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| 238 | In mir gefangen | 22.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Die Freiheit blüht jetzt bunt in meinem Garten und winkt mir zu mit vollem Blütenschauer durchs in mir offne Fenster, wie im Warten. Und zwischen mir und ihr nur diese Mauer! Die Freiheit lockt vergeblich mich schon lange. Sie weckt in mir so schmerzliches Verlangen. Wollt ich sie greifen, wird es mir so bange, ich könnte mich im eignen Mut verfangen. ... |
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| 237 | Ich werde | 21.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Das Grönland und den Gaza werd ich kaufen. Verkauft ihr nicht, dann werde ich drum raufen und schick euch auf den Hals meine Armada und schnappe mir dazu auch noch Kanada. Schlecht wären nicht dazu auch die Lofoten. Die reiß ich mir recht gern unter die Pfoten. Und sollte euch das alles nicht gefallen, ich kann den Rest der Welt auch für mich krallen. ... |
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| 236 | Der einsame Schwan | 21.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Bin jetzt ein Schwan, der's Fliegen längst vergaß, auch nicht mehr zieht die wohlbekannten Bahnen, der sich vom Wind nur treiben lässt, und das, ohne sein nächstes Ankommen zu ahnen. Mein Nass war einst zum Schwanensee erkoren, wir riefen freudig uns die Grüße zu. Jetzt gleit ich einsam hier und leicht verloren, es überschwemmt mich nur die unendliche Ruh. ... |
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| 235 | Die Ruine | 20.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Wie sich die Mauern aneinander klammern, wie heimlich jeder Schatten in aller Mondnacht fällt, wie sich die Zeit vorüber stiehlt, sich aus der Wirrnis dieser Wände schält, die Stürme um die hohlen Türme jammern und jeder wieder weiter zieht, Um jede mürbe Wand der Himmel, wie zerriss'nes Tuch, sich drüber spannt. Aus allen Wunden rieselt, ... |
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| 234 | Gruß an Erato | 18.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Hallo, Erato, liebe Muse, ich schicke dir heute zum Gruße auch ein Gedichtchen hinterher, 's ist leicht, zum Lesen gar nicht schwer. Du weißt, ich bin nicht Dichterin, gehör auch nicht zu den Poeten, bin nur Gedichteschreiber*in, Typ nichtkonventionelle Späten. ... |
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| 233 | Ratschläge | 18.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Die guten Ratschläge sind Perlen vor die Säue, doch gute Menschen finden immer neue. Die klugen Ratschläge dich leider kaum erreichen, weil kluge Menschen, sich die meist verkneifen. ... |
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| 232 | Ankunft | 18.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Meistens reiß ich mich zusammen, um mich wieder zu zerreißen und ich fang mich, um mich wieder zu verlieren. Nur ist’s heute seelenstiller und das will schon etwas heißen. Kann den Frühling ... |
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| 231 | Die Hoffnung | 17.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Ich freu mich auf den nächsten Tag, es wird wieder die Sonne scheinen, es wird so sein, wie ich es mag und mich mit meinem Glück vereinen. Was wär ich, hoffnungsloser, heut? Ich wär' vergrämt in meiner Seele, läge mit meinem Sein im Streit und merkte nicht, wie ich mich quäle. ... |
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| 230 | Gut gemeint | 15.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Wieviele süße Worte, das jedes aus den Himmeln hängt, haben mit "Gutes wollen" mich übelst immerzu bedrängt. Der gute Rat zuweilen, der freundlichst aus dem Helfer bricht, ... |
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| 229 | Die Jeans | 15.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Mein Lieblingsnachbar stelzt vorbei. Das ist immer ein Augenschmaus. An dem ist immer alles neu. Geht stets gestriegelt aus dem Haus. Kai- Siegfried hat 'ne bombe Jeans, darüber er auch richtig strahlt, denn für das Loch am linken Knie hat er gern extraviel bezahlt. ... |
