brechen,
könnten die Scherben mich dann etwa stechen?
*
Auf wackligen Beinen steht die Lüge nie fest,
setzt sie sich dann lieber ins gemachte Nest?
*
Und Lügen haben zwar kurze Beine, doch
mit E-Roller flitzen sie über Stock und Steine.
*
Oft heißt es, die Zeit, die bliebe mal stehen,
sahst du sie etwa jemals auch gehen?
*
...