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| 228 | Mein Baum | 13.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Der Baum vor meinem Fenster ist gefällt, ein Stück von meinem Herzen hing daran. Der Rest vom Herzen fragt sich nun gequält, was fang ich nur mit so viel Himmel an? © Lisa Nicolis |
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| 227 | Das offene Fenster | 13.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Hin und wieder schien es, ich hätte was aufgebaut, mal ein Schloss, eine Hütte, mal nur den Rahmen eines Fensters, das in die Ferne schaut. Sah den Sand, wenn ich ihn formte, meist vom Winde verwehn. Meine Schlösser, eben wie Zeit, blieben auch niemals stehn. ... |
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| 226 | Das alte Haus | 12.03.26 | ||
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Vorschautext: * ** Zerrissen schon das Winterkleid der Zeit, es tropft wie Frühling schon aus ihren Poren, ein Grünen steht im Märzen schon bereit, der Winter hat am Erdrund sich verloren. Weit weg im Garten ** steht ein altes Haus, recht ** **** grau und gruslig ist es **** ** anzuseh‘n. Jetzt putzt es sich ** *** aus seinem Grau heraus, *** ... |
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| 225 | Frühlingswind | 12.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Um des Abends hin ein wenig Lied zu sein, greift der Wind sich dunkles Blätterrauschen, singt sich frühlingslau ins tiefe Schilf hinein, Mondscheinplätschern in dem See zu lauschen. Schwingt sich auf den Silberstrahl des Abends sacht, während träumend hinter alten Mauern noch ein Kirschbaum still und duftgeladen wacht, ihn berauscht mit seinen Blütenschauern. ... |
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| 224 | Fiebernde Philosophin | 10.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Vielleicht ist die Erde nur eine Genmutation im Bauch oder der Blutbahn eines armen Riesen. Und wenn uns seine Globuline zur Antigenmutation beschießen, dann wird’s auf der Erde von allen Dächern gepfiffen: „Wir werden extraterrestrisch angegriffen!“ Dabei ist wohl das unerhört, ... |
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| 223 | Hilflos | 09.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Kleinschlafen möcht ich mich, blattgrün mich betten, unter Baumgreisen mich verstecken, erdennah die jungen Düfte frühlinglang atmen. Fernschlafen möcht ich mich, menschenfern mich verliegen unter schattigen Armen, wenn auch nur sonnenlang- ... |
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| 222 | Enttäuschung | 09.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Den Himmel habe ich heute veilchenblau angemalt, den Frühling hab ich grünend in die Bäume gelegt und habe dem See alle himmlischen Töne geliehen. Auch die Glockenblumen ließ ich dir auf sonnigen Wegen ... |
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| 221 | Es wird | 08.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Nun eilt die Zeit den frohen Farben zu, auch wenn die Tage sich der Kälte beugen. Das Jahr legt ab den festen Winterschuh und liegt schon wunderbringend in den Zweigen. ... |
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| 220 | Der Mond | 07.03.26 | ||
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Vorschautext: *** Wenn abends meine Blicke noch versinken im Weltall, um den Sternenmix zu trinken, dann hört er sachte auf, sich noch zu drehen, um still in meinen Augen auf zu gehen. So schlendern wir zusammen ein paar Schritte, hoch oben in der Welten dunklen Mitte. Er gleitet dann, wie stets, ganz ohne Schweifen zurück in seine Welt auf Silberstreifen. ... |
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| 219 | Durch die Wüste | 06.03.26 | ||
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Vorschautext: *** In meinem Kopf die Wörter scheinen, stets auf der Such' zu sein nach Reimen und wenn die Reime sich verdichten, entstehen solche Reimgeschichten. Erst der Versuch, den Reimfacetten die Ecken, Kanten noch zu glätten, damit die eig'ne Wörterblase reinpasst in die Gedichte Oase. ... |
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